So findet man die richtige Schuhcreme

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Zeigt her eure Schuh

Ein altbekannte Redewendung lautet: „Oben hui, unten pfui!“ Dies lässt sich darauf zurückführen, dass Schuhe noch vor gar nicht langer Zeit als Alltagsgegenstände und weniger als Ausdruck des Modebewusstseins galten. Die Menschen hatten nur ein paar Schuhe und diese wurden so oft geflickt, bis eine Neuanschaffung unausweichlich war. Dementsprechend gewissenhaft ging man auch mit deren Pflege um. Trotz all der Hege und Pflege ließ sich das Alter der Schuhe oft nur schwer verleugnen, genauso wie die Abnutzungserscheinungen durch die tagtägliche Belastung. An Kleidung war zwar auch nicht so viel Auswahl vorhanden wie heutzutage, jedoch besaßen die meisten Bürger ein Sonntagskleid oder den Sonntagsanzug, der in der Kirche getragen wurde. So kam es ab und an vor, dass die weniger betuchten Gemeindemitglieder ihre schöne Sonntagskleidung mit abgenutzten – aber gut geputzten – Schuhen ausführten. Musterte man die hübsch gekleidete Gesellschaft nun von oben bis unten, sorgte der Blick aufs Schuhwerk für die eine oder andere böse Überraschung und es entschlüpfte dem Betrachter das eingangs erwähnte „pfui“.

Schuhpflege im Wandel

Heutzutage kann sich jedermann mehr als ein paar Schuhe leisten und es bedarf auch nicht mehr der Kunst des Schuheflickens, um trockenen Fußes von A nach B zu kommen. Ist das Schuhwerk hin, wird rasch ein neues Paar gekauft. Man sollte meinen, dass es somit auch keine bösen Überraschungen beim Anblick fremder beschuhter Füße mehr geben sollte. Dis ist aber nicht immer der Fall. Die Schuhpflege kommt heute oft zu kurz. Der Schuh muss stimmig zum Rest der Kleidung sein. Ist diese aus der Mode, wird auch das Schuhmodell gegen ein modernes eingetauscht. Doch trotz all der Kurzlebigkeit verweilt so ein Schuh zumindest für eine Modesaison am Fuße des Besitzers und kann dank der richtigen Pflege nicht nur zur Notwendigkeit, sondern sogar zum Hingucker avancieren.

Schuhe in der heutigen Zeit

Der Schuh an sich hat in der heutigen Zeit nicht mehr nur die Funktion beim Laufen vor spitzen Steinen oder im Winter vor Schnee zu schützen. Inzwischen hat er zwar nach wie vor die Aufgabe des Schutzes vor Wettereinfluss oder Verletzungen durch Chemikalien (Laborschuhe) oder fallende Gegenstände (Stahlkappenschuhe), doch weiterhin soll der Schuh das Outfit des Trägers abrunden und in jüngster Zeit wurde den Schuhmachern auch immer mehr Verantwortung hinsichtlich der orthopädischen Unterstützung für die Schuhträger zugesprochen. Immerhin müssen die Füße das gesamte Körpergewicht tragen und sollten daher gebührende Fürsorge erfahren. Umso schöner ist es daher für den modebewussten Käufer, wenn ein Schuh gut aussieht und dann auch noch die immer häufiger Verwendung findenden Einlagen passen. Da wäre es doch wirklich schade, wenn die Schuhe nur eine Saison lang überleben.

Schuhe, egal ob Sportschuh, Lederschuh, Raulederpumps oder Stoffstiefelette brauchen Pflege, um ihrem Besitzer auf kurze oder auch auf lange Sicht Freude zu machen.

Schuhcreme – Make-Up für den Schuh

Jeder hat schon mal davon gehört, die Schuhe nicht nur mit einem feuchten Lappen vom offensichtlichen Schmutz zu befreien, sondern sie auch mit Pflegemitteln zu behandeln. Gefärbte Schuhcremes hatten jedoch nicht immer auch eine pflegende Wirkung. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestanden die Färbemittel aus Schwefel, Ruß, Sirup, Melasse und Wasser. Dies hatte zur Folge, dass die Farbe unter Umständen am Hosenbein des Mannes oder am Rock der Damen landete. Außerdem haben die Färbemittel dem Leder die Feuchtigkeit entzogen, wodurch es spröde und rissig wurde. Schuhfärbemittel wurden deshalb auch vorwiegend von der vermögenden Bevölkerung genutzt, da diese nicht auf das eine Paar Schuhe angewiesen waren. Dadurch konnten sie sich auf den schönen Schein des Schuhwerks konzentrieren und waren nicht auf deren Langlebigkeit fixiert. Ende des 19. Jahrhunderts fand schließlich Wachs den Zugang in die Schuhpflege. Seither kann der Schuh in nur einem Schritt gepflegt, imprägniert und hinsichtlich der Farbunreinheiten korrigiert werden.

Reichhaltige Pflege für schöne Schuhe

Cremes gibt es eben nicht nur für die Haut, sondern auch für Schuhe. Es gibt sie als farblose Glanzcreme oder ähnlich wie Make-Up auch getönt in Schwarz, Braun, Anthrazit, Weiß, Rot, Grün, … die Farbauswahl ist enorm. Die getönten Schuhcremes gleichen Macken, Kratzer und Verbrauchsspuren auf Schuhen aus. Pomade bringt den frisch gefärbten Schuh dann wieder zum Glänzen und verschafft ihm die Aufmerksamkeit, die er verdient.

Liebe, Leder, Leidenschaft

Der Lederschuh ist zwar der pflegeintensivste Schuh, aber bei richtiger Pflege auch der langlebigste. Leder ist nichts anderes als die Haut von Tieren, die mithilfe von Chemikalien in einem langwierigen Prozess gegerbt wird. Dies macht das Material sehr strapazierfähig. Immerhin schützt die Haut, ob vom Menschen oder vom Tier, den Körper vor äußeren Einflüssen – und das zumeist über Jahre, manchmal auch, wie beim Menschen, über Jahrzehnte. Das atmungsaktive Material lässt die Feuchtigkeit aus dem Schuh entweichen, ist aber gleichzeitig wasserfest und lässt den Regen nicht in den Schuh eindringen. Genau wie unsere Haut braucht auch Leder Pflege. Das A und O ist bei jedem Schuh dessen vorherige Reinigung. Zum einen können auf Schmutz aufgetragene Schuhcremes wieder abblättern, zum anderen ziehen die pflegenden Inhaltsstoffe von beispielsweise Lederöl nicht in die Tiefen des Leders ein. Dies macht das Material weniger geschmeidig und es kann an diesen Stellen zu Rissen kommen. Dies sieht nicht nur unschön aus, sondern durch diese Stellen kann Wasser in den Schuh eindringen. Dadurch würde der Schuh bereits zwei seiner in der heutigen Zeit wichtigsten Funktionen einbüßen: den Fuß des Besitzers zu schmücken und zu schützen.

Barfuß oder Lackschuh

Im Jahre 1819 beschichtete der Amerikaner Seth Boyden sein Leder mit einer Leinöl-Lack-Mischung. Der Lackschuh war geboren. Inzwischen wird Polyurethanlack verwendet, der die Grundlage dieser besonderen Materialkonsistenz bildet. Verwendung finden insbesondere hochwertige Kalbs- und Rindsleder. Das bearbeitete Material schmiegt sich der Form des Fußes an. Bei der Pflege von Lackschuhen bedarf es im Grunde genommen nur spezieller Produkte. Erst den Schmutz ab, dann den Schutz drauf. Und dann darf poliert werden. Die glänzende und spiegelnde Fußbekleidung gibt jedem Outfit das besondere Etwas. Besonders beliebt ist der Lackschuh beim englischen und bayerischen Militär. Hier fällt es besonders schwer ins Gewicht, wenn die Schuhe nicht regelmäßig gepflegt werden. Sie werden schnell matt und schon der Gang über die Straße reicht aus, um den frisch abgestaubten Schuhen ein ungepflegtes Aussehen zu geben. Werden hingegen die Pflegemittel richtig eingesetzt, setzt der Straßenstaub sich nicht fest und verschwindet beim nächsten Windzug.

Es muss nicht immer glänzen

Ein immer wieder in Mode kommendes Material ist Rauleder. Hier steht man schon mal vor der einen oder anderen Herausforderung. Im Gegensatz zu Glattleder will man hier das Glänzen der Schuhe vermeiden. Selbst das Entfernen von Schmutz kann schon zum Problem werden. Hierfür empfehlen sich Trockenreiniger. Auch das Auftragen gewöhnlicher Schuhcremes kann zu glänzenden Farbplacken führen, die nicht nur die Optik zerstören, sondern auch das Rauleder unter Umständen schädigen können. Deshalb ist es angebracht, Pflegesprays oder Sticks zu benutzen. Die Pflegesticks gibt es in den verschiedensten Farben oder auch farblos. Auf den ersten Blick erinnern sie an einen Deostick. Sie haben einen Schaumgummi-Kopf, über den das Pflegemittel sanft auf die Schuhoberfläche getupft wird. Die Pflegesprays sprüht man hingegen über den Schuh. Beide Varianten fördern, dass das Pflegemittel gleichmäßig und nicht punktuell auf dem Schuh verteilt wird. Das Spray verteilt sich allerdings auch gerne in der Umgebung, weshalb das Auftragen im Freien stattfinden sollte. Grundsätzlich sind Raulederschuhe jedoch nur im Trockenen zu tragen. Das offenporige Leder saugt Wasser eher auf, als dass es Wasser abweist. So werden selbst die besten Imprägniermittel nicht halten können, was sie versprechen. Selbst Staub und Schmutz arbeiten sich tief ins Rauleder ein. Daher empfiehlt sich ein häufiges Ausbürsten, um ein Vergrauen durch Straßenstaub zu vermeiden.

Egal ob Leder oder Stoff – bei Nässeschutz ist Hilfe nötig

Um auch bei Regen trockenen Fußes das ersehnte Ziel zu erreichen, muss man seine Schuhe dauerhaft vor Nässe schützen. Hierbei helfen zahlreiche Imprägniermittel, die zumeist als Spray Verwendung finden. Natürlich hält auch das stärkste Mittel keinem Bad im nahegelegenen Stadtteich stand. Doch für den alltäglichen Regenguss sollte es allemal reichen. Mit der richtigen Kleidung und dem richtig gepflegten Schuhwerk ist Regen auch keine Ausrede mehr für Sportmuffel. Auch Turnschuhe, die zumeist aus Stoff gefertigt sind, erfahren durch Imprägnierspray den notwendigen Schutz vor Wasser, um auch ihrem Anspruch als Outdoor-Schuh gerecht werden zu können. Nebenbei hat Imprägnierspray auch noch den netten Nebeneffekt, dass sich Schmutz nicht so festsetzt und damit leichter wieder entfernt werden kann.

Universalpflege für jeden Schuh

Nun soll es ja auch Menschen geben, die zwar 100 Paar Schuhe aus 10 verschiedenen Materialien im Schrank stehen haben, sich die Begeisterung aber nur auf das Kaufen und nicht auf das Pflegen bezieht. Da kann die reine Überlegung, welches Material denn nun welche Pflege benötigt, zum Stressfaktor werden. Für diese Fälle wurde die Universalpflege erfunden. Hier stellt sich nicht die Frage, welche Tube, welchen Tiegel oder welche Dose muss ich in die Hand nehmen. Ein Griff genügt und jeder Schuh im Regal erhält die notwendige Pflege. Jedoch können Farbkratzer oder Abschürfungen damit nicht überdeckt werden. Bei gröberen Unfällen in Lack und Leder beziehungsweise Stoff sind wohl nur die gefärbte Schuhcreme oder Nadel und Faden zur Rettung angebracht. Grundsätzlich gilt es, die passende Pflege für den Schuh zu finden, um möglichst lange Freude daran zu haben.

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