So übersteht der Garten auch den rausten Winter

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Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und vor allem deutlich kühler: Der Herbst kommt. Damit Euer Garten auch im nächsten Jahr wieder prächtig grünt und blüht, sollten Beete, Sträucher und der Rasen winterfest gemacht werden. Welche Pflanzen dürfen draußen bleiben? Was zieht am besten nach drinnen um? Und wie bereite ich den Rasen vor? Hier sind die wichtigsten Tipps, damit Blumen und Pflanzen gut durch die kalte Jahreszeit kommen.
Vorbereitung ist alles, dann kann die Kälte den Gartenpflanzen nichts anhaben. (Foto: Pixabay)
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Vorbereitung ist alles, dann kann die Kälte den Gartenpflanzen nichts anhaben. (Foto: Pixabay)
Blumenzwiebeln für Frühblüher sollten im Herbst gesetzt werden. (Foto: Thinkstock via The Digitale)
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Blumenzwiebeln für Frühblüher sollten im Herbst gesetzt werden. (Foto: Thinkstock via The Digitale)

Zwiebelpflanzen: Jetzt rein in die Erde!

Im Herbst neu pflanzen? Ist das nicht widersinnig? Ist es nicht, denn der Herbst ist die beste Pflanzzeit für Blumenzwiebeln. Wer im kommenden Frühjahr bunte Tulpen, Krokusse, Hyazinthen, Schneeglöckchen und Narzissen in seinem Garten haben möchte, der setzt die entsprechenden Zwiebeln am besten schon im Herbst. In der feuchten Erde können sich die ersten Wurzeltriebe bestens heranbilden.
Doch Vorsicht: Nicht alle Knollenpflanzen sind so robust, dass sie den Winter überstehen. So manche bereits gesetzte Knolle sollte im Winter sogar nach drinnen umziehen. Frostempfindlichen Sorten wie Dahlien oder Begonien solltet Ihr ausgraben und an einem kühlen und trockenen Ort, beispielsweise im Keller, überwintern lassen. 
Er freut sich über einen Laubhaufen im Garten. (Foto: Pixabay)
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Er freut sich über einen Laubhaufen im Garten. (Foto: Pixabay)

Laub weg - aber nicht überall!

Mit den kühleren Temperaturen fällt das Herbstlaub von den Bäumen. Die welken Blätter auf dem Boden sind kein allzu schöner Anblick. Doch nicht überall ist es nötig, Laub zu entfernen: Auf Beeten und unter Bäumen könnt Ihr es liegen lassen, denn dort dient es als natürlicher Bodenmulch und bietet den Pflanzen Schutz vor dem Frost. Auf Gehwegen ist nasses Laub dagegen wegen der Rutschgefahr gefährlich, doch mit einem Laubbläser ist es hier schnell entfernt. Lasst außerdem einen Haufen aus Laub und kleingeschnittenen Ästen im Garten liegen, damit kleine Tiere wie Igel darin in der Frost-Zeit Schutz finden können.
Auf dem Rasen sollten keine Blätter liegen bleiben. (Foto: Thinkstock via The Digitale)
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Auf dem Rasen sollten keine Blätter liegen bleiben. (Foto: Thinkstock via The Digitale)

Rasen von allen Blättern befreien

Vom Rasen sollte das Laub unbedingt entfernt werden, damit die welken Blätter nicht auf dem Grün verrotten. Darunter können sich Schimmel und Fäule bilden, was sich im nächsten Frühjahr mit braunen Stellen im Rasen bemerkbar macht. Kleine Rasenflächen sind schnell mit einem Rechen laubfrei geharkt, große könne auch mit dem Rasenmäher von den unliebsamen Blättern befreit werden. Der Einsatz eines Rechens hat allerdings den zusätzlichen Nutzen, dass dabei gleich noch Moos mit entfernt wird und der Boden mehr Luft bekommt. Der Rasen selbst sollte auf sechs Zentimeter zurückgeschnitten und gleich im Anschluss gedüngt oder gekalkt werden. 

So kommen Beete gut über den Winter

Damit auch die Beetpflanzen den Winter gut überstehen, sind ein paar Vorbereitungen nötig: Zunächst werden die abgestorbenen und verwelkten Pflanzenteile entfernt und die Pflanzen zurückgeschnitten. Liegt auf dem Beet ohnehin schon Laub, lasst es einfach liegen, denn es eignet sich sehr gut als natürlicher Kälteschutz. Gleiches gilt für Reisig. Auch die Schnittabfälle, die beim herbstlichen Baumzuschnitt anfallen, lassen sich kleingehäckselt einsetzen, um die Beetpflanzen zu schützen. Sind nicht genügend Naturmaterialien vorhanden, empfiehlt sich Gartenvlies zur Abdeckung kälteempfindlicher Pflanzen.
Kräuter wie Lavendel, Salbei oder Rosmarin angepflanzt könnt Ihr gut mit Tannen- oder Fichtenzweigen abdecken.
Den einjährigen Pflanzen gilt es nun Lebewohl zu sagen: Ihre Reste gehören im Herbst auf den Kompost.
Damit Blumenbeete den Frost überstehen, sollten sie mit Laub oder Vlies abgedeckt werden. (Foto: Thinkstock)
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Damit Blumenbeete den Frost überstehen, sollten sie mit Laub oder Vlies abgedeckt werden. (Foto: Thinkstock)

Was ist bei Kübelpflanzen zu beachten?

Pflanzen in Kübeln müssen besonders eingepackt werden, denn anders als bei ihren im Boden eingepflanzten Kameraden, liegen ihre Wurzeln nicht gut geschützt im Erdreich, sondern sind der Winterkälte viel stärker ausgesetzt. Sie müssen daher von oben nach unten dick eingepackt werden:
  • Die Pflanzenkrone wird mit Vlies umwickelt
  • Der Stamm wird mit Reisig geschützt
  • Der Kübel selbst wird zunächst mit einer Noppenfolie umwickelt, darüber kommt noch einen Jutesack als Dämmung
  • und von unten schützt eine Styroporplatte, auf die Ihr die Kübelpflanze stellt. Denkt dran, die Pflanzen auch im Winter nicht austrocknen zu lassen und regelmäßig zu gießen.
Das Zitronenbäumchen zieht im Winter in den Wintergarten um. (Foto: Pixabay)
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Das Zitronenbäumchen zieht im Winter in den Wintergarten um. (Foto: Pixabay)

Diese Pflanzen müssen umziehen

Bei einigen besonders kälteempfindlichen Pflanzen reicht selbst der beschriebene warme Wintermantel nicht. Diese Arten, wie die Engelstrompete oder Fuchsie,  sollten daher nach drinnen geholt werden, um an einem dunklen (gegen zu frühe Triebe), kühlen, aber nicht frostigen Ort sicher zu überwintern. 
Die immer beliebter werdenden mediterranen Pflanzen wie Zitrus- und Orangenbäumchen, sowie Lorbeer, Oleander und Palmen brauchen auch im Winter Licht und sollten daher in einen Wintergarten umziehen. Wer keinen Platz dafür hat,  sollte seinen grünen Schätzen einen Winterurlaub in einem Gärtnerbetrieb buchen. Olivenbäume können erstaunlicherweise recht lange draußen bleiben. In Vlies eingepackt überstehen sie auch Minusgrade. Erst bei zweistelligen Minustemperaturen müssen sie nach drinnen umziehen.
Der Buchsbaum braucht auch im Winter Wasser. (Foto: Thinkstock via The Digitale)
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Der Buchsbaum braucht auch im Winter Wasser. (Foto: Thinkstock via The Digitale)

Diese Pflanzen müsst Ihr auch im Winter gießen

Nicht alle Pflanzen sind kälteempfindlich. Die Azalee beispielsweise braucht nicht extra winterfest gemacht zu werden, sie ist wie die Forsythie winterhart. Auch der Buchsbaum ist winterresistent und immergrün; bei ihm müsst Ihr lediglich darauf achten, dass er nicht vertrocknet. Vor allem beim Barfrost – dem Gefrieren der obersten Bodenschicht – darf  das Wässern nicht vergessen werden. Gleiches gilt beim Kirschlorbeer.
Auch viele Stauden sind winterhart, wie zum Beispiel Rittersporn, Schleierkraut, Chinaschilf, Fetthenne, Christrosen, Fingerhut oder Bergenien. Sie sind sehr pflegeleicht, da sich ihre überirdischen Pflanzenteile in der kalten Jahreszeit entweder zurückziehen oder absterben. Im Frühjahr wachsen sie dann Jahr für Jahr üppiger nach. 
Auch Chrysanthemen sind winterhart, sie sollten jedoch abgedeckt werden und dürfen nicht austrocknen. (Foto: Feiler)
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Auch Chrysanthemen sind winterhart, sie sollten jedoch abgedeckt werden und dürfen nicht austrocknen. (Foto: Feiler)

Pflanzen rechtzeitig beschneiden

Mit dem richtigen Zuschnitt werden Pflanzen für den Frühling fit gemacht. Beachtet Ihr dabei ein paar Regeln,  wachsen die beschnittenen Pflanzen umso dichter und prachtvoller im Frühjahr nach:
  • Obstbäume, Büsche und Sträucher von abgestorbenen und kranken Ästen befreien, dadurch bekommen sie im Frühjahr mehr Kraft für neue Triebe.
  •  Hecken spätestens im September schneiden, unbedingt noch vor dem ersten Frost.
  • Bäume, vor allem Obstbäume, sowie Sträucher und Stauden dagegen erst nach Ende des Laubfalls stutzen, doch auch hier vor dem ersten Frost, damit sich die Schnittstellen schließen können. Vorsicht bei Ahorn, Walnuss und Birke: Sie dürfen nach Mitte November nicht mehr geschnitten werden, da sie sonst „bluten“.
  •  Rosengewächse können zwar problemlos bis März geschnitten werden, der richtige Zeitpunkt für den Zuschnitt ist allerdings im Frühling. Außerdem dürfen Rosen maximal um ein Drittel gekürzt und sollten anschließend abgedeckt werden. 
Bevor der erste Schnee liegt: Wasser abstellen! (Foto: Pixabay)
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Bevor der erste Schnee liegt: Wasser abstellen! (Foto: Pixabay)

Wasser abstellen

Damit die Leitungen nicht zufrieren und im schlimmsten Fall platzen, vergesst nicht, sie vor dem ersten Frost zu entleeren und anschließend das Wasser abzustellen.
Wer einen Gartenteich oder eine Brunnen besitzt, sollte die Pumpe rechtzeitig herausnehmen und bis zum Frühjahr im Keller lagern. Dort bewahrt Ihr auch entleerte Gartenschläuche auf, damit sie keine Frostschäden erleiden und porös werden.   
Jetzt loslegen und im Frühjahr freuen.
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