So wählen Sie den adäquaten Luftbefeuchter zum Klimagerät aus

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So wählen Sie den adäquaten Luftbefeuchter zum Klimagerät aus

Das Klima in einem Raum wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. Den stärksten Einfluss hat dabei sicherlich die Temperatur. Sollte diese zu niedrig liegen, frieren die Menschen, ist sie zu hoch, kommen sie ins Schwitzen. Aus diesem Grund verfügen die meisten Wohnungen über Heizgeräte, mit denen sie die Luft im Winter erwärmen können. Da es in Deutschland im Sommer nur selten drückend heiß ist, zählen Klimaanlagen bislang noch nicht zur Standardausstattung. Doch werden auch hier Splitgeräte oder Produkte aus dem Bereich Monoblock / Abluftschlauch immer beliebter. Die meisten Menschen beeinflussen lediglich die Temperatur, wenn sie das Raumklima verbessern wollen. Doch spielt auch die Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle. Diese ist zwar nicht ganz so offensichtlich bemerkbar, doch hat es spürbare Auswirkungen, wenn sich dieser Wert nicht auf dem gewünschten Niveau befindet.

Mit einem Luftbefeuchter die Luftfeuchtigkeit regulieren

Wenn Sie ein ideales Raumklima erzeugen wollen, ist es daher auch notwendig, die Feuchtigkeit zu beeinflussen. Sollte es in Ihrer Wohnung zu feucht sein, können Sie einen Luftentfeuchter verwenden. Sollte es zu trocken sein, ist ein Luftbefeuchter notwendig. Diese Produkte sollen in diesem Ratgeber vorgestellt werden. Dabei wird darauf eingegangen, in welchen Fällen ein Luftbefeuchter sinnvoll ist und außerdem erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, wenn Sie ein derartiges Gerät auswählen.

Trockene Luft - Probleme für Haut und Atemwege

Trockene Luft stellt insbesondere im Winter ein großes Problem dar. Zu dieser Jahreszeit leiden viele Menschen unter den Folgen einer zu geringen Luftfeuchtigkeit. Dies führt beispielsweise dazu, dass die Haut austrocknet. Dies kann sehr unangenehm sein und in manchen Fällen sogar Hautkrankheiten verursachen. Auch für die Atemwege kann eine sehr trockene Luft problematisch sein. Daher leiden viele Menschen, die in sehr trockenen Räumen leben, besonders häufig an Husten.

Im Sommer hingegen stellt die Trockenheit nur selten ein Problem dar. Dies liegt daran, dass einer der wesentlichen Faktoren, die zu trockener Luft fühen, die Beheizung des Wohnraums ist. Da dieser im Sommer wegfällt, leiden hier weniger Menschen an einer zu trockenen Luft. Außerdem empfinden die meisten Menschen bei höheren Temperaturen die Trockenheit als weniger unangenehm. Daher ist es im Sommer auch nicht so schlimm, wenn es etwas trockener ist. Dennoch kann es auch zu dieser Jahreszeit vorkommen, dass die Wetterverhältnisse einen Luftbefeuchter notwendig machen.

Relative und absolute Luftfeuchtigkeit

Wie bereits angedeutet, ist die Heizung der Wohnräume einer der wesentlichen Faktoren für die trockene Luft im Winter. Dies beruht auf dem Unterschied zwischen relativer und absoluter Luftfeuchtigkeit. Der absolute Wert gibt an, wie viel Wasser in einem Liter Luft gelöst ist. Der relative Wert hingegen gibt Aufschluss darüber, wie viel Wasser im Verhältnis zur maximalen Aufnahmekapazität in der Luft gelöst ist. Für das Wohlbefinden des Menschen ist stets die relative Luftfeuchtigkeit der entscheidende Wert. Die absolute Feuchtigkeit hingegen wird nicht wahrgenommen.

Wenn nun im Winter kalte Luft in die Wohnung gelangt, ist darin eine bestimmte Wassermenge gelöst. In der Regel ist die relative Luftfeuchtigkeit in diesem Fall hoch. Wenn die Luft nun jedoch erwärmt wird, erhöht sich die Aufnahmekapazität für Wasserdampf. Die absolute Menge des gelösten Wassers bleibt hingegen gleich. Daraus ergibt sich, dass beim Aufheizen der Luft und einer konstanten Wassermenge die relative Luftfeuchtigkeit stark abnimmt. Daher wird die Heizungsluft in der Regel als sehr trocken empfunden und sollte mit einem Luftbefeuchter mit Wasser versetzt werden.

In den meisten Situationen wird eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 55 Prozent als angenehm empfunden. Dieser Wert hängt jedoch auch von der Temperatur ab. Sollte diese die normale Zimmertemperatur - zwischen 20 und 22 Grad - betragen, stellt der angegebene Bereich sicherlich den optimalen Wert dar, doch kann dies bei unterschiedlichen Temperaturen variieren. Sollte es sehr heiß sein, ist eine niedrigere Luftfeuchtigkeit angenehm. Sollte es jedoch kühler sein, ist ein etwas höherer Wert ideal.

