So unterscheiden sich die zahlreichen Uhrentypen

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Uhrenmodelle im Wandel der Zeiten

Die Geschichte der Uhren begann bereits lange vor unserer Zeitrechnung. Schon immer waren die Menschen bemüht, mit Hilfe von Zeitmessern Tagesabläufe einzuteilen und das, in Abhängigkeit von den eingesetzten Systemen, mehr oder weniger erfolgreich. Uhren, wie Wasseruhren, Sonnenuhren, Sanduhren und ähnliche werden als Elementaruhren bezeichnet. Die eigentlichen Vorläufer unserer modernen Uhren sind jedoch mechanische Räderuhren, sie wurden durch ein Räderwerk angetrieben und durch Gewichte in Gang gehalten. Diese Uhren waren aufgrund ihrer Bauweise (ineinandergreifende Holzräder) von beträchtlicher Größe, sodass sie nur an den Außenfronten großer Gebäude Platz fanden, beispielsweise als Kirchturmuhren.

Blick in die Geschichte

Bereits im 13. Jahrhundert müssen mechanische Uhren hergestellt worden sein, denn seitdem wird die Berufsbezeichnung Uhrmacher erwähnt. Später wurden die groben Holzräder der Uhren durch Metallräderwerke ersetzt und allein schon durch die Entwicklung der Räderwerke aus Metall konnte die Größe der Uhren wesentlich verringert werden. So wurden Uhren konstruiert, die bereits innerhalb von Gebäuden Platz finden konnten. Auch diese Uhren wurden durch Gewichte aufgezogen. Mit der Erfindung des Federaufzugs im 15. Jahrhundert war eine weitere Verkleinerung der Uhrwerke möglich. Diese Entwicklung ging bis hin zu den tragbaren Uhren als Grundlage unserer heutigen Taschen- und Armbanduhren. Im 17. Jahrhundert wurde die Pendeluhr erfunden. Dem lag die Erkenntnis zugrunde, dass ein gleichmäßiges Schwingen der Pendel die Ganggenauigkeit der Uhren erhöhen kann.

Mechanische Uhrenmodelle

Standuhren

Mechanische Uhren sind bis heute gefragte Objekte, die immer noch ihre Liebhaber finden. Viele dieser historischen Exemplare sind auch bei eBay zu finden. Standuhren oder Wanduhren im Design der Standuhren, waren im vorigen Jahrhundert in jedem Wohnzimmer zu finden. Im oberen Teil einer Standuhr befindet sich der Uhrenkopf mit Uhrwerk, Zifferblatt und Zeigern. Der untere Teil beherbergt die Gewichte zum Aufziehen. Die meisten Standuhren waren mit einer Glastür ausgestattet, sodass die Gewichte sichtbar wurden, die oft auch als Schmuckelemente ausgeführt waren. Die meisten alten Standuhren sind Pendeluhren. Das Pendel sorgt zusätzlich zu den beiden Gewichten für einen gleichmäßigen Lauf der Uhr. Ist die Uhr abgelaufen, befindet sich ein Gewicht unten und das andere oben. Um die Uhr „aufzuziehen“ wird das obere Gewicht langsam nach unten gezogen. Im Laufe der nächsten Zeit bewegt sich das obere Gewicht gleichmäßig nach unten und das Gegengewicht nach oben. Dadurch wird die Uhr am Laufen gehalten bis die Gewichte ihre Ausgangsposition wieder erreicht haben. Fast alle Standuhren melden die Zeit akustisch mit einem melodischen Gong. Dieser Gong ertönt stündlich, halbstündlich oder bei manchen Uhren sogar viertelstündlich. Besonders wertvoll sind Standuhren aus Holz mit Westminsterklang. Gewichtsbetriebene Standuhren ließen sich nicht wesentlich verkleinern, da der Platz für die Gewichte gebraucht wurde.

Wanduhren, Pendeluhren und Tischuhren

Mit dem Einsatz des Federaufzugs konnten die Uhren kleiner konstruiert werden und auf dieser Basis wurden Wanduhren hergestellt, die nun mit einem separaten Uhrenschlüssel, meistens ein Vierkant, aufgezogen werden konnten und die schweren Gewichte der Standuhren unnötig machten. Aber auch unter den Wanduhren sind in seltenen Fällen noch Gewichtsuhren zu finden. Hier sind die Gewichte aber oftmals Attrappen. Die meisten Wanduhren sind nach wie vor Pendeluhren. Auch Tischuhren sind in Einzelfällen als Pendeluhren konstruiert, das sind dann oft Schmuck- und Kaminuhren im historischen Outfit, zum Beispiel im Jugendstil. Alte Tischuhren sind nach wie vor mit mechanischen Uhrwerken ausgestattet, zunehmend werden jedoch auch Tischuhren mit Quarzwerk angeboten.

