So gestalten Sie mit Kakteen und Sukkulenten einen Steingarten

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So gestalten Sie mit Kakteen und Sukkulenten einen Steingarten

Sie möchten Urlaubsflair auf Ihre heimische Scholle zaubern und wissen nur noch nicht wie? Dann entscheiden Sie sich doch einfach für einen Steingarten, den Sie vielfältig bepflanzen können. Möchten Sie besondere Akzente jenseits von Lavendel, Nelkenwurz, Enzian und Koniferen setzen, sind exotisch anmutende Varianten wie Sukkulenten und Kakteen die richtige Wahl für einen raffiniert gestalteten Steingarten. Jedoch sind Sie nicht nur mit der Wahl von passenden Pflanzen konfrontiert, sondern müssen Ihr Augenmerk auch auf die Wahl der Steine richten, wenn Ihr Garten zum Blickfang werden soll.

Einen Steingarten strategisch anlegen und wichtige Gartenregeln beachten

Bringen Sie mit einem Steingarten, der mit Kakteen und Sukkulenten bepflanzt ist, einen Ethno-Look in den Außenbereich Ihres Hauses, der einen unverwechselbaren Charakter ausstrahlt und Ihren individuellen Wohn- und Lebensstil unterstreicht. Doch kommt es auch immer auf eine präzise Vorarbeit an, damit aus Ihrem Gartentraum kein Albtraum wird. Als Faustregel sollten Sie beachten, dass die meisten Pflanzen und insbesondere Kakteen und Sukkulenten, ausreichend Sonnenlicht benötigen, um perfekt zu gedeihen. Richten Sie daher einen Steingarten nach Süden aus und achten Sie auch darauf, dass das Gefälle an einem Hang moderat ausfällt und die 10-Prozent-Marke nicht übersteigt.

Die Kraft der Sonne nutzen

Verwenden Sie großflächige Steine, die viel Sonnenenergie speichern. Diese sind auf einen festen Sitz angewiesen, um später nicht zu verrutschen. Zum grundlegenden Prinzip eines Steingartens gehört nämlich, dass durch die Wärmespeicherkapazität der Steine Pflanzen besser gedeihen. Da Sie in den hiesigen Breitengraden mit ausreichenden Niederschlägen rechnen müssen, achten Sie auch darauf, dass der Untergrund ausreichend wasserdurchlässig ist, um Staunässe zu vermeiden, die sich schädigend auf alle Pflanzen auswirkt. Zu den Gesteinsarten, die sich für die Anlage eignen, gehören neben Kalkstein und Granit auch Basalt und Sandstein. Möchten Sie ein harmonisches Gesamtbild schaffen, raten Experten dazu, sich nur für eine Form und eine Gesteinsart zu entscheiden.

Schritt für Schritt zum eigenen Steingarten: Individualität ist gefragt

Bevor Sie den ersten Stein verlegen, ist eine Säuberung des Bodens erforderlich. Wurzeln müssen entfernt werden, um den Wuchs von Unkraut zu verhindern. Planen Sie, schwere Steine zu setzen, sollten Sie eine dünne Schicht Perlkies auslegen, auf der Sie unbedenklich große Steine verlegen, deren Zwischenräume mit Sand aufgefüllt werden. Wenngleich es Anlagen gibt, die mit Mustern überzeugen, ist ein asymmetrisches Bild zu bevorzugen, wenn Sie einen Steingarten schaffen möchten, der natürlich wirkt. Bevor Sie mit der Bepflanzung beginnen, füllen Sie reichlich Kompost und Gartenerde zwischen alle Steine, um einen geeigneten Nährboden für Kakteen und Sukkulenten zu schaffen.

Gestaltungsvielfalt für jeden Anspruch – Steingarten für den Außenbereich

Bevor Sie sich Gedanken über die Wahl geeigneter Kakteen und Sukkulenten machen, kommt es zunächst auf die passenden Steine an, die schließlich die Grundlage für einen hübschen Steingarten bilden. Verfügen Sie über eine ausreichend große Fläche für Ihren Steingarten, profitieren Sie von dem Vorteil, neben mittelgroßen und kleinen Steine auch große wählen zu können, die bereits in geringer Stückzahl ungewöhnliche Akzente setzen. Mittelgroße Steine, wie sie oft auch für eine Gartenmauer verwendet werden, lassen sich beliebig um große Steine anordnen und sich mit kleinen Steinen ergänzen. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, wenn Sie ein bestimmtes Areal in Ihrem Garten mit Steinen, Kakteen und Sukkulenten gestalten möchten.

