So holen Sie sich mit einer Bananen-Staude Karibik-Feeling auf Ihre Terrasse

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So holen Sie sich mit einer Bananen-Staude Karibik-Feeling auf Ihre Terrasse

Sie ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken – die Banane liefert viel Energie und schmeckt Groß wie Klein gleichermaßen gut. Sie spendet uns Nährstoffe, Vitamine und sie ist in unzähligen Rezepten und Gerichten auf der ganzen Welt zu finden. Doch nicht nur die Früchte sind eine Attraktion, sondern auch die beeindruckenden Bäume an denen sie wachsen. Immer mehr Hobbygärtner und Terrassenbesitzer begeistern sich für die Aufzucht von Bananen-Stauden, die streng genommen keine echten Bäume sind.

Es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als im Sommer auf der eigenen Terrasse zu liegen, einen Cocktail in der Hand zu halten und sich von den exotischen Pflanzen in eine tropische Urlaubswelt entführen zu lassen. Das Karibik-Gefühl kann dort sein, wo Sie es wollen. Wenn Sie glauben, alle Bananen sehen gleich aus, und wenn Sie denken, dass Tropengewächse nur mit viel Aufwand und mit noch mehr Arbeit kultiviert werden können, dann werden Sie sich im Folgenden sicherlich vom Gegenteil überzeugen können.

Blüte und Reifeprozess der Banane

Wie bereits erwähnt, wachsen Bananen nicht auf Bäumen, sondern in Staudenform. Als solche werden alle Gewächse bezeichnet, die alljährlich aufs Neue aus ihrem Wurzelstock beziehungsweise Rhizom austreiben. Was wie ein Stamm aussieht, sind in Wirklichkeit steife Blätter, die so fest sind und so dicht ineinander wachsen, dass die Pflanzen tatsächlich wie Bäume aussehen. Eine Staude trägt im Laufe ihres Lebens ein einziges Mal Früchte. Daraufhin stirbt sie ab. An ihrer Stelle treibt aus dem Rhizom ein neuer Sprössling aus, der sehr schnell wächst und die Stelle des alten „Scheinstamms“ annimmt. Je nach Sorte kann eine Bananenpflanze bis zu zehn Meter hoch werden.

Nach etwa sieben Monaten bildet das Tropengewächs eine große rote Blüte, die nach unten wächst. Nach dem Ende der Blütezeit tragen nur die weiblichen Stauden Früchte. Bis zur Ernte dauert es bei manchen Pflanzensorten etwa ein Jahr und bei anderen müssen Sie wiederum bis zu drei Mal so lange warten. Da die Pflanze aus tropischen Ländern stammt, in denen es das ganze Jahr über warm ist, hat die Banane immer Saison. Wenn die Früchte in die Zielländer ausgeliefert werden, müssen sie noch eine Weile in sogenannten Reifehallen nachreifen. Optimal zum Verzehr geeignet ist die süße Frucht, wenn ihre Spitze und der Stielansatz noch leicht grünlich sind.

Bei Zimmertemperatur reifen Bananen schnell nach und können verzehrt werden. Ein weitverbreiteter Irrtum ist es, sie im Kühlschrank zu lagern, denn dieses Obst verträgt keine Temperaturen unter 12 °C. Wenn Sie es mal mit dem Verzehr eilig haben, können Sie einen Apfel zu den Bananen legen oder die Früchte einzeln in Zeitungspapier einwickeln. So beschleunigen Sie den Reifeprozess.

Der Ursprung der Bananenpflanzen und ihre Verbreitung

Die Bananen-Staude zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Ursprünglich stammt das Tropengewächs aus der südostasiatischen Inselwelt zu der beispielsweise Indonesien, Malaysia, die Philippinen oder Singapur gehören. Vermutlich brachten Araber die Banane bereits im ersten Jahrhundert nach Christus auf den afrikanischen Kontinent. Von dort gelangte die Frucht etwa im Jahre 1500 auf die Kanarischen Inseln, nach Europa und nach Südamerika.

Im Jahre 1899 begann mit der Gründung der amerikanischen Firma „United Fruit Company“ der Welthandel mit Bananen. Inzwischen wurde der Konzern umbenannt und trägt den Namen „Chiquita“. Insgesamt kontrollieren lediglich drei Unternehmen beinahe den gesamten weltweiten Anbau und den Handel mit dem beliebten Nahrungsmittel.

Die Ernte der Bananen

Bananen werden grundsätzlich grün geerntet, sodass sie noch verhältnismäßig hart sind und ihr Fruchtfleisch keine Süße enthält. Wenn sie gepflückt werden, dann in der Regel als kompletter Fruchtstand, der mit einem Messer von der Staude geschnitten wird. Dieser wird auch als Büschel bezeichnet. Das Bananenbüschel enthält zunächst viele einzelne Blüten, aus denen sich irgendwann die eigentlichen Früchte bilden, die im Einzelnen als Finger und in ihrer Gesamtheit als Hände bezeichnet werden. Eine Hand besteht in der Regel aus zehn bis zwanzig Fingern. Ein Büschel enthält rund zehn Hände, die zusammen bis zu fünfzig Kilogramm wiegen können.

Warum ist die Banane denn nun krumm? Um die Antwort dieser Frage ranken sich seit jeher viele mehr oder weniger ernst gemeinte Erklärungen, doch es gibt nur eine, die in diesem Fall richtig ist. Der Fruchtstand an der Staude wird beim Wachsen mit der Zeit immer schwerer. Also senkt er sich und wächst zum Boden hin. Die einzelnen Früchte jedoch wachsen weiterhin zur Sonne – also nach oben. Daher kommt auch die typische, gekrümmte Form der gelben Energielieferanten.

Banane ist nicht gleich Banane – die unterschiedlichen Sorten der exotischen Pflanzen und ihrer Früchte

Die süßen Früchte, die Sie in jedem Supermarkt finden können, sind sogenannte Obstbananen. Menschen in tropischen Ländern verwenden jedoch weitaus häufiger Koch- und Mehlbananen. Wie die Kartoffeln bei uns zählen die fruchtigen Leckerbissen dort zu den Grundnahrungsmitteln. Sie werden gekocht und gebraten, zu Chips frittiert und zu Mehl verarbeitet. Sogar Bier wird aus dem nährstoffreichen Obst hergestellt. Es existiert zudem eine Sorte der Bananenpflanze, die in der Textilverarbeitung verwendet wird. Aus den Blättern und Staudenfasern dieser sogenannten Faserbanane werden Seile und Gewebe hergestellt.

Haben Sie schon einmal einen Vertreter dieser Fruchtspezies gesehen, der eine rote Schale hat oder Sorten, die doppelt so lang sind, wie die aus dem Supermarkt? Sie sind selten, doch es gibt sie. Auf der Welt existieren etwa 100 Arten von Bananenpflanzen, von denen bei Weitem nicht alle essbare Früchte tragen und die in Europa vor allem als beliebte Zierpflanzen fungieren.

Eine Bananen-Staude für Ihre Terrasse – dekorativ und stimmungsvoll

Im Grunde ist es nicht schwer, eine Bananen-Staude auf Ihrer Terrasse oder im Haus zu kultivieren, da sie relativ wenig Pflege braucht. Jedoch sollten Sie wissen, welche Anforderungen die Umgebung erfüllen muss, damit sich Ihre neue exotische Pflanze rundum wohlfühlt und prächtig gedeiht.

Wissenswertes rund um die Aufzucht von Bananenstauden

Für die Anzucht dieses außergewöhnlichen Exoten benötigen Sie warmes, feuchtes Klima sowie nährstoffreiche und feuchte Pflanzenerde. Für ein erfolgreiches Wachstum ist zudem die richtige Bodenvorbereitung enorm wichtig. Zwar stellen die tropischen Gewächse keine besonderen Ansprüche an den Boden, doch sollte dieser locker, luftdurchlässig und vor allem feucht sein. Während der Wachstumsperiode darf die Erde nie austrocknen, sie darf jedoch auch nicht zu sehr mit Wasser durchtränkt sein. Ein deutliches Indiz für Staunässe in der Pflanzenerde ist eine gelbe Färbung der Blätter und deren deformiertes Aussehen. Solange sich die Staude noch im Wachstum befindet, ist es ratsam, der Pflanze alle zwei Wochen Dünger zuzusetzen.

Im Großen und Ganzen sind diese Tropengewächse recht pflegeleicht, doch stellen ihr rasches Wachstum und ihre Größe manch einen Pflanzenbesitzer vor logistische Herausforderungen. Selbst die sogenannten Mini-Stauden wachsen schnell bis zu zwei Meter in die Höhe. Im Gegensatz zu vielen anderen Zierpflanzen können Sie diese nicht einfach nach Belieben zurückschneiden und die Größe den Wohngegebenheiten anpassen.

Bananen brauchen viel Wärme und Licht

Eine weitere Herausforderung stellt die kalte Jahreszeit dar. Bananenpflanzen brauchen viel Licht und Wärme, die ihnen die Wintermonate in Deutschland nicht bieten. Dabei können Sie Ihr neues Ziergewächs jedoch unterstützen. Eine Pflanzleuchte spendet das nötige Licht und genügend Wärme. Grundsätzlich gilt, dass vor allem die junge Staude im Winter am besten in der Wohnung oder im Haus untergebracht werden sollte, damit sie nicht zu viel Kälte oder Wind abbekommt. Bei starkem Wind können die dünnen Blätter der Pflanze nämlich schnell reißen.

Suchen Sie auf Ihrer Terrasse einen geeigneten Platz für Ihren neuen Schützling. Am besten eignet sich ein heller Ort, der idealerweise zirkulationsgeschützt ist. Doch nicht nur Wärme, auch Luftfeuchtigkeit ist ein entscheidender Faktor für ein gesundes Wachstum und eine gute Entwicklung der Bananen-Staude. An trockenen, sonnigen Tagen ist es somit ratsam, das Gewächs mehrmals am Tag ausgiebig mit Wasser zu besprühen.

Überwinterung der Bananenstauden – so klappt es

Wie Ihre Tropenpflanze überwintert, hängt von ihrer Sorte ab. Die Pflanzen können in ihrer Gesamtheit in drei Kategorien eingeteilt werden. Die Exemplare aus den gemäßigten Zonen sind mit bestimmten Frostschutzeinrichtungen für die kalten Monate auch im Freien in der Lage zu überleben. Wenn das Gewächs aus den subtropischen Regionen stammt, braucht es im Winter eine Mindesttemperatur von 10 °Celsius. Haben Sie jedoch einen Vertreter der tropischen Pflanzenfamilie zu Hause, ist es unerlässlich, eine Temperatur von mindestens 18 °Celsius aufrechtzuerhalten.

Vor allem für Anfänger im Bereich der Aufzucht exotischer Pflanzen eignen sich die robusten und winterharten Sorten. Wenn die kalte Jahreszeit vor der Tür steht, schneiden Sie die Staude über dem Boden ab und bedecken Sie das Rhizom mit Stroh oder Laub. Achten Sie darauf, dass es gut vor Frost geschützt ist, damit im Frühjahr die neue Staude austreiben kann. Die Gewächse der beiden anderen Kategorien sollten Sie am besten ausgraben und im Haus überwintern lassen, denn sie würden die Außentemperaturen nicht vertragen und eingehen.

Wenn Sie die Bananen-Staude nicht als reine Zierpflanze nutzen möchten und sich auf eine eigene Ernte freuen, sind die Sorten, die als reines Rhizom überwintern, nicht für Ihre Terrasse geeignet. In der Regel trägt diese Pflanze nämlich erst mit einem Alter von drei Jahren Früchte.

Gönnen Sie der Pflanze eine Ruhepause

Die Stauden befinden sich auch in ihrer natürlichen Umgebung während der Wintermonate in einer Ruhepause, die sie unbedingt benötigen. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihr exotisches Gewächs im Verlauf der kalten Jahreszeit seine Blätter hängen lässt, die sich mit der Zeit gelb färben. Im Frühjahr wachsen an Stelle der alten und welken Blätter sehr schnell wieder neue heran.

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