Die Kuckucksuhr

Zu den Wanduhren der besonderen Art gehören Kuckucksuhren. Kuckucksuhren aus Schwarzwälder Tradition arbeiten mit mechanischen Uhrwerken und verfügen in den meisten Fällen über kleine Gewichte zum Aufziehen und über ein Pendel. Aber auch Kuckucksuhren arbeiten inzwischen mit Quarzwerken. Bei diesen Uhren sind Gewichte und Pendel nur Attrappe. Wer also eine Originalkuckucksuhr mit mechanischem Uhrwerk erwerben möchte, muss die Beschreibung sehr genau studieren. Nach dem äußeren Aussehen lassen sich mechanische und Quarzkuckucksuhren nicht unterscheiden, weil auch die Quarzkuckucksuhren mit dem spezifischen Schwarzwälder Design ausgestattet werden. Hierbei wird weniger Gewicht auf das Uhrwerk sondern mehr Augenmerk auf die kunstvolle äußere Gestaltung gelegt.

Mechanische Taschenuhren 

Die am häufigsten benutzten Uhren sind Taschen- und Armbanduhren. Aber auch Uhrenwecker als typische Gebrauchsuhren sind aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Taschenuhren haben ihre beste Zeit bereits hinter sich, sie wurden nach und nach von Armbanduhren abgelöst. Armbanduhren sind für den täglichen Gebrauch praktischer und besser handhabbar. Dennoch sind auch Taschenuhren unter den Sammlern alter Uhren begehrt, vor allem historische Taschenuhren. finden immer wieder Interessenten. Die Angebote gehen von intakten wertvollen Taschenuhren bis zu defekten Uhren für Bastler. Aber auch moderne Taschenuhren für den täglichen Gebrauch finden immer noch ihre Freunde. Die meisten historischen Taschenuhren sind Uhren mit Handaufzug. Es sind jedoch auch Automatikuhren im Handel, die durch eine Schwungmasse in Gang gehalten werden. Dazu muss die Uhr aber regelmäßig bewegt werden.

Armbanduhren 

Armbanduhren waren und sind Objekte für die tägliche Verwendung, im Gegensatz zu den meisten Taschenuhren. Mechanische Armbanduhren gibt es noch vielfach für Sammler, aber auch für den Alltag, denn die mechanischen Armbanduhren wurden noch nicht völlig von den modernen Quarzuhren verdrängt. Manche Uhrenliebhaber schwören immer noch auf die mechanischen Armbanduhren. Neben den Aufziehuhren sind mechanische Armbanduhren häufig auch mit einem Automatik-Uhrwerk ausgestattet. Damit Automatik-Armbanduhren zuverlässig die Zeit anzeigen, müssen auch sie ständig bewegt, also am Arm getragen werden. Nur so hält die Schwungmasse das Uhrwerk in Gang. Einfacher ist es deshalb, eine Uhr mit Handaufzug zu erwerben. Diese Uhren müssen zwar regelmäßig etwa alle 24 Stunden aufgezogen werden, versehen dann aber ohne weiteres Zutun zuverlässig ihren Dienst.

Quarzuhrenmodelle

Quarzuhren für jeden Einsatzzweck

Viele der mechanischen Uhrenmodelle gibt es inzwischen auch mit Quarzuhrwerken. Quarzuhren benötigen kein mechanisches Uhrwerk, den Impuls für den Gang der Uhren gibt ein Quarz mit seinen typischen Schwingungen als Taktgeber. Alles andere wird durch die Elektronik geregelt. Die Zeitanzeige wird entweder in Form der von mechanischen Uhren her bekannten Analoganzeige mit Zifferblatt und Zeigern abgebildet oder die Uhren sind mit einer Digitalanzeige ausgestattet. Neben den Analog- und den Digitaluhren sind auch kombinierte Analog-Digitaluhren im Handel erhältlich. Diese Uhren verfügen über ein Zifferblatt mit Zeigern und zusätzlich über eine kleine Digitalanzeige auf dem Zifferblatt.

