So stylen Sie den beliebten Lagenlook zuhause nach

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So stylen Sie den beliebten Lagenlook zuhause nach

Nichts hält wärmer als der Zwiebellook – da ist es schön zu wissen, dass er wieder angesagt ist. Ob T-Shirt, Pullover oder Cardigan – alles was zusammenpasst und warmhält, darf geschichtet werden. Wer sich Schicht für Schicht kleidet, schafft zwischen den Lagen Luftpolster, die die Körperwärme speichern und so besser wärmen, als ein einzelnes dickes Kleidungsstück. Steigen die Temperaturen an, darf eine Schicht nach der anderen fallen. In vielen Kollektionen, besonders im Herbst und im Frühling, setzen die Designer diesen Look um und schaffen neue Trends. Dabei erfährt der Lagenlook ständig neue Comebacks. Ursprünglich kommt der Lagenlook aus Skandinavien. Frauen in den nordischen Ländern kleiden sich seit vielen Jahrzehnten in mehreren Schichten, um dem kühlen Wetter zu trotzen. Der Stil ist aber schnell zu mehr als einer funktionalen Bekleidungsform geworden – zu einem modischen Dauerbrenner.
Der Klassiker des Lagenlooks ist das Twinset. Es besteht aus einem Top oder einem Pullover, der mit einem Jäckchen aus dem gleichen Material kombiniert wird. Die 80er Jahre haben vor allem mit den typischen Stulpen für Beine und Arme einen Beitrag zum heutigen Lagenlook geleistet. In den 90ern wurde der Look dann in einer edleren Version mit schmaler Silhouette umgesetzt. Klassisches Merkmal waren bodenlange Mäntel und Marlenehosen. Der aktuelle Lagenlook bedient sich all dieser Einflüssen und setzt norwegische Elemente und Ideen der 80er und 90er Jahre in einem neuen, mutigeren Mix um. Wiedersehen macht Freude – auch beim Lagenlook.

Lagenlook – ideal in den Übergangsjahreszeiten

Besonders dann, wenn die Temperaturen sich verändern und es morgens noch recht kühl ist, bevor sich die Sonne zeigt, ist der Lagenlook die perfekte Wahl. Zu kalt für die Bluse? Zu warm für den Mantel? Jetzt ist es an der Zeit zu schichten. Den Pulli einfach über die Bluse zu ziehen und dabei nicht den Look zu zerstören ist jetzt die modische Herausforderung: Man weiß ja nie, was der Tag temperaturmäßig noch bereithält. Da ist es perfekt, je nach Wetterlage einzelne Schichten überzuziehen oder abzustreifen und das Outfit den wechselnden Temperaturen anzupassen.

Der Lagenlook lässt wie kein anderer Modestil alle Freiheiten für kreative Experimente. In den Übergangsjahreszeiten liegt der Lagenlook im Trend. Verschiede Kleidungsstücke werden miteinander kombiniert und in Schichten übereinander angezogen. Gerade in der Zeit, in der der Herbst in den Winter übergeht, schützt der Lagenlook perfekt vor kühlen Temperaturen. Und ein besonderer Pluspunkt: Die Sommerkleidung kann so sogar bis in den Winter hinein getragen werden. Über diesen funktionalen Aspekt hinaus ist der Lagenlook aber vor allem eins: ein vielschichtiger modischer Trend, der viele Möglichkeiten für individuelle Stylings eröffnet. Modisches Multitasking war nie leichter als mit dem Lagenlook. An langen Tagen mit verschiedenen Terminen und Anlässen lässt sich das Outfit ohne viel Aufwand umwandeln und ist dabei bequem und figurumschmeichelnd.

Lagenlook – perfekt angezogen in verschiedenen Schichten

Ob groß oder klein, kräftig oder schmal – jeder kann sich im Lagenlook kleiden. Wichtig ist dabei nur, auf eine insgesamt ausgeglichene Silhouette zu achten. Grundlegend gilt: Ein langes, locker fallendes Oberteil braucht eine schmal geschnittene Hose, etwa eine Röhre oder Leggings. Marlenehosen oder ausgestellte Röcke harmonieren besser mit einem schmaleren Oberteil. Das wichtigste Kriterium für einen gelungenen Lagenlook ist immer, dass die Kleidungsstücke deutlich unterschiedliche Längen haben, die gut sichtbar getragen werden. Bei den Materialien ist alles erlaubt und es darf munter gemixt werden. Chiffon, Seide und dünne Wollstoffe machen den Look elegant. Strick, Leder und Fell sollten eher sparsam eingesetzt werden, damit sie nicht auftragen. Für einen abgerundeten Look kombinieren Sie am besten dicke mit feinen Stoffen und transparente Teile mit blickdichten. Ein schöner Look entsteht zum Beispiel mit einer kleinen Fellweste zur langen Seidenbluse und Röhrenjeans oder mit einer dicken Wolljacke zum Seidenkleid und einer Strumpfhose. Die Stilregeln beim Lagenlook sind einfach, müssen trotzdem bedacht werden, sonst endet der Lagenlook im Schlabberlook.

So kombinieren Sie ein gelungenes Outfit

Grundsätzlich sollten Sie nicht mehr als vier oder fünf Teile miteinander kombinieren. Zu Leggings ein Longsleeve, darüber ein Kleid oder ein Longtop, eine kurze Weste oder eine Strickjacke und dazu ein breiter und langer Schal – so funktioniert der Lagenlook. Kräftige Farben sind erlaubt, dabei sollten Sie aber keine warmen Farben mit kalten mixen. Der Lagenlook funktioniert auch mit nur einer Farbe. So lockern Sie eine kompakte Silhouette auf. Dann ist es aber schön, wenn sich die Materialien deutlich voneinander abheben. Eine Lage kann dabei mit Spitze besetzt sein, eine aus Seide mit Pailletten und eine andere aus grobem Strick bestehen. Farbkontraste unterbrechen die Silhouette – ein guter Tipp für große Frauen. Für jeden Figurtyp sind Töne aus einer Farbfamilie wie Nude, Erdtöne oder Pastellfarben ideal. Und besonders beim Lagenlook ist zu beachten: Betrachten Sie Ihre Outfits immer von allen Seiten im Spiegel. Der Look soll aus jeder Perspektive überzeugen, nicht nur von vorn.

Was Sie unbedingt vermeiden sollten

Im Prinzip ist beim Lagenlook alles erlaubt. Dennoch gibt es ein paar Grundregeln, damit der Look gelingt. Mit den Accessoires sollten Sie sparsam umgehen. Eine Kette oder ein Armreif genügt meist schon, denn die einzelnen Lagen lenken den Blick schon auf verschiedene Ebenen. Zu Nude-Tönen lassen sich zum Beispiel perfekt Armbänder in Neonfarben oder eine kleine Goldkette kombinieren. Die Basics beim Lagenlook dürfen nicht zu eng anliegen. Jede Lage sollte leicht auf der Haut liegen aber dabei nicht optisch aufplustern. Sowohl bei der Fülle als auch bei den Mustern gilt es, nicht zu übertreiben. Streifen zu Punkten, Tierprints zu Blumenmustern? Muster zu mixen kann toll aussehen, allerdings sollte ein Kleidungsstück maximal drei Farben haben. Der Lagenlook darf kontrastieren, alle Teile müssen dabei aber harmonieren.

Tipps zum Einkauf von Kleidungsstücken für den Lagenlook

Ein Vorteil des Lagenlooks ist, dass er es mit der Größe nicht so genau nimmt. Da die einzelnen Lagen weich fallen sollen, muss nicht jede Schicht Ihrer exakten Konfektionsgröße entsprechen. Die Stücke sollen nicht eng anliegen und die Körperkonturen nachzeichnen. Wie bei keinem anderen Kleidungsstil können Sie hier mit Gürteln oder Tüchern weiten Hängerchen Form geben und die einzelnen Teile so an Ihre Figur anpassen. Kleider, Strickjacken und Longtops müssen nicht unbedingt anprobiert werden, bevor Sie sie kaufen. Wie bei jedem anderen Look ist es aber wichtig, erst einmal herauszufinden, was Ihnen steht und welche Schnitte Ihre Vorzüge schön betonen.
Eine ungeahnte Fundgrube für den Lagenlook ist Ihr eigener Kleiderschrank. Probieren Sie einmal, Teile übereinander zu tragen, die Sie noch nie miteinander kombiniert haben. Sommerkleider, Strickjacken, Strumpfhosen – der Experimentierfreude sind hier keine Grenzen gesetzt. Schnell finden Sie heraus, welche Stoffe und Schnitte sich für Ihren ganz persönlichen Lagenlook eignen und können gezielt neue Kleidungsstücke dazukaufen. Viele Modelabel bieten immer neue Elemente an, die wie geschaffen für den Lagenlook sind. Neue oder getragen Teile lassen sich oft zu schönen Outfits zusammenstellen. Da der Lagenlook immer wiederkehrt und nie aus der Mode verschwindet, werden viele Kleider und Röcke schon in Schichten designt, indem sie aus verschiedenen Stoffen in Lagen bestehen. Mit einem solchen Basic ist der Lagenlook in wenigen Handgriffen kreiert. Zu einem Rock in drei verschiedenen Lagen genügt ein einfaches Top und eine Weste oder Strickjacke und der Lagenlook ist fertig. Einige Accessoires und die richtigen Schuhe runden das Outfit ab.

Die richtigen Schuhe und Accessoires zum Lagenlook finden

Mode fängt immer beim Kopf an – da darf sie nicht vor den Füßen haltmachen. Zum perfekten Lagenlook gehören Schuhe, die den Stil unterstützen. So vielseitig, wie der Lagenlook sein kann, so viele Möglichkeiten gibt es, den richtigen Schuh dazu zu kombinieren. Entweder stimmen Sie den Schuh genau auf Ihr Outfit ab und wählen zu einem feinen Look einen schmalen Schuh wie etwa Ballerinas oder Open-Toe-Boots. Die andere Variante, den Lagenlook zu unterstreichen sind Kontraste und Stilbrüche zwischen Schuhen und dem restlichen Outfit. Rustikale Boots, Ankle Boots, Stiefeletten oder Stiefel zu einem Chiffonkleid ergeben einen harmonischen Lagenlook mit einem gezielten Akzent. Wichtig ist bei der Wahl der Schuhe, dass sie bequem sind, denn der zentrale Aspekt des Lagenlooks ist, dass er bequem und lässig ist. Trotzdem darf der Schuh auch feminin und elegant wirken, damit der Look nicht nach einem undurchdachten Couch-Outfit aussieht. Absätze, leichte Sandalen – auch so kann der Lagenlook funktionieren. Das Material sollte den Look dabei unterstützen. Zu den typischen Erdtönen und den natürlichen Materialien beim Lagenlook passen Wildlederschuhe ebenso wie glattes Leder oder Leinen in erdigen Farben.

Passender Schmuck - weniger ist mehr

Beim Schmuck sollten Sie zurückhaltend sein, denn der Lagenlook kann mit zu vielen Accessoires schnell überladen wirken. Setzen Sie Akzente zum Beispiel mit einem farbigen Armreif oder einer Kette. Neben dem Schmuck gibt es viele weitere Accessoires, die den Lagenlook komplettieren. Bein- oder Armstulpen und ein breiter Schal passen ideal zu dem geschichteten Outfit. Auch Mützen oder Hüte lassen sich leicht dazu kombinieren. Gerade bei den Accessoires finden Sie viele Stücke aus den 80ern und 90ern, die sich mit Ihren Kleidern ganz neu stylen lassen.

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