So tunen Sie Ihren MD-Player & -Recorder

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So tunen Sie Ihren MD-Player & -Recorder

Wie viele andere HiFi-Komponenten, so bieten auch MD-Player und -Recorder viel Potenzial für die Verbesserung der Audioqualität. Jeder audiophile HiFi-Enthusiast kennt die immer wieder gleichen Schwachstellen, die sich aus der industriellen Großproduktion ergeben. Der Kostendruck zwingt die Hersteller regelmäßig, klangmindernde Kompromisse einzugehen. Der breiten Masse der Konsumenten sind die Klangunterschiede dabei in der Regel gar nicht bewusst, da nur selten adäquate Verstärker und Audiosysteme vorhanden sind.

Die Klangqualität wird stets vom schwächsten Glied der Kette geprägt, auch der beste Lautsprecher kann ein schlechtes Audiosignal nicht ausgleichen. Daher ist es wichtig, bei einer entsprechenden Optimierung nicht nur das einzelne Gerät, sondern die gesamte Kette von der Stromversorgung bis zum Lautsprechersystem zu betrachten.

Die Tuningmöglichkeiten bei MiniDisc-Laufwerken im Detail betrachtet

Wie CDs und andere digitale Formate, so steht auch die MiniDisc vor dem grundsätzlichen Problem der Wandlung analoger Signale in digitale Daten und wieder zurück. Die Aufgabe moderner Mikroelektronik ist dabei vor allem die hochwertige Wandlung ohne störende Anteile aus dem Digitalteil, sodass nur das reine Audiosignal an die Ausgänge weitergeleitet wird.

Bei den Audioeingängen stellt sich genau das umgekehrte Problem: Die analogen Eingangssignale sollen ohne störende Frequenzanteile so präzise wie möglich in digitale Daten umgewandelt werden. Der dazu notwendige Aufwand ist durchaus erheblich. Allerdings wählen die Hersteller aus Kostengründen meist einen Kompromiss zwischen Aufwand bei der Produktion und damit den Kosten des Gerätes und der erzielten Präzision bei der Audioverarbeitung.

Glücklicherweise gibt es, ähnlich wie bei Automobilen, auch bei hochwertigen HiFi-Komponenten fähige Anbieter, die sich die Aufrüstung von Standardkomponenten zur Aufgabe gemacht haben, um diesen den bestmöglichen Klang zu entlocken. Die dabei entstehenden Qualitätsunterschiede zwischen dem Serienmodell und der Tuning-Version lassen den Preis für diese Aufrüstung mehr als gerechtfertigt erscheinen.

Tuningmöglichkeiten für die Optimierung Ihres MiniDisc-Players oder -Recorders

  • Optimierung der Spannungsversorgung
  • Modifikation der Vorverstärkerstufe
  • gezielte Dämpfung von Chassis und anderen Baugruppen
  • Austausch der Standard-Gerätesicherungen gegen spezielle High-End-Lösungen
  • Einbau eines speziellen Hochleistungs-Netzkabels
  • Optimierung der Kontaktierungen im 230V-Bereich des Laufwerks
  • Austausch interner Verkabelungen gegen Reinsilber-Leitungen
  • Wechsel der Anschlussbuchsen gegen Ausführungen mit hochwertiger Schirmung und Reinsilber-Kontaktierungen

Tuning durch Optimierung der Spannungsversorgung

Die Optimierung der Spannungsversorgung besitzt neben dem Austausch der Verkabelungen das größte Potenzial für Verbesserungen der Klangqualität. Mit dieser Optimierung erhalten Sie die Basis für alle anderen Verbesserungen, denn alle Mikroelektronik ist auf eine störungsfreie, hochpräzise Spannungsversorgung angewiesen, wenn sie erstklassige Ergebnisse liefern soll. Der Grund dafür ist einleuchtend: Das öffentliche Stromnetz liefert alles andere als eine gleichmäßige Spannung ohne Störungen. Bei vielen Millionen elektrischer Verbraucher ist dies auch nicht weiter verwunderlich, ständig werden Geräte ein- und ausgeschaltet. Zudem entpuppen sich insbesondere billige Geräte oftmals als wahre Störsender, die zusätzliche Störungen in das Stromnetz abgeben.

Die Spannungsversorgung hat nun die Aufgabe, alle diese Störungen von der eigentlichen Elektronik des HiFi-Gerätes fernzuhalten. Je mehr Aufwand hier investiert wird, desto besser ist das Resultat. Gerade im HiFi-Bereich machen sich schon kleinste Unregelmäßigkeiten deutlich bemerkbar, insbesondere die Höhen leiden spürbar unter Störungen in den Verstärkerstufen, die sich aus einer unzureichenden Filterung und Aufbereitung der Netzspannung ergeben.

Beim Tuning der Spannungsversorgung wird diese Aufbereitung auf ein angemessenes technisches Niveau gebracht und damit die Grundlage für eine optimale Leistung der vom Netzteil versorgten Elektronik geschaffen. Das kundige Ohr wird den Unterschied gerade bei klassischer Musik deutlich wahrnehmen, die Wiedergabe wirkt deutlich unaufgeregter und harmonischer.

Tuning durch Modifikation der Vorverstärkerstufe

MiniDisc-Player und -Recorder stehen technisch vor der gleichen Herausforderung wie CD-Laufwerke: Ein digitaler Datenstrom mit harten Abgrenzungen soll in ein harmonisch klingendes analoges Signal verwandelt werden. Der Aufwand hierfür ist zwar beträchtlich, mittlerweile aber in Theorie und Praxis gut erfasst und vergleichsweise leicht zu handhaben. Moderne Wandler ziehen alle Register, um eine erstaunlich milde Wiedergabe zu erzielen. Serienmodelle kranken dabei jedoch oftmals an einer lieblos entworfenen Vorverstärkerstufe.

Der Baustein, der aus dem digitalen Datenstrom analoge Signale erzeugt, der sogenannte D/A-Wandler, liefert an seinem Ausgang nur ein sehr schwaches Signal, das zunächst verstärkt werden muss, bevor es an den Verstärker weitergegeben werden kann. Dieser Nachteil ist den Grenzen der Physik geschuldet, nach denen Präzision und Leistung praktisch entgegengesetzte Ziele sind. Im Sinne einer guten Klangqualität ist es daher, in der ersten Verarbeitungsstufe der Qualität zuliebe auf große Leistungen zu verzichten, und die Signale danach separat zu verstärken.

Diese Verstärkung wird von den Herstellern mit Bauteilen aus Massenfertigung ohne Selektion vorgenommen, was zu Wiedergabeunterschieden zwischen den Kanälen und Schwankungen in der Linearität führen kann. Durch den Austausch dieser auf niedrigen Preis getrimmten Bauteile gegen diskrete, ultrapräzise und sorgsam selektierte Alternativen lässt sich das Niveau der Klangwiedergabe erheblich verbessern. Allerdings bedarf es zur Realisierung dieses Potenzials auch entsprechender Verstärker und Lautsprechersysteme, denn das schwächste Glied der gesamten Kette bestimmt letztlich die erzielbare Qualität.

Je nachdem, wie der Hersteller das Gerät ausgelegt hat, gibt es noch mehr Möglichkeiten zur Ausschöpfung der maximalen Klangqualität. Bei unvorteilhaft konstruierten Verstärkerstufen kann sogar ein Komplettaustausch der Baugruppe gegen ein High-End-Modul in Betracht kommen. Damit lassen sich auch vom Hersteller in Kauf genommene Nachteile wie Laufzeitunterschiede zwischen den Kanälen vollständig kompensieren. Allerdings steigt der Tuning-Aufwand bei dieser Variante auch deutlich an.

Tuning durch gezielte Dämpfung von Laufwerk und anderen Baugruppen

Störende Vibrationen sind der natürliche Feind einer anspruchsvollen Klangwiedergabe, egal ob sie erst bei den Lautsprechern auftreten oder schon im Abspielgerät. Betroffen sind hiervon nicht nur HiFi-Komponenten mit beweglichen Teilen wie CD/SACD/MD-Laufwerke sondern beispielsweise auch Verstärker. Die mechanischen Vibrationen wirken auch auf hochempfindliche Verstärkerstufen ein und induzieren so störende Anteile im Audiosignal, die sich gerade in filigranen Musikpassagen bemerkbar machen.

Eine sorgfältige Entkopplung gegen mechanische Vibrationen ist daher für einen störungsfreien Genuss von Musik unverzichtbar. Bei Ihrem MiniDisc-Player oder -Recorder ist dabei natürlich in erster Linie die Dämpfung von Laufwerksvibrationen wichtig, die mittels hochwertiger Aufhängungs- und Federungselemente durchführbar ist.

Vibrationen aus dem Netzteil sind aber ebenso eine Quelle für Störeinflüsse, daher sollten alle Baugruppen der Signalverarbeitung einzeln mechanisch voneinander entkoppelt werden. Die Vibrationen durch Magnetostriktionseffekte aus dem Netzteil pflanzen sich sonst über das Gehäuse in alle damit verbundenen Komponenten fort. Mittels moderner entkoppelter Befestigungselemente lässt sich dieses Problem nachhaltig beseitigen.

Tuning durch Austausch von Standard-Sicherungen durch High-End-Lösungen

Die häufig verbauten Feinsicherungen im Maß 5 x 20 mm genügen in vielen Fällen den hohen Ansprüchen im HiFi-Bereich nicht. Leider sind offene, großformatige Halter eher die Regel als die Ausnahme. Abgesehen von den recht hohen Übergangswiderständen zwischen Sicherung und Halter kommt es durch den großen Aufbau zu einer viel ärgerlicheren Wirkung: Der Halter fungiert als Antenne und nimmt so – je nach Qualität der Gehäuseschirmung – Störstrahlungen von innerhalb des Gehäuses ebenso wie von außerhalb auf und produziert damit im schlimmsten Fall eine regelrechte Rückkopplung.

Durch den recht einfachen Austausch gegen speziell für den Einsatz in hochwertigen HiFi-Geräten konzipierte Spezialsicherungen lässt sich hier wirksam ein Riegel vorschieben. Wie alle erwähnten Tuning-Maßnahmen sollte auch dieser Austausch nur von geschultem Fachpersonal ausgeführt werden, da der Umgang mit Netzspannung hohe Anforderungen an die Sicherheit stellt. Insbesondere bei Arbeiten an Geräteteilen, die Netzspannung ohne Berührungsschutz führen, darf nur der Fachmann arbeiten, sonst droht Gefahr für Leib und Leben. Beauftragen Sie ein Unternehmen Ihres Vertrauens mit den Verbesserungsarbeiten, statt selbst Hand anzulegen.

Tuning durch Einbau einen speziellen Hochleistungs-Netzkabels

Der Weg des elektrischen Stroms zu den Stellen, an denen er seine eigentliche Arbeit verrichtet, ist wie oben bereits beschrieben voller Hindernisse und Widrigkeiten. Das beginnt schon mit dem Anschlusskabel, das den Strom von der Steckdose in der Wand in Ihren MiniDisc-Player bringt. Auch diese Schwachstelle lässt sich durch Tuning-Maßnahmen wirksam kompensieren. Der Weg dazu ist vergleichsweise einfach: Es wird ein hochwertiges Spezialkabel statt der serienmäßigen Anschlussschnur montiert. Geräte mit abnehmbarem Stromkabel profitieren von dieser festmontierten Lösung doppelt: Die schwach ausgelegten Kontakte in der Strombuchse am Gehäuse korrodieren leicht und sorgen dann für deutliche zusätzliche Störungen auf der Netzspannung.

Diese Probleme gehören mit einem hochwertigen Anschlusskabel samt passendem Stecker der Vergangenheit an. Kabel aus Reinsilber und vergoldete Kontakte sorgen für eine erstklassige Stromübertragung von der Wand bis zum Netzteil.

