So schützen Checks Ihren PKW vor Verschleiß

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So schützen Checks Ihren PKW vor Verschleiß

Beim Wort Auto-Check packt nicht wenige Pkw-Besitzern das blanke Grauen. Die Kosten, der Aufwand und die Ungewissheit, was die Mechaniker dort überhaupt anstellen – all das veranlasst viele Auto-Besitzer dazu, lieber bis zum nächsten Pflichttermin, der gesetzlich vorgeschriebenen Hauptuntersuchung, zu warten. Das ist jedoch nicht immer ratsam, denn die Überprüfung des Fahrzeuges ist alles andere, als eine Schikane des Gesetzgebers. Auch Sie und Ihr Auto profitieren von wiederholten Checks. Die drei wichtigsten Gründe für Checks sind:

  • Gewährleistung der Fahrzugsicherheit
  • Prävention von Schäden und Verschleiß
  • anhaltender Werterhalt des Autos

Regelmäßige Checks sind also alles andere als eine Zeit- und Geldverschwendung. Die Überprüfung des Wagens kann frühzeitig Fehler ans Tageslicht bringen. So können Sie sicher gehen, dass Ihr Auto zu jeder Zeit in einem einwandfreien Zustand ist. Frühzeitig erkannte Mängel oder Verschleißspuren sind nicht nur ein Sicherheitsaspekt. Sie können meist einfacher behoben werden, als Schäden, die sich bereits durch Fehlfunktionen hervorgetan haben. So können defekte Teile repariert werden, bevor sie komplett ausgetauscht werden müssen. Und das spart bekanntermaßen Geld. Bei einem Wiederverkauf des Wagens entscheidet der Zustand über den Verkaufswert. Wer hier in die Instandhaltung des Wagens regelmäßig investiert hat, bekommt das Geld beim Verkauf in der Regel auch wieder zurück.

In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen verschiedene Checks für Ihren Pkw vorstellen. Diese müssen Sie nicht alle durchführen. Dennoch gibt es Checks, die, wenn auch nicht gesetzlich vorgeschrieben, dennoch für die Sicherheit des Fahrzeuges unerlässlich sind. Mit einer guten Mischung und regelmäßiger Wartung wird Ihr Wagen lange seine Dienste tun.

Freiwillige Checks, vom Hersteller bestimmte und gesetzlich vorgeschriebene Checks

Bei Inspektionen und Checks unterscheidet man zwischen drei Arten. Die freiwillige Überprüfung des Fahrzeuges kann aus unterschiedlichen Gründen durchgeführt werden, auf die wir im nächsten Punkt noch genauer eingehen werden. Der Anlass kann zum Beispiel eine längere Urlaubsreise mit dem Auto oder der geplante Wiederverkauf des Wagens sein. Die freiwillige Inspektion dient immer der Wartung und der Sicherheitsüberprüfung des Wagens. Aus wirtschaftlicher Sicht sind freiwillige Checks ebenfalls sinnvoll: Werden kleinere Fehler oder Mängel frühzeitig entdeckt, können so größere Schäden oft vermieden werden.

Checks und Herstellergarantie

Ebenfalls zur Kategorie der freiwilligen Inspektionen gehören die vom Hersteller vorgegebenen Checks. Diese sind jedoch nicht so freiwillig, wie es zunächst klingt. Denn viele Autohersteller geben vor, welche Überprüfungen in welchem zeitlichen Abstand durchzuführen sind. Um die die Garantieleistungen in Anspruch nehmen zu können, muss der Fahrzeughalter diese Termine in jedem Fall einhalten. Gesetzlich vorgeschrieben sind diese Checks aber nicht.

On-Board-Diagnose

Viele moderne Fahrzeuge sind mittlerweile in der Lage, ihren eigenen Zustand selbst zu überwachen. Mit Computern und Messgeräten kann der Wagen Fehler im System selbst erkennen und deuten. Mit der sogenannten "On-Board-Diagnose" werden dem Benutzer dann die Fehler angezeigt. Dieser wird dann aufgefordert, den Fehler zu beheben oder den Wagen zu einer Inspektion zu bringen. Feste Inspektionstermine zur Gewährleistung der Fahrzeuggarantie sind hier nicht mehr notwendig. Die Inspektionsabstände sind flexibel und richten sich nach unterschiedlichen Daten. So wird zum Beispiel aufgezeichnet, bei welchen Drehzahlen ein Motor durchschnittlich betrieben wird und bei welchen Betriebstemperaturen der Wagen gefahren wird. Der durchschnittliche Verschleiß wird dann anhand dieser Daten, die nicht unabhängig von der Fahrweise des Fahrers sind, berechnet und man erhält eine Empfehlung für eine Inspektion. Je nachdem, wie der Wagen gefahren und genutzt wird, geschieht dies zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt.

Hauptuntersuchung - TÜV

Die regelmäßige Hauptuntersuchung soll die Sicherheit und Umwelt von allen Verkehrsmitteln prüfen und so eine sichere Straßenverkehrstauglichkeit garantieren. Die Hauptuntersuchung, oft TÜV genannt, muss in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Es gibt dabei unterschiedliche Regelungen für verschiedene Fahrzeugarten. Es fallen nicht nur Pkws und Motorräder, sondern auch Anhänger, Lkws, Taxis Busse und Wohnanhänger unter diese Regelung. Wir möchten Ihnen im Folgenden die unterschiedlichen Inspektionstypen vorstellen, die Ihr Auto vor Verschleiß schützen und den Wert Ihres Fahrzeuges lange erhalten.

Sie entscheiden den Umfang der Inspektion: Verschiedene Checks im Überblick

Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Checks bieten Autowerkstätten Inspektionen und Checks in verschiedenem Umfang an. Komplettüberprüfungen sind dabei genau so erhältlich, wie spezielle Checks der Einzelteile. Welcher Check für Sie und Ihr Fahrzeug der richtige ist, müssen Sie entscheiden. Dabei spielen verschiedene Aspekte eine Rolle: Fährt sich das Auto nicht optimal, lohnt sich eine Komplettüberprüfung. Doch auch Einzelteile, wie Öl, Filter und Klimaanlagen müssen hin und wieder gewartet und überprüft werden. Viele Werkstätten bieten praktische Komplettpakete die je nach Bedarf und Jahreszeit unterschiedliche Bereiche abdecken. Wir möchten Ihnen im Folgenden einige Inspektionen vorstellen, mit denen Ihr Pkw lange vor Schäden und Verschleiß geschützt werden.

HU-Durchsicht – der gesetzlich vorgeschriebene Rundum-Check für alle Pkws

Wie häufig Sie Ihr Fahrzeug gesetzlich vorgeschrieben überprüfen lassen müssen, hängt von der Art und des Alters des Fahrzeuges ab. Ein Pkw-Fahrer muss in der Regel 36 Monate nach der Erstzulassung zur Hauptuntersuchung. Danach muss der Wagen in einem Abstand von 24 Monaten vorgeführt werden. Das gilt auch für kleinere Anhänger mit einem Gewicht von bis zu 750 kg. Motorräder, Anhänger mit bis zu 3,5 t zulässigem Gesamtgewicht und Wohnanhänger müssen von Beginn an alle zwei Jahre zur Überprüfung gebracht werden.

Die Hauptuntersuchung ist eine Prüfung, bei der das Auto von außen inspiziert wird, ohne dass der Wagen auseinandergebaut wird. Ziel der Untersuchung ist es, die Verkehrssicherheit des Wagens festzustellen. Dabei werden alle wichtigen Baugruppen des Fahrzeuges überprüft. Dazu gehören zunächst:

Die Bestandteile werden auf einen ordnungsgemäßen Zustand kontrolliert. Alles, was klare Sichtverhältnisse betrifft, ist auch Teil der Untersuchung. Dazu gehören die Scheinwerfer, die Scheiben und Spiegel. Aus Sicherheitsgründen werden Anschnallgurte, Hupen, Airbags und sonstige Sicherheitssysteme auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft. Mittlerweile sind auch moderne Elektronik, wie das Antiblockiersystem (ABS) und das elektrische Stabilitätsprogramm (ESP) Teil des Untersuchungsablaufs. Türen und die Türgummis werden ebenfalls auf ihre Schließkraft geprüft. Der Prüfer kontrolliert auch die Reifen, Räder, Auspuff- und Kraftstoffanlagen.

Der Frühjahrscheck macht Ihr Auto fit für Frühling und Sommer

Ein Frühjahrscheck wird vor allem nach einem harten Winter dringend empfohlen. Streusalz, Schnee, Matsch und Rollsplitt haben der Karosserie und dem Lack hart zugesetzt. Nun gilt es, nicht nur die Funktionstüchtigkeit des Wagens zu überprüfen, sondern auch Lack- und kleinere Blechschäden im Unterbodenbereich schnell zu entdecken. Ein Check lohnt sich, da entstandene Mängel schnell erkannt und Folgeschäden vermieden werden. Ein Frühjahrs-Check umfasst in der Regel die folgenden Bereiche:

  • Beleuchtung
  • Windschutzscheibe
  • Elektronik
  • Flüssigkeitsstände
  • Bremsen
  • Abgasanlage
  • Keilriemen
  • Radaufhängung
  • Reifen

Gerade Streumaterialien können, wenn sie bei hoher Geschwindigkeit unter das Auto geschleudert werden, kleine Schäden am Unterboden anrichten. Werden diese nicht entdeckt, kann es zu rostigen Stellen kommen, die langsam aber sicher Ihren Unterboden angreifen und auch Motorteile zerstören können. Auch auf dem Lack sind kleinste Löcher zunächst kaum wahrzunehmen, doch auch sie bieten eine optimale Angriffsfläche für Rost und Korrosion. Rost ist eine der größten Gefahren für die Karosserie und ist, wenn die Stelle erst groß genug ist, nur äußerst aufwendig und kostspielig zu entfernen. Kleinere Schäden hingegen lassen sich schnell behandeln und der Rost wird eingedämmt.

Wichtig: Scheiben-Check

Ein weiterer zentraler Check-Punkt auf der Liste beim Frühjahrs-Check ist die Scheibe. Steinschlag ist vom Laien meist erst dann zu erkennen, wenn die Delle oder der Riss bereits so groß ist, dass eine Gefahr für den Fahrer davon ausgeht. In einer Werkstatt hingegen werden kleinste Steinschläge, durch Streumaterial oder Rollsplitt verursacht, frühzeitig erkannt und können in speziellen Verfahren ausgebessert werden. So muss die Windschutzscheibe in der Regel nicht ausgetauscht werden. Sie sind dabei sicher unterwegs und sparen durch die regelmäßige Überprüfung in jedem Fall bares Geld.

Der Winter-Check garantiert ein sicheres Fahren bei allen Witterungen

Im Winter werden ganz besondere Ansprüche an Ihren Wagen gestellt. Eis, Schnee und Frost sind für jedes technische Gerät eine Herausforderung. Und gerade in der kalten Jahreszeit sind Pannen und Aussetzer des Fahrzeuges für den Nutzer besonders belastend. Deshalb gilt es, den Wagen vor dem Winter einer gründlichen Untersuchung beim Fachmann zu unterziehen.

Mit einem Wintercheck können nicht nur teure Pannen, sondern auch kostspielige Folgeschäden wie das Einfrieren von Kühler, Motor oder Türen vermieden werden.

Gerade im Winter müssen Sie sich auf die elektronischen Fahrhilfen Ihres Wagens verlassen können. ABS und ESP und Co. Müssen gerade bei nicht idealen Fahrbedingungen einwandfrei funktionieren. Deshalb werden diese Komponenten, genau wie die Reifen, besonders beachtet. Auch die Lichtmaschine und die Beleuchtung werden genauestens überprüft, da sie gerade im Winter einen großen Sicherheitsaspekt darstellen. Auch die Gummiverkleidungen an Türe, Fenstern und Kofferraumklappen werden bei dem Winter-Check inspiziert und gewartet. Schließlich müssen diese die Feuchtigkeit aus dem Wagen halten und sorgen dafür, dass keine der Türen bei feuchten, frostigen Temperaturen zufriert.

Sicher ist sicher – Sicherheitschecks sind eine lohnende Investition

Sicherheitschecks bieten nicht nur Ihnen die Gewissheit, dass mit Ihrem Wagen alles in Ordnung ist und Sie sicher und umweltschonend unterwegs sind. Sie bieten auch einen Mehrwert für den Erhalt des Fahrzeugwertes. Gerade wenn Sie ein Auto verkaufen möchten, sind regelmäßige, zertifizierte Checks ein Verkaufsargument, das für Sie spricht. Denn die wenigsten Interessenten können die Qualität eines Fahrzeuges auf den ersten Blick erkennen. Qualitätszertifikate, die die Funktion und Sicherheit des Autos besiegeln die Qualität des Autos. Sie haben also einen beachtenswerten Einfluss auf den Wiederverkaufswert. Mit Checks investieren Sie jedoch nicht nur in ihren Gewinn, sondern vor allem in Ihre Sicherheit.

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