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So tunen Sie Ihren CD-Player & -Recorder

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So tunen Sie Ihren CD-Player & -Recorder
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So tunen Sie Ihren CD-Player & -Recorder

Ein Ratgeber über das Tunen von CD-Playern? Was soll man da denn noch tunen können? Und überhaupt: Wer benutzt den heute noch CD-Player oder gar CD-Recorder? Diese oder ähnliche Fragen könnten Ihnen jetzt im Kopf herumgehen. Zurecht, würde man sagen.

Schaut man sich den Markt und den Musik- und Hörspielkonsum der Deutschen einmal genauer an, so muss man sagen: Die CD ist nach wie vor eines der beliebtesten Tonträgermedien (Stand: 2013). Natürlich rücken die modernen Musikformate immer dichter an die CD heran. MP3 und Co, Downloadplattformen und Streamingdienste sind populärer denn je.

Warum CD und CD-Player noch immer so beliebt sind

Und dennoch. Es gibt wohl eine ganze Menge an Vorteilen, die die CD gegenüber den neuen Medien besitzt. Ganz zuvorderst ist dabei die Klangqualität zu nennen. Vergleicht man eine herkömmliche MP3-Datei mit einem CD-Track, sind messbare und hörbare Qualitätseinbußen auf Seiten der Audiodatei zu vermelden.

Schon lange ist der CD-Player außerdem in der Lage MP3s und andere Audioformate abzuspielen. Zwar wird dieser Möglichkeit durch den überschaubaren Speicherplatz der CD Grenzen gesetzt. Dennoch: Der Silberling ist „Wanderer in beiden Welten“. Das hat er im Übrigen mit allen optischen digitalen Medien gemeinsam.

Außerdem – das hat die CD mit der Schallplatte gemeinsam – ist sie einer der letzten „wirklichen“ Datenträger zum „Anfassen“ und steht daher für einen entschleunigten Musikgenuss gegenüber einem schnelllebigen MP3-Konsum.

Eine Frage des guten Klangs

Die Frage, die diesen Ratgeber hingegen antreibt, beschäftigt sich mit der Verbesserung des CD-Players oder des CD-Recorders. Unter „Tunen“ versteht man im eigentlichen Sinnen wohl das Verbessern der Werkskonfigurationen mithilfe baulicher bzw. technischer Veränderungen.

CD-Player stellen jedoch mittlerweile ein so ausgereifte Technik dar, dass die Hardware selbst kaum mehr zu verbessern ist. Hier und dort ergeben sich vielleicht Hardware-Tuning-Möglichkeiten, die allerdings eher von gestandenen Elektrotechnikern zu bewerkstelligen wären. Dieser Ratgeber möchte allerdings einige Tipps und Hinweise zum CD-Player-Tuning geben, die sich jenseits des Platinenlötens und der angewandten Elektrotechnik bewegen.

Dabei wird der Ratgeber besonders auf die Verbesserung der Klangqualität zu sprechen kommen und auf die Verwendung hochwertiger Komponenten wie Kabel und Steckverbindungen. Darüber hinaus wird es um externe D/A-Wandler gehen, um volldigitale Aufnahmeverfahren (im Gegensatz zu verlustbehafteten analogen) und einigem mehr.

Alles hängt an der richtigen Übertragung: Kabel

Als Anfang der 1980er Jahre die „Compact Disc“ vorgestellt wurde, bestach sie besonders durch eine Eigenschaft: ihren Klang. Dieser erreichte in dieser Zeit ungeahnte Höhen durch die Speicherung und Übertragung mittels digitaler Signale. Dadurch hob die CD sich weit ab von den kleinen, robusten Kassettentonbändern mit ihrer Magnetspeicherung und den ewigen Problemen beim Hintergrundrauschen.

Und in der Tat, die Klangqualität der CD ist bis heute unerreicht. Dass das so ist, hängt jedoch auch mit der Wertigkeit des CD-Players selbst und der verwendeten Kabel zusammen. Zwar lässt sich die Aussage „teurer gleich besser“ nicht immer bestätigen. Im Hi-Fi-Bereich trifft sie jedoch oft zu.

Sowohl bei der Zusammenstellung Ihrer Anlage als auch beim Kauf Ihrer Kabel sollten Sie daher genug Geld in die Hand nehmen. Dabei lassen sich ein paar Faustregeln aufstellen, die den Kauf erleichtern können. Ihr CD-Player sollte mindestens so teuer wie ihre jeweiligen Hi-Fi-Hauptkomponenten sein (Verstärker, Lautsprecher etc.). 

Eine ähnliche Faustregel gilt für den Kauf von Kabeln. Diese sollen selbstverständlich sehr hochwertig sein, gut isoliert, wenig stör- und korrosionsanfällig. Sind sie gerade dabei, sich eine neue Anlage zusammenzustellen, sollten Sie gut ein Fünftel Ihres Budgets für die Kabel (inklusive Lautsprecherkabel) ausgeben. Selbstverständlich ist auch bei Kabeln die Preisskala bis oben offen. 

Digitale und analoge Signalübertragung

Analoge Anschlüsse sind standardmäßig bei quasi allen CD-Playern verbaut. Sie benötigen spezielle Kabel mit Kupferader, die das analoge Signal mithilfe elektrischer Spannung vom CD-Player zum Verstärker weiterleiten (bei der Aufnahme auf CD auch vom Verstärker zum CD-Recorder). Gemeinhin werden hier sogenannte RCA-Kabel bzw. Cinchkabel verwendet.

Cinchkabel übertragen die jeden Kanal für Stereophonie (rechts/links) auf jeweils einer separaten Leitung. Dabei besitzen die Stecker eine farbliche Codierung. Die Leitung mit roten Steckern übertragen den rechten Kanal. Die Leitungen mit weißen oder schwarzen Steckern sind für die Übertragung des linken Kanals zuständig.

Besonders hochwertige Stecker (und Buchsen) bestehen aus Gold. Gold eignet sich auf der einen Seite hervorragend als Strom leitendes Material. Andererseits ist Gold weit unanfälliger gegenüber Korrosion, die der Signalübertragung wesentlich schaden kann.

Vergleicht man beide Übertragungsverfahren (digital und analog), so stellt man schnell fest, dass digitale Signalübertragung die weitaus besten Ergebnisse liefert. Das liegt daran, das das digitale Signal weitaus störunempfindlicher ist. Auch bei langen Übertragungswegen bzw. bei langen Kabellängen entsteht wenig bis kein Verlust.

Beim digitalen Übertragungsverfahren haben sich zwei Varianten etabliert. Auf der einen Seite befindet sich dabei die Übertragung des digitalen Signals mithilfe elektrischer Spannung über ein Kupferkabel. Hierfür werden sogenannteKoaxialkabel angeboten.

Auf der anderen Seite kann das digitale Audiosignal auch optisch per Lichtsignal übertragen werden. In diesem Fall kommt ein Glaserfaserkabel zum Einsatz. Üblich bei dieser Variante sind zum Beispiel sogenannte TOSLINK-Kabel.

Ein hochwertiger Digital-Analog-Wandler trägt zur Klangverbesserung bei

Die Lautsprechermembranen können nur mit der Schwingung des analogen Signals angetrieben werden. Daher muss, auch wenn die Audioinformationen digital vom CD-Player zum Verstärker weitergeleitet wurden, das Signal irgendwann in eine analoge Form gewandelt werden. Diesen Arbeitsschritt übernimmt ein Digital-Analog-Wandler, kurz D/A-Wandler.

Gerade bei preisgünstigen CD-Playern kommt es vor, dass der Hersteller an diesem Bauteil spart. Daher bietet es sich oftmals an, den D/A-Wandler zu wechseln und ein hochwertigeres Teil einzubauen. Das kann auch notwendig sein, wenn Sie einen älteren CD-Player betreiben. Hier ergeben sich allerdings zwei andere Möglichkeiten, um den Aufwand eines manuellen Austauschs im Gerät zu umgehen.

Die eine Möglichkeit besteht darin, einen externen, separaten D/A-Wandler zu erwerben und diesen mithilfe der entsprechenden Kabel zwischen CD-Player und Verstärker zu schalten. Wenn Sie jedoch einen Verstärker benutzen, der neueren Datums ist, kann dieser bereits einen leistungsstärkeren D/A-Wandler besitzen. Um herauszufinden, ob dies der Fall ist, schauen Sie in der Anleitung bzw. im Schaltplan Ihres Verstärkers nach.

Dämmen Sie Ihren CD-Player und schützen Sie ihn vor Vibrationen

Wo und in welcher Position Sie Ihren CD-Player aufgestellt haben, hat auch Einfluss auf die Klangqualität des Gerätes. Äußerst negativ für eigentlich alle Hi-Fi-Geräte sind äußere (und innere) Vibrationsquellen. Das gilt auch für den CD-Player.

Vibrationen kann man jedoch dämpfen. In diesem Zusammenhang lassen sich spezielle Füßchen zur Montage an der Gehäuseunterseite anbringen. Diese Spikes bzw. Kegel sind aus einer Mischung aus unterschiedlichen Granulaten gefertigt – zumeist eine Mischung aus Gummi, Quarzsand oder Acryl.

Gegen innere und äußere Resonanzen, die sich im schlimmsten Fall auf das Laufwerk des CD-Players überträgt, hilft eine interne Dämmung mithilfe von Bitumenmatten oder Tyrofoam. Hier können Sie den Gehäusedeckel und den Gehäuseboden mit ein paar einfachen Arbeitsschritten optimal dämmen. Beachten Sie allerdings: Tyrofoam muss verklebt werden.

Interne Modifikation des CD-Players

Die bisherigen Verfahren und Methoden sind relativ leicht auch für den Laien handhabbar. Selbstverständlich können Sie Ihren CD-Player auch tunen, indem Sie ihm neue Bauteile spendieren. Dies ist jedoch mit einem gewissen Aufwand verbunden. Daneben sollte Sie über ein Mindestmaß an elektrotechnischen Kenntnissen und Fähigkeiten mitbringen.

Wechseln von Masterclock und Tuning der Stromversorgung

In jedem CD-Player ist ein Taktgeber verbaut. Dieser wird auch Masterclock oder schlicht Quarz genannt. Er erzeigt einen elektronischen Taktimpuls, der die digitalen Verarbeitungsschritte innerhalb der CD-Players bestimmt. So definiert dieser Impuls beispielsweise die Zeitpunkte der Laserabtastung oder die Signalverarbeitung innerhalb des D/A-Wandlers. Die Impulse müssen dabei zwingend in einer exakten Zeitabfolge erfolgen.

Wenn das nicht der Fall ist, muss man mit eklatanten Klangeinbußen rechnen. Gerade Hersteller preisgünstiger Geräte sparen oftmals an der Masterclock. Ein qualitativ hochwertiger und aufwendig gebauter Ersatz kann zu sofort hörbaren Klangverbesserungen führen.

Eine weitere Möglichkeit zum Tuning ergibt sich bei der Stromversorgung des CD-Players. Wie bereits oben erwähnt, wird auch hieran oftmals gespart. Wenn beispielsweise die CD zerkratzt ist oder Unebenheiten aufweist, müssen die Laufwerkssteuerung, der Laser und die Fehlerkorrektur unter Höchstlast arbeiten. Diese brauchen demnach eine ausreichend hohe Stromversorgung.

Hierfür lassen sich verschiedene Bauteile austauschen. Angefangen mit dem Einbau eines gut geschirmten Netzkabels, über robuste Kabelverschraubungen bis zu soliden Netzsteckern ist hier Einiges möglich. Selbstverständlich fällt auch der Wechsel oder der zusätzliche Einbau eines Trafos in diese Kategorie. Eine Feinabsicherung aus Keramik sollte ebenso verbaut werden. Darüber hinaus lassen sich alte Dioden gegen schnellere Modelle tauschen. Ebenso ist das der Fall bei Speicherkondensatoren.

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