So halten Sportauspuffe ein Auto-Leben lang

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So halten Sportauspuffe ein Auto-Leben lang

Für Autos gibt es verschiedene Zubehör-Teile, die den Wagen sportlicher gestalten. Neben einem Sportlenkrad, einem angebauten Spoiler und Alufelgen greifen viele Tuning-Begeisterte auf einen Sportauspuff zurück. Wahre Bastler lassen es sich nicht nehmen und modifizieren ihren Wagen in Bezug auf Aussehen und Leistung selbst. In beiden Punkten überzeugt der Sportauspuff. Doch nicht jedes Modell ist auch für jedes Fahrzeug geeignet oder zugelassen. Vor dem Kauf sollten Sie sich mit den verschiedenen Herstellern und Modellen auseinandersetzen, um das perfekt passende Teil zu finden. Meist bleibt es nicht bei einem einfachen Sportauspuff.

Die Anbieter führen ebenso Sound-Dämpfer, spezielle Fächerkrümmer und noch weitere Zubehörteile im Sortiment. Damit passen Sie die Auspuff-Anlage direkt an Ihre Vorstellungen an. Besitzen Sie nicht das Know-how und Geschick für den eigenen Einbau, wenden Sie sich lieber an eine Fachwerkstatt. Allerdings sind Mehrkosten in die Planung mit aufzunehmen. Wichtig bei allen neuen Anbauteilen an einem Fahrzeug: Die Komponenten müssen eine EG-Genehmigung vorweisen. Andernfalls führt der Weg zur Zulassungsstelle, wo die Teile gesondert in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Dazu kann auch der Sportauspuff zählen. In diesem Ratgeber stellen wir Ihnen verschiedene Modelle vor und geben hilfreiche Tipps, wie Sie den Auspuff pflegen und sein Leben verlängern.

Allgemeine Informationen zur Auspuff-Anlage am Auto

Ein Auspuff dient der Weiterleitung von Abgasen, die während der Verbrennung im Motor entstehen. Das Rohr besteht aus mehreren Komponenten, welche die Gase abführen sollen. Herrscht ein besonders geringer Strömungswiderstand im Auspuff, entsteht eine Art Sog. Somit verringert er bei einer gut funktionierenden Anlage nicht nur den Verbrauch, sondern steigert gleichzeitig die Leistung des Motors. Eine zweite Aufgabe ist die Reduktion von Schall und anderen Störgeräuschen des Wagens. Rein technisch unterscheidet man dabei zwischen zwei verschiedenen Bauarten: dem Absorptionsschalldämpfer und dem Reflexionsschalldämpfer.

Absporptionsschalldämpfer

Die Absorptionsschalldämpfer sind sehr einfach gefertigt und bestehen im Grunde aus einem gelochten Rohr. Durch diese werden die Abgase geführt. Um das Rohr herum sind schallabsorbierende Materialien angebracht. Dazu gehört Stahlwolle, Mineralwolle, Basaltwolle oder Edelstahlwolle. Bei gestartetem Fahrzeug dringt der Schall durch die Löcher im Auspuff und landet somit in den schallschluckenden Materialien. Wie stark der Schall aufgenommen wird, hängt von der Menge und der Größe der Löcher ab. Außerdem spielt das eingesetzte Material eine wichtige Rolle. Der Schalldämpfer ähnelt optisch einer Tonne, wobei die Dämpfung breitbandig verläuft.

Reflexionsschalldämpfer

Der Reflexionsschalldämpfer arbeitet mit einem höheren Strömungswiderstand. Hierbei wird der Schall durch die Reflexion der jeweiligen Schallwellen gedämpft. Der Grad der Dämpfung ist von den Reflexionsstellen abhängig. Je mehr Reflexionsstellen an der Anlage vorhanden sind, desto besser funktioniert die Dämpfung. Dabei besteht dieses Bauteil aus mehreren Kammern. Sie sind über Rohe miteinander verbunden und leiten die Schallwellen gegeneinander. Vor allem bei den tiefen Frequenzen besitzen diese Schalldämpfer eine sehr gute Wirkung.

Hintergrundwissen: Wie genau funktioniert ein Sportauspuff?

Ein Sportauspuff funktioniert nach ähnlichem Aufbau und übernimmt nahezu die gleichen Funktionen. Dabei gibt es einen Unterschied. Die Abgasführung ist leicht geändert, sodass ein höherer Geräuschpegel entsteht. Außerdem verfügen die Modelle über ein optisch hervorgehobenes Endrohr. Hintergrund der veränderten Abgasführung ist die Steigerung von Leistung und Drehmoment. Das gelingt jedoch nicht bei allen Automodellen gleichermaßen. Sie sollten deshalb genau zwischen den jeweiligen Angeboten wählen. Die Leistungssteigerung erfolgt meist, indem der Gegendruck der Abgase verringert wird. Damit entsteht ein besserer Sog und die Leistung geht minimal nach oben.

Beliebtes Material: Edelstahl

Die meisten Sportschalldämpfer bestehen aus Edelstahl. Es handelt sich um ein sehr robustes Material, das jeder Witterung ausgesetzt werden kann. Mit einem Edelstahl-Auspuff erhalten Sie eine sehr hohe Lebensdauer. Sie können viele Jahre mit dem gleichen Bauteil fahren. Ein normaler Auspuff weist bereits nach wenigen Jahren Risse oder Roststellen auf, wenn er nicht richtig gepflegt wird. Die Folge sind Löcher im Material, die für einen unangenehm lauten Sound und einen höheren Verbrauch sorgen. Außerdem erkennen Sie einen defekten Auspuff immer am Leistungsabfall des Wagens.

Einige Hersteller legen besonders viel Wert auf einen voluminösen und lauten Sound beim Sportauspuff. Die Modelle besitzen ein spezielles Sounddesign und sind mit verschiedenen Messsystemen genau abgestimmt. Dabei sind die Klangcharakteristika von jedem Auspuff unterschiedlich und für jeden Autofahrer Geschmackssache. Hersteller unterscheiden grob nach folgenden Klängen:

  • Tief
  • Dumpf
  • Brummend
  • Hell
  • Schreiend
  • Aggressiv
  • Grollend

Daneben kommt es für viele Autofans auf die Optik der Endrohre an. Ob ein einzelnes Rohr, eine ovale Form oder zwei nebeneinanderliegende Rohe – auch hier sind die Vorlieben verschieden. Nicht alle Endschalldämpfer und Endrohre dieser Art sind genormt und zugelassen. Beim Kauf sollten Sie deshalb auf eine ABE, ein TÜV-Gutachten oder eine EG-Genehmigung achten. Ist die Lautstärke zu hoch, gibt es keine Straßenzulassung. Anwohner könnten durch die vorbeifahrenden Fahrzeuge gestört werden.

Folgende bekannte Hersteller sind auf dem Markt vertreten:

Tuning mit einem Sportauspuff – so funktioniert es richtig

Der Sportauspuff sorgt für einen besseren Sound, eine sportliche Optik und dient bei richtigem Einbau auch der Leistungssteigerung des Motors. In einem normalen Auspuff werden die explosionsartigen Verbrennungen des Motorraums abgefangen. Es entsteht ein Rückstaudruck, der im Sportauspuff zum größten Teil vermieden werden soll. Der Abgasfluss in dieser Anlage ist deutlich weniger gestaut und sorgt damit für ein besseres Anzugverhalten des Motors. Damit lässt sich eine deutlich höhere Leistung erzielen, die beim Fahren zu merken ist. Den besten Nutzen erzielt ein Sportauspuff, wenn er auf den jeweiligen Fahrzeugtyp und den Motor abgestimmt ist. Als Dämmmaterial kommt Fiberglaswolle im Gegensatz zu Metallwolle zum Einsatz. Sie leitete die Wärme schneller ab und überzeugt mit einer höheren Festigkeit in Bezug auf den Verschleiß. Die Rohre in einem Sportauspuff besitzen meist einen größeren Durchschnitt und sind perforiert. Damit stauen sich die Abgase deutlich weniger. Es entsteht eine bessere Ableitung und ein Sog. Der Motor muss nun deutlich weniger Kraft aufbringen, um die Abgase in die Anlage zu drücken. Die Steigerung der Leistung liegt je nach Anlage bei etwa drei bis fünf Prozent.

Manche Tuning-Fans rüsten Doppelschalldämpfer mit zwei oder sogar mehreren Endrohren an ihrem Fahrzeug nach. Das Optimum an Leistungssteigerung holen Sie aus ihrem Wagen heraus, wenn Sie auf den Katalysator verzichten. Der Nachteil dabei: Die Schadstoffbelastung liegt deutlich höher. Das führt zu einer Belastung der Umwelt und lässt die Betriebskosten für den Wagen steigen.

Komplette Anlage oder nur das Endrohr wechseln?

Unter dem Begriff Sportauspuff verstehen viele Autofahrer nur das verchromte und glänzende Endrohr. Der Umbau der kompletten Auspuffanlage gehört in den gehobeneren Bereich des Tunings und ist mit einem größeren Aufwand verbunden. Hier erzielen Sie eine deutlich höhere Leistungssteigerung. Der Auspuff ist über die komplette Länge verbreitert und verringert den Druck. Bei einem Sportauspuff als Endstück passieren die Abgase vorher trotzdem den kleinen Durchschnitt, bevor sie in den größeren Sportauspuff gelangen. Die meisten Tuning-Maßnahmen dieser Art dienen deshalb nur der sportlichen Optik. Hier gibt es Doppelrohrblenden, Y-förmige Endrohre oder quadratische Modelle. Obwohl sich die Leistung nicht ändert, bekommt das Fahrzeug einen aggressiveren Sound und einen besonderen Look. Beim Austausch der kompletten Anlage kommt meist ein Fächerkrümmer zum Einsatz. Außerdem bietet sich eine Chipanpassung an, wodurch der Wagen noch mehr PS an Leistung erhalten kann.

Der Sportauspuff aus Edelstahl oder Chrom – besonders langlebige Komponenten

Ein Edelstahl-Sportauspuff vereint Design mit höchster Funktionalität. Das Endrohr dieser Anlage ist komplett aus robustem Edelstahl gefertigt und witterungsbeständig. Komplettanlagen aus diesem Werkstoff bieten eine höhere Lebensspanne im Vergleich zu normalen Anlagen aus Stahl. Das Material rostet nicht und ist weniger anfällig für Schmutz und Dreck. Dennoch sollten Sie ihren Auspuff pflegen und regelmäßig reinigen. Nur so verhindern Sie eine vorschnelle Alterung. Bei der Wartung der Anlagen prüfen Sie die Komponenten auf Risse oder Löcher. Roststellen sollten bei einem Auspuff aus Edelstahl nicht auftreten. Eine andere Möglichkeit bieten die Anlagen aus Chrom. Sie sind deutlich günstiger, da es sich oft nur um Verblendungen des eigentlichen Auspuffrohrs handelt. Sie werden über das Rohr gelegt und mit dem Endschalldämpfer verbunden. Als Fahrzeugbesitzer erhalten Sie eine sportliche und glänzende Optik am Heck. Die Funktionalität des Auspuffs ist dabei nicht eingeschränkt. Allerdings können Sie von solchen Anlagen auch keine Leistungssteigerung erwarten. Die Verblendungen aus Chrom dienen nur dem optischen Zweck.

Auch bei diesen Modellen sollten Sie sich vorab über die rechtlichen Vorschriften informieren. Es gibt gewisse Auflagen, die mit dem Nachrüsten einer solchen Anlage verbunden sind. Umbauten und Veränderungen am Fahrzeug müssen der entsprechenden Behörde angezeigt werden. Beim TÜV lassen sich dann diese zusätzlichen Komponenten in die Papiere des Fahrzeugs nachtragen. Das gilt sowohl für einen Sportauspuff am Auto als auch am Motorrad. Zusätzlich zu den Fahrzeugpapieren benötigen Sie zu diesen Teilen eine ABE, auch als Allgemeine Betriebserlaubnis bekannt. Führen Sie sämtliche Unterlagen und Informationen zu diesen Teilen mit, um Missverständnisse mit der Polizei zu vermeiden.

Endschalldämpfer selbst tauschen – das müssen Sie beachten

Tauschen Sie den Sportauspuff samt Endschalldämpfer aus, gibt es einige Schritte zu beachten. Halten Sie dafür das neue Stück Rohr daneben und markieren Sie sich den Punkt hinter dem Endschalldämpfer. So schätzen Sie besser ein, wie weit er abzutrennen ist. Mit einer guten Eisensäge oder einer Flex trennen Sie den alten Endschalldämpfer ab. Beachten Sie bei diesen Arbeiten, dass Sie Schutzkleidung tragen müssen. Der Sportauspuff ist etwas breiter und lässt sich meist gut aufstecken. Danach bringen Sie die nötigen Dichtungen und Halterungen an. Nach einigen Jahren werden diese porös und müssen ausgetauscht werden.

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