So hält der Akku Ihres Festnetztelefons besonders lange

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So hält der Akku Ihres Festnetztelefons besonders lange

Mobiltelefone, MP3-Player, Digitalkameras oder Camcorder – viele mobile Endgeräte haben heute Einzug in den Alltag gehalten. Die Geräte stellen ihren Anwendern vielerlei Funktionen zur Verfügung. Egal, ob das Aufnehmen von Fotos und Videos, das Führen von Telefonaten oder auch das Verschicken von E-Mails und SMS – all diese Features benötigen Strom. Daher sind alle oben genannten mobilen Endgeräte mit einem integrierten Akku ausgestattet. Das gilt auch für das schnurlose Festnetztelefon, das trotz des Vormarschs mobiler Smartphones in vielen deutschen Haushalten zu finden ist. Hier befindet sich der integrierte Akku im Mobilteil und wird aufgeladen, indem das Mobiltelefon in die Ladestation gesteckt wird.

Aktuelle Festnetztelefone sind in der Regel mit sehr leistungsfähigen Akkus ausgestattet, die nicht nur eine hohe Kapazität, sondern auch eine lange Betriebszeit erreichen. So können Sie Ihr Festnetztelefon in der Regel mehrere Tage verwenden, ohne dass das Gerät zwischenzeitlich aufgeladen werden muss. Doch jeder Akku verliert an Kapazität, wenn Sie mit dem Akku nicht richtig umgehen. Es ist nicht nur wichtig, den Akku korrekt aufzuladen – darüber hinaus gibt es einige Hinweise zu beachten, um die Lebensdauer des Akkus zu erhalten.

Dieser Ratgeber sagt Ihnen, welche Akkutypen in Festnetztelefonen häufig verwendet werden und wo die Vor- und Nachteile dieser Typen liegen. Zudem erfahren Sie, mit welchen Tipps und Tricks der Akku Ihres Festnetztelefons besonders lange hält.

So erkennen Sie einen leistungsstarken Akku

Natürlich können Sie schon beim Kauf eines Festnetztelefons darauf achten, dass das Telefon mit einem besonders leistungsstarken Akku ausgestattet ist. Dabei gilt es nicht nur, den richtigen Akkutyp auszuwählen, sondern auch einen Blick auf die Kapazität des Energiespenders zu werfen. Erfahren Sie nun, welche Akkutypen in Festnetztelefonen häufig zum Einsatz kommen und welche Vor- und Nachteile diese Typen aufweisen. Vorher erfahren Sie, was genau hinter dem Memory-Effekt steckt, da dieser Begriff im Umgang mit Akkus eine große Rolle spielt.

Was ist also der Memory-Effekt?

Als Memory-Effekt wird ein Phänomen bei Akkus bezeichnet. Dieser Effekt tritt vor allem bei NicD- und NiMH-Akkus auf, wurde mittlerweile jedoch auch bei Li-Ion-Akkus nachgewiesen, die lange Zeit als immun gegen diesen Effekt galten. Der Memory-Effekt kann immer dann auftreten, wenn ein Akku vor dem Ladevorgang nicht vollständig entladen, sondern nur teilentladen wurde. Der Akku „merkt" sich diese Teilentladung und stellt bei allen folgenden Entladungen nicht mehr seine volle Kapazität zur Verfügung, sondern nur noch die Kapazität zur Verfügung, die beim Ladevorgang aufgefüllt wurde. Der Memory-Effekt entsteht durch eine Bildung von Kristallen an einer Kathode im Inneren des Akkus. Durch die Bildung der Kristalle verringert sich die Kapazität des Akkus, was wiederum zu Einschränkungen bei der Leistungsfähigkeit führt.

Bei einigen Akkutypen können Sie den Memory-Effekt durch eine Tiefentladung rückgängig machen. Bei der Tiefentladung handelt es sich um eine vollständige Entladung des Akkus durch eine gezielte Stromentnahme. Einige Akku-Ladegeräte sind mit einer sogenannten Refresh-Funktion ausgestattet, welche genau diese Tiefentladung zur Verfügung stellt.