Material und Lebensdauer von Quarzuhren

Im Gegensatz zu den Quarz-Analoguhren haben Digitaluhren keine mechanischen Bauteile und bleiben so von Abnutzungserscheinungen, die bei mechanischen Uhren auftreten können, weitgehend verschont. Da auch keine Reibung mechanischer Bauteile, zum Beispiel der Zeiger, vorhanden ist, gehen Quarzuhren in der Regel genauer als die mechanischen Uhren. Das hängt jedoch zusätzlich auch davon ab, ob es sich um eine Qualitätsuhr handelt. Der Betrieb der Quarzuhren wird durch eine Batterie gesichert. Damit erübrigt sich das bei mechanischen Uhren erforderliche Aufziehen. Durchschnittlich halten Quarzuhrenbatterien oder Knopfzellen die Uhren etwa zwei Jahre in Gang. Dabei gibt es jedoch erhebliche Unterschiede in der Lebensdauer. Wanduhren, Tischuhren, Taschen- und Armbanduhren, werden heute vielfach mit Quarzwerken ausgestattet. Für Wanduhren und Tischuhren eignen sich Quarzwerke wegen ihrer Anspruchslosigkeit besonders. In unserer schnelllebigen Zeit ist es angenehm, diese Uhren nicht jeden Tag aufziehen zu müssen. Aber auch moderne Taschenuhren und vor allem Armbanduhren werden mit Quarzuhrwerken angeboten. Je nach Geschmack und Vorliebe des Trägers hat der Käufer auch hierbei die Wahl zwischen Quarzuhren mit Analog- oder mit Digitalanzeige.

Funkuhren für eine atomgenaue Zeitanzeige

Eine Besonderheit unter den Quarzuhren sind Funkuhren. Diese Uhren arbeiten ebenso wie die normalen Quarzuhren mit Quarzwerken. Zusätzlich verfügen Funkuhren über einen Empfänger, der in regelmäßigen Abständen ein zentrales Signal von einem Zeitzeichensender empfängt. Mit Hilfe dieses Signals wird die aktuelle Zeit einer Funkuhr bei jedem Empfang korrigiert. Auf diese Weise stellen sich Funkuhren auch automatisch auf die Sommer- und Winterzeiten ein, soweit sie sich in Reichweite eines Zeitzeichensenders befinden. Diese Zeitzeichensender arbeiten vorwiegend mit Cäsiumatomen und nutzen (mit komplizierten Anpassungsmechanismen) deren Bewegungsgeschwindigkeit für die Messung der Sekunden. In Deutschland ist das Funksignal über den Zeitzeichensender DCF77 empfangbar. Damit die Funkuhr das Zeitsignal auch regelmäßig empfangen kann, muss sie mit leistungsfähigen Batterien ausgestattet sein, zum einen für das Quarzwerk und zum anderen für den Empfänger des Zeitsignals. In den Funkuhren befindet sich ein kleiner Computer, der in regelmäßigen Abständen das Zeitsignal abruft. Diese Intervalle sind für die verschiedenen Uhren unterschiedlich, sie sind abhängig vom Einsatzzweck. Gebrauchsuhren, wie Wanduhren, Tischuhren und ähnliche Uhren rufen das Zeitsignal in der Regel einmal wöchentlich ab.

Funkwecker, Taschen- und Armbanduhren, regulieren ihre Zeit vielfach im 24-Stundentakt (meistens nachts) und stellen die Zeit entsprechend ein. Der Abrufzeitpunkt wird durch die jeweilige Uhr bestimmt und kann von Uhrentyp zu Uhrentyp unterschiedlich sein. Zwischenzeitlich laufen die Uhren mit ihrem Quarzwerk ganz normal weiter. Auch wenn der Sender einmal nicht erreicht wird, gehen die Uhren relativ genau und korrigieren die Zeit beim nächsten Empfang des Zeitzeichens. Alle gängigen Quarzuhren können auch als Funkuhren erworben werden. Allerdings müssen Armbanduhren wegen des Platzbedarfs des Empfängers größer konzipiert sein als das bei normalen Quarzuhren erforderlich wäre. Bei den Herrenuhren fällt das weniger auf. Wer jedoch eine Damenfunkuhr erwerben möchte, sollte überlegen, ob die Vorteile einer Funkarmbanduhr die Nachteile einer größeren und schwereren Uhr aufwiegen.

Solarfunkuhren

Neben dem Antrieb der Funkarmbanduhren durch Knopfzellen sind inzwischen auch Solarfunkuhren im Handel erhältlich. Solche Uhren sind mit Solarmodulen ausgestattet, benötigen keine Knopfzellen und beziehen ihre Antriebsenergie aus der Sonne bzw. dem Tageslicht und sogar auch aus Kunstlicht. Die modernen Solaruhren können längere Dunkelphasen überstehen, da die aufgenommene Solarenergie in der Uhr gespeichert wird und bei Bedarf wieder abgegeben werden kann.

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