So können Sie exotische Kräuter-Nutzpflanzen auf eBay finden

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
So können Sie exotische Kräuter-Nutzpflanzen auf eBay finden

Für die meisten exotischen Kräuterpflanzen ist nur ein heller Platz auf dem Fensterbrett nötig. Aber manche davon kann man auch im heimischen Garten anpflanzen. Gerade bei den exotischen Kräuterpflanzen gibt es einiges zu entdecken. Duftkräuter, Küchenkräuter, Heilkräuter oder Teekräuter, für (fast) jede Anwendung und jeden Zweck ist ein Kraut gewachsen.

Falls man exotischen Pflanzen beherbergt, die ursprünglich in den Tropen beheimatet sind, benötigen diese spezielle Exotenerde. Bei Kräutern im Topf sollte man immer für eine gute Drainage sorgen, damit die Wurzeln nicht verfaulen. Falls die Kräuter im Winter ins Haus gebracht werden, weil sie nicht frostresistent sind, sollte man durch regelmäßiges Besprühen mit Wasser für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Die Pflanze sollte den richtigen Standort erhalten und regelmäßig gedüngt werden, damit sie einen hohen Ertrag bringt. Falls es sich bei den Kräutern um Pflanzen handelt, die man in irgendeiner Form zu sich nehmen will, sollte man vorsichtshalber nur organischen und biologischen Dünger verwenden.

Duftkräuter

Einheimische Duftkräuter wie Lavendel dürfte fast jeder kennen. Doch auch exotische Kräuter haben ihren ganz besonderen Reiz. Fast alle Duftkräuter sind niedrige Pflanzen, die nicht höher werden als die Bodendecker im Garten. Damit diese kleinen Pflanzen ihre Wirkung voll entfalten können, sollten sie erhöht angepflanzt werden, zum Beispiel in einer Blumenampel, oder in einem Hochbeet. Eine besonders reizvolle Wirkung lässt sich erzielen, wenn die Kräuter in Körben oder Blumenampeln angesetzt werden.
Zudem sollte man beachten, dass die Duftkräuter je nach Tageszeit unterschiedlich intensiv duften. Da die meisten der Kräuter zum unkontrollierten Wachstum neigen, muss das Wachstum, sofern die Pflanzen im Garten angepflanzt werden, mit Beeteinfassungen reglementiert werden. Duftende Kräuter eignen sich auch hervorragend dazu, Schmetterlinge, Bienen und Hummeln anzuziehen. Man kann sich also überlegen, die Schmetterlingshecke mit ein paar duftenden exotischen Blumen und Stauden zu bereichern.

Agastache als Bienenweide

Zu den Duftkräutern gehören neben den unterschiedlichsten Minzegattungen wie Apfelminze, Orangenminze und Pfefferminze auch diverse Exoten wie zum Beispiel asiatische Nesselarten (Agastache). Diese mehrjährigen Pflanzen werden 80 bis 150 cm hoch und blühen von Juni bis September. In Ostasien kommen sie in Flusstälern vor. Diese Pflanze duftet nicht nur hervorragend, sie versorgt auch zahlreiche Bienen mit gutem Nektar und eignet sich daher hervorragend als Bienenweide.

Frangipani – ein tropischer Duftbaum

Der Frangipanibaum (Plumeria obtusa) aus der Gattung der Hundsgiftgewächse ist die Nationalblume Nicaraguas. Der Baum wird zwischen 4 und 15 Meter hoch und wurde wegen des Dufts und der Schönheit der Blüten im gesamten Tropengürtel in Gärten angepflanzt. Diese Bäume sind recht anspruchslos, benötigen allerdings viel Sonne und Winterruhe zur Blütenbildung. Die Erde muss luftdurchlässig sein und einen hohen Stickstoffgehalt aufweisen. Damit die Pflanzen zu blühen beginnen, benötigen sie einen phosphatreichen Blühdünger.

