So pflegen Sie das Gehäuse Ihrer Musikanlage

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So pflegen Sie das Gehäuse Ihrer Musikanlage

Sie bildet einen wichtigen Punkt in der eigenen Wohnwelt, leistet viel und bedarf daher einer besonderen Pflege. Ganz klar: Es geht um Ihre heimische Musikanlage. Sie ist vielen äußeren Einflüssen, wie Staub, Temperaturschwankungen und anderen Ablagerungen (zum Beispiel durch Nikotin) ausgesetzt und muss trotzdem höchst präzise Arbeiten. Gerade Schieberegler und Drehregler müssen gut gepflegt werden, um möglichst lange genau zu arbeiten. Eine Musikanlage besteht in der Regel aus drei Komponenten:

Für die einzelnen Elemente gibt es unterschiedliche Reinigungsvorgaben. In diesem Ratgeber soll es darum gehen, Ihnen die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Wartung, Reinigung und Pflege Ihrer Musikanlage vorzustellen. Hier erhalten Sie wichtige Tipps und Hinweise, was sie bei der Pflege Ihrer Musikanlage beachten müssen.

Die oberste Regel zu Beginn: Keine Feuchtigkeit an eine angeschlossene Anlage!

Die erste und wichtigste Regel gilt für alle elektronischen Geräte: Feuchte Reinigungsmittel haben bei in Betrieb stehenden Geräten nichts zu suchen. Wenn Sie ihre Anlage mit einem feuchten Reiniger behandeln möchten, muss die Musikanlage vorher vom Stromnetz genommen werden. Es kann immer passieren, dass geringe Tröpfchenmengen von Wasser oder Flüssigkeit in das Gerät gelangen – auch wenn Sie sich noch so viel Mühe geben. Bereits diese geringen Mengen können in Verbindung mit Strom zu einem verheerenden Kurzschluss führen, der Ihr Gerät nachhaltig schädigen kann.

Nach der Reinigung ist es deswegen ratsam, einige Stunden zu warten, bis Sie das Gerät wieder anschließen und in Betrieb nehmen. So können Sie sichergehen, dass alle Restfeuchtigkeit verdunstet ist.

Aufstellungssache: So schützen Sie das Gehäuse Ihrer Musikanlage

Elektronische Geräte sind sehr empfindlich gegen äußere Einflüsse. Daher gilt es, schon bei der Aufstellung darauf zu achten, einen ruhigen und sicheren Platz für sie zu finden. Ablagerungen, insbesondere Staub und Nikotin, sind der natürliche Feind aller Oberflächen. Bei der Aufstellung der Musikanlage sollten Sie also darauf Wert legen, dass sie möglichst wenigen Belastungen ausgesetzt ist.

Staub stört

Dafür sollte die Musikanlage nicht direkt auf dem Fußboden platziert werden. Das Gleiche gilt auch für die Lautsprecher. Direkt über der Bodenoberfläche wird besonders viel Staub aufgewirbelt, der kleinere Ritzen des Gehäuses befallen und verstopfen kann. Vor allem bei elektronischen Anschlüssen kann es hier zu Problemen kommen.

Gerade bei CD-Playern oder DVD-Playern kann es durch Staubablagerungen zu Störungen in der Mechanik kommen. So ist es vielleicht nach einiger zeit nicht mehr möglich, das Laufwerk komplett zu schließen. Wird die Musikanlage weiter entfernt vom Fußboden aufgestellt, kann ein Großteil dieser Probleme vermieden werden.

Auch direkte Sonneneinstrahlung kann das Gehäuse von Musikanlagen schädigen und ausbleichen lassen. Nicht nur das Gehäuse ist hier betroffen, auch die Elektronik kann darunter auf Dauer leiden. Es empfiehlt sich, für die Musikanlagen einen schattigen Platz in gewisser Höhe zu suchen. Ideal ist ein spezielles Regal- oder Schranksystem, in dem die Anlage vor Staub und direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist.

Regelmäßiges Staubentfernen beugt dem Verschleiß der Einzelteile vor

Der wichtigste Schritt bei der Pflege und Reinigung des Gehäuses ist das Entfernen von Staub. Dies sollte mindestens einmal in der Woche vollzogen werden. Alle elektronischen Geräte im Haushalt sind elektrostatisch aufgeladen. Das kommt durch elektronische Prozesse innerhalb der Geräte zustande. Da Staubpartikel ebenfalls elektronisch aufgeladen sein können, kommt es bei Teilchen unterschiedlicher Polung zu einer Anziehung. Besonders stark ist dies bei Röhrenbildschirmen zu erkennen, da das Bild hier mithilfe von Elektronen erzeugt wird. Die äußere Wand des Fernsehers ist daher genau andersherum geladen und zieht negativ geladene Staubpartikel an.

Gerade bei Geräten mit feinen Einstellungsgeräten, wie Drehlautstärkeregler oder Equalizer mit Schiebreglern kann eine hohe Staubbelastung mechanische Probleme verursachen. Gerät Staub in die Zwischenräume, macht der Drehregler störende Geräusche beim Bewegen. Schieberegler lassen sich unter Umständen nicht mehr optimal einstellen.

Auch Lüftungen innerhalb der Anlage können durch Staub in Mitleidenschaft gezogen werden. Können diese sich durch Staubablagerungen nicht mehr drehen, kann es zu einer Überhitzung des Gerätes kommen. Wird dies lange nicht erkannt, kann die Elektronik empfindlichen Schaden nehmen.

Nachdem Sie nun wissen, was Staub alles anrichten kann, erfahren Sie nun, wie Sie ihn am besten entfernen.

Microfaser, Staubwedel und Co. – so halten Sie Ihre Musikanlage lange staubfrei

Durch die elektrostatische Aufladung der Musikanlage empfiehlt es sich, antistatische Reinigungsmittel zu verwenden. Antistatische Stoffe können die statische Aufladung von Gegenständen verhindern bzw. abschwächen. Staubwedel haben den Vorteil, auch in schwer erreichbare Ritzen und Ecken zu reichen. So können Drehregler und Schiebregler optimal gereinigt werden.

Bei besonders hartnäckigen Staubeinlagerungen in kleinen Öffnungen kann ein Druckluftspray verwendet werden. Druckgasspray ist in Dosen erhältlich und wird mithilfe eines kleinen Schlauches direkt auf die betroffene Stelle angesetzt. Durch den druckvollen Luftstoß wird die Ablagerung entfernt. Bei der Benutzung von Druckluftsprays ist in jedem Fall darauf zu achten, dass die Dose gerade gehalten wird. Wird die Dose schräg angesetzt, kann es passieren, dass Flüssigkeit austritt, die der Elektronik schaden kann.

Für größere Flächen sind Staubwedel nur mäßig geeignet. Hier geht es nicht darum, kleine Ecken von Staub zu befreien, sondern darum, den Staub großflächig aufzunehmen. Auch antistatische Staubwedel neigen dazu, den Staub eher aufzuwirbeln, anstatt ihn zu behalten.

Zu diesem Zweck eignen sich feine Microfasertücher. Durch die besonders feinen Fasern kann der Stoff noch feiner verwebt werden. Es entsteht eine wesentlich größere Oberfläche auf kleinstem Raum. Dadurch können die Tücher besonders reibungslos über das Gehäuse gleiten. Das hemmt die elektrische Aufladung des Gerätes und sorgt gleichzeitig dafür, dass besonders viele und kleinste Staubpartikel aufgenommen werden können. Dank der feinen Verwebung des Microfasertuches kann dieses die Staubpartikel in sich aufnehmen. So verteilen Sie den Staub nicht, sondern entfernen ihn gründlich – und das ohne Flüssigkeit.

Hartnäckige Ablagerungen entfernen Sie mit sanften Reinigungsmitteln ohne Lösungsmittel

Bei hartnäckigen Verschmutzungen wie Fliegenkot oder fettigen Fingerabdrücken kommt man um eine feuchte Reinigung nicht herum. Hier empfehlen sich sanfte Glasreiniger, die auf ein weiches Tuch aufgesprüht werden. Niemals werden diese direkt auf das Gehäuse der Musikanlage aufgesprüht. Die Gefahr, dass Feuchtigkeit in das Gerät eindringt, ist viel zu groß. Hier gilt es, sich an die bereits zu Beginn erwähnte oberste Regel zu halten. Erst den Stecker ziehen, dann das Gerät feucht reinigen.

Beachten Sie, dass der von Ihnen gewählte Reiniger keine Lösungsmittel, wie Alkohol oder Benzin, enthält. Diese können die empfindliche Oberfläche des Gehäuses angreifen und auf Dauer schädigen.

Reines Wasser mit einem sanften Reinigungsmittel verdünnt reicht hier in der Regel völlig aus, schließlich ist die Musikanlage kein Gebrauchsgegenstand, der mit vielen hartnäckigen Verschmutzungen in Kontakt kommt. Sollte es dennoch so weit kommen, dass sich Rückstände nicht mehr entfernen lassen, sollten die einzelnen zu reinigenden Teile von der Anlage abmontiert werden, bevor man zu härteren Mitteln greift. Gerade bei Drehreglern kommt es häufig zu Ablagerungen an schwierig zugängigen Stellen, die mit der Zeit zum Störfaktor werden. Hier sollten Sie den Regler vorsichtig abmontieren und gesondert reinigen.

Mit diesen Tipps reinigen Sie Ihre Lautsprecher sanft und gründlich

Für das Gehäuse des Lautsprechers gelten ähnliche Regeln, wie für das Gehäuse der Musikanlage. Weiche Microfasertücher eignen sich für den groben Staub, während feine Staubwedel oder Pinsel für die Reinigung der Kleinteile nützlich sind.

Bei der Reinigung der Lautsprecher an sich ist höchste Vorsicht geboten. Oft sind die Lautsprecher von einem Schutzgitter oder einer Stoffbespannung vor äußeren Einwirkungen geschützt. Diese sind durch die ständigen Luftbewegungen der Membranen besonders anfällig für Staub und Verschmutzungen. Um diese zu reinigen, können die einen Staubsauger mit Bürstenaufsatz verwenden. Jedoch sollten die Schutzvorrichtungen zuvor vom Lausprecher abgenommen werden, damit die empfindlichen Membranen nicht durch die starke Saugkraft des Staubsaugers beschädigt werden.

Vorsichtige Behandlung der Membranen

Es gibt viele verschiedene Membranarten bei Lautsprechern. Einige sind aus Kunststoff, andere aus Pappe und wieder andere sind aus feinstem Aluminium gefertigt. Diese sind in unterschiedlichem Maße empfindlich. Während Kunststofflautsprecher vorsichtig mit einem leicht angefeuchteten Tuch abgewischt werden können, ist jede Feuchtigkeit bei Papp-Membranen tabu. Diese würde das Material aufquellen lassen und so den Klang verändern.

Aluminium-Membrane sind hauchdünn und so empfindlich, dass schon die Landung einer Fliege Schäden verursachen kann. Da ist es nur logisch, dass man mit einem Staubsauger nicht einmal in die Nähe eines solchen Lautsprechers kommen sollte.

Die Ränder der Lautsprecher, die sogenannten Sicken, sind ebenfalls unterschiedlich gestaltet. Bei den meisten Hi-Fi-Anlagen werden hier weiche Kunststoffsicken aus Gummi verwendet. Diese lassen sich mit einem feinen Tuch entstauben. Achten Sie dabei darauf, die Membranen nur so wenig wie möglich zu bewegen und vermeiden Sie es, die Membranen nach innen zu drücken. Dies kann bei der feinen Mechanik der Lautsprecher zu Schäden führen.

Vorsicht ist besser als Nachsicht – mit unseren Tipps haben Sie lagen Freude an Ihrer Musikanlage

Bei der Reinigung der Musikanlage gilt es vor allem, Vorsicht walten zu lassen. Empfindliche technische Geräte sollten immer mit dem Fingerspitzengefühl behandelt werden, das sie verdienen. Es ist daher sinnvoller, es gar nicht erst zu großen Verschmutzungen kommen zu lassen. 

Eine regelmäßige und gründliche Reinigung mit den oben empfohlenen Mitteln zahlt sich deutlich mehr aus, als eine lange Vernachlässigung und einer nachfolgenden Putzaktion mit harten Chemikalien. Bei einer stetigen Pflege sind harte Reinigungsmittel und aggressive Staubsauger zur Reinigung gar nicht nötig. 

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