So hält die gute Teflonpfanne / Antihaftpfanne länger!

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Jeder, der regelmäßig kocht, hat das sicherlich schon mal erlebt: Die Antihaftpfanne wird irgendwann ihrem Namen nicht mehr gerecht. Die Schnitzelpanade bleibt in der Pfanne hängen, der Pfannkuchen/Eierkuchen zerreißt beim Wenden. Küchenfrust pur!

Trotz scheinbar pfleglicher Behandlung haftet beim Braten und vor allem beim späteren Abwaschen so einiges am Pfannenboden. Wie kommt das? Und, noch wichtiger, wie läßt sich das zukünftig vermeiden?


WAS EINE ANTIHAFTPFANNE AUSMACHT
Die Antwort darauf erfordert zunächst einmal einen Blick auf das, was eine Antihaftpfanne ausmacht: Ihre Beschichtung natürlich. Bei den meisten antihaftbeschichteten Pfannen besteht sie maßgeblich aus Polytetrafluorethylen, kurz PTFE, landläufig bekannt als Teflon. Teflon ist nur ein Markenname für PTFE, nämlich der der Firma DuPont, einem der weltweit größten Hersteller von Antihaftbeschichtungen.

Teflon / PTFE ist, vereinfacht gesagt, ein hitzebeständiger und extrem reibungsarmer Kunststoff, der aufgrund eben dieser Eigenschaften so gut für die Beschichtung von Kochgeschirr geeignet ist.

DIE SCHWACHSTELLEN
Damit wären wir aber auch schon an den zwei "Achillessehnen" der Antihaftbeschichtung angekommen. Teflon ist hitzebeständig, jedoch nur innerhalb von Grenzen, die mit fast jedem handelsüblichen Herd überschritten werden können. Wird eine teflonbeschichtete Pfanne über längere Zeit auf höchster Leistungsstufe sehr hoch erhitzt, so kann die Beschichtung aufweichen. In dieser Situation ist sie besonders empfindlich gegenüber mechanischer Beanspruchung.

Womit wir bei "Achilllessehne" Nummer zwei wären: Mechanische Beanspruchung. Teflon ist wie gesagt ein Kunststoff. Demzufolge muss jegliches Kochbesteck, das in einer Teflonpfanne benutzt wird, weicher oder zumindest gleich hart sein wie die Beschichtung, wenn diese bei Kontakt (Rühren, Wenden, Abschaben mit z.B. einem Pfannenwender) keinen Schaden nehmen soll. Pfannenwender aus Metall sind also ebenso Tabu wie Gabeln und Messer.
Achtung: Auch Knochen sind sehr hart. Spitze Knochenenden von Koteletts, Rippchen oder Geflügelschenkeln können beim Wenden über den Pfannenboden kratzen.


ZWISCHENFAZIT

    1. Behandeln Sie die Teflonbeschichtung Ihres Kochgeschirrs gedanklich wie die dünne Kunstharz-Lackoberfläche eines Autos. Also keine Metallgegenstände, keine Scheuerschwämme, keine Stahlwolle, keine Scheuermilch.
    2. Erhitzen Sie teflonbeschichtetes Kochgeschirr nur mäßig, Faustregel maximal 80% der Maximalleistung und vor allem nie leer. Es sollte immer etwas Fett auf dem Boden sein. Ideal ist es, die Beschichtung nach der Reinigung mit einem ölbenetzten Küchenkrepp auszureiben.

UND TROTZDEM PROBLEME
Nun werden Sie vielleicht sagen "Aber das mache ich ja, und trotzdem sieht die Pfanne gealtert aus, und es klebt an.". Das kennen Sie möglicherweise auch: irgendwie sah die Pfanne neu innen besser aus...nicht so bräunlich

Hier kommen wir nun von der Pfanne zum Inhalt: Fette, Öle und das Bratgut.

Es ist sehr wichtig, stets der Brattemperatur angepasste Öle und Fette zu verwenden. Denn werden Fette und Öle überhitzt werden, so bilden sich mitunter hartnäckige Nebenprodukte, die in die Antihaftversiegelung einbrennen können. Es sind eben diese Einbrennungen, die mit ihrer schwarz-bräunlichen Farbe dafür sorgen, dass die Pfanne alt aussieht und sich ihre Antihafteigenschaften auf Dauer unumkehrbar reduzieren.

Einen ähnlich desaströsen Effekt können austretende Fleisch- und Garsäfte haben, wenn fettlos gebraten wird. Auch daher ist komplett fettloses Braten nicht zu empfehlen. Tupfen Sie lieber nach dem Braten überschüssiges Fett vom Bratgut ab. Eine Rolle Küchenkrepp kommt über die Jahre billiger als eine neue Pfanne!

REINIGUNG & PFLEGE
 Nach dem Braten empfiehlt es sich, das Kochgeschirr möglichst bald abzuwaschen. Die Reinigung von Hand ist hier eindeutig der Spülmaschine vorzuziehen, auch wenn der Topf/die Pfanne vom Hersteller als spülmaschinengeeignet gekennzeichnet ist.

Ein paar Tropfen handelsübliches Geschirrspülmittel und ein Mikrofaserlappen beseitigen zuverlässig Schmutz und Gerüche, bei Bedarf ergänzt eine Kunststoff-Spülbürste die Reinigungsmannschaft. Außenwand, Kanten und Ränder nicht vergessen, hier brennen gerne Reste ein. Zum Schluß Innenfläche mit Öl ausreiben.


FAZIT
Wer ein wenig auf die Eigenheiten seiner neuen Pfanne/seines neuen Topfes achtet, wird, auch bei eher preisgünstiger Ware, über viele Jahre Freude daran haben.

Und auch wenn kein antihaftbeschichtetes Kochgeschirr ewig hält, so lässt sich doch bei Einhaltung der beschriebenen Tipps die nächste Neuanschaffung das eine oder andere Jahr nach hinten schieben. Und wer hat schon Geld zu verschenken?!



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