So stellen Sie im Café International die Nationentische zusammen

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„Café International" ist seit Jahren ein beliebtes Legespiel für bis zu vier Spieler. Auch ein Kartenspiel mit ähnlichen Regeln ist seit einigen Jahren auf dem Markt. Das Brettspiel erschien 1989 bei Mattel. Der Schöpfer des Spiels ist der Spieleautor Rudi Hoffmann, der auch für die Grafik des Brettspiels verantwortlich war. Auch beim indischen Mattel-Label Leo Toys wurde das Spiel unter dem Namen „Tactix" herausgegeben.

„Café International" ist ein Legespiel für zwei bis vier Personen und dauert etwa 45 bis 60 Minuten. Empfohlen wird es für Spieler ab zwölf Jahren, jedoch können sicher auch etwas jüngere Kinder Spaß an diesem Spiel haben. Neben dem bunten Spielplan, der das Café darstellt, beinhaltet das Spiel 100 Gäste-Kärtchen, davon sind 48 Damen und 48 Herren aus zwölf verschiedenen Nationen. Vier Joker, zwei männliche und zwei weibliche, ergänzen die Personenplättchen. Um die Personen verdeckt ziehen zu können, wird ein Stoffbeutel verwendet, der dem Spiel beiliegt. Verschiedenfarbige Punktechips dienen zum Zählen des Spielstands. Natürlich wird auch eine Anleitung mitgeliefert.

Darum geht's im "Café International"

Das Spielprinzip von „Café International" besteht darin, die Plättchen mit den Gästen möglichst geschickt an den Tischen des Cafés zu platzieren. Es befinden sich insgesamt 24 Tische mit 68 Stühlen. Prinzipiell stehen um jeden Tisch vier Stühle, allerdings gehören einige Stühle zu zwei Tischen. Dadurch können auch die 96 Kärtchen nicht alle an den Tischen abgelegt werden. Jeder Tisch besitzt eine Fahne in der Mitte, die anzeigt, für welche Nation dieser Tisch ist. Nur Personen der jeweiligen Nation dürfen an diesem Tisch Platz nehmen. Auf Stühlen, die zwischen Tischen verschiedener Nationalitäten sitzen, dürfen Personen beider Länder platziert werden. Die Färbung der Stühle verdeutlicht diese Regel. Jeder Spieler bekommt zu Beginn fünf Kärtchen verdeckt aus dem Stoffbeutel, in dem sich alle Personenkarten befinden. Nun versuchen die Spieler reihum, die Personen möglichst gut im Café zu platzieren.

Beim Legen der Kärtchen gelten einige Regeln

So dürfen die Personen natürlich nur an Tischen ihrer Nationalität Platz nehmen. Weiterhin müssen an jedem Tisch zwei Frauen und zwei Männer sitzen. Zu keinem Zeitpunkt darf ein Geschlecht an einem Tisch mit mehr als einer Person in Überzahl sein. Beispielsweise dürfen Sie an einen Tisch, an dem bisher nur eine Dame sitzt, keine zweite Dame setzen, ohne nicht gleichzeitig auch einen männlichen Cafégast an diesem Tisch zu platzieren. Jeder Spieler muss ein oder zwei Gästekärtchen ablegen. Ab dem zweiten Spieler muss auch immer eine Wertung entstehen, was bei mindestens zwei Personen an einem Tisch der Fall ist. Für jede Person, die nach dem Zug an dem Tisch sitzt, wo die Person abgelegt wurde, bekommen Sie einen Punkt. Sitzt die Person an zwei Tischen mit mindestens zwei Personen, werden die beiden Punktzahlen der Tische addiert.

Sonderfall: der sogenannte Nationentisch

Wenn ein Tisch komplettiert wird und sich dort nur Personen einer Nation befinden, werden mit diesem Tisch acht Punkte erzielt. Die Joker ersetzen jede beliebige Nation, mit ihm können auch Nationentische gebildet werden. Allerdings muss natürlich auch bei den Jokern das Geschlecht beachtet werden. Anstatt ein Plättchen abzulegen, können Sie auch einen Joker mit einem passenden Gästekärtchen austauschen und den Joker in Ihren Vorrat nehmen. Kann oder will ein Spieler keine Plättchen im Café unterbringen, darf er eine Person an der Bar in der Mitte des Spielplans ablegen. Die Bar wird der Reihe nach aufgefüllt und für jeden Platz gibt es entweder Pluspunkte oder Minuspunkte. Die Punktzahlen an der Bar sind anfangs noch positiv, nach den ersten fünf Plätzen gibt es jedoch negative Punkte. Nach dem Zug werden die Punkte in Form von Chips ausgezahlt, falls die Punktzahl negativ war, muss der Spieler den entsprechenden Betrag zurückzahlen. Anschließend muss der Spieler seine Kärtchen wieder auf die Anzahl vor dem Zug ergänzen, es sei denn, er hat gerade einen Nationentisch gebildet. Dann kann der Spieler auch auf das Nachziehen einer Karte verzichten.

Das Spiel ist beendet, wenn ein Spieler keine Kärtchen mehr vor sich liegen hat. Auch wenn es keine freien Plätze an den Tischen mehr gibt oder die Bar voll besetzt ist, endet das Spiel. Wenn nur noch 4 Plättchen im Stoffbeutel sind, ist das Spiel ebenfalls beendet. Pro übriges Kärtchen muss anschließend jeder Spieler fünf Punkte abgeben, für Joker sogar zehn. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

Tipps zum Spiel „Café International"

„Café International" ist ein schnell zu erlernendes Spiel, das aber trotzdem Spaß verspricht. Natürlich ist immer ein bisschen Glück dabei. Je nachdem, welche Karten Sie aus dem Beutel ziehen, eröffnen sich Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten. Dennoch gilt es, die Kärtchen mit maximaler Punktzahl loszuwerden. Auch vorausschauendes Spielen ist wichtig: Da alle Kärtchen offen auf den Tisch gelegt werden, können Sie Ihre Aktionen auf Ihre nächsten Kärtchen und die Ihrer Mitspieler abstimmen. Wenn der Spieler nach Ihnen beispielsweise die Möglichkeit hat, einen Nationentisch zu bilden, können Sie das unter Umständen durch geschicktes Legen verhindern. Natürlich lässt sich nicht alles planen und auch die Mitspieler versuchen, Ihnen die Suppe zu versalzen. Das Ziel des Spiels ist es nicht, möglichst viele Karten abzulegen, sondern viele Punkte zu erzielen. Deshalb ist es manchmal sinnvoll, eine bestimmte Karte nicht zu legen, um später mehr Punkte damit zu erzielen. Wenn die Tische bestimmter Nationen bereits voll sind, können Sie die restlichen Karten dieser Nationalität nicht mehr im Café unterbringen. Hier gilt es dann, diese möglichst rasch an der Bar zu platzieren, um hohe Minuspunkte zu vermeiden.

„Café International" - das Kartenspiel

Wer Kartenspiele bevorzugt, muss nicht auf das beliebte Spiel verzichten. Im Jahr 2001 erschien im Amigo-Verlag ein Kartenspiel zu „Café International", das das gleiche Spielprinzip besitzt. An der Umsetzung des Spiels war auch der Autor des Originals, Rudi Hoffmann, beteiligt. Auch hier gibt es 96 Gästekarten aus zwölf Nationen und 24 Tischkarten, allerdings können bis zu fünf Spieler teilnehmen.

So wird gespielt

Anfangs werden fünf Tische aus dem gemischten und verdeckten Tischstapel aufgedeckt und in X-Form offen ausgelegt. Jeder Spieler erhält sieben Gästekarten, der Rest bildet den Stapel zum Nachziehen. Wer an der Reihe ist, kann ein bis drei Karten an den Tischen platzieren. Die Regeln sind identisch mit denen des Brettspiels. Es sind auch nur Züge erlaubt, die dem Spieler Punkte bringen. Jeder Tisch, an dem die abgelegte Person sitzt und an dem mindestens eine weitere Person sitzt, wird nun gewertet. Für jeden Gast an diesem Tisch erhält der Spieler einen Punkt. Falls an einem Tisch nur Gäste der Nationalität, die der Tisch anzeigt, sitzen, bekommt der Spieler zwei Punkte pro Tisch. Wird ein Tisch voll besetzt, wird er mit all seinen Gästen ausgetauscht und durch einen neuen Tisch aus dem Stapel ersetzt. Kann oder will ein Spieler keine Gästekarte legen, muss er die oberste Karte des Nachziehstapels in seine Hand aufnehmen. Ein Spieler der bereits zwölf Karten auf seiner Hand hat, muss eine Person seiner Wahl verdeckt vor sich ablegen. Dadurch werden dem Spieler zwei Punkte abgezogen. Das Spiel endet, wenn die Tischkarten aus sind oder die letzte Gästekarte gezogen wird. Besitzt ein Spieler keine Karten mehr auf der Hand, kann er das Spiel für beendet erklären. Am Schluss werden jedem Spieler für jede Handkarte zwei Punkte abgezogen und wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Tipp: Die kompakte Version von „Café International" ist auch ideal für unterwegs, da die Schachtel deutlich kleiner ist als bei der Originalversion.

"Café International Junior" – das Erfolgsspiel in der Kinderversion

Ebenfalls bei Amigo ist 2007 auch eine Kinderversion mit stark vereinfachten Regeln erschienen. „Café International Junior" ist ein Kartenspiel ohne Spielbrett für zwei bis fünf Spieler ab sechs Jahren. Anders als beim Original und beim Kartenspiel dazu sind die Tische hier nicht verbunden. An jede Tischkante darf nur eine bestimmte Nation sitzen, die Zusammensetzung ist bei jeder Tischkarte anders. Die Geschlechterregel aus dem Original gilt jedoch auch hier – zwei Herren und zwei Damen gesellen sich an einen Tisch. Durch die fehlende Interaktion zwischen den Tischen ist das Spielprinzip deutlich von der Erwachsenenversion abgewandelt, wie bei Junior-Spielen üblich. Dadurch können aber auch Kinder schnell die Punktzahl errechnen und auch ihre Züge gut planen. 

„Café International" für den Computer

Auch auf dem PC und Mac können Sie „Café International" spielen. So sind Sie nicht auf Mitspieler zu Hause angewiesen und können gegen verschieden starke Computergegner antreten. Die Spielregeln sowie die Optik sind denen des Brettspiels angelehnt. Neben der Standardvariante stehen Ihnen bei der Computerversion auch verschiedene weitere Spielarten zur Verfügung. So können Sie die 7-Tische-Variante ausprobieren. Auch die Varianten Kaffeekränzchen und Stammtisch, die auch im Brettspiel vorgeschlagen werden, lassen sich spielen. Über ein lokales Netzwerk kann auch der 2-Spieler-Modus genutzt werden.

„Café International 2" ist eine erweiterte Version für den PC. Neben einem erweiterten Classic-Modus stehen auch zahlreiche zusätzliche Spielvarianten zur Verfügung. Sowohl über das lokale Netzwerk als auch über das Internet können Sie mit bis zu drei Mitspielern die verschiedenen Modi spielen. Weiterhin können Sie sich „Café International" als App für verschiedene Smartphones und Tablets herunterladen.

Erfolge und Auszeichnungen von „Café International"

„Café International" wurde im Erscheinungsjahr 1989 mit dem Kritikerpreis „Spiel des Jahres" ausgezeichnet, der jährlich das beste Brettspiel würdigt und als der weltweit wichtigste Preis für Spiele gilt. Beim Preis „Der Goldene Pöppel" belegte das Spiel den zweiten Platz. Weitere Spiele des Jahres sind: „Die Siedler von Catan, „Carcassonne" und „Dominion"

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