Die Akkukapazität

Die Kapazität eines Akkus informiert Sie darüber, wie viel Strom ein Akku aufnehmen kann. Angaben zur Akkukapazität finden Sie entweder in der Produktbeschreibung oder im Datenblatt. Die Angabe erfolgt in Milliamperestunden, kurz mAh. Je höher dieser Wert ausfällt, desto mehr Energie kann in dem Akku gespeichert werden. Einen Rückschluss auf die Verwendungsdauer lässt die Angabe der Akkukapazität jedoch nur begrenzt zu. Denn: Wie lange der Akku tatsächlich durchhält, hängt nicht nur von seiner Kapazität, sondern auch davon ab, in welchem Gerät er eingesetzt wird und was Sie mit diesem Gerät machen.

Diese Akkutypen kommen in Festnetztelefonen häufig zum Einsatz

Lesen Sie nun, welche Akkutypen in Festnetztelefonen meist zu finden sind.

Der Nickel-Cadmium-Akku

Der Nickel-Cadmium-Akku, kurz NiCd-Akku, zeichnet sich durch seine besonders hohe Resistenz gegen Kälte aus. Aufgrund ihrer Robustheit waren NiCd-Akkus lange Zeit sehr verbreitet. In der Anschaffung sind NiCd-Akku relativ günstig, benötigen dafür jedoch mehr Platz im Telefon und sind sehr anfällig für den Memory-Effekt. Mittlerweile werden NiCd-Akku immer mehr von anderen Akku-Typen abgelöst.

Der Lithium-Ionen-Akku

Dieser Akkutyp, welcher häufig auch als Li-Ion-Akku bezeichnet wird, kommt häufig bei tragbaren Geräten zum Einsatz. Hierzu zählen nicht nur Handys, Kameras oder Laptops, sondern auch Mobilteile des schnurlosen Festnetztelefons. Der Li-Ion-Akku hat ein geringes Eigengewicht und ist zudem nicht sehr anfällig für den Memory-Effekt. Mit einer Lebensdauer von bis zu 500 Ladezyklen ist der Li-Ion-Akku sehr langlebig.

Der Nickel-Metallhydrid-Akku

Im Vergleich zum Nickel-Cadmium-Akku hat der NiMh-Akku eine fast doppelt so hohe Energiedichte. Damit kann dieser Akkutyp besonders viel Strom speichern. Da NiMh-Akku zudem ohne das schädliche Cadmium auskommen, wird dieser Akkutyp den NiCd-Akku in absehbarer Zeit vollständig ersetzen. Der NiMh-Akku hat, ähnlich wie der Li-Ion-Akku, ein relativ geringes Eigengewicht und kann daher bestens in mobilen Endgeräten verwendet werden. Auch für den Memory-Effekt ist der NiMh-Akku nicht anfällig. Allerdings hat dieser Akkutyp so seine Probleme, wenn es kalt wird. Bei Temperaturen ab 0 Grad Celsius abwärts funktioniert der NiMh-Akku nur noch schlecht. Auch die Lebensdauer des NiMh-Akku kann nicht mit der Langlebigkeit eines Li-Ion-Akkus oder des NiCd-Akkus mithalten.

Der Lithium-Polymer-Akku

Als Weiterentwicklung des Lithium-Ionen-Akkus gilt der Lithium-Polymer-Akku, der auch als Li-Po-Akku bezeichnet wird. Die Vorteile dieses Akkutyps sind ein geringes Eigengewicht und die weitgehende Immunität gegen den Memory-Effekt. Allerdings hat der Li-Po-Akku eine begrenzte Lebensdauer von lediglich 300-500 Ladezyklen.

So verhelfen Sie dem Akku Ihres Festnetztelefons zu einer längeren Lebensdauer

Der richtige Ladevorgang

Die Akkupflege beginnt mit dem Moment, in dem Sie den Akku aus der Verpackung entfernen und in Ihr Festnetztelefon einsetzen. Neu gekaufte Akkus sollten Sie vor der Verwendung vollständig aufladen, da die meisten Batterien bei der Auslieferung nur halb voll sind. Bei Li-Ion-Akkus und Li-Po-Akkus genügt es in der Regel, wenn Sie diese mit einem Ladegerät einmal komplett aufladen, anschließend können Sie die Akkus in Ihr Telefon einsetzen und verwenden. Ni-MH-Akkus sollten Sie vor der ersten Verwendung jedoch drei- bis viermal nacheinander auf- und anschließend wieder entladen. So aktivieren Sie die komplette Kapazität des Akkus.

Tipp: Zum schnellen Entladen der Akkus können Sie diese beispielsweise in eine Digitalkamera einlegen und dort die Videoaufnahme einschalten. Diese zieht besonders viel Strom, und der Akku ist schon in kürzester Zeit wieder entladen. Auch dann, wenn Sie den Akku in eine Taschenlampe legen und diese einschalten, ist der Akku schnell leer.

Wichtig ist jedoch nicht nur der erste Ladevorgang, sondern auch die darauf folgenden Ladevorgänge. Vermeiden Sie es nach Möglichkeit, Ihr Festnetztelefon stets auf der Ladestation zu lagern. Stellen Sie das Mobilteil nur dann auf die Station, wenn der Akku geladen werden muss. Bei einer häufigen Teilladung besteht das Risiko des Memory-Effekts. Vor allem Ni-MH-Akkus sollten Sie immer erst dann aufladen, wenn diese leer sind.

Das passende Ladegerät

Den Akkus Ihres Festnetztelefons laden Sie in aller Regel, indem Sie das Mobilteile auf die Ladestation stellen. Falls Sie ein Festnetztelefon besitzen, das mit herausnehmbaren Akkus ausgestattet sind, können Sie für den Ladevorgang jedoch auch auf ein separates Ladegerät zurückgreifen. Achten Sie beim Kauf dieses Ladegerätes darauf, dass es für die Ladung der Akkus Ihres Festnetztelefons geeignet ist. Zudem sollte das Ladegeräte einige Sicherheitsfeatures, wie beispielsweise eine automatische Abschaltung oder einen Überhitzungsschutz, aufweisen. Ein Ladegerät, das mit einer Refresh-Funktion ausgestattet ist, hilft Ihnen dabei, den Akku per Tiefentladung wieder frisch zu machen.

Die richtige Akkulagerung

Vielleicht gehören Sie zu den Anwendern, die gerne Ersatzakkus besitzen, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein. Die Lagerung von Akkus spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Lebensdauer der Energiespender zu erhalten. Achten Sie darauf, Akkus stets kühl und vor allem trocken zu lagern. Wenn Sie die Akkus über einen längeren Zeitraum nicht verwenden, entladen sich diese selbstständig. Ni-MH entladen sich beispielsweise um rund 20 Prozent pro Monat. Möchten Sie Akkus, die längere Zeit nicht verwendet wurden, verwenden, sollten Sie diese zunächst komplett entladen und anschließend frisch aufladen. So aktivieren Sie wieder die volle Akkukapazität.

Die Betriebszeit des Akkus erhöhen

Wie bereits erwähnt, lässt die Akkukapazität einen ersten Rückschluss darauf zu, wie lange der Akku in der Praxis tatsächlich durchhält. Doch auch Sie können dazu beitragen, dass sich die Betriebszeit des Akkus verlängert. Aktuelle Festnetztelefone sind meist mit einem großen Farbdisplay ausgestattet. Dieses Display ist ein wahrer Stromfresser. Daher sind viele Festnetztelefone mit einer automatischen Displayabschaltung ausgestattet. Hier können Sie auswählen, nach welcher Zeit der Nichtnutzung sich der Bildschirm automatisch ausschaltet. Dies ist eine sehr gute Möglichkeit, um Strom zu sparen und die Betriebszeit des Akkus zu erhöhen. Wählen Sie am besten die kürzeste mögliche Zeit, nach welcher sich das Display abschaltet.

Die meisten Festnetztelefone bieten Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, die Displayhelligkeit zu regulieren. Falls Sie auf ein strahlend helles Display verzichten können, sollten Sie die Helligkeit entsprechend nach unten korrigieren. Auch dies hilft dabei, die Betriebszeit des Akkus zu erhöhen. Viele Festnetztelefone spielen einen kleinen Sound ab, wenn Sie die Tasten des Gerätes bedienen. Das Abschalten dieses Tons kann ebenfalls dazu beitragen, die Betriebszeit des Akkus zu erhöhen.

Sie sehen, der Umgang mit einem Akku spielt eine wichtige Rolle in Bezug auf dessen Lebensdauer und Betriebszeit. Mit dem richtigen Umgang und ein paar Kniffen können Sie dafür sorgen, dass der Akku Ihres Festnetztelefons besonders lange hält.

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