So rüstet man Leuchten auf LED um

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So rüstet man Leuchten auf LED um

Die Vor- und Nachteile von LED-Leuchten

Der gravierendste Vorteil, den die Umrüstung von Leuchten auf LEDs mit sich bringt, ist die erhebliche Einsparung von Strom. Darüber hinaus ist LED-Licht absolut flimmerfrei, und im Gegensatz zu Energiesparbirnen ist das Licht unmittelbar beim Einschalten in voller Helligkeit vorhanden. Die Lebensdauer vieler Leuchtmittel verringert sich durch eine hohe Schalthäufigkeit, die Lebensdauer von LED-Leuchten ist hingegen unabhängig von der Ein- und Ausschaltfrequenz. Außerdem kann das Lichtspektrum der LED-Leuchtmittel beliebig zusammengesetzt werden. Sie eignen sich für jede Art der allgemeinen Beleuchtung. Inzwischen sind LED-Leuchten auf dem Markt, die frei sind von ultravioletten und infraroten Anteilen.

Einen Nachteil stellt die relativ schnelle Entwicklung der vergleichsweise jungen LED-Technologie dar. Es gibt noch keine ausreichenden Erkenntnisse über das tatsächliche Langzeitverhalten, und auch die zutreffenden Normen für LED-Lampen befinden sich noch in der Entwicklungsphase. Es besteht derzeit keine Prüfpflicht für diese Produkte und die Hersteller müssen jeweils anhand einer Risikobeurteilung festlegen, ob bei der Herstellung alle sicherheitsrelevanten Aspekte berücksichtigt wurden.

Dieser Ratgeber soll Ihnen einige wichtige Kriterien verdeutlichen, die Sie beim Wechseln von Leuchten auf LEDs berücksichtigen sollten. Besonders in der Wohnraumbeleuchtung sind LED-Lampen, die teilweise auch in unterschiedlichen Farben leuchten, eine dekorative Bereicherung. Da LED-Leuchten aber sehr punktgenau arbeiten, muss bei der Ausrichtung darauf geachtet werden, dass auch wirklich der gesamte gewünschte Bereich mit der notwendigen Helligkeit versorgt wird.

LED-Röhrenlampen sind ein guter Ersatz für Leuchtstoffröhren

Viele Städte und Gemeinden haben inzwischen das Sparpotenzial der LED-Leuchten klar erkannt und rüsten zum Beispiel die Beleuchtung von öffentlichen Gebäuden oder auch die Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen um. Aber auch für den privaten Gebrauch stellen LED-Röhrenlampen eine gute Alternative zu herkömmlichen Leuchtstoffröhren dar. Allerdings sollte der Käufer hier sehr genau darauf achten, dass er risikofreie LED-Leuchten kauft. Derzeit werden auf dem Markt unterschiedliche Varianten der LED-Röhrenlampe angeboten. Dabei zeigen sich die einzelnen Sicherheitsniveaus sehr unterschiedlich. Durch das Fehlen einheitlicher Normen kann bei verschiedenen Modellen die Gefahr eines elektrischen Stromschlags nicht ausgeschlossen werden. Die sicherste Variante, die sich auch für den privaten Gebrauch unbedenklich einsetzen lässt, ist die Retrofit-LED-Röhrenlampe.

Die Umrüstung auf Retrofit-LED-Röhrenlampen

Der erste große Vorteil, den diese Umrüstung mit sich bringt, ist, dass die Röhrenfassung nicht abgebaut und ausgetauscht werden muss. Die Retrofit-Röhrenlampen benötigen allerdings einen speziellen Starter. Geeignet zum Austausch der Leuchtröhren sind derzeit allerdings nur die Vorschaltgeräte (Starter) mit der Bezeichnung KVG und VVG. Lampenfassungen, die ein Vorschaltgerät mit der Bezeichnung EVG haben, können nicht auf Retrofit-LED-Röhrenlampen umgestellt werden. Ein Blick in die Herstellerangaben der neuen LED-Leuchten zeigt, für welche Vorschaltgeräte die jeweilige Version auf jeden Fall geeignet ist. Die genaue Bezeichnung des Vorschaltgerätes befindet sich seitlich am Starter selbst und ist auch im eingebauten Zustand gut ablesbar. Soll aus irgendeinem Grund die LED-Röhrenlampe wieder durch eine konventionelle Leuchtstoffröhre ersetzt werden, muss auch der Rücktausch des Starters erfolgen. Der Austausch des Starters ist auch für Laien kein Problem, weil es sich um eine einfache Steckverbindung handelt. Es besteht zwar keine Gefahr für den Benutzer, wenn das nicht geschieht, aber die Lampe leuchtet dann nicht und kann eventuell Beschädigungen davontragen, die die Leuchtstoffröhre unbrauchbar machen.

Die Risikoklassen von LED-Leuchten

Grundsätzlich werden alle LED-Leuchten und LED-Röhrenlampen derzeit in vier unterschiedliche Klassen eingeteilt. Die freie Gruppe, zu der auch die meisten Wohnraumleuchten gehören, stellt keine fotobiologische Gefahr dar. Das bedeutet, die Augen werden auch beim direkten Hineinschauen in das Leuchtmittel nicht durch Blendreaktionen gefährdet. In die Risikogruppe 1 fallen alle Lampen und Leuchten, die aufgrund normaler Einschränkungen oder durch das Verhalten der Nutzer keine Gefahr darstellen können. Sie sollten in Wohnräumen nicht ohne eine geeignete Abblendung, zum Beispiel durch Lampenschirme, verwendet werden. Die Risikogruppe 2 umfasst alle LED-Leuchtmittel, die weder durch Abwendungsreaktionen von hellen Lichtquellen noch durch thermisches Unbehagen (Erhitzen der Leuchtkörper) gefährlich sind. Sie werden überwiegend bei Außenbeleuchtungen oder in großen Gewerbehallen eingesetzt. Die Risikogruppe 3 ist für die allgemeine Beleuchtung nicht verwendbar, weil sie schon bei flüchtiger oder kurzzeitiger Bestrahlung nicht unbedenklich sind.

Vorsicht ist geboten bei der Konversions-Variante

Diese Variante der LED-Röhrenleuchten setzt einen Umbau der vorhandenen Leuchte voraus. Wer eine Lampe beliebiger Art umbaut, wird in diesem Moment zum Hersteller und ist für die Sicherheit der Lichtquelle verantwortlich. Werden zum Beispiel die notwendigen Isolationsabstände nicht eingehalten und es kommt dadurch zu einem Kurzschluss oder möglicherweise zu einem Brand, haftet derjenige, der die Lampe umgebaut hat. Bei einem Leuchtenumbau ist entsprechend auch der Rückbau zu konventionellen Leuchtstoffröhren nicht so einfach. Beim Rückbau können Kurzschlüsse entstehen oder es kann zu unerwarteten Zwischenfällen kommen, die sogenannte Sekundärunfälle wie beispielsweise den Sturz von einer Leiter zur Folge haben könnten. Außerdem kann ein unsachgemäßer Umbau zu Stromschlägen und damit auch zu schweren Gesundheitsstörungen oder sogar Todesfällen führen. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn man eine als Retrofit bezeichnete Variante ersteht, die aber trotzdem einen Umbau der Leuchte notwendig macht. Dann handelt es sich eindeutig um eine LED-Röhrenlampe, die in die Gruppe der Konversionsröhren fällt und damit mit vielen Risiken behaftet ist. Bei eBay finden Sie handelsübliche LED-Leuchtstoffröhren, die Sie bedenkenlos in vorhandene Leuchten einbauen können. Ob der neue Starter zum Lieferumfang gehört oder ob er zusätzlich bestellt werden muss, ergibt sich dabei aus der detaillierten Artikelbeschreibung.

Sehr risikoreich – LED-Röhrenlampen mit elektrischem Durchgang

Eine risikobehaftete Art von LED-Röhrenlampen sind Modelle mit einem elektrischen Durchgang. Diese sind für den privaten Gebrauch nicht gut geeignet. Hier haben die Kontaktpins auf beiden Seiten eine unmittelbarer elektrische Verbindung. Beim Auswechseln der Röhren besteht also jederzeit die potenzielle Gefahr eines Stromschlags. LED-Röhrenlampen mit elektrischem Durchgang müssen speziell gekennzeichnet sein, um den Verbraucher auf diese Gefahr hinzuweisen. Außerdem müssen diese Röhrenleuchten den Zusatz tragen, dass sie nur ohne Starter betrieben werden dürfen. Dieser Hinweis deutet schon an, welches Risiko mit LED-Röhrenlampen mit elektrischem Durchgang verbunden ist. Grundsätzlich ist davon abzuraten, selbstständig Umbauten an Leuchten vorzunehmen. Das Risiko entspricht in keiner Weise einer möglichen Ersparnis.

Das sollten Sie beachten, wenn Sie Leuchten auf LED umrüsten möchten

Wenn ein Ersatz für herkömmliche Leuchtstoffröhren gesucht wird, sollten grundsätzlich nur die Retrofit-Varianten verwendet werden. Bei der Anschaffung von LED-Röhrenleuchten ist darauf zu achten, dass die Versorgungsspannung der neuen LED-Leuchte innerhalb des Spannungsbereiches der konventionellen Leuchtstoffröhre liegt. Die Ausgangsleistung der LED-Röhrenleuchte sollte dabei möglichst unterhalb der Vorgängerleuchte liegen. Sie kann auch gleich sein, darf aber die Ausgangsleistung auf keinen Fall übersteigen. Natürlich muss die Retrofit-LED-Röhrenleuchte von den Abmessungen her genau in die vorhandene Lampenfassung passen. Außerdem darf das zugelassene Gewicht für das entsprechende Fassungssystem nicht überschritten werden. Beim Kauf von LED-Röhrenleuchten sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die LED-Lampen geprüft und zertifiziert sind. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die neuen LED-Röhrenlampen nicht den aktuellen Vorgaben der Technik entsprechen. Hierbei ist unter anderem zu beachten, dass LED-Leuchtröhren der Risikoklassen zwei und drei möglicherweise Schäden an den Augen verursachen können. Die neuen LED-Lampen sollten also entweder der risikofreien Gruppe oder der Risikogruppe eins entstammen.

Wissenswertes über LED-Leuchten

LEDs („Licht emittierende Dioden“) erzeugen das Licht aus einem Kristall, der aus zwei entgegengesetzt aufgeladenen Schichten besteht. Auf der einen Seite wird ein Überschuss an Elektronen erzeugt, auf der anderen Seite entstehen durch fehlende Elektronen Löcher. Wird dieser Kristall in der Stromdurchlassrichtung betrieben, fallen die überschüssigen Elektronen in die Löcher und geben Licht ab. Dieser Vorgang wird als Elektrolumineszenz bezeichnet. Zur Erzeugung beliebiger Lichtfarben können rote, grüne und blaue Leuchtdioden miteinander kombiniert werden. Die jeweilige Lichtfarbe entsteht durch das präzise Einstellen der jeweiligen Lichtstärken. So lässt sich auch weißes Licht produzieren. Während man bei diesen, auch als RGB-LED-Lampe bezeichneten Lichtquellen ein spezielles Gerät benötigt, um die einzelnen Leuchtdioden variabel und präzise ansteuern zu können, ist der Aufwand für die Erzeugung von weißem Licht geringer. Weiße LEDs sind meist mit einer dünnen Phosphorschicht beziehungsweise einer Mischung aus unterschiedlichen Phosphoren bedeckt. Das UV-Licht in der Leuchtdiode bringt den Phosphor zum Leuchten und er gibt weißes Licht ab. Moderne Technik ermöglicht es inzwischen, mit LED-Leuchten auch ein warmes weißes Licht zu erzeugen, das den herkömmlichen Glühlampen nahe kommt.

LEDs sind ausgesprochen effiziente Lichtquellen und übertreffen mit ihrer Leuchtkraft sowohl herkömmliche Glühlampen als auch Halogenlampen um ein Vielfaches. Ein weiterer wichtiger Faktor, der für LED-Lampen spricht, ist die extrem lange Lebensdauer. Die Haltbarkeit liegt derzeit bei etwa 50.000 möglichen Betriebsstunden, und die rasant fortschreitende technische Entwicklung lässt darauf schließen, dass mehr Leuchtkraft und eine noch längere Betriebsdauer im Bereich des Möglichen liegen. Um das in Zahlen zu verdeutlichen: Eine LED-Lampe, die einen Arbeitsplatz an 240 Tagen im Jahr im Durchschnitt acht Stunden beleuchtet, muss theoretisch erst nach 26 Jahren ausgewechselt werden. Abhängig ist die hohe Lebensdauer der LEDs von der Umgebungstemperatur. Je kühler die Raumluft ist, desto länger hält die LED-Lampe. Damit stellt sie unter anderem eine perfekte Beleuchtung von Kellern, Garagen und im Außenbereich dar. Sogenannte LED-Module, die fest in transparenten Kunststoff eingegossen sind, eignen sich auch für die Beleuchtung von Parkplätzen und Wegen oder Terrassen. Sie sind druck- und trittfest und können direkt in den Boden eingelassen werden.

LED-Leuchten kaufen

Wenn Sie Ihre bisherigen Lampen gegen LEDs austauschen möchten, können Ihnen die vielseitigen Informationen aus diesem Ratgeber helfen, sich für die LED-Leuchten zu entscheiden, die Ihren speziellen Anforderungen und Wünschen entsprechen. Beachten Sie bitte die Sicherheitshinweise und die Herstellerangaben zu Ihrer eigenen Sicherheit möglichst genau.

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