So verbessern Sie den Sound bei Ihrem Lautsprecher & Subwoofer

Aufrufe 1 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
So verbessern Sie den Sound bei Ihrem Lautsprecher & Subwoofer

Sie haben sich für ein Lautsprecher-Set entschieden oder haben es sich nach Ihren persönlichen Vorlieben zusammengestellt. Natürlich klingen die Surround-Lautsprecher besser als die alten, dennoch haben Sie sich vom Sound Ihrer Stereo-Anlage oder Ihres Heimkino-Sets mehr erhofft?

Der Grund, weshalb Lautsprecher und Subwoofer in den eigenen vier Wänden anders klingen als im Laden, kann viele unterschiedliche Gründe haben. Wir möchten Ihnen in diesem Ratgeber einige Tipps und Hinweise geben, wie Sie aus Ihren Lautsprechern das Optimum herausholen können.

Verstärker, Soundquelle und Lautsprecher – nur gemeinsam kann ein optimales Sounderlebnis erreicht werden

Lautsprecher und Subwoofer sind das letzte Glied in der Hi-Fi-Kette und gehören damit zu den wichtigsten Komponenten. Sind die Boxen minderwertig, kann weder ein noch so guter Verstärker noch ein hochwertiger CD-Player oder DVD-Player einen guten Sound hervorbringen. Passen die Lautsprecher nicht zu den Vorgaben des Verstärkers, können beide Geräte sogar Schaden nehmen. Daher ist es sehr wichtig, dass die einzelnen Komponenten der Hi-Fi-Anlage optimal aufeinander abgestimmt sind.

Ziel der Wiedergabe von Musik ist es, den Klang unverfälscht, rein und natürlich wiederzugeben. Am Endresultat sind in der Regel drei Komponenten beteiligt: Die Soundquelle, also ein CD-, MP3- oder DVD-Player, ein Verstärker bzw. AV-Receiver und die Lautsprecher. Das Signal wird von der Soundquelle an den Verstärker weitergeleitet, dieser verstärkt das Signal in zwei Schritten so, dass von der ausgehenden elektrischen Spannung ein Lautsprecher betrieben werden kann. Die Lautsprecher bilden das letzte Glied in der Hi-Fi-Kette und wandeln das elektronische Signal in tatsächlichen Schalldruck um.

Die Lautsprecher nehmen beim Endresultat des Klanges also eine Schlüsselposition ein. Mit guten Lautsprechern lassen sich auch aus mittelmäßigen Verstärkern und Signalquellen noch akzeptable Sound-Ergebnisse erzielen. Bei enormen Qualitätsunterschieden können besonders sensible Lautsprecher jedoch auch die Schwächen der vorhergehenden Geräte betonen. Es lohnt sich daher, beim Kauf einer Anlage alle Komponenten aus einem ähnlichen Preissegment zu wählen.

Exkurs: So funktionieren verschiedene Arten von Lautsprechern

Um zu verstehen, wie man mit dem passenden Zubehör und den richtigen Hi-Fi-Komponenten den Klang von Lautsprechern und Subwoofern verbessert, muss man verstehen, wie ein Lautsprecher funktioniert.

Von außen gesehen ist ein Lautsprecher recht einfach aufgebaut. Er besteht aus einem Gehäuse und einem sichtbaren Chassis mit der vibrierenden Membran. Auch wenn diese Teile für die Klangerzeugung wichtig sind, spielt sich die eigentliche Umwandlung im Inneren des Chassis ab. Um das elektrische Signal in Schallwellen umzuwandeln, gibt es mehrere Verfahren.
Man unterscheidet zwischen dynamischen und elektrostatischen Lautsprechern. Während dynamische Lautsprecher meistens in mittleren und tiefen Frequenzbereichen eingesetzt werden, sind elektrostatische Lautsprecher vor allem in Hochtönern und kleinen Surround-Lautsprechern verbreitet.

Dynamische Lautsprecher für hohen Schalldruck und tiefe Frequenzen

Ein dynamischer Lautsprecher ist so aufgebaut, dass eine zu einer Spule aufgewickelte Stromleitung das Zentrum bildet. Diese ist direkt an einem Punkt mit der Lautsprechermembran verbunden. Vom Verstärker werden Wechselstromimpulse an die Spule weitergegeben.
Es entsteht ein Magnetfeld, das im Takt des Wechselstromsignals die Richtung wechselt. Rund um die Spule sind Dauermagneten befestigt. Durch die sich abwechselnde Anziehung und Abstoßung wird die Spule in Schwingung versetzt. Diese Schwingung überträgt sich auf die Membran. Hierdurch werden Schallwellen erzeugt, die im menschlichen Gehör als Klänge, Musik oder Geräusche wahrgenommen werden.

Feinarbeit in den Höhen mit elektrostatischen Lautsprechern

Elektrostatische Lautsprecher sind in zwei Bauweisen erhältlich. Hier wird die Schwingung nicht über einen bestimmten Punkt auf die Membran übertragen. Bei Bändchenlautsprechern ist die Membran selbst aus Aluminium gefertigt und wird direkt durch das elektronische Signal und installierte Magneten zum Schwingen gebracht.

Für größere Lautsprecher werden Folienmagnetostaten eingesetzt. Die Membran besteht hier nicht komplett aus einem Leitermaterial, sondern ist aus Kunststoff gefertigt. Diese Kunststofffolie ist mit Aluminium-Leiterbahnen durchzogen, die die Membran ebenfalls mithilfe von elektrischen Signalen und Magneten zum Schwingen bringen.

Die Unterschieden zwischen Magnetostaten und dynamischen Lautsprechern liegt in der Übertragung. Während die Vibration bei Magnetostaten direkt auf die Membran übertragen wird, ist bei dynamischen Lautsprechern die Spule der Übermittler.

Für hohe Töne mit dementsprechend hohen Frequenzen sind dynamische Lautsprecher nur bedingt geeignet. Sie sind von der Mechanik her eher träge und schwingen etwas nach. Bei tiefen Tönen mit einer niedrigen Frequenz wirkt sich dieser Effekt nicht störend aus. Da Magnetostaten eher in kleineren Größen hergestellt werden, eignen sie sich nicht für die Wiedergabe von tiefen Frequenzen.

Ein gut abgestimmtes Team: Das Verhältnis zwischen Verstärker und Lautsprechern muss stimmen

Wenn Ihre Lautsprecher nicht so klingen, wie Sie es im Laden gehört haben, kann dies an Ihren Verstärker liegen. Zwar kann ein guter Lautsprecher auch aus einem Mittelklasse-Verstärker einen guten Ton hervorbringen. Dennoch sollte man darauf achten, dass beide Elemente in etwa der gleichen Preisklasse liegen. Denn nur wenn beide Komponenten zusammenspielen, kommt am Ende ein guter Klang heraus.

Es gibt außerdem technische Voraussetzungen, die beide Geräte erfüllen müssen, um miteinander betrieben werden zu können. Der wichtigste Faktor ist dabei der Widerstand bzw. die Impedanz des Lautsprechers. Dieser wird in der physikalischen Einheit Ohm gemessen. Je größer der Widerstand des Lautsprechers ist, desto mehr Energie muss der Verstärker aufwenden, um ihn zu betreiben. Lautsprecher und Verstärker sollten also den gleichen Widerstand besitzen.

Ist die Ohm-Angabe des Lautsprechers geringer als die des Verstärkerausgangs, kommt es zu einer Überlastung des Verstärkers. Dies kann soweit gehen, dass der Verstärker überhitzt und die Elektronik bleibend geschädigt wird. Auch die Lautsprecher können hierbei zu Schaden kommen. Durch die Überlastung können Fehlgeräusche und verzerrte Signale im Hochtonbereich entstehen, die die empfindlichen Hochtöner schädigen. Das Ausgangssignal ist bei dieser falschen Kombination relativ niedrig. Auch deshalb ist kein überzeugendes Klangergebnis möglich.

Andersherum ist die Kombination weniger problematisch. Ist die Verstärkerleistung größer als das, was der Lautsprecher umsetzen kann, ist der Verstärker nicht in Gefahr, durch Überlastung zu Schaden zu kommen. Bei leiseren Lautstärken ist auch für die Lautsprecher keine Gefahr gegeben. Dies ändert sich jedoch, wenn man den Verstärker auf voller Lautstärke laufen lässt. Nun sind die Lautsprecher einer zu hohen physischen Belastung ausgesetzt, die sie auf Dauer schädigen kann.

Richtig vernetzt: Kabel können bei guten Lautsprechern ausschlaggebend sein

Nachdem wir festgestellt haben, wie wichtig das Zusammenspiel der einzelnen Hi-Fi-Elemente ist, darf ein Punkt nicht außer Acht gelassen werden: Audio- und Lautsprecherkabel. Schließlich sind sie es, die die einzelnen Komponenten untereinander verbinden.

Kabel spielen bei der Datenübertragung eine wichtige Rolle. Lautsprecherkabel sind in der Regel zweiadrige elektrische Leitungen, die die Lautsprecher-Anschlüsse des Verstärkers mit den Lautsprecherboxen verbinden.  Das Kabel überträgt das Tonsignal in Form der vom Verstärker angepassten elektrischen Leistung, um den Lautsprecher damit zu betreiben.

Die verdrillten Adern bestehen in den meisten Fällen aus isolierter Kupferleitung. Dadurch wird die Abstrahlung magnetischer Felder verringert und das Kabel ist weniger anfällig für Störsignale von außen. Zusätzlich werden die Adern mit einer äußeren Kunststoffhülle geschützt.