Sie haben die freie Wahl über den Standort, denn Steingärten müssen nicht zwingend an eine Terrasse anschließen, sondern überzeugen auch in unmittelbarer Nähe von Wegen durch ihr exotisches Flair. Mögen Sie es extravagant und sind Sie auch handwerklich ein wenig geschickt, dann integrieren Sie auch kleine Türme oder Höhlen in ihren Steingarten. Wer die Möglichkeiten hat, ergänzt seine Gartenwelt aus Steinen mit einem künstlich angelegten Bachlauf.

Schauen Sie sich das Terrain vor den Verlegearbeiten genau an und wählen Sie, falls erforderlich, ein Unkrautvlies, das Sie idealerweise unter der Kiesschicht verlegen, um den Wuchs von wilden Kräutern auszuschließen.

Bepflanzung von Steingärten: Auswahlkriterien für Kakteen und Sukkulenten

Bestens für das Bepflanzen eines Steingartens geeignet sind winterharte und immergrüne Pflanzen wie auch Koniferen, Stauden und alpine Pflanzengattungen. Doch raffiniert wird ein Steingarten erst durch die exotisch anmutende Eleganz von Sukkulenten und Kakteen, die durch ihren Artenreichtum überzeugen. Im Vergleich zu klassischen Beeten und anderen Gestaltungsmöglichkeiten in Ihrem Garten, sind Steingärten relativ pflegeleicht, sofern Sie eine gewisse Sorgfalt bei der Anlage umgesetzt haben. Warten sie mit dem Bepflanzen einige Tage, bis sich insbesondere große Steine gesetzt haben.

Sukkulenten und Kakteen sind wahre Überlebenskünstler

Viele Sukkulentenarten sind in Savannen und Halbwüsten beheimatet, in denen große Temperaturschwankungen den Tagesablauf bestimmen. Während die Sonne am Tage für eine große Hitze sorgt, fallen die Temperaturen bis zur Nacht um ein Niveau, das bis zu 40 Grad reicht. Die Pflanzen überleben nur deshalb den starken Temperaturwechsel, weil sie ihre Energie aus den am Tage erhitzen Steinen ziehen. Kakteen und Sukkulenten sind äußerst anpassungsfähig und finden sich auch in anderen Regionen gut ein. Achten Sie jedoch darauf, dass der Boden nicht zu nass wird und sorgen Sie für einen optimalen Wasserablauf. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf, welche Sorten auch unbeschadet Frost überstehen.

Sukkulente Pflanzen erhalten Sie in einer facettenreichen Auswahl, die durch ausgefallene Blüten und Formen überzeugt. Sie profitieren von der sprichwörtlichen Genügsamkeit dieser Pflanzen, die nicht nur in Wüsten als wahre Überlebenskünstler gelten. Achten Sie darauf, Ihre Pflanzen, wenn sie erst einmal in Ihrem Steingarten Fuß gefasst haben, nicht zu häufig zu gießen. Bei extremer Hitze im Hochsommer reicht es aus, Ihre Kakteen und Sukkulenten alle zwei bis drei Tage zu bewässern. Bei kühlen klimatischen Bedingungen gießen Sie einfach entsprechend seltener. Meinen Sie es nicht zu gut, denn werden Kakteen zu feucht gehalten, setzt schnell ein Fäulnisprozess ein, der kaum mehr zu stoppen ist.

Ein Pflanzenmix im Steingarten ermöglicht Vielfalt

Kombinieren Sie niedrig-wüchsige Sträucher wie die Scheinzypresse oder den Zwergwacholder doch einfach mit winterharten Kakteen, zu denen die beliebten Ohren- oder Feigenkakteen gehören. Sukkulenten und Gräser mit geringer Wuchshöhe lockern die Bepflanzung Ihres Steingartens auf und setzen optisch ansprechende Akzente in Kombination mit den stacheligen Kakteen.

