So tapezieren Sie richtig: kreativ gestalten mit Borten und Bordüren im Wohn- und Kinderzimmer

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So tapezieren Sie richtig: kreativ gestalten mit Borten und Bordüren im Wohn- und Kinderzimmer

Borten und Bordüren bieten eine wunderbare Möglichkeit, Ihre Wohnräume zu verschönern. Und das, ohne viel Aufwand. Der Markt bietet eine Unzahl an verschiedenen Designs, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Schauen Sie sich um und lassen sich von den unterschiedlichen Kollektionen inspirieren. Es gibt edle Bordüren mit barocken Ornamenten, romantische Blütenranken, bunte Varianten mit lustigen Motiven und viele mehr. Vor allem für Kinder ist eine breite Produktpalette vorhanden. Für die Kleinen bietet sich ein besonderer Spaß. Für welche Borte Sie auch immer sich entscheiden, das Motiv ist nicht der einzige ausschlaggebende Grund. Bordüren unterscheiden sich auch im Material. Es gibt ganz edle Varianten, die aus Satin bestehen, die normale Bordüre ist aus Papier. Eine neuere Möglichkeit bietet beispielsweise das Material Vlies. Welche Möglichkeiten es noch gibt, und worauf Sie bei der Auswahl außerdem achten sollten, haben wir in folgendem Text für Sie zusammengefasst.

Borten und Bordüren – bedruckte Tapetenrollen zum selber gestalten

Eine Bordüre bezeichnet zunächst einmal eine verzierte Kante. Borten und Bordüren kommen in vielen Bereichen der Innenarchitektur vor. So zum Beispiel im Bereich der Fliesengestaltung, im textilen Bereich und eben auch bei der Wandgestaltung mit Tapeten. Es handelt sich dabei um Tapetenrollen, die sehr schmal geschnitten sind. Dabei variiert die Höhe stark. Mit schönen Motiven und Ornamenten versehen ergibt sich so eine einfache und tolle Lösung für die Gestaltung Ihrer Räume.

Klassisch, edel, farbig – diese Kategorien gibt es

Eine Vielzahl unterschiedlicher Gestaltungen von Bordüren bietet sich Ihnen an. Es gibt klassische Bordüren, die vor allem fürs Wohnzimmer geeignet sind. Diese sind oft mit barocken Ornamenten und floralen Mustern gestaltet. Moderne Bordüren bieten oft grafische Muster an. Auch natürliche Bordüren, die in sanften Erdtönen gehalten sind, verpassen einem Raum das I-Tüpfelchen.

Das Material macht den Unterschied in der Verarbeitung

Borten und Bordüren sind in unterschiedlicher Materialfertigung zu erhalten. Je nach Material verändern sich die Eigenschaften. Dies wirkt sich zu allererst einmal in der Anwendung aus. Borten aus Vlies sollten nicht auf einen unebenen Untergrund geklebt werden, weil das Material diesen durchscheinen lässt. Allerdings gibt es bei Vliesbordüren die Möglichkeit, diese nach dem Anbringen zu überstreichen. Dadurch, dass die Oberfläche eine bestimmte Struktur aufweist mit erhabenen Elementen, können diese farblich hervorgehoben werden. Bei Produkten aus Vlies sollten Sie darauf achten, dass sie diese mit Bordürenkleber befestigen, wenn sie auf eine glatte Tapetenoberfläche aufgebracht wird. Bei direkter Aufbringung an die Wand sollten kein Bordürenkleber verwendet werden, da sich die Bordüre sonst später nicht mehr von der Wand lösen lässt. Greifen Sie hier lieber zum Tapetenkleister. Vlies hat dem Material Papier gegenüber den Vorteil, dass es dimensionsstabil ist. Das heißt, dass sich die Größe der Borte durch Aufbringen des Klebers nicht mehr verzieht.

Verschiedene Hersteller

Im Bereich der Wohngestaltung haben sich einige Firmen auf die Herstellung von Tapeten und Bordüren spezialisiert. Wir haben Ihnen einige der namhaftesten hier aufgelistet:

Voraussetzungen für das Anbringen von Bordüren

Wenn Sie sich dazu entschieden haben, Ihren Wohnraum, oder den Ihrer Kinder mit Bordüren schöner zu gestalten, müssen Sie zunächst die Oberfläche Ihrer Wände prüfen. Nicht jede Oberflächenstruktur ist dazu geeignet, Bordüren anzubringen. Sind Ihre Wände tapeziert, dürfte es kein Problem sein. Bei besonders glatten Oberflächen sollten Sie jedoch vorab testen, ob der Kleber hält.

Dieses Werkzeug hilft Ihnen beim Anbringen der Bordüre

Um die Wandbordüre einwandfrei aufzukleben, benötigen Sie ein paar Hilfsmittel. Um die Stelle der Bordüre vorzuzeichnen benötigen Sie ein Maßband, einen Stift, eine Wasserwaage und eine Stahlschiene. Für das Zuschneiden bietet sich ein Cuttermesser an. Natürlich brauchen Sie auch ein Mittel, mit dem Sie die Borte an der Wand anbringen können. Hersteller bieten besonderen Bordürenkleber an. Ein einfacher Tapetenkleber tut es aber auch. Für die Vorbereitung des Klebers brauchen Sie ein Gefäß, sowie etwas zum Verrühren. Legen Sie auch eine Lammfellrolle oder eine Kleisterbürste bereit, um den Kleber gleichmäßig aufzutragen. Auch ein Winkel sollte nicht fehlen, beispielsweise für den Gehrungsschnitt. Zum Festdrücken eignet sich eine Gummiwalze oder ein Nahtroller.

Ein gut vorbereiteter Untergrund ist die halbe Miete

Bevor Sie loslegen können, Ihre neue erstandene Bordüre anzubringen, müssen Sie zunächst die Wände vorbereiten. Der Untergrund muss folgende Eigenschaften haben: Er muss fest, trocken und sauber sein. Prüfen Sie die Wand auf Schmutz, auf eventuellen Pilzbefall, Algen und Trennmittel. Auch kreidende Bestandteile stören. Gibt es beschädigte Stellen in der Wand, so wie Löcher, müssen Sie diese zunächst ausbessern. Mit einem bestimmten Füllstoff ist das kein Problem. Am besten ist es, wenn Sie danach eine Grundierung auf die Wand auftragen, damit ein gleichmäßig saugender Untergrund geschaffen wird. Vor allem für Vlies-Bordüren ist dieser Vorgang eine wichtige Voraussetzung. Vlies ist leicht durchscheinend, Unebenheiten, wie Spachtelstellen würden durch die Bordüre durchscheinen. Deswegen ganz wichtig: Sorgen Sie für einen gleichmäßigen weißen Untergrund.

So kleben Sie Ihre Borden und Bordüren fachgerecht auf

Das Anbringen einer Wandbordüre ist nicht schwer. Es gibt jedoch ein paar notwendige Schritte, damit Sie am Ende Ihrer Arbeit mit Ihrem Ergebnis zufrieden sind.

In folgendem Beispiel wird davon ausgegangen, dass Sie tapezierte Wände besitzen. Zunächst einmal müssen Sie die Stelle, an der die Bordüre später sein soll, markieren. Hierzu benötigen Sie einen Stift, am Besten einen Bleistift, ein Maßband und eine Wasserwaage. Zeichnen Sie mit Hilfe der Werkzeuge einen geraden Strich an die Wand. Messen Sie von hier die Höhe der Bordüre nach oben oder unten ab. Auch hier bringen Sie wieder einen Strich an. Achten Sie darauf, dass alles schön gerade wird. Eine schiefe Borte wird Sie später nicht erfreuen. Nun messen Sie die Länge der Wand ab und übertragen dieses Maß auf die Bordüre. Kürzen Sie diese entsprechend, aber kalkulieren Sie noch einige Zentimeter zusätzlich ein. Nehmen Sie nun ein Tapeziermesser zur Hand und schneiden den bereits markierten Bereich aus der Tapete an der Wand heraus. Dabei sollte der Ausschnitt etwas kleiner sein, als die Borte, die Sie anbringen möchten. Anschließend entfernen Sie den Streifen.

Im nächsten Schritt bereiten Sie die Bordüre vor. Bei selbstklebenden Modellen entfällt dieser Schritt. Hier muss lediglich die Folie auf der Rückseite abgezogen werden. Bei allen anderen müssen Sie den Kleber erst einmal aufbringen. Dazu können Sie entweder speziellen Bordürenkleber benutzen oder normalen Tapetenkleister. Bereiten Sie den jeweiligen Kleber je nach Packungsangabe vor. Anschließend können Sie die Bordüre mit dem Kleber bestreichen. Dazu eignet sich sowohl eine Lammfellrolle, als auch eine Kleisterbürste. Jetzt falten Sie die Borte zusammen und lassen Sie einige Zeit liegen, damit sie einweichen kann.

Jetzt geht es an das Kleben: Legen Sie die Borte am oberen Rand der frei geschnittenen Stelle an der Wand an. Achten Sie darauf, dass die Bordüre exakt bündig sitzt. Auf der unteren Seite kommt es zur Überlappung, was im folgenden Schritt behoben wird: Legen Sie eine Schiene an dieser Stelle an. Mit dem Cuttermesser schneiden Sie nun erneut entlang der Schiene. Jetzt lösen Sie die Borte wieder vorsichtig an der unteren Kante, so dass Sie den restlichen Tapetenstreifen entfernen können. Drücken Sie die Bordüre nun überall gleichmäßig an. Dazu eignen sich Gummiwalzen und Nahtroller. Falls an den Seiten Kleber herausquillt, sollten Sie diesen sofort mit einem feuchten Tuch abwischen.

So lösen Sie das Aufeinandertreffen zweier Bordüren im rechten Winkel

Wenn zwei Borten in einem rechten Winkel aufeinanderstoßen, bietet sich ein Gehrungsschnitt an. Das bedeutet, dass jede Borte am Ende mit einem Schnitt im 45 Grad-Winkel versehen wird. Legen Sie dazu einen Winkel an und ziehen mit Hilfe der Stahlschiene einen Strich. Am Besten wird das Ergebnis, wenn die Bordüren bereits an der Wand angebracht sind. So können Sie mit einem Schnitt beide Borten abschneiden. Entfernen Sie die abfallenden Reste. Drücken Sie jetzt noch mal alles fest. So sollte ein Ergebnis ohne Überlappung möglich sein.

Die große Auswahl bietet für jeden Geschmack etwas

Wenn Sie die Verschönerung Ihrer Wohnräume geplant haben, können Sie die passenden Bordüren auswählen. Wenn Sie sich noch nicht so sicher sind, dann lassen Sie sich einfach von der großen Auswahl an verschiedenen Motiven und Mustern inspirieren. Ob klassisch, bunt oder etwas für Kinder, hier wird jeder fündig. Vor dem Kauf sollten Sie noch einige Dinge prüfen. So zum Beispiel die Angaben des Herstellers zur Lichtbeständigkeit. Je nach Anbringung der Bordüre, ist diese wahrscheinlich mehr oder weniger Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Da eine verblichene Borte niemanden erfreut, sollten Sie darauf achten, dass die Farben lichtecht sind.
Ein weiteres Kriterium ist die Pflege: Ist die Borte abwaschbar und wasserunempfindlich? Es kann immer mal passieren, dass ein paar Spritzer an der Wand landen. Es wäre ärgerlich, wenn sich diese Flecken nicht mehr entfernen lassen würden. Wenn Ihnen der Umweltaspekt wichtig ist, sollten Sie auch hier auf die Angaben des Herstellers achten. Viele Produkte sind als umweltfreundlich deklariert. Natürlich möchten Sie ein hochwertiges Produkt erstehen. Ein Garant dafür ist die Auszeichnung mit einem Gütezeichen, wie dem RAL. Noch ein kleiner Tipp für Ihre Auswahl: Achten Sie beim Kauf auf die Länge der Bordüre. Hier gibt es große Unterschiede. Achten Sie beim Preis deswegen vor allem auf die Meterpreis.

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