SoftShell und Öko-Tex: Optimaler Schutz durch atmungsaktive Schneeanzüge

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SoftShell und Öko-Tex: Optimaler Schutz durch atmungsaktive Schneeanzüge

Jeder kennt es, hat davon gehört und bestimmt haben auch Sie das eine oder andere Teil aus Softshell-Material und Öko-Tex zu Hause im Schrank hängen. Doch was ist das eigentlich genau? Welche Arten gibt es und für was wird es verwendet? Was beachten Sie bei der Auswahl Ihrer Kleidung? Ist es das Aussehen, Material oder doch der Preis? Wahrscheinlich ist es eine Mischung aus allem zusammen.

Was bedeutet SoftShell?

Soft heißt ins Deutsche übersetzt „weich“. Shell hingegen bedeutet "Muschel". Eine weiche Muschel also? Nein, viel mehr handelt es sich bei SoftShell um einen Oberbegriff aus der Textilbranche und somit um einen Teil von Funktionstextilien. Sie werden diesen Begriff mit der höchsten Wahrscheinlichkeit schon einmal im Zusammenhang mit moderner Freizeit- und Sportbekleidung gehört haben, denn im Oberbekleidungs- und Jackenbereich ist SoftShell ein weitverbreiteter Begriff und ein äußerst gern gesehenes Material, da es viele positive Attribute auf sich vereint.

SoftShell und seine wertigen Eigenschaften

Am häufigsten besteht SoftShell aus mehreren laminierten Membranschichten. In der Regel sind dies zwei bis drei Schichten. Im Normalfall ist die Außenschicht so konzipiert, dass sie aus einem mechanisch widerstandsfähigen und ebenfalls sehr strapazierfähigen Material besteht. Dies soll bewirken, dass das Innenfutter isoliert und die auftretende Feuchtigkeit transportiert wird. Meist werden hierfür gewebte Stoffe aus Kunstfasern verwendet. Es können jedoch auch sogenannte Laminate zum Einsatz kommen. Das sind Fasern, die Feuchtigkeit gut transportieren, aber selbst wenig Feuchtigkeit aufnehmen und speichern.

Die Arten von SoftShell

Es gibt verschiedene Arten von synthetisch hergestellten Fasern. Einige der gängigsten Beispiele sind zum Beispiel: Polyester (PES), Polyamid (PA) oder Polypropylen (PP). Die Vorteile dieser Art von Geweben sind, dass sie in den meisten Fällen sehr robust an den Stellen sind, die es erfordern. Solche Punkte sind Taschen oder Gurte, an denen die Belastung häufiger in einem höheren Maße anfällt. Trotzdem sind sie sehr anschmiegsam und weich, um Ihre Bewegungsfreiheit nicht einzuschränken. Zudem sind sie in Bereichen, in denen viel geschwitzt wird, äußerst wasserdampfdurchlässig. Aufgrund dieser Tatsachen kommt SoftShell am häufigsten bei Jacken zum Einsatz, die von Sportlern im Outdoorbereich getragen werden. Da das Material an sich sehr leicht ist, kombiniert es trotzdem die Funktionen einer mittleren und äußeren Bekleidungsschicht. Damit sind Softshell-Textilien, insbesondere Jacken, für Sie ein sehr guter Kompromiss, wenn es darum geht, zwischen Funktionalität und Schutz zu wählen. Gleichfalls stellen sie einen sehr guten Mittelweg zwischen einer Regen- und Fleecejacke dar. Dies hat zur Folge, dass Sie als Eigentümer von Softshell-Bekleidung weniger Gewicht tragen müssen, jedoch die gleichen Funktionen nutzen können, die Mitmenschen sehr schätzen. Denn ähnlich wie bei Fleece können die Softshell-Textilien je nach Verarbeitung und Material wärme- und luftdurchlässig, aber auch winddicht und widerstandsfähig sein.

So toll das Softshell-Jacken Prinzip allerdings auch ist, gilt es für Sie zu beachten, dass diese Jacken in der Regel bei leichtem Regen und Schneefällen nur bedingt getragen werden sollten. Somit sind sie erst recht bei starkem Regen nicht empfehlenswert. Tragen Sie aufgrund dessen solche Kleidungsstücke nur bei gemäßigten Temperaturen mit wenig Niederschlag.

Schutz ist nicht gleich Schutz - SoftShell macht es besser

Gehören Sie zu den Verbrauchern, die Kleidung und Accessoires nur nach bestimmten Kriterien auswählen? Ist es Ihnen wichtig zu wissen, ob ein Artikel wie zum Beispiel die Softshell-Kleidungsstücke geprüft sind oder nicht? Für Sie als Käufer und Träger dieser Textilien sollte es beruhigend sein zu wissen, dass die Softshell-Technologie, wie auch viele andere Materialen, für den Verbraucher auf Herz und Lunge getestet worden sind.

Haben Sie vom Öko-Tex Standard gehört? Viele Produkte haben dieses Etikett mittlerweile als Prüfsiegel angeheftet und zeigen, dass diese halten, was sie versprechen. Der sogenannte Öko-tex-Standard gibt bei Stoffen und Textilien darüber Aufschluss, welcher Güteklasse und Qualitätsstufe sie innerhalb eines normierten Systems zuzuordnen sind und schafft damit besonders bei Fasern und Geweben eine erhöhte Klarheit und Transparenz für Sie als Käufer. Das Öko-Tex Label weist also in erste Linie darauf hin, dass die Textilen und die verwendeten Materialien zuvor auf Schadstoffe bei der Produktion geprüft wurden. Man unterscheidet generell zwischen verschiedenen Arten der Zertifizierung. So gibt es zum Beispiel das Label "Textiles Vertrauen" und die Zertifizierung von umweltfreundlichen Betrieben. Beide sind auf Basis des Öko-tex-Standard 100, sowie des Produktlabels Öko-tex-Standard 100plus, welches für schadstoffgeprüfte Produkte aus einer umweltfreundlichen Produktionsstätte steht. Sofern Ihnen diese Punkte am Herzen liegen, achten Sie auf diese Aspekte.

Die einzelnen Varianten von Öko-Tex

Der Öko-tex-Standard 100 wurde im Jahre 1992 eingeführt und hat es sich zum Ziel gemacht, die gesundheitliche Unbedenklichkeit im Rahmen von in Labortests überprüften Textilprodukten aus konventionellen Produktionen durch ein Prüfsiegel, in diesem Falle "Textiles Vertrauen", für den Verbraucher kenntlich zu machen. Textilien, die dieses Label tragen dürfen, unterschreiten nachgewiesener Art und Weise festgelegte Endwerte für Elemente, die der Gesundheit Schaden zufügen können. Mit der Einführung dieses Standards ergab sich somit gleichzeitig ein weltweit identisches System, welches den hohen Qualitätsansprüchen hinreichend Rechnung trägt und für den Handel und die Hersteller von Sport-, Babybekleidung und Co. von Wichtigkeit ist. Durch das Öko-tex-Zertifikat wird somit die Einhaltung von gewissen wichtigen Qualitätsstandards zwischen den Produktionsebenen und Ihnen gewährt. Die angebotenen Textilprodukte können den Öko-tex-Standard nur erreichen, wenn gleichzeitig mehrere Komponenten den dafür erforderlichen Maßstäben und Kriterien entsprechen. So wird nicht nur der Stoff geprüft, aus dem ein Produkt hergestellt wird, sondern ebenfalls die verwendeten Nähgarne, Zubehörteile wie Nieten, Knöpfe und Reißverschlüsse sowie vorhandene und verwendete Drucke. Hier wird darauf geachtet zu welchem Verwendungszweck das Produkt dient. Bei intensiverem Hautkontakt müssen noch strengere Grenzwerte unterschritten werden.