Tuning durch Optimierung der Kontaktierungen im 230V-Bereich

Das eigentliche Netzteil, also die Baugruppe, die aus der Netzspannung von 230 Volt die eigentlichen Betriebsspannungen von wenigen Volt für die Elektronik des Minidisc-Players beziehungsweise -Recorders bereitstellt, wird bei der Konstruktion von HiFi-Komponenten oft sträflich vernachlässigt. Es verwundert also nicht, wenn sich hier mitunter schon nach wenigen Monaten Betriebszeit die ersten Mängel bemerkbar machen, die sich selbstverständlich auch auf die Präzision und den Charakter der Klangwiedergabe auswirken.

Erfahrene Tuning-Anbieter haben daher auch für diesen Problemkreis sorgfältig ausgearbeitete Lösungen parat. Eine gängige Maßnahme ist die Optimierung der Kontaktierungen. Alle Steckverbinder werden beispielsweise gegen fest verlötete Verbindungen mit Spezialkabeln ausgetauscht, sodass Verluste und Störungen durch Übergangswiderstände wirksam unterbunden werden. Knapp dimensionierte Leiterbahnen werden durch zusätzlichen Auftrag von Lötzinn und eingebettete Reinsilberdrähte in ihrer Belastbarkeit stark verbessert, wodurch sich eine insgesamt höhere Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit des Netzteils auch in kritischen Situationen ergibt.

Ebenso wie die übrigen Maßnahmen im Netzspannungsbereich muss hierbei besonders sorgfältig gearbeitet werden, diese Tuning-Maßnahmen eignen sich trotz ihrer relativen Einfachheit keinesfalls für die Durchführung in Eigenregie.

Tuning durch den Austausch interner Verkabelung gegen Spezialkabel

Der modulare Aufbau moderner HiFi-Geräte führt zwangsläufig auch dazu, dass sich zwischen den einzelnen Baugruppen zahlreiche Verbindungskabel befinden. Um einen einfacheren Service zu gewährleisten, kommen dabei oftmals Steckverbinder und Kabel zum Einsatz, deren Leistungsfähigkeit den Ansprüchen gehobener Audiowiedergabe nicht angemessen ist. Die Hersteller opfern hier zugunsten einer günstigen Produktion eine Menge Potenzial in der Wiedergabe, das aber glücklicherweise nicht verloren ist, sondern durch geeignete Tuning-Maßnahmen nutzbar gemacht werden kann.

Hauptsächlich sind es zwei Maßnahmen, die hier zu deutlichem Gewinn in der Reproduktion fein ziselierter Klangpassagen und filigraner Orchestrierungen bringen: Der Austausch geringwertiger Verkabelung gegen Hochleistungskabel, zum Beispiel aus Reinsilber, und das ersatzlose Entfernen ungeeigneter Steckverbinder. Durch das direkte Einlöten der Verkabelung wird eine deutlich gesteigerte Leistungsbereitschaft und eine spürbare Minderung von Störungen erreicht.

Tuning durch Wechsel der Anschlussbuchsen gegen hochwertige Ausführungen

Hand in Hand mit der Optimierung der internen Verkabelung empfiehlt es sich, auch die Anschlussbuchsen auf ein angemessenes Leistungsniveau zu bringen. Dazu werden die Buchsen gegen Ausführungen mit hochwertiger Reinsilber- oder Goldbeschichtung ausgetauscht, die über hochwertige, sorgfältig abgeschirmte Kabel mit der Geräteelektronik verbunden werden. Auch hier wird zugunsten der Klangwiedergabe auf Steckverbinder im Gerät verzichtet und das Kabel direkt über eine hochwertige Lötung mit dem Ausgang der Leistungsstufe verbunden.

Kommt dann noch ein entsprechend wertiges Audiokabel für die Verbindung zum Verstärker zum Einsatz, steht dem Audiovergnügen auf höchstem Niveau nichts mehr im Wege.

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