Solitär: das intelligente Legespiel für spielerische Stunden allein

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Solitär: das intelligente Legespiel für spielerische Stunden allein

„Solitär", oft auch „Solitaire" oder „Einsiedlerspiel" genannt, ist ein sehr beliebtes Brettspiel für einen Spieler. Schon seit einigen hundert Jahren vertreiben sich Leute mit diesem Spiel die Zeit. Besonders früher, als es Fernseher oder Internet noch nicht gab, war es eine tolle Möglichkeit, sich alleine zu beschäftigen. Doch auch heute ist „Solitär" noch weit verbreitet, fast in jedem Haushalt befindet sich eine Version des Spiels. Das beliebte Solitärspiel können Sie in verschiedenen Ausführungen erwerben.

Die Geschichte des klassischen Brettspiels „Solitär"

Das klassische Brettspiel mit den Kugeln war zuerst in Frankreich bekannt. Eine Legende besagt, dass es ein französischer Aristokrat im Gefängnis erfunden habe. Auf einem Porträt von Claude-Auguste Berey vom Jahr 1687 ist es bereits zu sehen und zur Zeit Ludwigs XIV. war es ein beliebtes Brettspiel. In England wird es im Jahr 1746 das erste Mal erwähnt. Teilweise wird das vergleichsweise abstrakte Spiel in eine Geschichte eingebettet, um es etwas lebendiger wirken zu lassen. Eines der ältesten gedruckten Spielfelder, das heute noch vorliegt, stammt von J. C. Wiegleb aus dem Jahre 1779 und besitzt 45 Felder in Kreuzform. Diese Spielfeldform wird deshalb auch „Wiegleb-Brett" genannt. Vor allem seit dem 19. Jahrhundert fasziniert das Brettspiel „Solitär" die Menschen immer wieder in neuen Varianten. Viele haben sich schon einsame Stunden mit dem Spiel vertrieben und auch heute zur Zeit des Internets und der Computer wird „Solitär" noch gerne gespielt. Mit Versionen für den Computer und mobile Geräte kann es auch ohne Spielbrett schnell gespielt werden.

Die Regeln und verschiedene Varianten bei „Solitär"

Das Grundprinzip beim Solitär ist bei den verschiedenen Varianten gleich. Auf einem Spielfeld mit kleinen Löchern befindet sich in jedem Feld eine Kugel, zu Beginn ist ein Loch frei. Einziger Unterschied der verschiedenen Spielfelder ist die Anzahl und Anordnung der Löcher. Teilweise werden statt Kugeln auch Stäbchen oder sonstige Figuren verwendet. Sie müssen nun nacheinander die Kugeln vom Spielfeld entfernen. Dazu überspringen Sie eine Kugel in waagrechter oder senkrechter Richtung. Die übersprungene Kugel wird nun vom Feld entfernt. Natürlich muss das Feld, auf das gesprungen wird, frei sein. Diagonales Springen oder Überspringen von mehreren Kugeln ist nicht erlaubt. Im Optimalfall können Sie alle Steine bis auf einen vom Spielfeld entfernen und der letzte Stein bleibt zum Schluss auf dem Startfeld liegen. Damit ist das Spiel gelöst und Sie haben gewonnen. Falls Sie das Spiel nicht schaffen, ist es umso besser, je weniger Steine zum Schluss übrig bleiben. Das Spiel kann auch zu zweit gespielt werden. Dazu ziehen die beiden Spieler abwechselnd und wer nicht mehr ziehen kann, verliert. Diese Variante wird aber selten gespielt, am üblichsten ist die Einzelspieler-Version.

Englisches und französisches Solitär

Die gebräuchlichste Variante wird auch „Englisches Solitär" genannt. Das Brett hier besitzt 33 Felder, die in Kreuzform angeordnet sind. Das freie Loch befindet sich in der Mitte, jedoch können Sie das Spiel auch mit jedem anderen freien Feld zu Beginn lösen. Die ursprüngliche Form ist das „Französische Solitär". Dabei werden 36 Spielsteine verwendet, die Anordnung ähnelt einer Kreisform. Hier sind nur drei Startszenarien lösbar, die Stellung mit dem freien Anfangsfeld in der Mitte gehört nicht dazu. In Frankreich wird diese Variante „europäisch" genannt. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche andere Spielbretter mit den verschiedensten Anordnungen und mit einer unterschiedlichen Anzahl an Feldern und Kugeln. Beispielsweise gibt es das Quadrat-Solitär mit 5 x 5 Feldern oder ein Dreieckssolitär.

Neben dem Ziel, das gesamte Spielfeld abzuräumen, gibt es auch noch andere Varianten. Bei einer anderen Spielform müssen Sie bestimmte Muster auflösen. Am Ende muss auch hier genau ein Spielstein übrigbleiben. Damit können Sie auch mit dem Standard-Spielfeld mehrere Varianten spielen. Das Auflösen von Mustern ist meist deutlich einfacher zu bewältigen als das Standardspiel, jedoch gibt es auch hier sehr knifflige Aufgabenstellungen. Teilweise sind diese in der beiliegenden Anleitung beschrieben, aber auch im Internet finden Sie zahlreiche neue Anregungen, wenn Ihnen das normale Spiel zu langweilig geworden ist. Eine weitere Aufgabe ist es, mit dem vollen Spielfeld zu beginnen und am Schluss ein bestimmtes, meist symmetrisches Muster, zu erhalten. Je nach Muster sind diese Aufgaben meist ziemlich schwer.

Tipps und weitere Informationen zum Brettspiel „Solitär"

Häufig wird „Solitär" einfach drauflos gespielt. Dabei können Sie zum einen ohne viel zu überlegen einfach anfangen zu springen und in aussichtsloser Lage einfach neu beginnen. Wesentlich erfolgsversprechender ist das Spiel natürlich, wenn Sie sich die Züge genau überlegen. Bereits nach ein paar Zügen kann es sein, dass ein einzelner Stein im Eck liegenbleibt und das Spiel nicht mehr gewonnen werden kann. Deshalb sollten Sie sich vor jedem Zug überlegen, wie sich das auf den weiteren Spielverlauf auswirkt.

Das Feld kann allgemein in mehrere Zonen eingeteilt werden. Beim klassischen Solitär können Sie von den neun Feldern in der Mitte in alle Richtungen springen. Die 16 Felder an den Außenkanten des Kreuzes erlauben Sprünge in zwei Richtungen, von den restlichen acht Feldern können Sie nur in eine Richtung springen. Insgesamt sind so 76 verschiedene Sprünge möglich. Prinzipiell also keine sehr große Zahl, aber die richtige Reihenfolge der Sprünge ist die Herausforderung des Spiels. Außerdem können sich natürlich bestimmte Sprünge wiederholen.

Solitär-Kartenspiel und Solitär-Brettspiel sind unterschiedlich

Anders als Solitär-Kartenspiele ist bei der Brettversion jedes Spiel prinzipiell gleich. Wenn Sie in zwei Spielen die exakt gleichen Züge ausführen, werden Sie dasselbe Ergebnis erhalten. Dadurch können Sie Ihre Züge auch mitschreiben und so Ihre Lösung notieren. Denn sollten Sie das Spiel einmal geschafft haben, ist es oft schwer, den Erfolg gleich zu wiederholen. Sich die Züge genau zu merken, ist recht schwierig, deshalb bietet sich hier Mitschreiben an. Wenn der Spielverlauf misslingt, können Sie auch an einer Stelle zu Beginn Ihres Spieles weitermachen. Natürlich können Sie auch im Internet oder in Büchern schnell Lösungen für „Solitär" finden. Jedoch ist das Erfolgserlebnis bei eigener Lösung natürlich viel höher, als wenn notierte Züge nachgespielt werden. Um das Spiel zu gewinnen, werden in der Standardvariante genau 31 Züge benötigt, denn es müssen 31 Steine entfernt werden.

Mit Computerprogrammen können mittlerweile relativ einfach Lösungen für bestimmte Konstellationen und Aufgaben gefunden werden. Durch die hohe Rechenleistung können einfach sämtliche Zugmöglichkeiten durchprobiert werden.

Erhältliche Versionen und Varianten des Brettspiels

Das Brettspiel „Solitär" erhalten Sie in verschiedenen Ausführungen. Viele Varianten sind aus Holz und so sehr robust und auch schön anzusehen. Das Spielfeld lässt sich wie auch Brettspiele aus Holz wie „Schach" oder „Mensch ärgere dich nicht" aus Holz relativ einfach fertigen, weswegen viele Holzversionen auch recht günstig sind. Eine weitere gute Möglichkeit, die eigene Spielesammlung aufzustocken, ist eine Spielesammlung aus Holz. Hiermit haben Sie mehrere Spielmöglichkeiten in edler Optik und mit hoher Stabilität. Auch „Solitär" ist häufig in den Sammlungen enthalten.

Solitär: alleine und auf Reisen optimal 

Doch auch die beste Spielesammlung nützt nichts, wenn man keinen Mitspieler findet. Mit dem Spiel „Solitär" können Sie jedoch auch ohne Mitspieler Spaß haben. Als Reisespiele finden Sie „Solitär" als Reiseedition . So können Sie das Spiel bequem in Ihre Tasche oder Ihren Rucksack packen und unterwegs spielen. Praktisch sind hier vor allem Spiele mit Magnetfiguren. So können Sie auch im Zug, im Auto oder auf dem Schiff spielen, ohne befürchten zu müssen, dass Ihre Spielsteine verrutschen oder hinunterfallen.

Neben der klassischen Holzvariante mit Kugeln erhalten Sie auch andere Ausführungen. So werden als Materialien unter anderem Glas, Metall oder Kunststoff verwendet. Auch die Figuren sind sehr unterschiedlich. Von einfachen Plastikkugeln bis hin zu edlen Glas- oder Edelsteinkugeln – die Vielfalt ist hier groß. Weiterhin variiert auch die Form der Spielsteine. Am häufigsten sind hier sicherlich Kugeln und Stäbchen. Jedoch gibt es auch Solitärspiele mit lustigen Tierfiguren oder Figuren mit schönen Motiven. Teilweise kann das Spiel dann durchaus auch als Dekoration verwendet werden. Neben der klassischen Variante, die am häufigsten angeboten wird, können Sie auch die anderen Variationen wie das französische „Solitär" erwerben.

Wenn Sie gerade kein Spielfeld oder Spielsteine zur Hand haben, können Sie das Spiel recht schnell auch selbst basteln. Dazu können Sie das Spielfeld beispielsweise auf ein Blatt Papier aufzeichnen. Als Spielfiguren lassen sich dann beliebige Gegenstände verwenden: Steine, Münzen oder verschiedene Figuren.

„Solitär" ist recht einfach für den Computer zu programmieren – dementsprechend hoch ist die Auswahl von verschiedenen Solitärspielen. Auch für mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets gibt es unzählige Versionen des Solitärspiels. So können Sie „Solitär" auch unterwegs auf Ihrem mobilen Gerät in verschiedenen Varianten spielen.

Ein Überblick über die verschiedenen Solitär-Kartenspiele

Im Englischen werden auch die Einzelspieler-Kartenspiele „Solitaire" genannt. Im Deutschen ist der französische Begriff „Patience" dafür geläufiger. Für "Patience" werden meist zwei französische Kartenspiele mit je 52 Karten verwendet. Da die Karten ausgelegt ziemlich viel Platz am Tisch einnehmen können, gibt es auch kleinere Kartensätze, die deutlich weniger Platz zum Ablegen benötigen. Typischerweise werden zu Beginn einige Karten am Tisch in verschiedenen Figuren ausgelegt. Werden nicht alle Karten ausgelegt, bildet der Rest der Karten den Nachziehstapel. Nun müssen Sie versuchen, je nach Variante die Karten um- oder abzulegen und in die gewünschte Reihenfolge oder Endformation zu bringen. Die Variationen sind bei „Patience" äußerst vielfältig – je nach Region sind unterschiedliche Spielformen gebräuchlicher. Auch am Computer oder am Handy haben verschiedene Solitärspiele bereits vielen Personen die Zeit vertrieben. Bei Windows ist üblicherweise mindestens eine Solitärversion vorinstalliert.

 "Patience"-Spielkarten können auch für „Rommé", „Poker" oder andere Spielformen mit französischem Blatt verwendet werden. Für diese Spiele sind aber meist etwas größere Karten besser in der Handhabung. Für unterwegs bieten sich Mini-"Patience"-Sets an. Spielkarten aus Plastik sind meist deutlich robuster sowie reiß- und biegefest. Sie weisen auch bei häufiger Benutzung wenig Gebrauchsspuren auf.

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