So funktionieren Spieluhren

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

So funktionieren Spieluhren

Bei der Spieluhr handelt es sich um eine mechanische Uhr, die eine Melodie abspielt, sobald eine bestimmte Zeit erreicht ist. Im Vergleich zur Spieluhr handelt es sich bei der Spieldose um ein mechanisches Musikinstrument, das die Melodie abspielt.

 

Der Mechanismus antiker Spieluhren und sein Ursprung

Das elementare Prinzip antiker Spieluhren funktioniert unabhängig von ihrer Ausstattung. Der jeweilige Antriebsmechanismus erinnert an ein Uhrwerk. Im Musikteil der Spieluhr gibt es dagegen gravierende Unterschiede. 1796 hatte Antoine Favre erstmals die Idee, Uhren mit einem Musikmechanismus zu kombinieren. Das Zusammensetzen der filigranen Bauteile erforderte handwerkliche Fertigkeiten und das nötige Fingerspitzengefühl.

 

Dieses Funktionsprinzip gilt für alle traditionellen Spieluhren

In jeder alten Spieluhr befindet sich ein Zylinder, der mit einem Bolzen versehen ist. Der Zylinder dreht sich auf einer Achse. Diese Drehung erfolgt parallel zu einem Miniatur-Klavier, das mit Federlamellen ausgestattet ist. Über das Anheben dieser Federlamellen wird eine Vibration erzeugt und die charakteristische Melodie der Spieluhr ist zu hören.

 

Dämpfer und bleigefüllte Gewichte regulieren den Klang der Spieluhr

Die einzelnen Teile der Spieluhr sitzen auf einer Platte. Diese Platte wird in der Fachsprache als Plattenteller bezeichnet. Diese Vorrichtung gilt als Voraussetzung, um den Mechanismus der Spieluhr sicher in einer Schatulle unterzubringen. Die Spieluhr selbst besteht aus einem Miniatur-Klavier oder aus einem Kamm: Daran befinden sich individuelle Federblätter oder Lamellen. Direkt unter den Lamellen sind Teile aus Blei angebracht. Diese bestimmen die jeweilige Höhe des Tons. Steigt der Bleianteil, wird auch der Ton tiefer. Darüber hinaus werden Dämpfer direkt auf die Lamellen gesetzt. Diese dämpfen den Ton und minimieren fehlerhafte Schwingungen.

 

Das Zentrum jeder Spieluhr - der Zylinder

Auf dem Zylinder der Spieluhr befinden sich kleine Spitzen oder Bolzen. Das Innere des Zylinders ist mit Gummilack gefüllt. Über diese Befüllung werden zum einen die entstehenden Vibrationen gedämpft und zum anderen die kleinen Spitzen auf der Rolle festgehalten. Dies wirkt sich maßgeblich auf den Klang einer Walzenspieluhr aus. Neben dem Zylinder befindet sich eine Vorrichtung mit einem Schaufelblatt, die als Temporegulator bezeichnet wird. Über den Temporegulator werden die Geschwindigkeit sowie die Energie des Zylinders reguliert.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden