So schützen Sie Ihren Laptop / Desktop vor Diebstahl – ein Ratgeber

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So schützen Sie Ihren Laptop / Desktop vor Diebstahl – ein Ratgeber

Einen Laptop oder Desktop-PC hat heutzutage nicht nur beinahe jede Privatperson, sondern ebenso fast jede Firma. Zwar haben die allerwenigsten Modelle einen mobilen Internetzugang, allerdings gibt es sehr häufig offene WLAN-Spots, wo der Zugang kostenfrei ist. In diesem Kontext attraktiv ist für die meisten Personen ein so genannter Surfstick, der einfach in den USB-Anschluss Ihres Laptops eingesteckt wird.

Laptop- und Desktop-Schutz - diese Möglichkeiten haben Sie

Aufgrund dieser vielfältigen Vorteile ist es für die meisten Personen ein schwerwiegender Nachteil, auf ihren Laptop oder Desktop verzichten zu müssen. Meistens lagern auf ihm wichtige Daten oder zum Beispiel Urlaubsbilder, deren Abhandenkommen äußerst schmerzlich ist. Dementsprechend gilt es, einen Diebstahl oder eine Zerstörung der hochwertigen Technik in jedem Fall zu vermeiden. Um dies umzusetzen, können Sie unterschiedliche Vorsichtsmaßnahmen treffen, wobei die Effektivität stark differiert.

Ständige Aufsicht

Die weitaus sicherste Methode, speziell bei Ihrem Laptop einen Diebstahl zu verhindern, ist die ständige Aufsicht des Gerätes. Lassen Sie es niemals an Orten stehen, die für Sie bei Abwesenheit nicht einsehbar sind oder allzu gerne von Dieben heimgesucht werden. Besonders dann, wenn Sie einen hochwertigen Laptop Ihr Eigen nennen können, so gilt dieser Schutzfaktor doppelt. Die übliche Herangehensweise von Dieben ist es, die Konfrontationen zu vermeiden. Deshalb nutzen sie in der Regel einen unaufmerksamen Moment aus, in dem Sie durch andere Vorkommnisse abgelenkt sind. Beachten Sie diesen recht evidenten Tipp, sind Sie in den allermeisten Fällen bereits optimal gesichert.

Notebook-Schlösser

Ist Ihnen hingegen einmal die permanente Aufsicht aus welchen Gründen auch immer nicht möglich, können Sie sich alternativ für ein Notebook-Schloss entscheiden. Vermutlich haben Sie bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht einmal von deren Existenz gewusst, was jedoch angesichts ihrer Popularität kein Wunder ist. Grundsätzlich funktionieren diese kleinen Helferlein genauso wie ein Schloss für Ihr Fahrrad, zumal die optische Erscheinung recht ähnlich ist. An einem Ende befindet sich ein kleines Zahlenschloss, mit dessen Hilfe Sie einen vierstelligen Code festlegen können. In der Regel wird ein Dieb diesen nicht in kürzester Zeit herausfinden und anschließend von Ihrem Gerät ablassen. Notwendig ist für die Anbringung eines solchen Schlosses allerdings ein Kensington Steckplatz oder ein vergleichbarer Sicherheits-Port. Viele IT-Geräte besitzen diesen heutzutage, weil Diebstähle immer häufiger vorkommen und die Anwender entsprechend geschützt werden sollen. Haben Sie das Schloss in den Anschluss hineingesteckt und den Zahlencode verstellt, so können Sie das lange Kabel beziehungsweise Drahtseil um einen festen Gegenstand Ihrer Wahl wickeln. Am besten sind hierfür Tischbeine von nicht verrückbaren Exemplaren oder Regalen geeignet. Achten Sie jedoch unbedingt bei dem Erwerb eines jeden Schlosses darauf, dass es sich nicht um die aller billigste Version handelt. Diebe sind nicht selten optimal ausgestattet, um selbst fingerdicke Fahrradschlösser durchzukneifen. Hat es einer dieser gut ausgestatteten delinquenten Mitbürger bedauernswerterweise auf Ihr Notebook abgesehen, so besteht nicht selten für das kleine Notebook-Schloss keine Chance.

Welche Alternativen stehen Ihnen zur Verfügung?

Wie Sie sehen, ist ein Notebook-Schloss also keine umfassende und zufriedenstellende Lösung für die auftretende Diebstahlproblematik. Vermutlich stellen Sie sich deshalb wahrscheinlich jetzt die Frage, welche sonstigen Varianten es gibt, präventiv tätig zu werden.

Wegschließen oder verstecken

Besonders hochwertige mobile Technik können Sie bei Verlassen Ihrer eigenen vier Wände an einem eingeschlossenen separaten Ort unterbringen. Optimal eignet sich hierfür zum Beispiel der Keller, sofern sich hier abschließbare und sichere Räumlichkeiten befinden. Gleichfalls in Erwägung ziehen können Sie die Auswahl eines Versteckes, wo Diebe bei schneller Durchsuchung nicht nachschauen werden. Welche Plätze dies sind, müssen Sie selbst anhand der Struktur und Gestaltung Ihrer Wohnung herausfinden. Immer gut geeignet sind jedoch Zwischenfächer von Möbeln, von Garnituren oder aber ein Platz im Kleiderschrank.

Hausratsversicherung

Damit Sie einen etwaigen Schaden minimieren oder ganz ausschließen, sofern Ihr Notebook oder Desktop-PC doch einmal entwendet werden sollte, ist die Existenz einer umfassenden Hausratsversicherung von elementarer Bedeutung. Wie der Name schon sagt, deckt diese jedoch grundsätzlich nur Diebstähle aus den eigenen vier Wänden ab. Abgedeckt sind in allen Fällen Sachgegenstände, wobei zumeist eine Versicherung zum Wiederbeschaffungswert stattfindet. Haben Sie eine solche Versicherung abgeschlossen, so können Sie schon wesentlich beruhigter den Laptop zu Hause auf dem Schreibtisch stehen lassen und das Haus verlassen.

Separates Back-up anlegen

Trotz alledem ist ein erfolgter Diebstahl nicht nur in psychischer Hinsicht eine große Belastung. Eventuell hat der Räuber Ihnen mit dem Laptop sämtliche wichtige Daten entwendet, die Sie gar nicht oder nur mit hohem finanziellen Aufwand retten können. Deswegen ist es von gehöriger Wichtigkeit, dass Sie von sensiblen Daten, sofern Sie diese überhaupt auf Ihrem Rechner speichern, ein separates Back-up haben. In welcher Form Sie dieses erstellen und bereithalten, bleibt natürlich vollständig Ihnen überlassen. Gängig und empfehlenswert ist die angemessene Bestückung einer externen Festplatte oder, bei kleineren Dateien, eines hochwertigen USB-Sticks. Möchten Sie ganz sicher gehen, lagern Sie diese Medien nicht zu Hause, wo diese ebenfalls gestohlen werden können, sondern woanders. Bei sehr wertvollen Daten können Sie sogar einen Einschluss in Ihrem Banksafe erwägen, wenn Sie einen angemietet haben. Heutige Festplattenmodelle sind oftmals bei ausreichender Kapazität sehr klein und passen selbst in kleinere Fächer hinein.

Interne Absicherung des Systems

Besonders effektiv und im Vorhinein wirksam in Bezug auf das Abhandenkommen von Daten ist additiv die interne Absicherung Ihres Systems. Diese beginnt mit der Einrichtung eines geeigneten Administrator-Passwortes. Das ist sodann nach erfolgter Initialisierung bei jedem Systemstart einzugeben. Als Kennwort sollten Sie sich eine Kombination aus Groß-und Kleinschreibung, sowie Zahlen und Sonderzeichen aussuchen. Dies hat den Hintergrund, dass etwaige Programme, die manche Kombinationen durchgehen können, ein schweres Spiel haben und bestenfalls Ihren Rechner überhaupt nicht knacken können. Je länger das Passwort ausfällt, desto mehr potenzielle Möglichkeiten in der Kombination ergeben sich. Logischerweise sollten Sie nicht unbedingt dieses Passwort auf dem Rechner selbst speichern, sondern entweder irgendwo hinterlegen und es sich gut merken, oder aber auch hier eine externe Sicherung besitzen. Um ganz sicherzugehen, können Sie zudem die wichtigsten Ordner und Dokumente verschlüsseln. Hierfür benötigen Sie eine spezielle Software, wobei es mehrere Varianten im Internet kostenlos zum Download gibt. Interessieren Sie sich für diese zusätzliche Option näher, sollten Sie einen Blick auf das Programm Truecrypt werfen. Die Software wird Ihnen komfortabel dabei helfen, Ihr Vorhaben angemessen und wirkungsvoll umzusetzen. Beachten Sie diese beiden Hinweise und auch alle anderen zu vorgegebenen Sicherheitslücken, so wird es bei Ihnen jeder Dieb schwer haben.