Unterschiedliche Kategorisierungen schaffen Klarheit für Abnehmer

Es wird in vier unterschiedlichen Produktklassen unterschieden. Produktklasse eins ist für Babys und Kleinkinder bis zu einem Alter von 36 Monaten. Produktklasse zwei ist dazu bestimmt, direkten und lang andauernden beziehungsweise großflächigen Hautkontakt mit dem Träger zu haben. Klasse drei umfasst Textilien ohne beziehungsweise nur mit geringem Hautkontakt und bei Klasse vier handelt es sich um Ausstattungsmaterialien, die zum Beispiel für dekorative Zwecke dienen. Es ist beruhigend zu wissen, dass die Zertifizierung nur für jeweils ein Jahr ausgestellt wird und erst nach erneuter Prüfung verlängert werden kann. So ist für Sie als Käufer gewährleistet, dass das von Ihnen erworbene Produkt immer wieder geprüft wird und sich somit keine Fehler in der Produktion und der Art der Herstellung einschleichen können. Der aktuelle Stand der Prüfkriterien ist auf speziellen Internetseiten jederzeit für Sie einsehbar. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass die Grenzwerte und Prüfkriterien weltweit verbindlich sind sowie jährlich erweitert und ebenfalls modifiziert werden. Hinter dem Prozedere stecken damit erfreulicherweise auch globale Gedanken, wovon letztlich der Verbraucher in gehobenem Maße profitiert.

Für Kinder ist Öko-Tex super geeignet

Durch die hier erwähnten Kriterien bei Softshell-Kleidung und dem Öko-tex-Standards lässt sich nun sehr gut erkennen, dass die Wahl der Produkte auch für Sie als Eltern bedenkenlos erfolgen kann. Der Markt bietet diverse Arten von Bekleidungen für Kinder an. Und da Kinder viel Bewegungsfreiheit brauchen und die Kleidung am besten ebenfalls sehr funktional sein sollte, stellt man sich häufig die Frage, zu welcher Art von Material gegriffen werden sollte. Mögen Sie es weich, damit Sie es bequem haben? Oder doch eher robust, denn, wie Sie möglicherweise noch aus Ihrer eigenen Kindheit wissen, ist das Toben für Kinder elementar von Bedeutung.

SoftShell als Alternative für den Winter

SoftShell und Winter? Tatsächlich funktioniert diese Kombination sehr gut, wenngleich die Jahrszeit sehr kalt ist. Sie können statt auf einige Lagen Kleidung schlichtweg auf Softshell setzen. Ihr Körper ist dank der Technologie ausreichend vor den äußeren Einflüssen geschützt und auch Ihre Kinder profitieren davon, denn sie bekommen die Möglichkeit, auch tagsüber die Welt zu erkunden. Wie schon erwähnt wurde, halten Anzüge und Jacken aus Softshell-Material den Körper perfekt warm, ohne diesen zu überhitzen, denn sie können die überschüssige Wärme und Feuchtigkeit sehr gut nach Außen abgeben. Es handelt sich also um ein nahezu optimales Material für einen Schneeanzug. Sie und Ihre Familie frieren nicht und können sich auf eine bequeme Art und Weise bewegen.

Besonders strapazierfähig - auch beim Skifahren

Hinsichtlich des Materials gibt es keine Probleme, wenn Sie zum Beispiel beim Skifahren, Rodeln oder Ähnlichem hinfallen sollten. Es ist für solche Zwecke konzipiert worden, um auch gewisse Strapazen anstandslos meistern zu können. Sie können Ihrem Kind also ohne große Bedenken einen solchen Schneeanzug anziehen. Es kann damit gut geschützt vor Kälte die Natur draußen genießen und Sie können beruhigt sein. Auch brauchen Sie keine Massen an Wechselkleidung mehr mitzunehmen, in der Angst, dass Ihr Kind zu sehr schwitzt und anschließend mit nasser Kleidung herumlaufen muss. Durch die gegebene Atmungsaktivität, das geringe Gewicht für den Träger und die Robustheit eignen sich Softshells gerade für die Kleinen unter uns hervorragend. Kein Wunder also, dass auch Angler und andere Sportler, wie Radfahrer, in der freien Natur zu diesen Stoffen greifen. Sie haben sich bewehrt, sind funktionell und bieten kaum Nachteile

Abschließend sollte jedoch bedacht werden, dass das Material, so gut es auch in seiner Funktionalität bestimmt ist, nicht auf sehr lange Dauer auf feuchtem Untergrund, wie zum Beispiel im Schnee sitzend, getragen werden sollte, denn leider weist es nur bis zu einem gewissen Grad Feuchtigkeit ab und ist viel mehr bei Aktivitäten mit größerem Bewegungsanteil sinnvoll.

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