Für Subwoofer werden hier spezielle Subwooferkabel verwendet. Diese sind in der Regel etwas dicker als normale Lautsprecherkabel.

Mythos Kabelquerschnitt – ist dicker gleich besser?

Es ranken sich viele Gerüchte und Mythen um die richtige Kabeldicke für Lautsprecher. Generell gilt: Je dicker und kürzer das Kabel, desto geringer ist der Widerstand des Kabels. Je geringer der Widerstand, desto genauer können die Signale an den Lautsprecher weitergeleitet werden.

Das soll im Umkehrschluss nicht heißen, dass ein Kabel möglichst dick sein sollte. Hier gilt es, auf die Kabellänge zu achten. Da der Widerstand mit der Kabellänge zunimmt, macht es ab einer gewissen Länge Sinn, auf dickere Kabel zu setzen. Dies bringt aber erst bei Strecken ab 20 Metern einen nennenswerten Klangunterschied.
Für Audio- oder Heimkinoanlagen kommen meist völlig ausreichende Doppeladern mit einem Querschnitt von 0,75 Millimetern zum Einsatz. Eine hochwertige Verarbeitung und qualitativ-hochwertige Kupferlegierungen sind hier ebenso wichtig.

Die richtige Aufstellung sorgt für den optimalen Sound bei Lautsprechern und Subwoofern

Für den optimalen Sound ist die richtige Aufstellung der Lautsprecher von größter Wichtigkeit. Hier gibt es gerade im Surround-Sound einige Vorgaben zu beachten. Auch wenn diese Richtlinien nicht immer komplett umgesetzt werden, bieten sie eine gute Orientierungshilfe beim Aufstellen der Lautsprecher im eigenen Wohnzimmer.

Stereo im Dreieck – mit diesen einfachen Tricks verbessern Sie den Sound Ihrer Stereo-Lautsprecher

Eine 2.0 Stereo-Anlage besteht aus zwei Lautsprecherelementen. Diese werden durch zwei unterschiedliche Kanäle bespielt. Rechts werden somit andere Signale ausgegeben, als auf dem linken Lautsprecher. Das hat folgenden Grund: Das menschliche Gehör funktioniert, ebenso wie unser Sehsinn, dreidimensional. Es kann also orten, woher ein bestimmter Klang oder ein bestimmtes Geräusch kommt. Bei Live-Auftritten kommt so ein Raumklang zustande, den das Stereo-System zu imitieren versucht.

Beim 2.1 System werden die beiden Stereo-Lautsprecher durch einen Subwoofer komplettiert. Er bereichert den Stereo-Klang um voluminöse Tiefen, die dem Sound mehr Kraft verleihen. Optimal aufgestellt sind Stereo-Lautsprecher im sogenannten Stereo-Dreieck. Das bedeutet, dass der Hörer und die beiden Lautsprecher ein gleichseitiges Dreieck bilden. An der dritten Ecke des Dreiecks befindet sich der sogenannte Sweet-Spot, der Punkt, an dem der Sound optimal klingt. Um die Lautsprecher an der richtigen Stelle und in der richtigen Höhe aufzustellen, bieten sich hier spezielle Lautsprecherständer an. Diese verbessern nicht nur den Sound, sondern binden Ihre Lautsprecher optimal in das Wohnzimmerinterieur ein.

Mitten im Film- und Musikgeschehen – worauf Sie bei der Aufstellung der Surround-Anlage achten sollten

Beim Surround-Sound i Heimkino werden die beiden Stereo-Lautsprecher, auch Frontlautsprecher genannt, durch weitere Kanäle und Lautsprecher ergänzt. Der Sound lässt sich dadurch noch präziser ordnen und der Raumklang erscheint realistischer. Je nachdem, ob ein 5.1-System, ein 6.1-System oder sogar ein 7.1-System Verwendung findet, sind bis zu acht Lautsprecher gefragt. Beim bekanntesten 5.1 Surround-Sound sind dies zwei Frontlautsprecher, zwei Surround-Lautsprecher, ein Center-Lautsprecher und ein Subwoofer.

Für die beiden Frontlautsprecher gelten bei der Aufstellung die gleichen Regeln wie für Stereo-Lautsprecher. Der Center-Lautsprecher ist für die Wiedergabe von Dialogen gedacht und sollte daher über oder unterhalb des Bildschirms positioniert werden. Die Surroundlautsprecher sollten in einigem Abstand seitlich vom Hörer positioniert werden.

Mit diesen einfachen Tricks verbessern Sie den Sound Ihrer Lautsprecher und Subwoofer

Lautsprecher sind Teamplayer und können ihr ganzes Potenzial nur dann entfalten, wenn alle Randbedingungen optimal sind. Sei es das Zusammenspiel mit anderen Elementen der Hi-Fi-Kette oder der richtige Aufbau – wenn Sie sich an unsere Tipps halten, können Sie die Soundqualität der Lautsprecher steigern und das Klangerlebnis verbessern.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden