So schützen Sie Blumentopf und Blumenkübel vor Kalkablagerungen

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So schützen Sie Blumentopf und Blumenkübel vor Kalkablagerungen

Töpfe aus Ton oder Terracotta sind die besten Gefäße für Pflanzen. Vor allem Töpfe aus Kunststoff sollten Sie nur als Notlösung sehen, da die Erde darin oftmals zu schimmeln beginnt. Bei der großen Auswahl an Ton- oder Terracottatöpfen kann man sich meist nicht sattsehen und umso ärgerlicher ist es, wenn der Topf schon nach kurzer Zeit eine Kalkablagerung bekommt. Diese weiße Verfärbung, die die Töpfe dann bekommen hat keine Folgen und ist von manchen Menschen sogar gewollt, weil sie dem Topf einen Vintage-Look gibt. Wenn Sie das aber nicht möchten, können Sie etwas dagegen unternehmen. Neben diversen Reinigungsmitteln können Sie den Topf einfach in einen Übertopf stellen; haben Ihre Blumenkübel oder Blumentöpfe aber schöne Ornamente, wäre das sehr schade, weil man diese dann nicht mehr sehen kann. Der Kalk auf der Erde lässt sich gut mit einem Löffel abkratzen, leider ist das bei den Töpfen selber nicht so einfach.
Was auch immer Sie ausprobieren, die Pflanzen und die Erde müssen vorher entfernt werden, sonst können die Blumen beschädigt werden. Sind Sie unsicher, können Sie sich in einem Pflanzenfachmarkt über die gängigen Mittel erkundigen. Zu beachten ist aber immer, dass diese die Umwelt nicht belasten sollten und auch Ihre Gesundheit nicht gefährden dürfen. Leben Haustiere oder Kinder in Ihrem Haushalt, muss das unbedingt berücksichtigt werden, falls doch noch Reste des Mittels am Blumentopf haften und das Kind oder das Tier mit dem Topf in Berührung kommt.

Essigessenz oder Zitronensäure gegen Kalkränder

Die Ablagerungen entstehen durch den Kalk im Gießwasser, es verdunstet außen am Topf und zurück bleibt der weiße Schleier. Essig kann ihn beseitigen, Sie können ihn bei eBay bestellen. Der Blumentopf muss natürlich leer sein, bevor Sie ihn reinigen können. Füllen Sie einen großen Eimer mit einem Teil Wasser und 20 Teilen Essigessenz und legen Sie den Blumentopf über Nacht in die Lösung. Der Essig löst den Kalk sehr gut ab, am nächsten Tag müssen Sie die Reste nur noch mit einer Bürste abbürsten. Sie brauchen keine Angst wegen des sauren pH-Werts haben, dieser wird mit dem Gießwasser nach außen transportiert und kann den Pflanzen somit nicht schaden. Bevor Sie wieder Blumen in den Topf geben, sollten Sie ihn einmal gut durchtrocknen lassen. Haben Sie Angst um Ihre Pflanzen, können Sie den Topf vor dem Bepflanzen auch noch eine Nacht in klares Wasser legen, so wird ein Teil der Essigsäure aus dem Ton gelöst. Wenn Sie Töpfe mit einer Glasur entkalken wollen, müssen Sie bei Essig aufpassen; die Säure kann die Glasur porös machen und sie reißt dann auf.
Statt Essigessenz können Sie auch Zitronensäure verwenden. Sie funktioniert wie die Essigessenz, hat aber auch einen leicht bleichenden Effekt. Dunkle Stellen können Sie so auch wieder heller bekommen, es kann aber sein, dass der Topf danach leicht fleckig wirkt, weil der ganze Topf aufgehellt wird. Ganz gut ist, dass weder Essig noch Zitronensäure die Umwelt belasten und auch für die Gesundheit nicht schädlich sind. Beim Essig sollte man nur aufpassen, nicht zu viel davon einzuatmen, da die Säure die Nasenschleimhaut reizen kann.

Ideal: Glasierte Töpfe können keinen Kalk ansetzen

Es gibt auch Töpfe, die bereits glasiert sind; diese haben den Vorteil, dass sie von außen keinen Kalk ansetzen können. Leider haben sie dann aber auch nicht dieses mediterrane Flair, weil die Glasur natürlich glänzt und meist aus bunten Farben besteht. Solche Töpfe sollten Sie aber nicht im Winter im Freien stehen lassen, da diese Glasur dann meist reißt und der Topf dadurch auch beschädigt werden kann. Solche Blumenkübel eigenen sich aber ideal für den Innenbereich oder den Wintergarten. Bei diesen Töpfen fehlt jedoch wegen der Glasur der Kühleffekt für die Pflanzen. Wenn Sie aber solche in den Töpfen haben, die sich an höheren Temperaturen nicht stören, ist das kein Problem. Im Grunde sehen diese Töpfe aber sehr schön aus und sind sogar sehr beliebt, weil Sie sich einen Übertopf sparen können.

Leinöl imprägniert und schützt

Sie können die sauberen und trocknen Töpfe auch einmal im Jahr von außen mit Leinöl bestreichen. Dieses imprägniert die Töpfe, so, dass Kalkablagerungen keine Chance haben. Das Öl macht die Töpfe auch wetterbeständig, was für Sie wichtig sein kann, wenn Sie große Kübel auch im Winter im Garten lagern wollen. Die Kälte lässt den Ton oft springen, durch das Leinöl passiert das aber meist nicht mehr. Bevor Sie nun den Pinsel an den Blumentopf anlegen, müssen Sie aber bedenken, dass das Öl den Töpfen einen ungleichmäßigen Ton geben kann; sie strahlen dann nicht mehr wie neu, sondern eher wie vintage. Diese Farbunterschiede sind auch oft gewollt und können sehr schön aussehen. Alternativ können Sie auch andere Haushaltsöle verwenden, zum Beispiel Sonnenblumenöl oder Olivenöl. Auf keinen Fall sollten Sie ein Öl verwenden, das chemisch hergestellt wurde - dieses kann den Pflanzen schaden und sie kaputtmachen. Wenn Sie die Töpfe mit Öl behandelt haben, halten Sie Ihre Haustiere in den ersten Stunden davon fern, das Fell würde an dem Öl haften und Sie müssten die Töpfe neu behandeln.

Entkalker - die sanfte Methode

Es gibt auch Entkalker, die auf natürliche Art den Kalk von den Töpfen entfernen. Diese werden entweder in Wasser aufgelöst und der Blumenkübel darin eingeweicht, manche werden aber auch direkt auf den Topf gesprüht und nach einer Einwirkzeit einfach abgespült. Diese Mittel haben den Vorteil, dass Sie extra für Blumentöpfe gemacht sind und somit den Pflanzen, die später wieder eingesetzt werden, nicht schaden. Manche dieser Mittel enthalten sogar eine Art Desinfektionsmittel, damit die Töpfe auch frei von Schädlingen und Keimen sind. Das ist dann wichtig, wenn Ihnen eine Pflanze wegen eines Schimmelbefalls verdorrt ist. Der Schimmel sitzt dann meist noch in den Poren des Topfes und kann der nächsten Pflanze Schaden zufügen. Sollten Sie Ihre Blumen im Haus stehen haben, ist es auch sinnvoll, diese nicht direkt über der Heizung zu lagern. Dort verdampft das Wasser wegen der Hitze schneller und der Kalk blüht regelrecht auch. Je langsamer das Wasser im Topf verdunsten kann, umso seltener müssen Sie einen Entkalker verwenden. Wenn Sie einen Entkalker kaufen, auf dem "Bleech" steht, müssen Sie aufpassen. Diese enthalten meist ein wenig Bleiche, die die Töpfe auch heller macht. Das ist sehr gut, wenn Ihre Töpfe schon sehr verwittert sind und sich dunkel verfärbt haben. Bei neuen Gefäßen kann das aber ärgerlich sein, weil dann das schöne dunkle Terracottarot plötzlich immer heller wird.

Optimal für Topf und Pflanze: destilliertes Wasser oder Regenwasser

Wenn Sie destilliertes Wasser im Haus haben, sollten Sie dieses zum Wässern verwenden. Es tut nicht nur den Blumen gut, es lässt die Töpfe auch nicht verkalken. Diese Art von Wasser enthält keinen Kalk mehr und wird in der Regel für Bügeleisen verwendet. Wenn Sie aber auf das Hinweisschild der Flasche schauen, werden Sie sehen, dass Sie es auch zum Gießen verwenden können. Alternativ können Sie auch einfach Wasser abkochen und dieses stehen lassen, bis es kalt ist. Es enthält zwar immer noch etwas Kalk, aber nicht mehr so viel wie frisches Wasser aus der Leitung. Auch das Wasser aus der Regentonne ist ideal zum Gießen und es enthält auch kaum Kalk, es ist sanft zu den Pflanzen, enthält wichtige Mineralstoffe und wirkt wie ein Dünger. Bei empfindlichen Pflanzen ist vor dem Wässern der pH-Wert zu kontrollieren, dieser ist bei Regenwasser manchmal zu sauer. Sogar in Gartenfachmärkten wird Regenwasser empfohlen, wenn man nur irgendwie die Möglichkeit dazu hat. Vor allem zum Besprühen der Blumen eignen sich diese Wassersorten sehr gut: Sie vermeiden hartnäckige Kalkflecken auf den Blättern der Pflanzen.

Nötiges Reinigungszubehör für Ihre Blumentöpfe

Zum Reinigen der Töpfe benötigen Sie unbedingt Handschuhe, die Ihre Haut vor den Mitteln schützen. Gerade Mittel wie Entkalker sollten nicht mit der Haut in Berührung kommen, weil sie Reizungen auslösen können. Die Bürste oder den Schwamm, den Sie zum Putzen verwenden, können Sie aufbewahren und für die nächste Reinigungsaktion der Töpfe verwenden. Eine große Wanne wäre von Vorteil, wenn Sie die Pflanzkübel einweichen wollen, die Badewanne können Sie aber auch zweckentfremden. Achten Sie aber darauf, die Wanne mit einem Handtuch auszulegen, um Kratzer zu vermeiden, und reinigen Sie die Wanne nach dem Entfernen der Töpfe gut. Sollte sich noch ein wenig Erde in den Töpfen befinden, legen Sie auf den Ablauf ein Haarfangsieb, damit die Erde nicht Ihren Abfluss verstopft.
Auf keinen Fall dürfen diese Utensilien aber später wieder im Haushalt benutzt werden. Es ist immer zu bedenken, dass in den Töpfen Keime und Bakterien sitzen, die Sie sich dann in Ihr Haus holen würden. Grundsätzlich sind Töpfe immer gründlich zu reinigen, bevor neue Bewohner eingepflanzt werden. Die alte Erde muss entfernt werden und damit Keime vernichtet werden, sollten Sie die Töpfe mit Essig ausreiben. Das hat auch den Vorteil, dass Ihre Pflanzgefäße immer schön sauber bleiben und die neuen Pflanzen nicht gleich mit Krankheiten befallen werden. So sollten Sie auch mit Übertöpfen oder Kunststofftöpfen vorgehen, in diesen haften Keime zwar nicht so stark wie in den Poren des Tons, dennoch können welche in den Gefäßen sitzen.

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