So präsentieren Sie Ihre Fotos richtig – Welches Papier ist das Richtige?

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So präsentieren Sie Ihre Fotos richtig – Welches Papier ist das Richtige?

Fotografie ist ein wahrlich wundervolles Hobby. Mit der Hilfe dieser bildgebenden Technik können Sie Erinnerungen jeglicher Art festhalten. Ihren Sinn bekommt die Fotografie als solches dadurch, dass Sie besondere Situationen jederzeit wieder vor Augen haben können und das in einer plastischen Form. In der Regel verblassen selbst die stärksten Erinnerungen nach Ablauf einer gewissen Zeit. Diesem tragischen Umstand wirkungsvoll begegnen können Sie durch die Kreierung eines Abbildes, das für immer bestehen bleibt.

Fotos im analogen und digitalen Zeitalter

Früher, während der analogen Zeit, war es entweder üblich, selbst Fotos in einer Dunkelkammer zu entwickeln oder die Negative zu einem Dienstleister Ihrer Wahl zu bringen. Dieser hat zumeist das übergebene Rohmaterial nicht selbst entwickelt, sondern seinerseits ebenfalls die Bilder weitergeleitet. Ziel dieser Übermittlung waren damals und sind auch heute noch diverse Labore, die täglich mehrere Tausend Bilder einwickeln. Mittlerweile befinden wir uns jedoch im digitalen Zeitalter, in dem analoge Fotografie keinen so hohen Stellenwert mehr wie damals genießt. Dies bedauern insbesondere die Anhänger der früheren Zeit, weil es immer eine große Überraschung war, zu sehen, was aus den Negativen an fertigen Bildern zurückgeschickt wurde. Auch wenn Sie selbst entwickelt haben, konnten Sie vor der Entwicklung niemals sehen, ob das beabsichtigte Foto tatsächlich so geworden ist, wie Sie es sich vorgestellt haben. Konnten Sie dann schließlich einen fertigen Abzug in Papierform in der Hand halten, so war dies entweder mit einem unbeschreiblichen Glücksgefühl verbunden oder mit einem solchen von Traurigkeit.

Digitale Fotografie oder analoge Vorgehensweise – Abzüge erstellen

Zu den Hochzeiten der analogen Fotografie haben Sie direkt bei Abgabe Ihrer Bilder Abzüge bestellt oder lediglich um eine Entwicklung gebeten, sodass Sie gut die entwickelten Dias auf einem heimischen Projektor oder mit einem Gucker betrachten konnten. Jeder Fotograf entscheidet autonom, ob er seine Bilder lieber in Papierform vor sich liegen hat und damit das Foto als physisches Material anfassen kann oder ob eine Projektion ausreichend ist. Altes analoges Filmmaterial von damals können Sie mit Mitteln der modernen Technik heutzutage digitalisieren. Allerdings ist die Qualität nur dann akzeptabel, wenn Sie eine hinreichend große Investitionen in die notwendige Technik tätigen. Wahrscheinlich sind Sie aber noch ein Kind der alten Zeit und präferieren Kontaktabzüge. Doch auch, wenn Sie mittlerweile auf Digitalkameras umgestiegen sind, können Sie das fertige Bild als Datei zu einem Dienstleister beziehungsweise Ausbelichter Ihrer Wahl schicken. Ausgedruckte Bilder auf einem entsprechenden hochwertigen Papier hinterlassen einen ganz anderen Eindruck wegen ihrer physischen Existenz als eine bloße Datei auf dem Computerbildschirm. Zudem können Sie ausgedruckte Bilder als Poster an Ihre Wände hängen oder aber Exemplare in ein Fotoalbum stecken, sodass sie für die Ewigkeit erhalten bleiben. Möglicherweise bevorzugen Sie es allerdings auch, Ihre Bilder komplett selbst zu drucken und möchten sich jetzt darüber informieren, welches Papier Sie am besten verwenden sollten. Diese schwierige Frage nimmt Ihnen jedoch der Ausbelichter ebenfalls nicht ab. Er kann Ihnen natürlich empfehlen, welches Papier Sie am besten für ein Porträt oder für eine farbenfrohe Landschaftsaufnahme verwenden sollten, die endgültige Entscheidung obliegt jedoch ganz allein Ihnen. Im Grunde genommen gleicht der Workflow von damals demjenigen von heute, wenn es um die Erstellung von Ausbelichtungen geht. Diese hießen damals Abzüge und wurden wie bereits erwähnt aus Dias oder entwickelten Negativen erstellt, heutzutage hingegen aus einer übermittelten Datei mit dem Computer.

Die Wahl des richtigen Papiers – matte Exemplare

Es steht bei der Wahl des passenden Papiers außer Frage, dass eine enge Korrelation mit dem Motiv besteht. Ein gewisser Anteil der Entscheidung richtet sich zudem nach Ihren persönlichen Vorlieben und Präferenzen.

Bei einem Porträt ist eine übliche Empfehlung, dieses auf mattem Papier drucken zu lassen. Bei einigen Dienstleistern nennt sich diese Papierform Silk-Papier. Sie fragen sich nun bestimmt, wodurch dieses Material gekennzeichnet ist. In seiner matten Eigenschaft schmeichelt es vielen porträtierten Menschen und stellt die Vorzüge der abgebildeten Personen weich und sanft heraus. Möglicherweise kennen Sie es bereits unter der Bezeichnung Porträt-Papier. Diese konventionelle Umschreibung trifft auf die Angabe mancher, alteingesessener Dienstleister noch zu. Darüber hinaus beeindruckt dass Silk-Papier den Betrachter – egal ob Sie selbst oder jemand anderen – durch seine wertigen Eigenschaften. Es stellt selbstredend jedes normale Drucker-Papier in den Schatten und kann darüber hinaus mit seiner Oberflächenstruktur überzeugen. Diese hat einen nicht vollständig ebenen Charakter, sondern ist seidenartiger Natur. Insgesamt ist diese Struktur etwas schwer zu beschreiben, sodass Sie sich am besten selbst von seiner Qualität überzeugen lassen sollten. Warum wird dieses Papier nun bei allen möglichen Porträts gern verwendet? Dies liegt in erster Linie daran, dass auch unser menschliches Gesicht nicht vollständig leblos ist, sondern selbst die rechte und linke Gesichtshälfte nicht komplett identisch sind. Die Struktur unserer Haut ist bei näherer Betrachtung keine vollständig glatte Oberfläche, sondern hat ebene und unebene Bereiche–sie ist voller Leben. Dies versucht der Ausbelichter durch die Wahl des Silk-Papiers bestmöglich zu erhalten und keine tote Abbildung zu erzeugen.

Glänzende oder hochglänzende Sorten richtig auswählen

Allerdings gibt es auch Porträts, die Sie am besten auf Hochglanzpapier drucken oder drucken lassen sollten. Zu dieser Spezies zählen vor allem High-Fashion-Aufnahmen. Das hochglänzende Papier unterstützt die moderne und elegante Aussage Ihres Bildes zusätzlich und lässt die einzelnen Farben herausstechen. High-Fashion-Aufnahmen sind gekennzeichnet durch eine präsente Schminkung des jeweiligen Models und kommen auf einem matten Papier deshalb nicht ausreichend zur Geltung. Ist das Model hingegen ein Mann, so müssen Sie anhand des Outfits differenzieren, ob eher ein eleganter oder schlichter Look besser aussehen wird. Bei Landschafts- oder Architekturaufnahmen können Sie sich ebenfalls an dem Vorhandensein oder Fehlen abgestufter Farbnuancen orientieren. Grundsätzlich gilt, dass glänzendes Papier Farben herausarbeitet und mattes Papier – sofern es die oben erörterten Eigenschaften hat – Strukturen. Dies ist eine ziemlich gute Richtlinie, mit der Sie beinahe jedes Motiv perfekt hinsichtlich der Wahl des richtigen Papiers einschätzen können.

Teuer oder günstig – welches Papier macht das Rennen?

