So sorgen Sie mit einer Solarpumpe für klares Wasser

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Ungetrübtes Vergnügen: So sorgen Sie mit einer Solarpumpe für klares Wasser

Der Garten gehört mit zu den liebsten Hobbys vieler Menschen und stellt eine Art Urlaubsrefugium dar, das neben den typischen Gartenarbeiten viel zur Erholung beitragen kann. Ein besonderes Highlight in diesem Zusammenhang ist ein liebevoll angelegter Gartenteich, der zum einen den Garten optisch aufwertet und sich zum anderen in ein lebendiges Biotop verwandeln kann, das zahlreiche Tier- und Pflanzenarten beheimatet.

Insgesamt spielt die Solartechnik für Gartenbesitzer mehr und mehr eine nicht zu verachtende Rolle. Als Beispiel seien etwa einfache Solarleuchten genannt, mit denen Wege markiert oder einzelne Bereiche im Garten nach Einbruch der Dunkelheit besonders hervorgehoben werden. In Verbindung mit einem Steckfuß lassen sich diese Lichtquellen besonders leicht im Erdreich fixieren und sorgen dadurch für ein tolles Ambiente. Seit Längerem gibt es auch die Teichtechnik mit Solarbetrieb, zu denen auch die Teichpumpe zählt. Im nachfolgenden Ratgeber finden Sie hilfreiche Informationen und Tipps darüber, auf was Sie beim Kauf einer Solarpumpe sowie anderer Geräte rund um den Gartenteich achten sollten, damit diese möglichst effektiv funktionieren.

Das Grundprinzip der Solarenergie

Den allermeisten wird das Grundprinzip der Solarenergie - auch Fotovoltaik genannt - geläufig sein, da auch häufig in den verschiedensten Medien ein wichtiges Thema: Über Solarmodule wird Sonnenwärme aufgefangen und in Energie umgewandelt. Aktuell werden die meisten Solarzellen aus Silizium als Halbleitermaterial hergestellt, Silizium ist dabei in ausreichender Menge vorhanden und lässt sich zudem umweltverträglich verarbeiten. Innerhalb jeder Solarzelle befinden sich dabei zwei Halbleiterschichten, die jeweils als negativ und positiv leitend dotiert werden: Vereinfacht gesagt entsteht am Übergang zwischen beiden Halbleiterschichten bei Sonneneinstrahlung ein elektrisches Feld – über Metallkontakte kann auf den entstehenden Gleichstrom zugegriffen werden, um diesen an ein Verbrauchsgerät weiterzuleiten. Soll der Strom einem öffentlichen Stromnetz zugeführt werden, ist ein Wechselrichter als Zwischengerät notwendig, um den Gleichstrom in den gängigen Wechselstrom umzuwandeln. Wird dagegen ein Akku als Energiespeicher verwendet, sieht die Sache etwas anders aus - dazu mehr in einem späteren Absatz.

Wer sich als "Häuslebauer" intensiver mit der Thematik beschäftigen möchte, findet auf eBay eine interessante Auswahl an Ratgebern, die ausführlich über alle Aspekte informieren, die es beim Selbstbau oder bei der Planung zu berücksichtigen gilt - für Gartenbesitzer ebenfalls interessant, falls etwa eine Solaranlage ins Auge gefasst wird, weil zum Beispiel keine externe Stromzufuhr möglich ist.

Was soll die Teichpumpe können?

Um das Pferd nicht von hinten aufzusatteln, wie es im Volksmund so schön lautet, ist es notwendig, sich zunächst Gedanken darüber zu machen, welche Aufgaben die Teichpumpe wann zu leisten hat. Warum man sich zunächst diese Fragen stellen und beantworten sollte, lässt sich an einem einfachen Beispiel festmachen: Als Gartenbesitzer kennen Sie den Effekt mit Sicherheit, wenn Solarleuchten nach Einbruch der Dämmerung in voller Pracht leuchten, dann aber - in Abhängigkeit von den Sonnenstunden tagsüber - relativ schnell wieder nachlassen und irgendwann auch wieder ganz erlöschen, sobald die Speicherkapazität des Akkus aufgebraucht ist. Die Problematik stellt sich bei der Solarpumpe natürlich ganz ähnlich dar.

Welches also wären die typischen Aufgaben für eine Teichpumpe: In Verbindung mit einem Teichfilter dient die Pumpe dazu, Wasser anzusaugen, um dieses durch das Filtersystem zu leiten und von Schmutzpartikeln verschiedenster Art zu befreien und danach zurück in den Teich zu befördern. Die Anforderungen dabei können unterschiedlichster Art sein, in Abhängigkeit von der Größe und Bepflanzung des Gartenteichs - befinden sich Fische im Wasser, verändern sich die Bedingungen nochmals. Eine weitere Aufgabe könnte darin bestehen, den Betrieb eines Bachlaufs zu unterstützen, indem das Wasser an den obersten Punkt der Anlage befördert wird, an dem zum Beispiel noch ein schöner Quellstein positioniert worden ist.

Funktioneller Nutzen oder Spielerei?

Bei dem Aufgabengebiet in Verbindung mit dem Teichfilter steht ganz klar der Nutzen im Vordergrund, nämlich die Qualität des Wassers im Gartenteich dauerhaft auf einem möglichst hohen Level zu halten, damit nicht Gefahr besteht, dass das Wasser umkippt und der Teich abstirbt. Selbstverständlich kann die Selbstreinigungskraft des Teichs durch verschiedene weitere Maßnahmen gestärkt werden, ganz ohne Filtersystem wird man allerdings nur in den seltensten Fällen auskommen. Bei einem Bachlauf dagegen kann man Kompromisse eingehen: Dieser kann zwar durchaus zur Steigerung der Wasserqualität beitragen, ist letztlich aber eine zusätzliche, jedoch auch schöne Spielerei, die das Ambiente und die Optik des Gartenteichs unterstreicht. Plätschert das Wasser einmal nicht, ist das allerdings nicht weiter tragisch, außer Sie legen Wert darauf, dass das System ständig in Betrieb ist.

Auf die Gewässergröße kommt es an

Ist die Rede von einem kleineren Gartenteich, der mit wenigen Hundert Litern Volumen befüllt ist, können Solarpumpen theoretisch ausreichende Kapazitäten bieten, um in Verbindung mit einem Teichfilter den Reinigungsvorgang im Wasser zu unterstützen. Sobald der Gartenteich an Größe zunimmt und ein Fischbesatz dazukommt, wird das Unterfangen deutlich schwieriger oder gar fast unmöglich, mit Solarenergie auszukommen, es sei denn, man ist in der Lage, eine eigene Insellösung mit den entsprechenden Solarmodulen und Speicherakkus zu bauen, die genügend Energie speichern können, um auch nach Einbruch der Dunkelheit weiter zu laufen. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Bachlauf: Ab einer bestimmten Größe sind Solarpumpen gar nicht mehr in der Lage, das Wasser in die entsprechende Höhe zu pumpen, die dafür notwendig wäre, und wenn überhaupt, dann tatsächlich nur sehr kurzfristig. Für kleine Springbrunnen und ähnliche Gimmicks gibt es jedoch adäquate Lösungen, die sich als Blickfang eignen. Solarspringbrunnen mit eingebauter Pumpe, die es auch als Schwimmversion gibt, wären so ein Beispiel. Viele der Modelle arbeiten dabei mangels eines Akkus nur bei direkter Sonneneinstrahlung, darüber muss man sich eben bewusst sein und diese Einschränkung in Kauf nehmen.

Wasser marsch mit der Solarpumpe

Geht es um kleinere Wasserspiele in Form eines Springbrunnens, können Sie auch auf Angebote zurückgreifen, die etwas mehr Komfort als zuvor genannt bieten. Diese verfügen zum Beispiel über externe Solarpanels, die etwas größer sind, sowie über Ladeakkus, um Energie zu speichern. Der Vorteil eines externen Solarpanels liegt neben der Größe auch darin, dass dieses individueller nach dem Sonnenstand ausgerichtet werden kann und so effektiver arbeitet. Abhängig von der Ladekapazität können kleinere Springbrunnen so auch während der Abendstunden betrieben werden, wenn die Sonne längst untergegangen ist.

Und um noch einmal eingehender auf den Bachlauf zurückzukommen: Hier müssen Sie drei Größenkomponenten berücksichtigen:

  • Bachlauflänge
  • Bachlaufhöhe
  • Rinnenbreite.

Als weitere Aspekte kommen hier noch die Faktoren wie Reibungsverluste der Wasserschläuche hinzu, die zudem abhängig sind vom Durchmesser des Schlauchs, möglichen Krümmungen und der Verwendung von Schlauchverbindungsteilen. In diesem Zusammenhang ist die Luft für bezahlbare Solarlösungen nicht nur dünn, sondern praktisch nicht mehr vorhanden.

Eigene Lösungen erarbeiten

Wie an anderer Stelle erwähnt, kann man selbst Lösungen erarbeiten in Verbindung mit Solarmodulen und zum Beispiel Autobatterien oder speziellen Solarakkus zur Energiespeicherung. Bei dieser Kombination sollte man unbedingt auf die nachfolgenden zwei Punkte achten: Zum einen wird ein Laderegler benötigt, um eine Überladung des Speichermediums zu verhindern, zum anderen muss die Spannung (angegeben in Volt) von Solarmodul, Batterie sowie dem Verbrauchsgerät, also der Solarpumpe, identisch sein, gängig sind dabei entweder 12 Volt oder 24 Volt - die Ladekapazität selbst wird letztlich in Ah (Amperestunde) angegeben. Auf eBay finden Sie eine interessante Auswahl an sogenannten Inselanlagen, bei denen als Komplettset bereits alle Kriterien berücksichtigt sind.

Wichtig ist jedoch, dass bei allen Inselanlagen in unseren klimatischen Regionen während der Winterzeit sowie den Übergangsjahreszeiten mit Kapazitätseinbußen zu rechnen ist. Für viele Gartenteich-Besitzer allerdings nicht weiter tragisch, da der Teich winterfest gemacht und die Teichtechnik in dieser Zeit außer Betrieb und trocken gelagert wird. Hybrid-Inselanlagen, bei denen bei Bedarf automatisch externer Strom zugeführt wird, um den weiteren Betrieb zu gewährleisten, haben natürlich ihren Preis. Die Zufuhr kann - wenn möglich - über das öffentliche Stromnetz erfolgen oder über Notstromaggregate, die über den bereits genannten Wechselrichter zugeschaltet werden können. Diese Lösung ist für die Teichtechnik selbst mit Sicherheit überdimensioniert, in Verbindung mit einem Notstromaggregat wäre dies eine Lösung für die gesamte Gartentechnik, falls dieser auch im Winter besucht und genutzt wird.

Alternativen mit externer Stromzufuhr

Für viele Anwendungszwecke bleibt fast nichts anderes übrig, als entsprechende Teichtechnik auszuwählen, für die eine externe Stromzufuhr notwendig ist, um die benötigen Leistungskapazitäten zu erfüllen. Dies trifft vor allem auf Teichpumpe und Teichfilter zu wie bereits zuvor angedeutet. Bei neueren Modellen steht allerdings der Energieverbrauch in einem recht guten Verhältnis zur Leistungsstärke - dank technischer Fortschritte, denn bei aller Liebe zum Gartenteich als Hobby sollten sich die Kosten in einem für den eigenen Geldbeutel akzeptablen Rahmen halten.

Befinden Sie sich noch in der Planungsphase für einen Gartenteich, können Sie die zuvor genannten Punkte sowie viele weitere Kriterien berücksichtigen. Dabei werden Sie sich neben der Teichtechnik auch Gedanken über eine mögliche Beleuchtung machen, um das Ambiente des Gewässers zusätzlich zu unterstreichen, sowie natürlich über den Verbrauch aller verwendeten Geräte insgesamt. Ebenfalls dazu kommt die Arbeit, um Erdkabel hin zum Teich zu verlegen, und welche Sicherheitskriterien dabei beachtet werden sollten. Dazu zählt etwa die Mindesttiefe des Aushubs von 60 Zentimetern, damit die Kabel spatensicher unter der Erde liegen, und die Frage, wie diese zusätzlich abgedeckt werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Solarpumpen als solche sicherlich ergänzend in Betracht gezogen werden können, allerdings mit den zuvor genannten Einschränkungen, da sich der Aufwand ansonsten drastisch erhöht. Wenn möglich, ist eine Kombination aus Solarenergie und externem Strom immer eine gute Lösung, um den Gartenteich individuell zu gestalten - die Freude am Anblick kommt dann von ganz alleine.

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