So kaufen Sie keine falschen Entfernungsmesser & Zubehör mehr

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So kaufen Sie keine falschen Entfernungsmesser & Zubehör mehr

Entfernungsmesser sind wichtige Werkzeuge im Landschafts- und Gartenbau, auf dem Bauplatz im Allgemeinen und auch in vielen anderen Bereichen, in denen es darum geht, dass etwas vermessen werden soll. Doch auch Heimwerker können von diesen Instrumenten profitieren, wenn es um präzise Arbeiten geht, bei denen sehr genaue Messungen notwendig sind. Diese Elektrowerkzeuge lassen sich zum Beispiel für das Ausmessen der Abstände zweier Wände benutzen, für die Bestimmung der Deckenhöhe und vieles anderes mehr.

Überblick über das Angebot an Entfernungsmessern

Entfernungsmesser werden ebenso wie Multimeter oder Multimessgeräte den Präzisionsmessern zugerechnet und werden überall dort eingesetzt, wo es auf jeden Millimeter ankommt. Während Messgeräte im Allgemeinen sowohl in digitaler als auch analoger Ausführung auftreten, werden Entfernungsmesser stets digital ausgeführt. In der Regel handelt es sich beinahe schon um richtige kleine Computer, mit denen nicht nur einfach gemessen, sondern eine Vielzahl von Kalkulationen vorgenommen werden können. Die Entfernungsmesser werden mit einem sehr unterschiedlichen Funktionsumfang angeboten. So können die Geräte zum Beispiel in unterschiedlichen Maßeinheiten rechnen, unterschiedliche geometrische Kalkulationen durchführen und viele andere Funktionen anbieten. Einige Modelle werden mit einer Schutztasche angeboten, einige Geräte richten sich an Einsteiger, andere wiederum an professionelle Anwender.

Auf die Messgenauigkeit kommt es an

Ob sich ein Entfernungsmesser für die jeweils gestellte Aufgabe tatsächlich verwenden lässt, steht und fällt mit der Messgenauigkeit. Zwar handelt es sich bei Produkten aus dieser Gerätekategorie stets um Präzisionsinstrumente, dennoch können die erreichbaren Genauigkeiten voneinander abweichen. Die Abweichungen betreffend liegen gute Werte hier in einem Bereich von +/- 2 mm. Darunter ist zu verstehen, dass Entfernungen im jeweiligen Arbeitsbereich 2 Millimeter unter- oder überschätzt werden, was selbst im professionellen Einsatz in der Regel ausreichend ist. Bei einigen Geräten werden die Abweichungen statt in Millimetern auch in Prozent angegeben. Wer auf einem Bauplatz arbeitet und die Entfernung von Gebäudeteilen und ähnlichem ausrechnen möchte, für den ist eine Genauigkeit von 2 Millimetern in der Regel bereits sehr hoch einzuschätzen. In anderen Präzisionsbereichen hingegen werden Geräte mit einer höheren Leistung benötigt. Der Käufer sollte also vor seinem Kauf sehr genau wissen, in welchem Bereich das Gerät am Ende vor allem zum Einsatz kommen soll. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass mit zunehmender Strecke, die zu messen ist, eine höhere Ungenauigkeit in Kauf genommen werden sollte.

Hier ist jedoch darauf zu achten, dass diese Werte nicht bei beliebigen Entfernungen garantiert werden können, sondern nur innerhalb eines bestimmten Messbereichs. Dieser ist bei jedem Gerät unterschiedlich groß und in der Regel der Produktbeschreibung zu entnehmen.

Geräte arbeiten in unterschiedlichen Messbereichen

Entfernungsmesser unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Auflösung beziehungsweise der Genauigkeit der Messung, sondern auch hinsichtlich des Messbereichs. Der Messbereich gibt bei diesen Produkten an, ab welcher Länge und bis hin zu welcher Länge die Geräte eingesetzt werden können. Einsteigergeräte beginnen die Messung bei etwa einem Meter und können bis zu 15 Metern messen. Im Heimwerkerbereich kann damit bereits eine Vielzahl von Arbeiten problemlos bewältigt werden. Bessere Geräte beginnen die Messung bei 0,5 Metern und können bis zu 25 Meter weit messen. Im Außeneinsatz und bei besonders großen Entfernungen können professionelle Geräte eingesetzt werden, die bis zu 50 Meter und weiter Messungen vornehmen können. Diese Geräte sind damit auch auf dem Bauplatz sinnvoll einsetzbar. Hochwertige Geräte können zudem schon ab einer Entfernung von 0,05 Metern mit der Messung beginnen. Vor dem Kauf sollte daher unbedingt geklärt werden, in welchem Messbereich später gearbeitet werden soll. Wer bereits weiß, dass er meistens mit nicht mehr als 10 Metern großen Entfernungen konfrontiert sein wird, der kann ein Einsteigermodell wählen und auf diese Weise viel Geld sparen. Im professionellen Einsatz hingegen können die maximalen Entfernungen häufig nicht groß genug sein.

Eine Schutztasche ist ein wichtiges Zubehör

Wer seine Investition in ein Entfernungsmessgerät sichern möchte, der sollte auf Angebote achten, bei denen eine Schutztasche gleich mitgeliefert wird. Auf diese Weise ist stets ein sicherer Transport möglich und das Gerät wird vor Schäden bewahrt. Im täglichen Einsatz auf dem Bau und an anderer Stelle kann es schließlich leicht einmal vorkommen, dass das Gerät aus der Tasche fällt und Stößen sowie anderen äußeren Einflüssen ausgesetzt ist. Da es sich hierbei um ein hochpräzises Instrument handelt, sollte auch entsprechend sorgsam damit umgegangen werden. Nichts wäre ärgerlicher als ein plötzlicher Ausfall während der Arbeit, während der eine präzise Messung unbedingt benötigt wird.

Einfacheres Arbeiten mit bidirektionaler Messung

Zu den Komfortmerkmalen bei Entfernungsmessern gehört die Fähigkeit, in beide Richtungen messen zu können. Das wird auch als bidirektionale Messung bezeichnet. Bei dieser Messung wird in beide Richtungen mit der gleichen maximalen Entfernung gemessen, so dass sich der Messbereich hier verdoppelt. Solche Ausstattungsmerkmale erleichtern die Arbeit mit dem Gerät und sollten daher nicht vernachlässigt werden.

Großes Display erleichtert die Bedienung

Bei Entfernungsmessern ist es aufgrund ihres großen Funktionsumfangs wichtig, dass sie sich einfach bedienen lassen. Das ist deshalb bedeutsam, weil nicht nur im professionellen Einsatz ein schnelles und zielgerichtetes Arbeiten wichtig ist. Gerade Einsteiger können mit der Funktionsvielfalt dieser Geräte schnell überfordert werden, so dass gut ablesbare und übersichtliche Displays hier eine große Hilfe sind. Die Käufer sollten darauf achten, dass sich das Display auch beleuchten lässt, damit es in dunklen Bereichen von Gebäuden und am Abend immer noch gut ablesbar ist. Hierbei handelt es sich um unscheinbare Ausstattungsmerkmale, die jedoch große Auswirkungen haben können. Bei den Displays selbst handelt es sich dabei in der Regel um LCD-Displays, die bestimmte Anzeigebereiche für die einzelnen Funktionen des Geräts aufweisen. So gibt es eigene Bereiche für die gemessene Entfernung oder die Fläche beziehungsweise das Volumen, die sich aus der bisherigen Messung ermitteln ließen. Eine solche Aufteilung in Bereiche erleichtert den Umgang mit dem Gerät erheblich.

Indirekte Messung hilft bei Hindernissen

Im praktischen Einsatz kommt es häufig vor, dass sich zwischen zwei zu messenden Objekten Hindernisse befinden. Häufig sorgen diese durch ihre Form oder Platzierung dafür, dass mehrere gemessene Längen miteinander addiert werden müssen, und verhindern ein verlässliches Ergebnis. In vielen Fällen ist der Verlust der Messgenauigkeit dabei zu hoch, als dass dieses Verfahren einen gangbaren Weg darstellen würde. Abhilfe schaffen hier Entfernungsmesser, die eine indirekte Messung durchführen können. Hier wird der Satz des Pythagoras angewendet, um zum Beispiel die Höhe eines Hauses von außen zu messen. Die entsprechende Formel ist bereits in das Gerät einprogrammiert, die Messwerte werden automatisch ermitteln. Auf diese Weise wird der Einsatzbereich des Entfernungsmessers deutlich vergrößert und es lässt sich eine größere Zahl von Aufgaben im Bereich der Messung bewältigen. Anwendbar ist die indirekte Messung auch dann, wenn fehlende Zielflächen nicht direkt ermittelt werden können.

Gute Geräte bieten für die Messung unterschiedliche Referenzpunkte

Wer häufig Messungen vornimmt, der kennt das Problem ungenauer Referenzpunkte. Wer zum Beispiel aus einer Ecke heraus messen möchte, weiß häufig nicht, wo er das Gerät genau platzieren soll. In einem solchen Fall ergeben sich bis zur Wand fehlende Zentimeter, die mühsam gemessen und später zum Messergebnis addiert werden müssen. Aus diesem Grund bieten die Hersteller Geräte an, die Messungen sowohl von der Vorder- als auch von der Hinterkante und per Anschlagstift ermöglichen. Der Anschlagstift wird bis in den Winkel einer Ecke hineingeführt und erlaubt so eine millimetergenaue Messung auch in diesen schwierigen Bereichen. Der Referenzpunkt lässt sich dabei einfach mit einem Knopfdruck wechseln. Wer einfach von einer Wand aus messen möchte, der wählt die Messung ab der Hinterkante, beim Anlegen an einen Tisch ab der Vorderkante. Auf diese Weise kann der Entfernungsmesser noch flexibler eingesetzt werden.

Raumhöhen finden per Dauermessung

Ebenfalls praktisch ist die Möglichkeit der Dauermessung. Hierbei ist die Messung kein einzelnes Ereignis, sondern wird dauerhaft während des aktiven Betriebs des Geräts durchgeführt. Das ist zum Beispiel dann praktisch, wenn in einer Dachgeschosswohnung eine bestimmte Raumhöhe, etwa zum Aufstellen eines Schranks, gefunden werden soll und dabei Dachschrägen berücksichtigt werden müssen.

Kombigeräte verbinden vielfältige Funktionen in einem Gerät

Einige Geräte bieten nicht nur die Funktion der Entfernungsmessung an, sondern werden um weitere Funktionen ergänzt. Hierzu gehören zum Beispiel Kombigeräte, die auch als Wasserwaage eingesetzt werden können. Hierdurch geht die Arbeit auf dem Bau oder im Heimwerkerbereich leichter von der Hand und präzise Messungen können auf vielfältige Weise durchgeführt werden. Gearbeitet wird hier mit einer Laserlinie, die der genauen Ausrichtung der Wasserwaage dient. Beachtet werden sollte bei diesen Geräte, dass sie einen ausgewachsenen Entfernungsmesser nicht ersetzen können und dass der Arbeitsbereich in der Regel nicht über 5 Meter liegt.

Fazit

Der Kauf von Entfernungsmessern ist nicht einfach, da sich die einzelnen Geräte auf den ersten Blick stark ähneln. Wer genauer hinsieht und sich mit den Kriterien für den Kauf auskennt, der wird jedoch schnell Unterschiede feststellen können, insbesondere dann, wenn es um die mathematischen Funktionen geht. Bessere Geräte können dabei nicht nur genauer, sondern auch umfangreicher kalkulieren. Am Ende entscheidet das Anforderungsprofil des Käufers und die Frage, ob dieser das Gerät lediglich für Heimarbeiten oder im professionellen Einsatz benötigt.

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