Lebkuchenbaum – Duft im Garten

Die Gattung der Kuchenbäume besteht aus nur zwei Arten. Der Name des Lebkuchenbaumes (Cercidiphyllum japonicum) kommt vom Geruch der feuchten Blätter des Baumes, wobei der Geruch allerdings wieder verfliegt, wenn die Blätter trocken sind. In unsren Breitengraden wird er bis zu 12 Meter hoch. Der Lebkuchenbaum benötigt einen nährstoffreichen Boden und Sonne bis Halbschatten. Er verträgt außerdem keine Trockenheit.

Heilkräuter

Heilkräuter werden entweder zur Erhaltung der Gesundheit oder zur Heilung von Krankheiten verwendet. Dabei gibt es die verschiedensten Anwendungsgebiete, von der Senkung des Blutdrucks über die Linderung von Halsschmerzen und Magenschmerzen bis hin zu Stärkung innerer Organe. Diese Heilkräuter werden dabei entweder frisch oder getrocknet als Gewürz eingenommen, als Kräutertee zubereite oder zu Tinkturen, Säften oder Salben verarbeitet. Wer selbst gezogene Heilkräuter in irgendeiner Form zu sich zu nehmen gedenkt, sollte zuvor einen Arzt oder Apotheker um Rat fragen. Viele der Heilkräuter können in falscher Dosierung gesundheitsschädlich oder sogar giftig sein.

Jiaogulan – Rankender Ginseng

Dem Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum) wird nachgesagt, dass es zum überdurchschnittlich hohen Anteil der 100-Jährigen in der Provinz Guizhou in China beiträgt. Die Inhaltsstoffe sind weitgehend mit denen des Ginseng identisch. Die Pflanze benötigt gute Gartenerden, damit sie ihre Ranken ausbilden kann. Sie ist bis mindestens -18° C winterfest. Falls die Pflanze im Winter im Garten steht, zieht sie ihre Ranken ein, falls sie im Haus oder im Gewächshaus steht, bleibt sie das ganze Jahr hindurch grün. Aus den Blättern können Tee oder Salate zubereitet werden. Jiaogulan, auch Kraut der Unsterblichkeit genannt, soll gegen Bluthochdruck, Verklumpung der Blutplättchen und Diabetes helfen.

Tu-Ren-Shen – ein Stärkungsmittel

Tu-Ren-Shen oder Erdginseng (Talinum paniculatum) wird in Asien als Stärkungsmittel verwendet. Die Blätter können als Salat oder gedünstet verzehrt werden. Die aus der Familie der Portulakgewächse stammende Pflanze kann sowohl in Töpfen als auch im Freiland angebaut werden. Sie wird nur 60 cm hoch und benötigt neben reichlich Wasser einen nährstoffreichen Boden. Im Winter müssen die Wurzeln zum Überwintern ausgegraben werden, denn sie sind nicht frostresistent.

Küchenkräuter

Küchenkräuter oder Gewürzkräuter stammen aus kultiviertem Anbau und mit diesen Begriffen werden alle Kräuter zusammengefasst, deren Teile in der Küche als Gewürze verwendet werden. Sie können frisch geerntet oder getrocknet zum Einsatz kommen, wobei allerdings die meisten Küchenkräuter im frischen Zustand aromatischer sind. Die Gewürzkräuter werden nicht nur wegen des Geschmacks verwendet, sondern sorgen unter anderem auch für eine leichtere Bekömmlichkeit fetter Speisen.

Sedanina als Salat oder Suppenkraut

Obwohl die Sedanina (Apium nodiflorum) eine europäische Pflanze ist, ist sie dennoch in Deutschland so gut wie unbekannt. Die Pflanze ist auch als Knotenblütiger Sellerie bekannt, schmeckt aber eher nach Karotten. Sie kann roh als Salat oder gekocht verzehrt werden. In Italien ist sie vor allen Dingen als Zutat von Fischsuppen beliebt und wird Sedano d‘Acqua genannt.

Die Speisechrysantheme – eine essbare Blütenpflanze

Die Speisechrysantheme (Chrysanthemum coronarium) gehört in gemäßigten Klimazonen zu den einjährigen Pflanzen und wird bis zu 80 cm hoch. Falls sie im Kübel gepflanzt wird, kann sie aber durchaus im Haus oder im Wintergarten überwintern. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Mittelmeerraum bis nach Pakistan. Die Blätter, Knospen und Blüten werden vor allen Dingen in Südostasien und Japan als Gemüse verwendet.

Teekräuter

Als Teekräuter können die unterschiedlichsten Pflanzen verwendet werden. Bekannte einheimische Teekräuter sind zum Beispiel die Kamille oder die Pfefferminze. Man kann aber nicht nur die Blätter und Blüten einer Pflanze zur Teezubereitung nutzen. Auch Wurzeln können verwendet werden, wie es beim Baldriantee der Fall ist, oder die Rinde von Weiden und Eichen.

Balsamstrauch – zum Aromatisieren von Tee

Der von den Kanarischen Inseln stammende Balsamstrauch (Cedronella triphylla) verträgt milden Frost bis -8 °C. Da er schnell wächst, kann er mehrmals im Jahr geerntet werden. Die nach Minze und Zitrone duftenden Blätter werden zum Aromatisieren von Tee verwendet.

Mate – Koffein einmal anders genießen

Der Matestrauch (Ilex paraguensis) ist in Südamerika beheimatet. Optimalerweise wird er bei einer gleichbleibenden Temperatur zwischen 20 und 23 °C angebaut. Die frischen Blätter enthalten Koffein und Theobromin und wirken dadurch anregend auf den Organismus. Mate ist in Deutschland als Arzneimittel zugelassen und ist bisweilen auch im Handel erhältlich.

Räucherkräuter

Das bekannteste Kraut, das geraucht oder zum Räuchern verwendet werden kann, ist der Tabak. Doch es gibt noch exotischere Kräuter für diesen Zweck. Zur Raumluftverbesserung können alle Teile der Pflanzen verwendet werden. Beim Räuchern wird eine spezielle Räucherkohle auf einem feuerfesten Untergrund entzündet. Die getrockneten Pflanzen werden dann auf der Glut platziert.

Artemisia – anspruchslose Räucherkräuter

Die Moxibustion ist eine Erwärmung der Therapiepunkte der Körpermeridiane. Beim Moxen werden in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kleine Mengen von getrockneten Fasern der Artemisia-Arten verwendet. Die Artemisia enthält ätherische Öle wie Thujaöl und Cineol. Die meisten Artemisia-Arten sind frostresistent und ausdauernd, werden bis zu zwei Meter hoch und stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden, da sie zu den Pionierpflanzen zählen.

Damiana

Die Damiana (Turnera diffusa) kommt von Argentinien bis zum südlichen Nordamerika vor. Die Pflanze wird sowohl zum Räuchern verwendet als auch in ihrer Heimat geraucht. Sie enthält neben Terpenen und ätherischen Ölen auch Koffein. Am besten gedeiht Damiana auf felsigen und trockenen Standorten. Man sollte diese Pflanze aber nur zum Räuchern verwenden, da sie in manchen Ländern unter das Arzneimittelgesetz fällt.

Yerba Santa – das heilige Kraut der Indianer

Als Yerba Santa werden Pflanzen der Gattung Eridictyon verkauft. Sie stammt aus den USA und kann bis zu 2 Meter hoch werden. Diese indianische Heilpflanze wird vor allen Dingen zum Räuchern verwendet, wobei sie einen würzig-warmen krautigen Rauch entwickelt. Die Pflanze ist nicht winterhart und benötigt einen durchlässigen, sandigen Boden.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber