So schaffen es Shaun das Schaf & Co immer wieder, das Chaos auf dem Bauernhof zu beseitigen

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Shaun das Schaf: Wie Shaun und seine Freunde es immer wieder schaffen, das Chaos auf dem Bauernhof zu beseitigen

Shaun das Schaf ist der Held einer TV-Kult-Serie, die aus Großbritannien stammt. Die Sendung wird seit dem Jahr 2007 im britischen Fernsehen sowie in Deutschland beim KiKA sowie im WDR ausgestrahlt. DVDs erhalten Sie seit Oktober 2007 auch in deutscher Sprache. Die Filme sind nicht nur spannend und witzig, sondern gelten auch als besonders wertvoll. Daher wurden sie in den Jahren 2008 sowie 2010 mit dem Emmy, dem wichtigsten amerikanischen Fernsehpreis, geehrt.

Die Serie „Shaun das Schaf“

„Shaun“ ist ein Schaf und lebt zusammen mit seiner Herde auf einem Bauernhof. Hier spielen sich die Begebenheiten der einzelnen, jeweils etwa sechs Minuten langen Episoden ab. Ist der Bauer des Hofes in Sicht, benimmt sich die Herde wie eine ganz gewöhnliche Schafherde. Sind sie jedoch allein, gebärden sie sich wie Menschen. Sie gelangen immer wieder in chaotische Situationen, die sie, angeführt von Shaun, mit Komik und Witz lösen. So wird ein Kohlkopf zum Fußball, die Schafe entdecken den Pizzaservice für sich oder Shaun mutiert zum Personaltrainer für das dicke Schaf Shirley. Dabei entsteht jedes Mal ein ordentliches Durcheinander, das schnellstens beseitigt werden muss, bevor der Farmer des Hofes Wind davon bekommt. Sämtliche Folgen sind ohne Sprache gedreht worden. Selbst die Menschen, immer aus Sicht der Tiere dargestellt, geben lediglich Laute von sich, wie sie möglicherweise von den Tieren wahrgenommen werden. Untermalt werden die Geschichten mit Hintergrundgeräuschen. Die Episode „Raserei“ beispielsweise wurde mit den Geräuschen unterlegt, die die verschiedenen Fahrzeuge, mit denen die Tiere des Bauernhofes durch die Gegend jagen, machen – neben dem Tuckern des Traktors sind unter anderem das Hupen des Autos und das Heulen des Moped-Motors zu vernehmen.

Die Figuren der Serie

Hauptfigur der Serie ist Shaun, ein Schaf mit vielen aberwitzigen Ideen, das ständig aus der Reihe tanzt, neugierig ist und sich durch seinen Einfallsreichtum eine Menge Ärger einhandelt, diesen aber auch immer wieder vom Bauern unbemerkt zu beseitigen vermag. Weitere Mitglieder seiner Herde sind Shirley, das stark übergewichtige Schaf, das immer und alles isst, das kleine Lämmchen Timmy, das für genauso viel Unruhe sorgt wie Shaun selbst. Begleitet wird die Herde vom Hütehund Bitzer, der sich nach Leibeskräften bemüht, für Ruhe auf dem Bauernhof zu sorgen und die Aktivitäten der Schafe vor dem Bauern, der keine Ahnung hat, was auf seiner Farm passiert, geheim zu halten. Aus diesem Grund arbeiten Bitzer und Shaun oft zusammen, wenn es darum geht, wieder Ordnung auf der Farm herzustellen. Weitere Tiere, die in den Filmen vorkommen, sind die faule Katze Pidsley, die streitlustigen Schweine, die Enten, der Hahn, der Bulle und die Ziege.

Die Herstellung der Figuren für den Dreh der „Shaun das Schaf“-Folgen

Die meisten der Tiere werden zu Produktionszwecken mit einem Metallgerüst mit beweglichen Gelenken ausgestattet. Für die einzelnen Teile, aus denen die Tiere bestehen, wird das Metallgerüst, zum Beispiel eines Tierbeines, an einer Gussform befestigt. Diese Gussform wird mit einer flüssigen Gummimasse rund um das Metallgerüst herum ausgefüllt und geschlossen. Ist der Gummi hart geworden, wird die Form geöffnet und das Körperteil wird entnommen. Abschließend werden die einzelnen Teile zu einer Figur zusammengefügt. Die mit dem Metallgerüst ausgestatteten Figuren sind beweglich, zugleich aber so stabil, dass sie in einer vorgesehenen Position verharren können, was für die Produktion der Filme nötig ist.

Das Making-of der Serie „Shaun das Schaf“

Bei den „Shaun das Schaf“-Filmen handelt es sich um eine Stop-Motion-Animation. Das bedeutet vereinfach ausgedrückt, dass Aufnahmen von einzelnen Bildern oder Motiven gemacht werden. Diese werden dann derart zu einem Film zusammengefügt, dass die Illusion einer Bewegung entsteht – ähnlich wie bei einem Daumenkino. Ein bekanntes Beispiel für eine Stop-Motion-Produktion sind die Filme um Wallace und Gromit. In diesen ist Shaun das Schaf als Charakter auch erstmalig zu sehen. Versehentlich geschoren, wird ihm in der Serie der Name „Shaun“ in Anlehnung an das englische Verb für „scheren“ gegeben.

Produktion

Die Aufnahmen für „Shaun das Schaf“ werden von der Produktionsfirma Aardman Animations Ltd. in Bristol gemacht. Die Ideen für die einzelnen Geschichten liefert der kreative Leiter Richard Goleszowski, kurz „Golly“, ein englischer Trickfilmzeichner. Seine Ideen werden von Bob Richards, auch als Rob Richards oder Robert J. Richards II bekannt, auf ein Zeichen-Tablett gezeichnet. Die Bilder des Storyboard-Zeichners werden zu einer Geschichte zusammengefügt und als Vorlage für die Produktion des Films ausgedruckt. Neben den Figuren, die in der Werkstatt unter anderem aus Metallgerüsten und Gummi gefertigt werden, werden für die Produktion eines Shaun-Films Gegenstände vom Bauernhof, die Landschaft selbst sowie Hintergründe benötigt. Als Himmel beispielsweise dient ein Vorhang, der die passende Farbe hat. Hügel und Wiesen werden auf Platten aufgebracht und der Bauernhof selbst befindet sich auf großen Tischen. So passt Shauns ganze Welt in eine Halle der Produktionsfirma. Modelle existieren vom Bauernhof, von der Scheune, von Mauern und dem Heuschober. Anregungen für das Aussehen der einzelnen Gebäude und Gegenstände liefern Dinge aus der realen Welt. Ein altes Auto dient als Vorlage für den hellblauen Laster und Bäume werden entsprechend ihrer echten Vorbilder angefertigt.

Geschichte

Eine Geschichte ist in viele einzelne Szenen aufgeteilt. Für jede Szene werden die benötigten Figuren in die Modell-Welt hineingestellt. Bewegungen entstehen dann aus vielen einzelnen Fotos, die von ihnen gemacht werden. Dafür wird die Körperhaltung der Figuren, die dank des Gerüstes in ihrem Körper nicht nur bewegt werden können, sondern auch in der gewünschten Position verharren, für jedes Foto nur minimal verändert. Von Foto zu Foto müssen aber nicht nur die Figuren minimal bewegt werden, sondern auch die Gegenstände, die wild durch die Gegend fliegen oder chaotisch umherpurzeln. Wie beim Daumenkino jede einzelne Zeichnung ein wenig von der vorherigen abweicht, so unterscheiden sich auch die Fotos nur ein bisschen voneinander. Werden sie im Monitor nacheinander eingeblendet, entsteht der Eindruck, Figuren und Gegenstände hätten sich tatsächlich bewegt. Die derart entstandenen Einzelszenen ersetzen am Computer nach und nach die gezeichneten Szenen – bis der Film vollständig ist. Auf den vollständigen Film wird der Ton gelegt. Tierstimmen von Schafen, Schweinen, Hund und Enten werden passend zu den Filmszenen eingespielt und durch Musik ergänzt. Die Stücke dafür stammen von Ralph Schmitz, dem Schauspieler und Komiker, sowie Culcha Candela, einer Musikgruppe aus Berlin.

Ausgewählte Episoden der ersten und zweiten Staffel von „Shaun das Schaf“

Bereits mit den Episoden der ersten Staffel gelangte „Shaun das Schaf“ zu Bekannt- und Berühmtheit. Die Staffel beginnt mit der ersten Episode namens „Der Drachen“, in der Shaun versucht, einen Drachen zu fangen. In „Badetag“, der zweiten Episode, macht er zusammen mit der Herde, die keine Lust auf das Waschen mit kaltem Wasser hat, das Bauernhaus unsicher. Es folgen die Episoden „Gemüsefußball“ und „Summen der Bienen“, bevor die Serie eine der bekanntesten Episoden herausbringt: „Abspecken mit Shaun“. Shauns Versuch, die Pfunde des dicken Schafs Shirley zum Schmelzen zu bringen, brachte der Serie den Emil, einen Kinderfernsehpreis, der von TV-Spielfilm verliehen wird und besondere Produktionen für Kinder und Jugendliche auszeichnet, ein. Eine weitere sehr beliebte Episode ist „Die Rasenmäher-Ziege“, die alles um sich herum kahl frisst und der Shaun verzweifelt versucht, Einhalt zu gebieten. Weitere Highlights sind zudem die Folgen um das kleine Lamm Timmy, das in „Zirkus um Timmy“ spurlos verschwindet und in „Timmys Teddy“ sein geliebtes Kuscheltier verliert. Die erste Staffel endet mit der Episode „Der große Ausbruch“, in der die Schafherde Reißaus nimmt, als sie geschoren werden soll. Stattdessen lassen die Schafe sich in einem Hundesalon frisieren.

