So können Sie Ihre eigene Spieluhr-Melodie machen

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So können Sie Ihre eigene Spieluhr-Melodie machen

Hierzulande besitzt fast jeder, der ein Baby hat, auch mindestens eine Spieluhr. Mit ihrem zarten Klang und der Wiederholung ein und derselben vertrauten Melodie eignen sich die kleinen Musikspender hervorragend als Tröster, zur Beruhigung oder als Hilfe beim Einschlafen. Oftmals werden die Spielwerke für die Jüngsten in flauschige Stofftiere eingenäht, was den beruhigenden Effekt noch verstärkt. Aber auch viele Erwachsene erliegen dem Zauber der Spieldosen und erfreuen sich an der Vielfalt der angebotenen Melodien. Für alle, deren Lieblingslied nicht dabei ist oder die eine eigene Melodie kreieren möchten, gibt es außerdem die Möglichkeit, das musikalische Innenleben ihrer Spieluhr selbst zu gestalten.

  

Walze oder Lochplatte – die grundsätzliche Funktionsweise der Spieldose

Die Spieldose wurde 1796 von dem Schweizer Uhrmacher Antoine Favre-Salomon erfunden. Er fertigte kleine metallische Tonzungen an, von denen jede einen anderen Ton erzeugte, wenn sie angerissen wurde. Schon wenige Jahre später gelang es, einen ganzen Tonkamm mit vielen unterschiedlich langen Tonzungen – und damit vielen verschiedenen Tönen – herzustellen. Angerissen wurden die Zungen von einer Metallwalze, auf der an unterschiedlichen Stellen kleine Stifte angebracht waren. Knapp ein Jahrhundert später, im Jahr 1887, entwickelte der Leipziger Paul Lochmann eine Spieluhr, die mit metallenen Lochplatten funktionierte. In diese wurden an verschiedenen Stellen Haken gestanzt, die dann beim Drehen den Tonkamm anrissen. Der große Vorteil gegenüber der Walzenspieldose war, dass die Platten ausgetauscht werden konnten. Aber bis heute existieren beide Varianten der Spieluhr. Angetrieben werden sie entweder mit einer Handkurbel oder mit einem Federwerk.

  

Das Lochband als Grundlage für selbst erstellte Spieluhr-Melodien

Nach dem Prinzip der Lochplatten-Spieluhr gibt es in jüngerer Zeit auch Lochbänder. Sie sind rechteckig und laufen gerade durch das Spielwerk, das in diesem Falle mit einer Handkurbel betrieben wird. In ihrer Funktionsweise ähnelt diese Spieldose einer alten Wäschemangel. Die Lochbänder bestehen aus starkem Papier und können mithilfe einer Spezialzange an den entsprechenden Stellen gelocht werden. Noten- und Zeitlinien sind dabei vorgegeben, sodass sowohl die gewünschte Melodie als auch der erforderliche Rhythmus gestanzt werden kann.

  

Spieluhr-Melodien zum Selbermachen: Das sollten Sie beachten

Wenn Sie sich für die Lochband-Technik entscheiden, um selbst eine Spieluhr-Melodie zu kreieren, dann erhalten Sie neben den ungestanzten Lochbändern das Lochstreifenlaufwerk, also sozusagen das „Innenleben“ einer Spieluhr. Aufgrund der Funktionsweise, bei der der Lochstreifen von vorn nach hinten durchgezogen wird, ist es nicht möglich, dieses Spielwerk im herkömmlichen Sinne in einer Spieldose oder einem Kuscheltier zu verarbeiten, da es jederzeit zugänglich sein muss. Insofern eignet sich diese Art von Spieluhren eher für ältere Kinder und Erwachsene. Des Weiteren sollten Sie beim Kauf gut auf die Beschreibung des Herstellers achten, denn die Lochstreifen bieten je nach Länge Platz für unterschiedlich viele Töne. Bei einigen Spielwerken ist es außerdem nicht möglich, alle Halbtöne zu spielen.

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