So sparen Sie bares Geld mit dem richtigen Server-Kühlungskonzept

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So sparen Sie bares Geld mit dem richtigen Server-Kühlungskonzept

Steigende Temperaturen im Hochsommer gefährden unsere technischen Geräte. Insbesondere der PC und der Laptop schalten sich aus, wenn ihnen zu heiß wird. Ein schwarzer Bildschirm ist das, was dem Nutzer bleibt; fällt der Server aufgrund zu hoher Hitzeentwicklung aus, können auch mehrere Nutzer oder gar Kunden betroffen sein. Die Diagnose heißt in vielen Fällen, dass die Kühlung des Servers der Hitze nichts entgegenzusetzen hatte. Im besten Fall erfolgte die Ausschaltung zum Selbstschutz. Nachdem Ihr Computer Zeit zum Abkühlen hatte, funktioniert alles ohne Probleme. Schlimmstenfalls tragen das Mainboard, die Grafikkarte und der Prozessor irreparable Schäden davon. Ein Neukauf des Computers beziehungsweise seiner beschädigten Einzelteile ist die finanziell ungünstige Folge. Damit es nicht so weit kommt, ist es für Sie ratsam, ein Kühlungskonzept für Ihren Server zu erstellen und ihn vor unnötiger Hitze zu schützen. Zum Kühlungskonzept gehört:

  • das Umsetzen der Tipps zur optimalen Behandlung und Platzierung Ihres Computers sowie
  • das Nachrüsten Ihres Kühlers oder
  • der Einbau eines leistungsfähigeren Kühlers.

Der optimale Ort für Ihren PC

Lüfter und Kühler eines Computers erbringen durch einen nicht geeigneten Standort des Gerätes nicht ihre volle Leistung. Stellen Sie Ihren Computer nicht zu nah an eine Wand oder an den Fuß Ihres Schreibtisches. Sorgen Sie dafür, dass alle Lüfter und Kühler frei von jeder Abdeckung bleiben. 50 Zentimeter beträgt der minimale Abstand, den Sie zwischen die Wand und Ihren Server bringen, damit die Lüftung effektiv arbeitet. Erst, wenn Sie diesen Mindestabstand einhalten, treibt das Gebläse die Wärme aus Ihrem Server, während Sie am Computer sitzen. Dies gilt nicht nur für die Rückseite Ihres Gerätes. Auch die Vorderseite des Servers verbauen, verstellen oder verdecken Sie nicht. In besonderer Weise trifft das auf PCs mit einem ATX-Gehäuse zu, bei dem sich kleine Löcher an der Vorderseite befinden. Durch die Löcher saugt der Kühler kalte Luft in das Gehäuse. Verstellen oder verdecken Sie diese Löcher, unterbrechen Sie die Luftzirkulation, die von Ihrem Server zur Kühlung benötigt wird.

Keine Sonneneinstrahlung oder direkte Hitze

PCs und Laptops erreichen bei direkter Sonneneinstrahlung schnell die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Beabsichtigen Sie mit Ihrem Gerät im Freien zu arbeiten, suchen Sie sich einen schattigen Platz, der Sie und Ihren Laptop vor den Folgen direkter Sonneneinstrahlung schützt. Innerhalb Ihrer Wohnung platzieren Sie Ihren Computer entfernt von Wärmequellen wie Heizung, Boiler, Lampen oder anderen Hitze abgebenden elektronischen Geräten.

Ein geordnetes Innenleben erleichtert die Kühlung

Zu einem geordneten Innenleben zählt ein Abschluss nach außen. Halten Sie das Gehäuse des Servers verschlossen. Ein einzelner Lufthauch stört die Luftzirkulation mehr, als dass er zur Belüftung und Kühlung des Geräts beiträgt. Zusätzliche Gehäuselüfter sind hilfreicher, denn kühle Luft zirkuliert im abgeschlossenen Server. Warme Luft leiten sie nach außen ab. Ordnung im PC trägt dazu bei, den Server vor Überhitzung zu schützen. Sperrige und unordentliche Kabel stören den Luftfluss im Gehäuse. Mithilfe von Kabelbindern schaffen Sie in Ihrem PC Ordnung und unterstützen die Effektivität Ihres Serverkühlers. Benutzen Sie IDE-Kabel, kommt es zu weniger negativem Einfluss als bei Flachband-Kabeln. Bauen Sie weitere CD- oder DVD-Laufwerke ein, achten Sie darauf, dass Sie so viel Abstand wie möglich zwischen den Laufwerken lassen. Laufwerke sorgen für viel Wärme im System. Zwei in Ihrem Computer verbaute Festplatten benötigen aus dem gleichen Grund ausreichend Platz. Bei Dauerbeanspruchung derselben investieren Sie in zusätzliche Festplatten-Lüfter. Alternativ verwenden Sie passiv wirkende Kühlkörper, die neben den Platten ihren Platz finden.

Den Server mit Gehäusekühlern nachrüsten

Sie bekommen nur in seltenen Fällen ein Komplettsystem mit einem idealen Kühlungskonzept. Sind an dem Gehäuse Ihres Servers Perforierungen, ist der Anbau eines Gehäuselüfters problemlos zu bewerkstelligen. Neben dem Stecker für den Prozessorkühler (CPU-Kühler) bietet das Mainboard zusätzliche Stecker, an die Sie einen Gehäuselüfter anschließen. Aufschluss über die genaue Position der Stecker gibt das Handbuch des Mainboards. Eine Alternative ist mit dem Drei-Pin-Anschluss des Netzteils vorhanden, der zur Stromversorgung von IDE-Laufwerken dient. Der Einbau ist nach der Klärung der Stromversorgung nicht schwer. Ein günstiges Modell eines Gehäuselüfters ist der Xilence 120-Millimeter-Lüfter, den Sie mit vier Schrauben befestigen und an das Netzteil anschließen. Das Modell mit der schicken blauen LED-Beleuchtung wertet Ihren Server zusätzlich optisch auf.

Den CPU-Kühler austauschen

Der Austausch des CPU-Kühlers – des Kühlers für den Hauptprozessor – ist nicht unbedingt erforderlich, wenn Ihr Server zufriedenstellend läuft und ihm keine Überhitzung droht. Der Einbau eines neuen CPU-Kühlers lohnt sich unter Umständen, da die standardmäßigen Kühlkörper und CPU-Kühler nur für geringe Taktraten geeignet sind. Zusätzlich arbeiten sie meist mit einer höheren Lautstärke als Modelle, die Sie neu einlassen. Vor einem Austausch des CPU-Kühlers holen Sie Informationen über die Hardware, den Prozessor und den Sockel für den Kühler Ihres Servers ein. So verhindern Sie, einen CPU-Kühler zu kaufen, der nicht in Ihren Server passt. Liegt der neue Kühler vor Ihnen, trennen Sie den Rechner vom Stromnetz und öffnen die Seitenklappe. Bauen Sie das Mainboard inklusive Prozessor aus, damit Sie die höchste Bewegungsfreiheit bei Ihrem Vorhaben haben und das Mainboard nicht gefährden. Trennen Sie den alten Lüfter von seiner Befestigung und nehmen Sie ihn heraus. Auf der CPU befindet sich eine graue Masse – die Wärmeleitpaste –, die Sie mit einem Mikrofasertuch restlos wegwischen. Mit dem neuen Lüfter kommt die Leitpaste entweder aufgetragen oder in einer extra Verpackung mitgeliefert zu Ihnen nach Hause. Befindet sich die Paste noch nicht auf dem Kühler, tragen Sie sie lückenlos und großflächig auf dem Hauptprozessor (CPU) auf. Daran befestigen Sie den neuen Kühler. Die Stromversorgung stellen Sie über das Mainboard her. Ein extra Treiber ist nicht notwendig.

Drei Modelle, die Ihren Server herunterkühlen

Die Marke Scythe ist für die Herstellung guter, hochwertiger Kühlgeräte bekannt. Das Modell Mugen 2 Rev. B bietet alles, was Sie zur Kühlung Ihres Servers benötigen. Der Einbau geht schnell und einfach von der Hand, und die Kühlfunktion ist dem Preis angemessen. Einen Vorzug bietet der Scythe Mugen 2 Rev. B mit dem 120-Millimeter-Ventilator, den Sie wahlweise an einer der vier Seiten des Lamellenkühlkörpers anbringen. Dadurch lenken Sie den Luftstrom, wie Sie es wünschen. Eine niedrige Drehzahl des Lüfters sorgt für einen annähernd lautlosen Betrieb. Empfehlenswert ist auch der Kühler Arctic Cooling Freezer 7 Pro v2. Er ist günstiger als das Scythe-Modell und in seiner Leistung etwas schwächer. Mitgelieferte Schienen und Möglichkeiten zur Befestigung machen den Freezer 7 Pro v2 zu einem Einbauwunder, das Sie leicht auf jedem Mainboard platzieren. Preislich liegt das Modell am Minimum von dem, was ein neuer, leistungsfähiger CPU-Kühler kostet. Der Arctic Cooling Freezer eignet sich, wenn Sie keine hohe Taktrate anstreben. Überaus geräuscharm durch eine niedrige Drehzahl des Lüfters kommt der Zalman CNPS 9900A LED daher. Die Belüftung und Kühlung sind optimal. Das Modell ist eigenwillig im Design, jedoch kompatibel mit allen Systemen. Aufgrund seiner Größe ist es vonnöten, dass Sie nachmessen, ob Ihr Server genügend Platz für den Kühlriesen aufweist.

Den Laptop kühlen

Mit einem Notebook-Kühler machen Sie Ihren Laptop belastbarer. Auch eine Lüfterreinigung oder der Austausch des Kühlerpads für den Prozessor führt zum erwarteten Erfolg. Statt des CPU-Kühlers ließe sich Wärmeleitpaste anbringen. Jedoch gehen mit dem damit verbundenen "Basteln" Risiken einher. Das Verfahren ist dem Prozess beim Desktop-PC ähnlich; er unterscheidet sich aber im Schwierigkeitsgrad. Es ist um einiges komplizierter, ein passendes Kühlermodell zu finden und alle Teile wieder zusammenzusetzen. Von einem solchen Vorgehen raten Fachleute ab, da die Garantie nach einem Kühlerwechsel verfällt und Hardware-Defekte bei der Montage durch Laien nicht auszuschließen sind.

Wie die Profis zur Wasserkühlung greifen

Ein neues Server-Kühlsystem ist die Wasserkühlung. Dabei bewegt eine Pumpe das Wasser durch Schläuche in einem Kühlkreislauf. Passive Kühlkörper nehmen bei den einzelnen Bauteilen Wärme auf und transportieren sie zum Radiator. Er gibt die Wärme des Kühlwassers an die Luft ab. Um eine gleichmäßige Kühlung zu gewährleisten, sind alle Teile der Wasserkühlung in eine Reihe geschaltet. Es gibt Systeme, in denen Pumpe, Radiator, Lüfter und Ausgleichsbehälter in einem Gehäuse zu finden sind. Nur der Kühler ist am Server anzubringen. Sie verbinden ihn durch Schläuche mit dem Kühlsystem. Zwei bis drei Laufwerkschächte reichen manchen kleinen Kühlsystemen schon aus. Systeme, die Sie extern aufbauen, sind in ihrer Kühlleistung effizienter. An eine externe Wasserkühlung lassen sich mehrere Geräte anschließen. Handelt es sich um einen großen Lüfter, hält sich die Lärmbelästigung dennoch in Grenzen.

Die Temperatur als Schutz vor Überhitzung überwachen

Ist der Einbau eines neuen CPU-Kühlers erfolgt, behandeln Sie den neuen Kühler sorgsam. Setzt der Kühler des Hauptprozessors aus, überhitzt die CPU schnell. Als Folge bietet sich Ihnen ein schwarzer Bildschirm dar. Checken Sie in regelmäßigen Abständen alle Kühler und Lüfter im Server, um einem Zusammenbruch des Systems rechtzeitig vorzubeugen. Lüfteraussetzer deuten sich geräuschvoll an, wenn das Kugellager nicht mehr funktionstüchtig ist. Vermeiden Sie den Dauerbetrieb Ihres PCs. Nutzen Sie kleine Pausen, um den PC herunterzufahren. Dafür eignet sich der Schlaf- oder Stand-by-Modus. Der Dienst erfreut sich keiner großen Beliebtheit. Seine Funktionsweise ist jedoch besser als sein Ruf. Schnell und zuverlässig fährt der Schlafmodus den PC herunter und mit einem Klick in Sekundenschnelle wieder hoch. Mit Anwendungstools wie Motherboard Monitor oder CPUCool halten Sie die Temperatur in Ihrem PC in einem für den Rechner akzeptablen Bereich. Über das Tool steuern Sie eine automatische Ausschaltung des PCs bei Erwärmung über eine bestimmte Temperatur hinaus. Das Tool eignet sich für Computer, die sich aus bestimmten Gründen im Dauerbetrieb befinden.

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