So wirken Entkalker für Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kleingeräte

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Ratgeber für den Haushalt: So wirken Entkalker für Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kleingeräte

Kalkablagerungen sind ein Problem, das bei der Nutzung wasserführender Geräte jedem früher oder später widerfährt. Dabei lösen sich im Wasser enthaltene Stoffe und lagern sich an den empfindlichen Stellen elektronischer Geräte ab. Lässt man diese Ablagerungsvorgänge zu lange unbehelligt gewähren, kommt es zu schweren Funktionsbeeinträchtigungen. Rohre und Heizstäbe verkalken. Die Leistung sinkt herab. Schläuche werden hart und porös.

Damit Sie lange Freude an Ihren Haushaltsgeräten erhaben, erfahren Sie hier, wie Ihnen Entkalker bei der Pflege von Waschmaschinen, Geschirrspülern und Kleingeräten helfen kann.

Das sollten Sie über die Funktionsweise einer Waschmaschine wissen

Als eines der am weitesten verbreiteten Geräte des Hausgebrauchs ist die Waschmaschine jedem Menschen ein Begriff. Über die technischen Grundlagen machen sich indes weniger Leute Gedanken. Sehen Sie im Rahmen der folgenden Abschnitte, wie Ihnen das Verständnis von Aufbau und Funktionsweise bei Auswahl und Verwendung eines Geräts helfen kann.

Grundlegender Aufbau einer Waschmaschine

Grundlegend unterscheidet man zwei Arten von Textilreinigungsmaschinen, Geräte für den Haushalt und professionell genutzte Maschinen. Im Folgenden soll es vorrangig um den ersten Typ gehen. Der Funktionsumfang des Geräts erschöpft sich nicht in der Reinigung von Kleidung. Man kann damit sämtliche Fasern, Stoffe und Garne von Verunreinigungen und überschüssiger Farbe befreien.

Jede Haushaltswaschmaschine verfügt über einen Anschluss für den Strom, für das Frischwasser und für das Abwasser. Moderne Waschmaschinen benötigen geringere Wärmemengen als die Maschinen, die noch bis in die 1990er Jahre hinein verwendet wurden. Dies hängt mit den Enzymen der Reinigungsmittel zusammen. Sie entfalten ihre Kraft bereits bei geringen Temperaturen um die 40 °C.

Den gesamten Kreislauf eines Waschvorgangs bezeichnet man als Waschgang. Er besteht aus drei verschiedenen Schritten:

Vorwäsche:

In diesem ersten Schritt werden die Schmutzflecken auf der Oberfläche der Wäsche eingeweicht. Dies hat den Zweck, sie leichter entfernen zu können.

Hauptwäsche:

Durch das Zusammenwirken von Wasser, Waschmittel, Temperatur und mechanischer Bewegung werden die Verschmutzungen auf der  Wäsche entfernt.

Weichspülen:

In diesem letzten Schritt können zusätzliche Weichspüler hinzugegeben werden. Sie verhindern, dass das Textil in die Trockenstarre übergeht und hart wird. Die Verwendung eines Weichspülers ist optional. Bei der anschließenden Nutzung eines Trockners kann sie entfallen.

Die Besonderheiten der Trommelwaschmaschine

Die Trommelwaschmaschine ist der Typ, der in Europa am weitesten verbreitet ist. Hauptbestandteil ist eine Trommel, die sich um eine horizontal gelagerte Achse dreht. Es gibt zwei verschiedene Typen von Trommelwaschmaschinen. Der erste ist der Toplader. Dabei wird die Wäsche von der Oberseite eingefüllt. Bei einem Frontlader gibt eine durchsichtige Luke auf der Vorderseite, die man öffnen und schließen kann. Beide Varianten haben Vorteile. Beim Toplader besteht er darin, dass die Türdichtung im Defektfall leichter abgebaut werden kann. Darüber hinaus kann die Trommel durch ein Lager abgestützt werden. Ein Frontlader hat den Vorteil, dass man noch etwas darauf stellen kann. Die Fläche ist zum Beispiel zur Aufstellung eines Wäschetrockners geeignet. Teilweise verwendet man den Frontlader aufgrund der Lukenausrichtung als Unterschrank.

Besondere Zusatzfunktionen von Trommelwaschmaschinen

Ein häufig verbautes Element ist der Beladungssensor. Dieses Element gibt an, bis zu welchem Grad die Waschmaschine aktuell befüllt ist. Daraus kann abgeleitet werden, wie viel Wasser zur Reinigung notwendig ist. In Verbindung mit einer digitalen Anzeige lässt sich auf diese Weise Energie sparen. Sie erkennen sofort, ob die Kapazität voll ausgenutzt ist, oder ob nach Wäsche eingeladen werden kann. Wie viel Wasser und Wäsche enthalten sein dürfen, hängt vom gewählten Waschprogramm ab.

Die Mengenautomatik ist die zweite wichtige Funktion. Sie hat die Aufgabe, die Menge des Wassers und des Waschmittels genau zu dosieren. Hierzu muss man das Waschmittel über den Waschmittelbehälter zugeführt werden. Das Waschprogramm dosiert es elektronisch. Die Funktionsweise der Mengenautomatik kann man sich leicht vor Augen halten. Wenn man die mit Wäsche gefüllte Maschine startet, holt sie gleichzeitig eine bestimmte Menge Wasser über den Anschluss. Ein Druckwächter reguliert dabei die Werte. Ist sie eine Zeit lang gelaufen, kehrt sich die Drehrichtung um und der Druckwächter analysiert die Wassermenge. Ist zu wenig Wasser enthalten, wird neues eingesaugt. Die Maschine errechnet dabei, welche Zeit für den Zulauf des neuen Wassers nötig ist. So kann sie die Wäschemenge genau berechnen.

Weiteres wichtige Extras: Unwuchtkontrolle und Wasserstopp

Hierbei wird ein Signal von Motor und Tacho analysiert. Die Unwuchtkontrolle steuert die Trommel vor dem eigentlichen Waschvorgang mit einer geringen Umdrehungszahl an. Beim Absenken der Geschwindigkeit misst die Einrichtung das Verhalten der Trommel. Je nachdem, wie hoch die Unwucht ist, muss die Geschwindigkeit der Trommel gesenkt werden. Darüber hinaus gibt es weitere Sicherheitsmaßnahmen. Teilweise wird eine separate mit Wasser gefüllte Kammer integriert, die eine Unwucht ausgleichen kann. Eine andere Möglichkeit besteht in der Montage eines Pendels, das bei zu starken Unwuchten einen Kontakt schließt, der den Schleudervorgang abbricht.

Weitere Zusatzfunktionen sind Wasserstopps, Spülstopps und Wassersensoren. Erstere werden genutzt, um im Falle eines Lecks im Wasserzulaufschlauch die Wasserzufuhr abzubrechen. Dabei schließt ein Ventil am Wasserhahn die Verbindung, sodass kein weiteres Wasser auslaufen kann. Der Wassersensor ist bei Geräten der Hersteller Siemens, Gorenje und Bosch integriert. Er durchleuchtet das Waschwasser und berechnet anhand der Trübung, wie viele Spülgänge noch nötig sind. Mithilfe dieser Methode können Waschvorgänge verkürzt und Energie gespart werden.

Was hat es mit der Entkalkung der Waschmaschine auf sich?

In einer Waschmaschine sammeln sich aufgrund des ständigen Wasserdurchflusses Rückstande an. In welchem Grad dies geschieht, ist von der Härte des Wassers abhängig. Der Wert beschreibt, wie viele Alkalimetalle sich im Wasser befinden. Auf Dauer kann die Ausfällung dieser Bestandteilen zu unlöslichen Kalkablagerungen im Innern der Maschine führen. Die Kalksteine können sich auch an Zuflussschläuchen ansammeln und diese porös machen. Im schlimmsten Fall führt dies zu schweren Waschmaschinenschäden. Damit diese ausbleiben, ist es notwendig, seine Maschine regelmäßig zu entkalken. Anbei erhalten Sie einige wichtige Hinweise hierzu.

Grundsätzlich sollte vor jeder Wäsche eine Kalktablette eingelegt werden. Darüber hinaus bietet sich eine in regelmäßigen Abständen stattfindende weiterführende Entkalkung an. Beachten Sie hierbei, dass diese vom Härtegrad des Wassers abhängen. Je mehr Kalk enthalten ist, umso härter ist es. Den Kalkgehalt des Wassers in Ihrer Umgebung können sie beim lokalen Wasserversorger erfahren. Bei einem Härtegrad von 4 genügt eine halbjährliche Entkalkung. Bei einem wesentlich höheren Härtegrad ist die Zugabe einer Tablette nach jeder Wäsche sinnvoll.

Beachten Sie, dass Hausmittel wie Essig und Zitronensäure nur bedingt zur Entkalkung von Waschmaschinen geeignet sind. Die enthaltenen Säuren können empfindliche Teile wie Dichtungen angreifen. Bei der Verwendung von handelsüblichen Entkalkern achten Sie auf die Dosierungshinweise. Die Entkalkung mit Spülmaschinenmitteln ist ebenfalls möglich. Sie geben hierzu die Tablette in die Trommel und lassen sie bei der höchsten Temperatur laufen.

Besonderheiten des Geschirrspülers

Geschirrspüler sind Geräte, mit denen man Besteck und Geschirr maschinell reinigen kann. Der Vorteil besteht in der Zeitersparnis und der Möglichkeit, das Besteck vor dem Reinigen zu sammeln. Das spart Kosten.

Bei der Funktionsweise eines Geschirrspülers spielen die Faktoren Temperatur, mechanische Energie und Chemie zusammen. Das Geschirr wird eingesprüht. Dabei lösen die im Spülmittel enthaltenen Tenside die Schmutzpartikel auf dessen Oberfläche. Wichtig sind dabei der Wasserdruck, die Dauer der Einwirkung und der Wärmegrad des Wassers. Je höher sie sind, desto besser kann der Schmutz entfernt werden. Chemische Mittel, die zur Anwendung kommen, sind Klarspüler, Regeneriersalz und Maschinenspülmittel. Es gibt sie in Pulver-, Gel- und Tablettenform.

Bei der Wasserenthärtung spielt das Regeneriersalz die zentrale Rolle. Er dient der Pflege des Ionentauschers, der zur Wasserenthärtung beiträgt. Er verhindert, dass sich Kalkseife, Kalkstein oder Kesselstein an den Heizelementen und Rohren ablagert.

Mit diesen Schritten entkalken Sie Ihre Spülmaschine

Wählen Sie sich zunächst einen passenden Entkalker im Supermarkt oder in der Drogerie aus. Beachten Sie dabei Hinweise auf der Verpackung, die die Anwendbarkeit mit verschiedenen Typen von Maschinen betreffen. Alternativ zu einem chemischen Entkalker können Sie Zitronensäure verwenden.

Geben Sie im ersten Schritt die vorgeschriebene Menge des Entkalkers in einen Becher mit kochendem Wasser. Das Gemisch träufeln Sie anschließend über einen Schwamm. Mit diesem reinigen Sie die augenfällig angegriffenen Stellen. Nach der Vorbereitung der schmutzigsten Stellen beginnen Sie mit der richtigen Entkalkung. Sie geben hierbei die vorgeschriebene Menge des Mittels in die Spülmaschine. Im Anschluss daran starten Sie die Maschine auf der höchsten Stufe. Der Vorteil besteht dabei darin, dass auch stärkere Schmutzpartikel gelöst wird. Der Entkalker kann dabei seine volle Wirkung entfalten. Haben Sie den ersten Durchlauf beendet, prüfen Sie den Innenraum des Geschirrspülers. Mitunter kann ein zweiter Durchlauf notwendig sein. Nach diesem überprüfen Sie das Gerät abermals genau. Rückstände können Sie mit einem feinen Lappen entfernen.

Entkalkung von Kleingeräten

Auch in anderen Geräten, die häufig mit Wasser in Berührung kommen, können Verkalkungserscheinungen auftreten. Häufig ist dies zum Beispiel bei Kaffeemaschinen der Fall. Bemerken Sie Ablagerungen, verwenden Sie einen speziellen Kalklöser für Kaffeemaschinen. Auf den Verpackungsbeilagen finden Sie eine genaue Anleitung, wie sie die Lösung in das Innere der Maschine einführen. Beachten Sie, dass die Anwendung je nach Bauweise variieren kann.

Über Kaffeemaschinen hinaus können weitere kleine Geräte der Küche mit dem Entkalker von Rückständen befreit werden. Hierzu zählen Espressomaschinen, Wasserkocher und Kaffeevollautomaten. Auch bei Dampfbügelstationen und Dampfreinigern können sie zum Einsatz kommen.

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