So kommen Gartenmöbel, Zäune und Holzhäuschen gut durch den Winter

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Herbststürme, Dauernässe, Eis und Frost: Das alles setzt nicht nur den Pflanzen im Garten, sondern auch den Zäunen, Terrassenböden, Gartenhäuschen und nicht zuletzt den Gartenmöbeln ordentlich zu - vor allem, wenn sie aus Holz sind. Alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wird deshalb am besten im Trockenen untergestellt. Wo das nicht geht, ist gute Vorbereitung angesagt. Mit diesen 9 Tipps überstehen all' deine Holzgegenstände die kalte Jahreszeit.
Mit den richtigen Tipps können Schnee und Eis deinen Möbeln nichts anhaben. (© Thinkstock via The Digitale)
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Mit den richtigen Tipps können Schnee und Eis deinen Möbeln nichts anhaben. (© Thinkstock via The Digitale)
Einmal im Jahr ist eine Grundreinigung angesagt. (© Thinkstock via The Digitale)
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Einmal im Jahr ist eine Grundreinigung angesagt. (© Thinkstock via The Digitale)

1. Schrubb alles ab

Auch wenn du deinen Gartentisch regelmäßig abwischst  und Stühle und Liegen über Nacht abdeckt: Einmal im Jahr sollte Großreinigung sein. Damit beugst du allzustarker Moosbildung, Schimmel und anderen Einflüssen vor, die deine Holzmöbel angreifen und morsch werden lassen. Bester Zeitpunkt fürs Großreinemachen: Herbst (zur Vorbereitung auf den Winter bzw. die Wintereinlagerung) oder Frühjahr (damit alles pünktlich zur Gartensaison glänzt).
Nimm eine milde Seifenlauge und wisch die Möbel gründlich mit einem Schwamm oder einer Bürste damit ab. Hat sich bereits Moos gebildet, weiche dieses einige Zeit ein; danach lässt es sich gut entfernen. Lassen sich einzelne Flecken nicht lösen, hilft feines Schleifpapier weiter. Damit kannst du Verfärbungen vorsichtig abschmirgeln. Mit Schleifpapier lässt sich auch die Patina-Schicht von vergrautem Holz entfernen und die ursprüngliche Holz-Färbung wieder hervorholen. Allerdings bietet die Patina auch Schutz, darum solltest du nicht zu viel wegschmirgeln.  
Teakmöbel können im Sommer wie Winter draußen stehen. (© Thinkstock via The Digitale)
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Teakmöbel können im Sommer wie Winter draußen stehen. (© Thinkstock via The Digitale)

2. Natürliche Patina: Diese Möbel können im Winter unbehandelt draußen bleiben

Durch den Aufenthalt im Freien bildet sich bei unbehandeltem Holz nach und nach die bereits erwähnte Patina. Schaden tut sie den Möbeln nicht - ganz im Gegenteil. Es ist lediglich eine Frage des Geschmacks, ob dir die silbergraue Optik gefällt. Hochwertige Holzsorten wie Teak und andere subtropische Hölzer, aber auch europäisches Robinienholz sind sehr resistent gegen Witterungseinflüsse und Schimmel. Insofern kannst du sie, ohne Schäden befürchten zu müssen, auch unbehandelt über Winter im Freien lassen. 
Lasiertes Teakholz wird nimmt einen rotbraunen Ton an. (© Pixabay)
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Lasiertes Teakholz wird nimmt einen rotbraunen Ton an. (© Pixabay)

3. Ölen und Lasieren beugt Ergrauen vor

Willst du ein Ergrauen deiner Möbel verhindern, dann steht nach der Reinigung entweder Ölen oder Lasieren an. Beides verändert auch die Naturfarbe des Holzes. Sie wird mit jeder Behandlung dunkler: Das ursprünglich honigbraune Teakholz wird durch das regelmäßige Einölen nach und nach rotbraun. Am besten werden Öl und Lasur mit einem Pinsel aufgetragen und mit einem weichen Tuch verrieben.
Übrigens: Hast du dich für das Ölen entschieden, solltest du die Prozedur regelmäßig wiederholen. Sobald sich Glasränder oder Essensflecken nicht mehr einfach abwischen lassen, sondern als Rückstände im Holz sichtbar bleiben, ist es wieder an der Zeit zum Öl zu greifen. 

4. Der perfekte Lagerort für deine Gartenmöbel

Die Mühe hat sich gelohnt, nach gründlicher Reinigung und Pflegebehandlung sehen die Holzgegenstände wieder aus wie neu.  Damit dies über den Winter auch so bleibt, stellst du die Gartenmöbel am  drinnen unter. Gartenstühle, Tische und Sonnenliegen lassen sich häufig platzsparend zusammenklappen.  So haben sie auch auf wenig Fläche Platz. Mit einem alten Laken schützt du die Möbel vor Staub.
Wie sollte der ideale Lagerort sein?
  • trocken
  • gut gelüftet, um der Pilz- oder Schimmelgefahr vorzubeugen
  • nicht zu kalt, zumindest aber frostfrei
  • geschützt vor UV-Strahlung
Wasserdichte Planen schützen die Möbel vor Wind und Wetter. (© fair-shopping)
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Wasserdichte Planen schützen die Möbel vor Wind und Wetter. (© fair-shopping)

5. Wenn Unterstellen nicht möglich ist

Breite Sitzbänke oder feste Tische sind für das Einlagern im Haus oft zu sperrig und auch im Geräteschuppen ist der Platz meist begrenzt. Für diese XXL-Gartenmöbel gibt es entsprechend große Schutzhüllen zu kaufen. Achte beim Kauf darauf, dass sie auch wirklich ausreichend groß sind und das Material robust genug, mehrere Frost-Perioden gut zu überstehen.
Idealerweise lassen sich die Schutz-Überzüge durch Zusammenbinden sicher befestigen, so dass sie bei Wind nicht gleich davongeweht werden.   
Beim Überwintern im Freien dürfen die Füße der Möbel nicht im Wasser stehen, sonst saugen sie Feuchtigkeit auf. 
Polster müssen unbedingt nach drinnen oder in die Truhe. (© Pixabay)
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Polster müssen unbedingt nach drinnen oder in die Truhe. (© Pixabay)

6. Polster in Wintertruhen lagern

Denk auch an die Polster und die Bespannungen aus Stoff. Letztere lassen sich häufig einfach entfernen, Polster sind ja ohnehin beweglich. Auch diese Teile sollten nun winterfein gemacht werden und je nach Pflegehinweis gewaschen oder mit einem Tuch abgewischt werden. Gut getrocknet geht es an die Einlagerung. Hierfür gibt es praktische und schöne Polster-Truhen. Einige sind so dicht, dass sie ganzjährig draußen stehen bleiben können. 
Denk auch an das andere Gartenholz! (© Pixabay)
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Denk auch an das andere Gartenholz! (© Pixabay)
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Denk auch an das andere Gartenholz! (© Pixabay)

7. Holzzaun, Bohlen und Co. nicht vergessen

Sind die Möbel gut vorbereitet, geht es an die anderen Holzgegenstände im Garten. Denn auch Zaun, Terrassenboden, Rankhilfen, Gartenhaus oder Carport aus Holz  setzen Witterung, Pilze und Schädlinge zu und sollten deshalb ebenfalls mit regelmäßigen Anstrichen gepflegt werden.
Grundsätzlich reicht für Gartenholz, das nicht direkt Regen oder Spritzwasser ausgesetzt ist, die Behandlung mit Veredelungsmitteln. Sie schützen und verhindern das Ausbleichen.
Ist das Holz hingegen ungeschützt der Witterung ausgesetzt, raten Experten zu Wetterschutzmitteln, die Wasser von der Holzoberfläche abperlen lassen, aber ebenso wie Veredelungsmittel keine Biozide enthalten.  Schwere Geschütze mit Bioziden sind nur für Holz, das direkt in der Erde und damit im Wasser steht, wie Zäune oder die Pfähle des Carports, sinnvoll. Bei ihnen solltest du tatsächlich ein chemisches Holzschutzmittel benutzen, um das Material vor Pilzen und Holzschädlingen zu schützen.

Für Tisch und Stühle sind umweltfreundliche Lasuren besonders geeignet. (© Thinkstock via The Digitale)
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Für Tisch und Stühle sind umweltfreundliche Lasuren besonders geeignet. (© Thinkstock via The Digitale)

8. Welche Holz-Pflegemittel sind wofür geeignet?

Für die Gartenmöbel sind am besten umweltfreundliche Öle und Lasuren geeignet, die keine Lösemittel enthalten und wasserbasiert sind. Sie sind nicht schädlich - auch nicht zur Haut. Das ist wichtig, denn schließlich kommst du im Sommer häufig direkt damit in Berührung.
Lasuren mit Lösemittel haben dagegen den Vorteil, dass sie besser ins Holz eindringen und dadurch einen besseren  Feuchtigkeitsschutz bieten. Sie eignen sich für  Holzgegenstände wie Gartenhäuschen, Schuppen und Holzzäune.
Lasuren sollten einmal jährlich angewandt werden, da sie die Holzmaserung nicht übertünchen und daher nicht decken. Willst du seltener streichen, greif zum Lack. Dieser hält vier bis fünf Jahre bis eine  neue Schicht erforderlich ist. 
Damit Rechen, Spaten und Co. lange gute Dienste leisten, ist Einölen angesagt. (© Thinkstock via The Digitale)
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Damit Rechen, Spaten und Co. lange gute Dienste leisten, ist Einölen angesagt. (© Thinkstock via The Digitale)

9. Auch Gartengeräte brauchen Pflege

Was haben Spaten, Rechen und Co. gemeinsam? Sie haben (meist) einen Stiel aus Holz. Der dankt regelmäßige Pflege ebenfalls.
Dazu wird das Gartengerät zuerst grob gereinigt und raue Stellen mit extra feinem Schleifpapier geglättet. Den Stiel anschließend mit Leinöl einlassen, so sind sie bestens für die harte Gartenarbeit im nächsten Jahr gerüstet.
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