Sommerekzem-Behandlung - Hilfreiche Informationen

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Entstehung und mögliche Ursachen:

Das Sommerekzem der Pferde wird durch Insektenstiche hervorgerufen. Besonders durch den Stich von Stechmücken, Gnitzen oder Kriebelmücken. Beim Sommerekzem handelt es sich um eine Allergie gegen den Speichel der genannten Insekten (Hypersensitivität). Da die Mücken bevorzugt an Stellen stechen, an denen die Haare senkrecht stehen, sind Schweifrübe,  Kruppe,  Ohren, Kinn, Mähnenkamm und Bauchnaht am häufigsten betroffen. Kriebelmücken sowie auch Gnitzen sind überwiegend dämmerungsaktiv. Sie werden etwa 1 Stunde vor Sonnenaufgang bis kurz danach und dann wieder kurz vor Sonnenuntergang bis etwa 1-2 Stunden danach aktiv. Auch bei schwüler Witterung, Gewitterneigung werden sie aktiv.  Aufgrund dieses Tatbestandes können Ekzemerpferde problemlos tagsüber bei Sonnenschein einige Stunden ohne Ekzemerdecke auf die Weide. Das UVB-Licht ist gerade für die Stärkung des Immunsystems besonders wichtig.

 

 Es kann auch ein Stoffwechselproblem die Ursache für die Hautprobleme vorhanden sein. Deshalb muß  für eine ausreichende Versorgung der Tiere in Form von  Kräutern, Mineralien, Spurenelementen und Omega 3Fettsäuren gesorgt werden. 

Fütterungsempfehlung: 

  • melassehaltige und zuckerhaltige Futtermittel sollten stark eingeschränkt werden!

  • Bierhefe BT eignet sich sehr gut prophylaktisch 3 Monate vor dem Fellwechsel im Frühjahr zu füttern.

  • Regelmäßig Leinsamen füttern, ganze Körner oder geschrotet.

  • Unbedingt Kräuter füttern: Ackerschachtelhalm (Zinnkraut), Brennnessel getrocknet, Löwenzahn, Schafgarbe, entweder kleingeschnitten ins Futter geben oder einfach unter das Heu mischen

  • Mineralfutter, MSM organischen Schwefel    3 Monate vor dem Fellwechsel im Frühjahr zu füttern

Grundsätzliche Maßnahmen und Verhaltensregeln:

Die Pferde sollten nach Möglichkeit nur Weidegang zu Zeiten erhalten, wo diese Insekten nicht aktiv sind. Bei trockener Hitze tagsüber z. B. sind die Mücken kaum aktiv, ebenso bei starkem Wind oder Kälte. Die Abendstunden sind in der Regel der kritischste Zeitraum.
Rückzugsmöglichkeiten für die Pferde in den Hauptflugzeiten der Mücken (8-10 und 16-21 Uhr) im Stall oder Unterstand. Auch wichtig, sandige Stellen zum Wälzen, denn das ist ein natürlicher Schutz vor den Plagegeistern!

 

Behandlungsmöglichkeiten:

Für Pferde, die besonders extrem unter Sommerekzem leiden, gilt eine sog. Ekzemer-Decke nach wie vor, als wirksamstes Mittel. Trotzdem kann es immer noch zu Mückenstichen kommen.

 

Wir bieten Ihnen mit unseren  Produkten eine bewährte Behandlungsmethode an, die in erster Linie einen sicheren Mückenschutz sowie einen zusätzlichen Hautschutz bietet. Durch gezielte und regelmäßige Behandlung kann so die Entstehung eines Sommerekzems weitestgehend verhindert bzw. ein vorhandenes Sommerekzem zum abheilen gebracht werden.

 

Produktvorgabe und Empfehlung:

1. EquiNiem-Tierrepellent als Mücken-Insektenschutz

Zum allgemeinen Mücken- und Insektenschutz  sollte das Pferd vor jedem Weidegang mit EquiNiem-Repellent eingesprüht werden, vorzugsweise an den gefährdeten Bereichen. Der Hautschutz soll in der Regel 24 Stunden bei normalem Weidegang erhalten bleiben. Bei starkter Schweißbildung und nach starken Regenfällen, kann sich die Schutzwirkung verkürzen. Dann sollte gegebenenfalls nachgesprüht werden. EquiNiem-Tierrepellent ist besonders haut pflegend und gerade bei Sommerekzem, Allergien und Empfindlichkeiten besonders geeignet. Durch den Zusatz von kaltgepressten Niemöl haftet die Emulsion besonders lange im Fell und auf der Haut und bindet so die Wirkstoffe in der Emulsions-Basis mit ein. Der hautfreundliche Insekten Repellent Wirkstoff IR3535 der Merck KGaA ist hochwirksam gegen ein breites Spektrum an stechenden und beißenden Insekten, unter anderem gegen  Stechmücken (Aedes  Arten). Dieser Wirkstoff ist unbedenklich für Mensch und Tier und wird auch in der Kosmetikindustrie verwendet.


2. DermaNiem-Emulsion zur Hautpflege

Zur allgemeinen Pflege und im Anfangsstadium hat sich  DermaNiem-Emulsion bewährt. Diese dünnflüssige Emulsion ist ebenfalls auf Niemöl-Basis aufgebaut und enthält hochwertige, naturreine ätherische Öle. Durch die besonderen Eigenschaften der äth. Öle wirkt die Emulsion entzündungshemmend, antibakteriell und juckreizhemmend. Die Emulsion bietet der gereizten Haut Feuchtigkeit mit einem kühlenden Effekt, was somit abschwellend und hautberuhigend wirkt.

3.DermaNiem-Öl zur Hautpflege intensiv

Bei stark beanspruchter, schorfiger, wundgescheuerter Haut empfiehlt sich DermaNiem-Öl.

DermaNiem-Öl enthält einen großen Anteil an kaltgepressten Niemöl  sowie Olivenöl, Bisabolol und naturreine  äth. Öl. Diese Wirkstoffkombination besitzt einen stark entzündungshemmenden, antibakteriellen, juckreizhemmenden Effekt. Eine besondere Eigenschaft ist, dass das Öl einen wasserabweisenden Fettfilm auf der Haut bildet, was gerade bei Regen und Nässe von Vorteil ist. Denn so bleibt die Wirksamkeit über einen längeren Zeitraum erhalten. Das Öl sollte sparsam angewendet werden, es ist sehr ergiebig. Wenn Sie sich für einen Behandlung mit DermaNiem-Öl entscheiden, dann sollte der Einsatz von EquiNiem-Tierrepellent nicht direkt auf die behandelten Bereiche erfolgen.  Bei Bedarf sollte auch mal eine Grundreinigung mit DermaNiem-Tiershampoo erfolgen, um Schmutz und alte Ölreste zu entfernen.

 

Besonderer Tipp: Auf offenen, blutigen oder nässenden Stellen kann auch lose grüne Tonerde gepudert werden. Die Mineralerde verschließt die offenen Stellen und saugt Flüssigkeiten auf und bildet so eine natürliche Kruste, die wiederum ein natürlicher Schutz vor Fliegen, Schmutz und anderen Insekten ist.  Wenn die offene Stelle verheilt ist, fällt die angetrocknete Mineralerde nach und nach von alleine ab.

     

 

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