Der bekannte Feigenkaktus mit seinen signifikanten Ohren bringt es in den Herkunftsländern auf eine stattliche Größe von bis zu sechs Metern. Angezüchtete Varianten erhalten Sie hier bereits ab zehn Zentimetern. Diese winterharte Gattung erweist sich als äußerst robust und pflegeleicht und wird gern zum Bepflanzen von Steingärten verwendet, da sie sich schnell an die jeweiligen Bedingungen ihrer Umwelt anpasst. Je nachdem, welche Sorte sie wählen, profitieren Sie von einer farbenfrohen Blütenpracht oder von Früchten, die bei einigen Sorten sogar essbar sind.

Alle Pflanzen eines Steingartens teilen sich die Gemeinsamkeit, dass sie selbst extrem heiße Trockenperioden unbeschadet überstehen. Vergessen Sie jedoch nicht, zusätzlich Polsterstauden in Ihren Steingarten zu integrieren, die dazu beitragen, Feuchtigkeit zu speichern und diese an die angrenzende Bepflanzung abzugeben.

Steingärten mit Kakteen und Sukkulenten: mit einfacher Pflege zum Erfolg

Sobald sich die Steine gesetzt und die Pflanzen ihren Platz gefunden haben, gießen sie Ihre Sukkulenten und Kakteen anfangs regelmäßig und nur kurz. Haben sich die Pflanzen erst einmal eingewöhnt, gießen Sie lediglich nach Bedarf. Anspruchslos sind diese Steingartenpflanzen, auch wenn es um Nährstoffe geht. Da sie ihren Ursprung in unwirtlichen Regionen mit kargen Böden haben, ist es in der Regel nicht erforderlich, nachzudüngen. Lockern Sie lediglich den Boden hin und wieder ein wenig auf und entfernen Sie vorsichtig Unkräuter. Hierbei kommt es darauf an, nicht die Wurzeln Ihrer Steingartenpflanzen zu verletzen.

Bilden Kakteen und Sukkulenten den Mittelpunkt in Ihrem Steingarten, eignen sich hübsche Objekte aus Metall, die edlen Formen der Pflanzen perfekt zu ergänzen. Ein puristisch gestalteter Steingarten versprüht ein unvergleichliches Flair, zu dem auch Keramik- oder Steinfiguren passen. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, wenn Sie Ihren Steingarten geschmackvoll dekorieren möchten, ohne das Gesamtkonzept zu beeinträchtigen. Schließlich ist es der Mix aus Steinen, Kakteen und Sukkulenten, der Ihrem Steingarten einen besonderen Charme verleiht.

Schädlingsbekämpfung

Rücken Sie Schädlingen frühzeitig zu Leibe, bevor Ihre Pflanzen eingehen. Wurzelläuse finden sich gern in einem Steingarten ein, um sich von dem, was sich unter der Erde befindet, zu ernähren. Dabei beschränken sich diese hartnäckigen Schädlinge nicht nur auf wenige Pflanzen, sondern machen sich meist über die komplette Bepflanzung her. Ein sicheres Anzeichen für die Schäden der ungebetenen Gäste ist, dass das Wachstum eingeschränkt ist und auch die Blütenpracht ausbleibt. Im Fachhandel erhalten Sie Mittel gegen Wurzelläuse, die Sie kontinuierlich so lange einsetzen sollten, bis Sie keine weißlich-glänzenden Nester mehr entdecken.

Fachgerecht Düngen

Nicht ohne Schaden für die Pflanzen in Ihrem Steingarten bleibt eine übermäßige Düngung. Möchten Sie nicht auf das Düngen verzichten, sollten Sie auf einen Kakteendünger zurückgreifen. Doch Vorsicht gilt bei trockenen Wurzeln. Sie reagieren empfindlich und sollten zunächst gut durchfeuchtet werden. Experten raten, Sukkulenten und Kakteen zu gießen und wenigstens zwei Tage mit dem Düngen zu warten. Während der kalten Monate gilt, auf das Düngen zu verzichten. Entfernen Sie jedoch vertrocknete Blüten von Ihren Sukkulenten, denn diese Pflanzenreste könnten von Pilzen befallen sein, die ins Innere des Pflanzenkörpers dringen und schädigende Keime einschleusen. Trockene Blütenreste müssen vorsichtig abgetrennt werden, denn durch Reißen oder Zupfen werden die empfindlichen Triebe beschädigt.

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