Die Wirkungsweise des Luftbefeuchters

Der Luftbefeuchter verfügt über einen Tank, in dem sich das Wasser befindet, mit dem die Luft befeuchtet werden soll. Das Gerät verfügt über ein Gebläse, das die Luft ansaugt und wieder ausstößt, nachdem sie befeuchtet wurde. Das Wasser kann auf zwei unterschiedliche Weisen mit der Luft vermischt werden. Eine Möglichkeit besteht darin, dieses über eine Düse sehr fein zu zerstäuben. Eine andere Alternative besteht darin, einen Verdampfer zu verwenden. Dieser erhitzt das Wasser, sodass es verdampft und sich auf diese Weise mit der Luft vermischt. Wenn Sie ein Gerät mit Verdampfer auswählen, sollten Sie beachten, dass dieses erheblich mehr Energie benötigt. Auf diese Weise steigen die Unterhaltskosten etwas an. Jedoch bietet dies den Vorteil, dass Sie auf diese Weise vermeiden, Bakterien im Raum zu verteilen. Im Wassertank können sich unter Umständen Bakterien ansiedeln, die bei der Verwendung eines einfachen Zerstäubers in die Atemwege gelangen können. Viele Geräte bieten auch beide Alternativen an, sodass Sie den Verdampfer bei Bedarf einfach dazuschalten können.

Alternative zur Klimaanlage: Luftkühler

Neben dem reinen Luftbefeuchter finden Sie auch Geräte, die die Luft nicht nur mit Wasser versetzen, sondern diese auch abkühlen. Diese gehören ebenfalls zu den Klimageräten unter den Raumklimaverbesserern. Die Luftkühler verfügen wie die Luftbefeuchter über einen Wassertank, der jedoch zur besseren Wirkung auch mit Eis aufgefüllt werden kann. Daraufhin wird ein Luftstrom über das Wasser geleitet, der dieses zum Verdunsten bringt. Auf diese Weise entsteht Verdunstungskälte, sodass der Luftstrom deutlich abgekühlt wird. Diese Geräte dienen als kostengünstige Alternative zu Klimaanlage, wobei der Effekt deutlich geringer ist. Doch können sie die Luft nicht nur abkühlen, sondern auch befeuchten. An trockenen und heißen Sommertagen, können sie daher eine besonders komfortable Alternative zum Luftbefeuchter darstellen. Auch viele Mini-Klimaanlagen arbeiten nach diesem Prinzip und können daher zur Befeuchtung der Räume verwendet werden.

Die Befeuchtungsleistung von Luftbefeuchtern

Wenn Sie ein Gerät auswählen, um die Luft zu befeuchten, ist dabei insbesondere wichtig, auf die Befeuchtungsleistung zu achten. Dieser Wert gibt ab, welche Wassermenge pro Stunde ausgestoßen wird. Hierbei sollten Sie zum einen überlegen, wie groß der Raum ist, der befeuchtet werden soll, zum anderen spielt es auch eine Rolle, wie stark die Luftfeuchtigkeit erhöht werden soll. Wenn die Räume sehr trocken sein sollten, ist eine höhere Befeuchtungsleistung erforderlich, als wenn die Luftfeuchtigkeit nur leicht unterhalb des Idealwerts liegt.

Weitere technische Details

Wie bereits in einem vorangegangenen Abschnitt erwähnt wurde, ist es wichtig, zu entscheiden, ob das Wasser einfach nur fein zerstäubt oder auch mit einem Heizgerät verdampft werden soll. Dies hat Auswirkungen auf den Stromverbrauch. Um diese so gering wie möglich zu halten, ist es auch sinnvoll, wenn der Wassertank über eine antibakterielle Beschichtung verfügt. So vermeiden Sie dieses Problem bereits in der Entstehung.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass sich das Gerät automatisch abschaltet, wenn der Tank leer ist. Dies ist wichtig, da sonst Schäden am Produkt entstehen können. Insbesondere wenn Sie einen Artikel mit Verdampfer erwerben wollen, ist dies notwendig, da der Heizer eine Brandgefahr darstellen kann, wenn kein Wasser mehr vorhanden ist.

Fazit

Trockene Luft kann sehr unangenehm sein. Sie sorgt für eine trockene Haut und auch die Atemwege können unter einem zu niedrigen Wert leiden. Die Menschen, die in Räumen mit geringer Luftfeuchtigkeit leben, fühlen sich daher in der Regel nicht sehr wohl. In diesen Fällen kann ein Luftbefeuchter helfen. Dieses Gerät reichert die Luft mit Wasser an und sorgt so dafür, dass das Raumklima verbessert wird. Insbesondere im Winter ist dies sehr sinnvoll, da durch die Heizungsluft die Räume austrocknen. Bei der Auswahl des Luftenfeuchters ist der wichtigste Wert die Entfeuchtungsleistung, die angibt, mit wie viel Wasser das Gerät die Luft pro Stunde anreichern kann. Insgesamt lässt sich festhalten: Der Luftbefeuchter gehört eindeutig zu den Haushaltsgeräten, die man sich gönnen sollte.

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