Wie bei so vielen Dingen im Leben werden Sie sich sicher auch bei der Papierwahl für den Ausdruck die Frage stellen, ob es das teuerste Exemplar sein muss oder es auch eine günstigere Variante tut. Meistens gilt zwar, dass Sie das bekommen, wofür Sie bezahlen. Allerdings gilt diese Herangehensweise nicht grundsätzlich bei der Wahl des richtigen Papiers. Von selbst verstehen sollte sich, dass Sie für einen Druck in Eigen-Initiative spezielles Papier benötigen und nicht das gleiche nehmen können, welches Sie für den Druck von Dokumenten benutzen. Dies liegt in der schlichten Tatsache begründet, dass normales Papier zu dünn ist und aufgrund seiner Eigenschaften gar nicht dazu in der Lage ist, ein Foto angemessen darzustellen. Wegen seiner geringen Dicke nässt das Papier bei Bildpartien, in denen besonders viel Farbe aufgetragen wird, und ist nachher alles andere als ansehnlich. Drucken Sie selber mit Ihrem eigenen Drucker, wählen Sie an erster Stelle am besten Papiere vom gleichen Hersteller aus, von dem Sie den Drucker erworben haben. Dies sollten Sie tun, da nur die Hersteller selber perfekte Kompatibilität zwischen ihren Druckern respektive den Patronen und dem passenden Papier herstellen können. Gleichzeitig bedeutet dies nicht, dass Ihnen das auf diesem Wege erzielte Ergebnis am besten gefallen muss. Sie können selbstverständlich auch mit Dritt- oder Fremdherstellerprodukten experimentieren und anschließend die Resultate vergleichen. Es ist, wie schon angeklungen, nicht zwingend erforderlich, dass Sie unbedingt das teuerste Druckmaterial erwerben. Neben der Frage der Qualität Ihres Druckers ist letztlich Ihr persönlicher Qualitätsanspruch und Ihre Bereitschaft, eine entsprechende Summe für das Papier auszugeben, von Bedeutung. Bedenken Sie in jedem Fall, dass ein optimales Druckergebnis nicht alleine von der Wahl des passenden Papiers abhängig ist.

Den optimalen Workflow in Eigenregie bewerkstelligen

Sofern Sie sich dazu entschieden haben, Ihre digitalen Dateien selber auszudrucken – so, wie Sie die Entwicklung Ihrer Negative damals ebenso selbstständig vollzogen haben – sollten Sie weitere wichtige Aspekte beachten. Neben der bereits erwähnten notwendigen Übereinstimmung, was gutes Druckmaterial und die passenden Patronen angeht, kommt es ebenfalls auf das richtige Farbmanagement an. Selbst dann, wenn Sie das optimale Papier gefunden haben, können die Ergebnisse, die Sie bei eigenem Druck erhalten, erheblich von dem abweichen, was Sie am Monitor zuvor gesehen haben. Das Stichwort lautet hier Farbmanagement beziehungsweise Kalibrierung Ihres Displays. Beide Punkte sind genauso von erheblicher Wichtigkeit, wenn Sie Ihre Bilder an externe Dienstleister übermitteln. Ihre generelle Intention wird es sein, das ausbelichtete Foto so aussehen zu lassen, wie Sie dies auf dem Kamera-Display oder auf dem Monitor Ihres PCs gesehen haben. Notwendig ist es allerdings, dass Sie Ihren Monitor so einstellen, wie es der gängigen Norm entspricht. Dazu gehört in erster Linie die fehlende farbliche Abweichung von Werten, die beispielsweise in einer Druckerei vorgegeben sind. Um Ihren Monitor perfekt einzustellen, auch was die Helligkeit und den Kontrast anbelangt, können Sie sich ein Kalibrierungsgerät anschaffen. Mit dessen Hilfe werden gleich die Farben mit angeglichen und zudem sämtliche Aspekte Ihrer Arbeitsumgebung mit in das Ergebnis einbezogen. Haben Sie diesen Punkt erfolgreich gemeistert, haben Sie die größte Hürde bereits bewältigt. Lassen Sie sich abschließend ein entsprechendes Profil von Ihrem Ausbelichter zuschicken, womit Sie dessen farbliche und sonstige Einstellungen auf Ihrem Monitor durch Zuhilfenahme Ihres Bildbearbeitungsprogramm simulieren können. Drucken Sie selbst, so benutzen Sie am besten dasjenige Hersteller-Profil, welches Ihrem verwendeten Papiertyp entspricht.

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