So steuern Sie Ihren Sonnenschutz per Markisen-Handsender

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Bleiben Sie ruhig sitzen! So steuern Sie Ihren Sonnenschutz per Markisen-Handsender

Die Sonne ist ein Gute-Laune-Lieferant. Unter ihrem Einfluss wird Serotonin gebildet, das stimulierend und aktivitätssteigernd wirkt. Doch zu viel Sonne ist nicht gut für die Haut und kann sie schädigen. Daher sollten Sie sich nicht nur mit Sonnenschutzmitteln schützen, sondern auch mit Sonnenschirmen oder Markisen, die an Ihrem Balkon oder der Terrasse angebracht werden.

Nun stellen Sie sich vor, Sie liegen auf einem Stuhl in der Sonne. Es ist äußerst bequem, doch es wird langsam zu heiß. Oder Sie sitzen am Gartentisch und die Sonne brutzelt. Bei beiden Szenarien möchten Sie die Markise ausfahren, damit sie Schatten spendet. Mit einem Handsender müssen Sie noch nicht einmal aufstehen, sondern können die Markise bequem von Ihrem Standort aus steuern. Statt lästigem Kurbeln genügt ein Knopfdruck. Die Funkempfänger steigern den Komfort und die Markise lässt sich vielseitiger nutzen. So wird die Terrasse zum erweiterten Wohnbereich und einem Aufenthaltsort im Freien.

Markisen bieten Schutz vor Sonnenstrahlen und spenden Schatten. Dank verschiedenen Stofffarben und Produktvarianten können Sie den Schattenspender nach Ihren Vorstellungen auswählen. Bei den Modellen wird zwischen Kassetten-, Gelenkarm- und Halbkassettenmarkisen.

Die einfachsten Modelle: Gelenkarmmarkisen

Gelenkarmmarkisen bestehen aus einer Rolle mit Stoff und es ist keine schützende Hülle für das Markisentuch vorhanden. Wenn Sie auf einen aufwendigen Witterungsschutz verzichten möchten und können, sind diese Modelle geeignet und im Gegensatz zu anderen Produkten relativ preiswert. Früher waren Gelenkarmmarkisen immer mit einer Handkurbel ausgestattet. Zum Ausfahren und Einfahren des Produkts mussten Sie also Hand anlegen und ordentlich kurbeln. Heute gibt es die Modelle mit Motoren, die den Stoff elektrisch ein- und ausfahren. Falls der Strom ausfallen sollte, sind viele Gelenkarmmarkisen zusätzlich mit einer Handkurbel ausgestattet, auf die Sie dann zurückgreifen können.

Halbkassettenmarkisen

Bei Halbkassettenmarkisen ist der Stoff vor der Witterung geschützt. Die aufgerollte Bespannung wird von oben und von vorne vor Wind und Wetter geschützt, nur unten ist die Kassette offen, was allerdings keinen großen Nachteil darstellt, denn die Regen fällt schließlich von oben vom Himmel und Böen treffen meist frontal auf die Markise. Allerdings gefällt vielen das Erscheinungsbild von Halbkassettenmarkisen nicht, da der Markisenstoff auch in zusammengerolltem Zustand sichtbar bleibt. Auch die Gelenkarme des Produkts verschwinden nicht vollständig in der Kassette. Die Mechanik wird bei den Modellen durch das breite Ausfallprofil vorne geschützt.

Die Luxusmarkise: Vollkassetten-Modelle

Tiefer in die Tasche greifen müssen Sie bei Kassettenmarkisen. Die Kassette ist bei den Modellen eine vollständig geschlossene Konstruktion, die alle Markisenbestandteile schützt. Nicht nur der aufgerollte Stoff, sondern sämtliche Gelenkarme und auch die Mechanik kommen in der Kassette unter und werden so bestmöglich vor Witterungseinflüssen bewahrt. Schnee, Wind, Regen, Feuchtigkeit und Sonne können dem Produkt nichts anhaben. Bei der Benutzung von elektrischen Kassettenmarkisen sorgt ein Motor dafür, dass die Gelenkarme ausgefahren und das Tuch auf diese Weise gespannt wird. Der Antrieb wird in der Tuchwelle der Markise untergebracht, sodass er ebenfalls geschützt wird.