Die zweite Staffel beginnt mit der Episode „Der Ausflug“. Als die gesamte Schafherde einen Ausflug mit einem Bus macht, droht ihr chaotisches Treiben fast schon beim Bauern aufzufliegen. In letzter Sekunde gelingt es Bitzer, dies zu verhindern, das Chaos zu beseitigen und die alte Ordnung auf dem Bauernhof wieder herzustellen. Weitere Themen, die Sie in der zweiten Staffel erwarten, sind ein neuer Traktor, der für Tumult sorgt, sowie die fiese Nichte des Bauern, unter der die Herde leidet und deren Machenschaften für eine Menge Unruhe sorgen. Auch das Baden ist in „Waschtag“ oder „Hitzefrei“ wieder Mittelpunkt einiger Geschichten.

Weitere Staffeln und Specials

Auf die ersten beiden Staffeln folgen drei weitere. Jede von ihnen umfasst zwanzig Einzelepisoden, die mit weiteren neuen Ideen und Späßen aufwarten. Ärger machen zum Beispiel die fiesen Schweine, die in „Schweineärger“ anstelle des Hütehundes Bitzer auf die Schafe aufpassen sollen und dies schamlos ausnutzen. Der Streit zwischen Schweinen und Schafen eskaliert in der Folge „Schlammschlacht“ just an dem Tag, an dem der Hof von einem Inspektor unter die Lupe genommen wird. Das daraus resultierende Chaos auf der Farm müssen Shaun und seine Freunde nun beseitigen, ohne dass der Bauer und obendrein der Inspektor es bemerken. Es sind jedoch nicht nur die Schweine, die das Treiben der Schafe unterwandern. Auch die Hofkatze Pidsley sorgt dann und wann für Unannehmlichkeiten. In der Episode „Operation Mieze“ will sie die Schafe mit Fotos erpressen, die sie von einer wilden Party, die diese im Haus des Farmers gefeiert haben, gemacht hat. Pidsley streitet sich jedoch nicht nur mit den Schafen, Neidobjekt ist vor allem Bitzer, der sich als treuer Hund immer wieder die Aufmerksamkeit seines Herrchens sichern kann und von ihm in „Ein warmes Plätzchen“ aufgrund einer Erkältung umhegt wird.

Neben den fünf Staffeln gibt es Specials, die sich um olympische Sportarten drehen. Anlass für die Herausgabe der Sonderepisoden war der Start der Olympischen Spiele in London im Jahr 2012. Darunter sind Meisterschafts-Disziplinen wie Staffellauf, Kugelstoßen, Hockey, Volleyball und Kunstturnen zu finden. Das Meisterschaf Shaun absolviert zusammen mit den Schafen seiner Herde insgesamt einundzwanzig Disziplinen. Ausgefochten werden die Meisterschaften auf dem Bauernhof. Alles, was dort als Sportgerät verwendet oder umfunktioniert werden kann, wird genutzt. Heuballen werden aufgestapelt, Gummistiefel als Wurfobjekte umfunktioniert und Badewannen werden zu Schwimmbecken. In die Quere kommen den Schafen lediglich die Schweine, die mal wieder Gemeinheiten aushecken.

Shaun-Geschenkideen für Fans

„Shaun das Schaf“ ist als beliebte Filmfigur auch als Geschenkartikel bei eBay erhältlich. Neben den Figuren, die Kinder zu Rollenspielen anregen und bei Erwachsenen die Regale schmücken, freuen sich Fans nicht nur über die Filme, sondern können die Geschichten zudem in Büchern mitverfolgen. Sanfte Träume bescheren Ihnen nach dem Lesen oder Vorlesen Kissen von Shaun und Puzzles, deren Schwierigkeitsgrad sich nach der jeweiligen Alters- und Geschicklichkeitsstufe richtet, regen Kinder zu motorischen Spielen an.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden