So kann das Wetter Ihrem Holzzaun nichts anhaben

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So kann das Wetter Ihrem Holzzaun nichts anhaben

Der Klassiker der Umzäunung ist und bleibt der Holzzaun. Viele haben sich in den letzten Jahren Einmatten- und Maschendrahtzäune entschieden. Die überdauernde Beständigkeit ist jedoch aufseiten des Holzzaunes gewährleistet – vorausgesetzt Sie pflegen das Material und wählen für Ihren Zaun das geeignete Holz. Nur so bleibt der rustikale Umzäunung über viele Jahre erhalten. Wie sollte der Zaun angelegt sein und welche Pflege verlangt dieser ergiebige Rohstoff? Gibt es eine spezifische Vorbehandlung oder Imprägnierung für den Winter? Wann ist es empfehlenswert, einen Farbanstrich vorzunehmen? Diese und andere Fragen finden in den folgenden Zeilen Antworten.

Der Holzzaun – ein Klassiker der Einzäunung

Ob als sichtbare Grundstücksgrenze oder als schützende Einzäunung – der Holzzaun findet in nahezu jedem Garten seine Verwendung. Kennen Sie die unterschiedlichen Holzarten und ihre Vor- und Nachteile? In Form und Ausgestaltung unterscheiden sich Staketen- von Latten-, Koppel- und Jägerzäunen. Der Zaun in einem Lattenprofil weist eine kantige Form auf. Die Jäger- und Koppelzäune zeigen quer angebrachte, großflächige Latten und sind eine Sonderform des Lattenzauns. In beiden Fällen strahlen diese Formen der Umzäunung eine ausgesprochen urige Gemütlichkeit aus. Verfolgen Sie den asiatischen Stil in Ihrem Garten, so ist der Bambuszaun genau das Richtige. Dieser dient Ihnen als Blick- und Schallschutz und findet an Weidezäunen seinen Halt. Eine stabilere Abschirmung gegen Wind und fremde Blicke schafft der Lattenzaun. Diesen können Sie variabel gestalten, indem Sie eine entsprechende Holzart wählen und das Design den persönlichen Anforderungen anpassen.

Die zu errichtende Höhe, die frei von einer Baugenehmigung ist, liegt bei 1,70 Metern. Möchten Sie den Zaunbau einer Fachfirma übergeben, so bieten viele Betriebe die Übernahme der rechtlichen und kommunalen Genehmigungen. Nicht jede Siedlung erlaubt das Errichten hoher Zäune. Eine Gartensiedlung bietet nur die Möglichkeit, den Jägerzaun mit einer Höhe von maximal einem Meter zu errichten. Ein Blick in die Satzung hilft Ihnen in diesem Bereich weiter.

Sorgfältige Planung und Bau des Holzzauns bieten optimale Basis

Bevor es an den Zaunbau geht, führt der erste Weg zur Auswahl des geeigneten Baumaterials. Teilweise werden sogar Komplettsysteme angeboten. Dabei können Sie entweder vorab die korrekte Zaunhöhe und -höhe heraussuchen oder aber anschließend selbst tätig werden. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Beachten sollten Sie in jedem Fall die entsprechenden Aufbaubedingungen. Die stabilen Pfosten, die dem Zaun als Rahmen dienen, sollten ein Mindestmaß von einem Mal einem Meter aufweisen. Hinzu kommen U- und H-Anker. Die Pfostenknöpfe lassen das Regenwasser komplikationsfrei abfließen. Der Zaunpfahl saugt sich nicht voll Wasser. Planen Sie für Ihren Zaun Rankgitter für Pflanzen und Gewächse, so treffen Sie diese Entscheidung am besten in der Planungsphase, um nachher nicht vor unlösbaren Problemen zu stehen.

Vorbereitung: Schritt für Schritt zum pflegeleichten Holzzaun

Die Planung ist einer der wichtigsten Vorbereitungsschritte und sollte keinesfalls vernachlässigt werden. Messen Sie die gesamte Zaunlänge aus und gehen Sie hierbei nicht zu ungenau vor. Andernfalls reicht das Zaunmaterial nicht und die Baumaßnahmen verlängern sich unnötig. Markieren Sie nach dem Setzen der Richtschnur die Abstände für die Pfosten, diese sollten eine Entfernung von drei Metern nicht übersteigen. Andernfalls geht dies auf Kosten der Stabilität. Um den Messprozess zu vereinfachen, nutzen Sie ein zurechtgeschnittenes Abstandsstück und legen dies von neuem an. Sie gehen auf Nummer sicher und erhalten immer denselben Abstand.

Ist dieser Schritt erledigt, heben Sie tiefe Löcher aus, um später die Pfosten zu versenken. Die Tiefe beläuft sich auf 60 bis 80 Zentimeter. Es versteht sich von selbst, dass Beton eingelassen wird, um die Festigkeit auf Dauer zu garantieren. Das Erdreich selbst gibt dem Pfosten keinerlei Festigkeit. So wäre es nicht möglich, den Latten des Zaunes einen stabilen Rahmen zu bieten. Setzen Sie die Pfosten in Bodenhülsen, diese sorgen für zusätzliche Stabilität und schützen das Holz. Für das Mischverhältnis gilt folgende Faustregel: Sie geben einen Teil Zement und fünf Teile Sand und Wasser zusammen und verrühren dies, bis Sie eine feste und zähflüssige Masse erhalten. Bedenken Sie bei der Arbeit mit Zement, dass dieser besonders schnell aushärtet.

Wählen Sie das passende Holz für Ihren Zaun

Um nicht nach den ersten Wochen bereits Abnutzungs- und Gebrauchsspuren zu erkennen, wählen Sie vorab das richtige Holz. Hier sind Sie mit kesseldruckimprägniertem Holz gut beraten, wie zum Beispiel bei der Fichte. Setzen Sie in diesem Bereich die finanziellen Daumenschrauben nicht zu eng an. Sie haben im Endeffekt das Nachsehen, wenn das Holz spröde Stellen aufweist und die Latten des Zaunes beim nächsten Windstoß nachgeben. Bei Lärche oder Edelkastanie liegt kein Holzschutz vor. Entscheiden Sie sich für den Holzzaunbau mit tropischen Hölzern, beachten Sie in jedem Fall das FSC-Siegel. Wenn Sie beim Holz Wert auf eine hochwertige und witterungsbeständige Art legen, wird Ihnen der Zaun nur ein Mindestmaß an Pflege und Wartung abverlangen. Nur so kann dieser mehrere Winter und zum Teil verehrende Wetterverhältnisse überstehen. Doch ohne Pflege kommen Sie beim Holz nicht aus, wozu greifen Sie – zum Lack, zur Imprägnierung oder zur Farbe?

Lacke, Farben oder Imprägnierungen auftragen?

Haben Sie die Absicht, Lack aufzutragen, so hat dieser ausschließlich dekorativen Wert, denn der Lack schützt den Zaun auf keinen Fall. Es sind die Lasuren, die tief in das Holz eindringen und es mit dem nötigen Rundumschutz versehen. Möchten Sie nicht nur die Pflege, sondern auch den ästhetischen Wert eines Zauns erhalten, so greifen Sie zu hochwertiger Farbe. Es sollte vor dem Auftragen der neuen Schicht kein Restbestand des alten Lacks auf dem Zaun zu sehen sein. Dieser muss staubfrei entfernt werden, erst dann kann die neue Lackschicht in das Holz eindringen. Beim Streichen gehen Sie mit dem Pinsel in Richtung Maserung, um das Holz nicht weiter zu beschädigen. Setzen Sie die rankenden Pflanzen so, dass diese bei der neuen Lasur nicht entscheidend gekürzt werden müssen. An diesem Punkt wird deutlich, wie wichtig eine detaillierte Planung ist.

So gehen Sie beim jährlichen Anstrich vor

Der optimale Zeitpunkt für den Anstrich Ihres Holzzauns ist das Frühjahr, denn es haben sich meist die ersten Gebrauchsspuren nach einem langen Herbst und Winter ergeben. Sie lesen zwar auf vielen Farben und Imprägnierungen, dass der Anstrich direkt auf den bestehenden Lack gehört, doch ist dies nicht der Fall. Streichen Sie die Farbe auf den unbehandelten Zaun, so fügen Sie dem Holz auf Dauer einen Schaden zu. Entfernen Sie daher penibel das Moos, Farbreste und faule Stellen. Wollen Sie nicht mehrere Stunden mit der Drahtbürste investieren, so bietet sich der feine Hochdruckreiniger an. Sie erledigen diese zeitaufwendige Arbeit im Handumdrehen. Lassen Sie im Anschluss den Zaun austrocknen und beginnen danach mit dem Anstrich.

In der Zwischenzeit, während das Holz abtrocknet, können Sie einige Stellen vor Farbspritzern schützen. Die Farbflecken auf den Kantensteinen halten sich hartnäckig und wirken mehr als unschön. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie das Holz grundieren, bevor Sie die Farbe auftragen. Greifen Sie beim Anstrich zum flachen Pinsel, dieser kann in wenigen Strichen die Zaunlatte mit Farbe bedecken – vorausgesetzt der Pinsel ist nicht zu klein. Eine andere Möglichkeit bieten Rollen oder eine Spritzpistole. Bei Letzterem ist jedoch mit Sprühnebel und einem gewissen Ausbreitungsraum zu rechnen. Tragen Sie aus diesem Grund einen Atemschutz und parken Sie Ihr Auto mit genügend Abstand. Der Farbnebel kann auf Ihren Lack übergehen und zu einem erheblichen Schaden führen, da die Lackfarbe im Nachhinein nur mit sehr viel Mühe beseitigt werden kann.

Fazit: Der jährliche Anstrich sichert eine jahrelange Beständigkeit

Ist die Farbe auf Wasserbasis hergestellt worden, eignet sich diese nicht zum Streichen des Zauns. In diesem Bereich greifen Sie zu Lackfarben, diese basieren auf einem Lösungsmittel. Arbeiten Sie mit einer Verdünnung und reinigen Sie den Pinsel nach der Arbeit gründlich, bis keine Reste mehr zu sehen sind. Das Arbeiten mit diesen Farben ist etwas umständlicher, doch das Ergebnis spricht für sich, denn diese Art von Anstrich ist beständiger. Wie beim Streichen von anderen Gegenständen sind beim Zaun zwei dünne Schichten Lackfarbe besser als ein dicker Anstrich. Dieser geht meist mit den ungeliebten Farbnasen einher und gelingt nur wechselhaft.

Warten Sie nach dem Anstrich einen kurzen Moment ab, um den ersten trocknen zu lassen. Im Prinzip bleiben die heutigen Farben und Lacke nicht mehr ganz so beständig am Zaun, wie noch vor 20 Jahren. Dafür haben die Hersteller und Entwickler auf sämtliche Giftstoffe verzichtet, der Umwelt zuliebe. Dies macht ein häufigeres Streichen erforderlich. Nehmen Sie sich jedes Frühjahr Zeit, den Zaun mit der Farbe und Lasur zu versehen, so haben Sie viele Jahre Freude an Ihrem Holzzaun. Bei der Wahl des Materials ist Ihr persönlicher Geschmack entscheidend, in den meisten Fällen ist davon abzuraten, auf günstige, wässrige Farben zurückzugreifen. Nach dem Anstrich befindet sich mehr Farbe auf Ihren Schuhen und der Rasenkante als auf dem Zaun.

Um Geld und Zeit beim Einkauf zu sparen, wählen Sie den Einkaufsort am besten sorgfältig aus. Haben Sie sich für eine Firma entschieden, die den Zaun aufbaut und vor Ort installiert, so geben die erfahrenen Mitarbeiter Ihnen nützliche Tipps und Ratschläge zu effektiven und haltbaren Produkten der Zaunpflege, sodass Sie an diesem Punkt gezielt nachfragen können. Der Vorteil ist, dass Sie auf bestehende Erfahrung zurückgreifen können und nicht vollkommen auf sich alleine gestellt sind.

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