Unterschied zwischen Pergolas und Markisen

Die herkömmlichen Markisen sind nicht zu verwechseln mit Pergolas, die eine sehr robuste und windstabile Beschattungsmöglichkeit für Terrassen sind. Dort wo klassische Sonnenschutzsysteme nicht ausreichend sind, werden Pergolas eingesetzt. Sie schützen vor Sonne, Regen und sind auch bei Windstärken im Einsatz. Ihr Grundgerüst kann aus Holz, Aluminium oder Stahl sein. Die Produkte lassen sich ebenfalls mit elektrischen Motoren ein- und ausfahren.

Vorteile elektrischer Markisen

Markisen sind ein wundervoller Sonnenschutz, doch das Kurbeln kann schnell lästig werden. Kleine Markisen, die nur selten ausgefahren werden, können problemlos mit einer Handkurbel bedient werden. Doch je größer und länger der Fahrtweg, umso weniger macht das Ausfahren der Markise Spaß. Damit Sie dennoch Freude an Ihrem Sonnenschutz haben, sollten Sie ein Modell mit elektrischem Motor kaufen. Der Antrieb ist kraftvoll genug, selbst schwerste Markisen aus- oder einzufahren. Noch dazu können einige Modelle zeitlich programmiert werden. Wenn Ihre Terrasse mittags normalerweise in der prallen Sonne ist, programmieren Sie einfach ein, dass die Markise um zehn Uhr morgens ausfährt. Wenn Sie dann mittags barfuß ins Freie laufen, verbrennen Sie sich nicht die Füße. Noch dazu sind aus Liegestühlen und Gartenmöbeln keine sengend heißen Gegenstände geworden, die kaum benutzbar sind. Abends fährt die Markise dann dank der Programmierung von alleine wieder ein.

Komfortables Feature: Fernbedienungen für Markisen

Elektrische Antriebe von Markisen lassen sich per Handsender steuern. So müssen Sie nicht auf einen Knopf an der Markise drücken, sondern setzen die Gelenkarme mit der Fernbedienung in Bewegung. Die meisten Handsender übertragen das Funksignal in einem Radius von rund 300 Metern. Dabei sollten allerdings keine signalstörenden Gegenstände oder Mauern im Weg sein. Durch die Benutzung der Funkempfänger entfällt außerdem das Verlegen von Steuerleitungen. Es ist sogar möglich, mit einem Funksender mehrere Markisen zu steuern. Somfy ist zum Beispiel eine Marke, die Handsender für Markisen, Markisenlichter und gleichzeitig Wärmestrahler anbietet.

Funkhandsender – was Sie beim Kauf beachten sollten

Damit sich Ihre Markise bedienen lässt, sollten Sie auf große Tasten und eine übersichtliche Anordnung achten. Hochwertige Modelle sind gegen Spritzwasser und Stöße geschützt. Eine Sicherung sorgt dafür, dass die Handsender auch Stürze überleben. An einem klassischen Funksender gibt es nur wenige Knöpfe. Dabei sollte es die Möglichkeit geben, die Markise ein- und auszufahren oder je nach Bedarf zu stoppen. Bei einigen Handsendern wird diese Funktion über ein Scrollrad bedient. Eine Extra-Taste, bei der Sie Ihre persönliche Lieblingsposition der Markise einstellen können, ist nützlich.

Markisensteuerung dank Sonnensensor

Doch nicht nur Handsender, auch schlaue Motoren können Ihnen viel Arbeit abnehmen und machen Spaß. Je nach Sonnenintensität steuern die Funk-Sensoren die elektrische Markise – und zwar auch, wenn Sie abwesend sind. So heizen sich Ihre Terrasse und die sich auf ihr befindlichen Sitzmöbel nicht auf. Andere Produkte messen nicht nur die Sonnenintensität, sondern auch andere Wetterbedingungen. Mit speziellen Fühlern ausgestattet, werden die Markisen zum Beispiel eingefahren, wenn es windig ist oder anfängt zu regnen. So können Sie Schäden durch Wind oder Hagel vermeiden.

Markisenmotoren ohne Funk nachrüsten

Natürlich ist nicht jeder Markisenmotor mit einer Funk-Funktion ausgestattet. Doch mit der Hilfe von einfachen Produkten können Sie Ihren Antrieb nachrüsten. Die kostengünstigste Möglichkeit ist die, den Antrieb mit einem Funk-Empfänger zu versehen. Je nach Modell der Markise sollte dieser wassergeschützt sein. Das ist vor allem bei Halbkassetten- oder Gelenkarmmodellen notwendig. Durch die eingebaute Zwischenschaltung kann Ihr Markisenmotor Funkbefehle empfangen und umsetzen. Zum Set gehört eine Fernbedienung, mit der Sie nach erfolgreicher Installation die Markise aus- und einfahren können.

Bei einem Komplettset sind außerdem passende Sonnen- und Windsensoren enthalten. Gemäß der Sonnen- und Windstärke wird Ihre Markise automatisch bedient. Wenn die Sonneneinstrahlung eine gewisse Zeit den von Ihnen eingestellten Schwellenwert überschreitet, wird der Schattenspender ausgefahren. Wenn der Schwellenwert einige Zeit –zum Beispiel 15 Minuten – den Schwellenwert nicht erreicht, wird die Markise wieder eingefahren. Der eingebaute Sensor reagiert also nicht nur auf die Fernbedienung, sondern auch auf den Sonnen-Wind-Sensor.

Markisenmotoren austauschen

Wenn Sie bei Ihrer Markise nicht einfach nur mit einem Funk-Empfänger nachrüsten möchten, können Sie auch den Motor auswechseln und ein Produkt mit Funk-Funktion einbauen. Dies ist erheblich aufwendiger, als einen Funk-Empfänger nachzurüsten. Bei dem neuen Motor sollte auf jeden Fall der passende Handsensor dabei sein. Da die Bauweisen bei Markisen sehr unterschiedlich sind, müssen Sie sich beim Hersteller über passende Ersatzmotoren erkundigen. Denn je größer die Markise, desto kraftvoller sollte auch der Antrieb sein. Doch nicht nur die Leistung, sondern auch die Maße des Produkts sind wichtig, damit der Motor zum Beispiel in der Kassette untergebracht werden kann.

Markisen und Licht zusammen steuern

Wenn es abends kühler wird, sollten Sie die Markise noch ausgefahren lassen. Denn unter dem eigentlichen Sonnenschutz staut sich die Luft und hält die Wärme besser auf der Terrasse. Damit Sie im Dunkeln etwas sehen, können Sie Ihre Markise als Lichtquelle nutzen. Markisen mit integrierten LEDs spenden Licht und schaffen eine angenehmen Atmosphäre. Je nach Modell können Sie das Licht nach dem Abendessen herunterdrehen, um weniger Insekten anzulocken. Moderne LEDs sind stromsparend und benötigen nicht viel Platz. Bei Vollkassettenmarkisen verschwindet die Verkabelung ganz einfach im Rahmen und ist leicht einzubauen. Spotbeleuchtungen finden in der Ausfallblende Platz, durch schwenkbare Produkte setzen Sie gezielte Hingucker auf der Terrasse. Lichtleisten können unterhalb Ihrer Markise angebracht werden. So entsteht eine schöne Atmosphäre und Sie können die Abende im Freien genießen.

Bei vielen Herstellern lassen sich die Leuchten ebenfalls mit einem Handsender bedienen. Damit Sie keine fünf Fernbedienungen auf dem Tisch liegen haben, achten Sie auf die Kompatibilität. Bei einigen Funksendern ist es möglich, verschiedene Einstellungen vorzunehmen und so zum Beispiel das Licht und den Motor der Markise mit einem Produkt zu steuern.

Licht-Heiz-Klang-Markisen

Doch wie bei fast allen Luxus-Produkten gibt es Hersteller, die noch mehr wollen und auch zu bieten haben – in diesem Fall mehr als eine einfache Funk-Fernbedienung für Markisen. Ein Beispiel ist das Unternehmen Warema, das Terrassen zu einem erweiterten Wohnraum machen möchte. Neben Heizstrahlern und kompletten Beleuchtungssystemen lassen sich auch Audio-Pakete an den Markisen installieren. Mittels eines Funksenders wird die Musik von Ihrer Stereo-Anlage, Ihrem Smartphone oder MP3-Player übertragen. In der Markise sind Lautsprecher integriert, über die die Musik wiedergegeben wird. Mehr Funktionen kann man in eine Markise nicht packen. Die Steuerungssysteme lassen sich sogar per Telefon bedienen.

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