Wie gehen Sie im Falle eines Diebstahls vor?

Im Falle eines Diebstahls haben Sie dank der bereits erwähnten Maßnahmen alles dafür getan, einen Schaden abzuwenden. Unbestritten ist jedoch an dieser Stelle, dass Sie den Verlust Ihres Rechners zu beklagen haben. Kommen Einrichtungsgegenstände abhanden, so ist es notwendig, den Vorfall wahrheitsgemäß Ihrer bestehenden Versicherung zu schildern. Beantworten Sie die zugesendeten Unterlagen wahrheitsgemäß und so detailliert wie möglich. Erfinden Sie keine neuen Angaben und stellen Sie alles chronologisch und sinnvoll da. Beachten sollten Sie in jedem Fall, dass Ihre Gegenstände nur versichert sind, wenn kein einfacher Diebstahl vorliegt. Dieser muss entweder in Form eines Einbruchdiebstahls qualifiziert sein oder keinen Diebstahl, sondern einen Raub darstellen. Damit lautet auch hier die primäre Empfehlung, Ihre Wertgegenstände nicht offen liegen zu lassen, wenn Sie nicht alle Türen abschließen und damit keine hinreichende Hürde für einen Dieb erschaffen. Sie sehen insgesamt, dass die klassischen Maßnahmen durch Sie selbst zu treffen sind und Sie mit Ihrer eigenen Einstellung sehr viel bewirken können.

Zukünftige Entwicklungen eher fragwürdig

Wenn Sie sich nun fragen, ob es weitere Möglichkeiten gibt, wie Sie Ihren Desktop oder Laptop vor dem Abhandenkommen schützen können, so ist in diesem Zusammenhang noch die sogenannte Sach-Inhaltsversicherung zu nennen. Diese ist speziell für Diebstähle abzuschließen, die Bürogegenstände betreffen. Da sich der Begriff "Hausrat" nahe an dem der Wohnung orientiert, ist der Büroraum bei Selbstständigkeit normalerweise nicht abgedeckt. Sollten Sie hingegen mit dem Auto unterwegs sein, so decken einige Versicherungen ebenfalls entsprechende Vorfälle ab. Dies tun sie jedoch meistens nur, wenn Sie den Laptop entweder im Kofferraum unterbringen, wo er nicht einsehbar ist, oder an anderen geeigneten Stellen. In einigen wenigen Situationen greift zudem auch für Wertgegenstände im Auto die Hausratversicherung. Dies ist der Fall, wenn Sie Ihr Fahrzeug beispielsweise in einer abschließbaren Tiefgarage parken, und sich Ihre Gegenstände damit im erweiterten Umkreis zum Hausrat als solches bewegen. Noch mehr Möglichkeiten, als alle bisher genannten, bieten sich Ihnen leider nicht.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich damit festhalten, dass Sie am allerbesten mit der Ergreifung elementarer Präventivmaßnahmen fahren und Ihr Gerät niemals unbeaufsichtigt irgendwo stehen lassen sollten. Weitergehende Entwicklungen wie die noch bessere Funktionalität entsprechender Schlösser sind indes nicht absehbar. Diese gibt es im Übrigen zwar auch für Desktops mit entsprechendem Anschluss, allerdings gelten hier die gleichen negativen Aspekte, die bereits weiter oben genannt worden sind. Nichtsdestotrotz ist Ihr Desktop-PC in der Regel weniger potenziell gefährdet, weil Sie diesen häufig an seinem angestammten Platz zurücklassen werden. Damit ist dieser wiederum Teil des Hausrats und somit bei Einbruchdiebstahl oder Raub von der Versicherung geschützt.

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