So finden sie Nikon Objektive mit einer Brennweite von 18-300mm

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So finden sie Nikon Objektive mit einer Brennweite von 18-300mm

Wer optimale Fotos mit seiner digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) anfertigen möchte, benötigt neben dem Kamera-Body Objektive, mit denen sich überzeugende Ergebnisse erzielen lassen. Neueinsteiger kommen zunächst mit dem Kit-Objektiv bestens zurecht, für das besondere Foto jedoch sollte der Nutzer einer Nikon über zusätzliche Optiken nachdenken. Im den umfangreichen Angebot der japanischen Premium-Marke findet jedermann das passende Objektiv für seine Nikon-DSLR. Die hochwertigen Apparate erreichen nämlich erst mit einem hochwertigen Objektiv ihre Höchstform. Hierbei ist zu beachten, dass nicht jeder Kamera-Body mit jedem Objektiv kombiniert werden kann. Nikon bietet zwei Bildsensoren von unterschiedlicher Größe an: Profi-DSLRs ab ca. 1.500 Euro verwenden das große Kleinbild-Format, das vom Unternehmen als „FX" oder allgemein als Vollbild-Format (36 x 24 Millimeter) bezeichnet wird. Hierzu werden die D4, die D700 und die D800 gerechnet. Sämtliche preiswerteren Nikon-DSLRs weisen einen Sensor im APS-C-Format auf, der von Nikon als „DX" (24 x 16 Millimeter) genannt wird. Die günstigen Bodys können mit allen Objektiven zusammengestellt werden. Dagegen können die Profi-Kameras lediglich mit Objektiven, die besonders für das Kleinbild-Format ausgelegt sind, kombiniert werden.

Nikon, ein führender Hersteller der Kamera-Branche

Die japanische Gesellschaft Nikon Corporation, die im Nikkei 225 gelistet ist, ist ein Produzent von Objektiven und Fotoapparaten und weiteren optischen Präzisionsgeräten wie Ferngläsern, Mikroskopen und Steppern. Der Stammsitz Nikons ist die japanische Hauptstadt Tokio. Das Unternehmen stellt seit 1925 Objektive her und konnte 2009 die Fertigstellung von 50 Millionen Objektive feiern. Optische Gläser werden seit 1917 produziert. Darüber hinaus hat das Unternehmen ein umfangreiches Zubehörsortiment wie beispielsweise die Speedlight-Blitzlichtgeräte für seine Film- sowie Digital-Systemkameras im Angebot. Nikon ist seit 1961 mit der Gründung der Nikon AG Switzerland in Zürich auf dem europäischen Markt aktiv. Die Gesellschaft zählt zu den weltweit bedeutendsten Firmen für Fototechnik.

Die Geschichte Nikons geht zurück auf die Fusion der drei Gesellschaften Iwaki Glass Manufacturing, Tokyo Keiki Seisaku Sho und Fujii Lens Seizo Sho, die 1917 vorgenommen wurde, zur Nippon Kogaku Kogyo Kabushiki Kaisha. Der Zusammenschluss wurde von dem Mitsubishi unterstützt, dessen Tochtergesellschaft Nikon auch heute noch ist. Die Umbenennung von Nippon Kogaku K. K. in K. K. Nikon um, englisch Nikon Corporation, fand 1988 statt. Die arriviertesten Produkte der Angebotspalette von Nikon sind Digital- und Kleinbildkameras, Nikon-Unterwasserkameras sowie die Nikkor-Objektive. Nikon stellte 1932 das erste Kameraobjektiv mit dem Namen Nikkor vor, wobei diese Produktbezeichnung bis zum heutigen Tage beibehalten worden ist. Aus dem Unternehmensnamen Nippon Kogaku K. K. entstand 1946 die Produktbezeichnung Nikon.

Nikon-Objektive für jeden Einsatz

Das F-Bajonett-Objektiv

Das sogenannte F-Bajonett ist ein vom Unternehmen zusammen mit der Nikon F eingeführtes Objektivbajonettsystem, das 1959 dem weltweiten Markt vorgestellt wurde. Dieses Funktionsprinzip bietet die Möglichkeit, kompatible Objektive an den von Nikon hergestellten APS-Spiegelreflexkameras, 35-mm-Kleinbildspiegelreflexkameras und digitalen Spiegelreflexkameras in Einsatz zu bringen. Der Markenname für Nikon-Objektive lautet Nikkor. Die Bezeichnung Nikkor kam dadurch zustande, dass am Ende von »Nikko«, der in die lateinische Sprache übertragene Verkürzung von Nippon Kogaku K.K., der Buchstabe „r" angehängt wurde. Das F-Bajonett weist ein Auflagemaß von 46,5 Millimeter sowie einen Durchmesser von 44 Millimeter auf. Als das F-Bajonett eingeführt wurde, wurden Spiegelreflexkameras häufig mit einem R für Reflex charakterisiert. Weil das R jedoch international phonetisch nicht einheitlich verwendet wird, wurde das neue Systems mit dem Buchstaben F aus Re-Flex versehen.

Gekennzeichnet ist dieses System durch die weitgehende Kompatibilität der Kameras und Objektive über einen sehr langen Zeitraum. Bei der Nikon D4, die als das aktuelle Spitzenmodell angesehen wird, können nahezu sämtliche Objektive benutzt werden, die auch an die erste Nikon F montiert werden können. Nikkor-Objektive werden, im Gegensatz zur Mehrzahl anderer konkurrierender Systeme, linksdrehend angeschlossen. Zusammen mit der langen Verwendbarkeit stellt die große Vielfalt an kompatiblen Objektiven sicher, dass das F-Bajonett das bislang umfangreichste System an Wechselobjektiven für Spiegelreflexkameras bedeutet. Bis zum heutigen Tage können über 400 verschiedene Nikkor-Objektive unterschiedlicher Funktionalität eingesetzt werden. Neben dem Nikon-F-Bajonett gibt es nur noch ein Objektivsystem, nämlich das K-Bajonett von Pentax, das nicht mit dem Aufkommen des Autofokus eingestellt wurde. Stattdessen wurden beide, um den neuen technischen Anforderungen gerecht zu werden, weiter entwickelt. Außer von Nikon selbst sind kompatible Objektive u. a. von den Unternehmen Tamron, Sigma, Carl Zeiss, Tokina, Voigtländer Schneider-Kreuznach und Samyang im Handel. Daneben produzieren die Firmen Kodak und Fujifilm kompatible digitale Spiegelreflexkameras mit Nikon-F-Bajonett.

Wegen des für Kleinbildkameras relativ hohen Auflagemaßes ist es problematisch und auch wenig gebräuchlich, Kleinbild-Objektive, die nicht für das F-Bajonett vorgesehen worden sind, an das F-Bajonett anzubringen. Im Handel gibt es verschiedene Adapterlösungen, die entweder ein optisches Element enthalten, um ein kürzeres Auflagemaß auszugleichen, oder die Möglichkeit ist nicht mehr gegeben, den Fokus des Objektivs auf Unendlich zu stellen. Mittelformat-Objektive mit einem größeren Auflagemaß können ohne weitere Beschränkungen angefügt werden. Um die Übertragung der Daten zwischen Objektiv, Kamera und einem möglicherweise vorhandenen Telekonverter zu erreichen, verwendet Nikon bis zu zehn elektrische Kontakte. Hierbei gibt es drei verschiedene Generationen der Datenübertragung.

Die unterschiedlichen Typen des F-Bajonett-Objektivs

Der japanische Hersteller gibt seinen Objektive den Namen Nikkor und verwendet verschiedene Abkürzungen in Artikelbezeichnungen für Objektive, beispielsweise das Objektiv 28-70 mm f/2.8 Aspherical AF-S D ED IF Objektiv. Diese sollen dem Käufer helfen, die verschiedenen Charakteristika zu erkennen. Fachleute unterscheiden zwischen folgenden Generationen der F-Bajonett-Objektive: A, C, K, AF-D N (Ai), Ai-S (mit Serie E), AF, und AF-S. Darüber hinaus werden die manuell zu fokussierenden Nikkore in zwei grundsätzlich unterscheidbare Generationen eingeordnet. Objektive ohne Ai (Belichtungsautomatik) vor 1977 und Objektive mit Ai ab 1977. Bei den Nicht-Ai-Typen wird die Blendeninformation über einen Metallaufsatz am Blendenring, der sogenannten Nikon-Gabel auf einen Schieber an der Kamera übertragen. Die Nikon F und Nikon F2 als Profikameras dieser Zeit waren mit den ersten Photomic-Suchern ausgestattet. In der günstigeren Preisklasse wurden die Nikkormat-Modelle angeboten.

Gebräuchlich sind auch die Bezeichnungen Pre-Ai oder Non-Ai für die Objektive, allerdings sind dies keine von Nikon verwendeten Bezeichnungen. An den meisten neueren Nikon-Kameras müssen Nicht-Ai-Objektive zum Gebrauch umgebaut werden, bleiben dann allerdings rückwärtskompatibel. Umgekehrt weisen Objektive vom Typ Ai und Ai-S noch die Nikon-Gabel auf, obwohl diese nicht mehr gebraucht wurde. Auf diese Weise bleiben sie mit den älteren Kameras der Vor-Ai-Zeit voll kompatibel.

Besondere Entwicklungen der Nikkor F-Objektive

Ab 1977 wurde Ai – Automatic Maximum Aperture Indexing (oder N-Typ) eingeführt. Diese Ai-Steuerung sendet Informationen über die Lichtstärke des Objektivs an den Belichtungsmesser der Kamera. Die Transformation der Blendendaten erfolgt über eine Nocke am hinteren Teil des Blendenrings des Objektivs, die einen Schieber an der Kamera in Bewegung setzt. Die Autofocus-Nikkore (AF) wurden 1986 zusammen mit der Nikon F-501 auf den Markt gebracht. Der Mechanismus zur Fokussierung wird mithilfe eines Elektromotors im Gehäuse der Kamera angetrieben. Dieser ist über eine mechanische Kupplung mit dem Objektiv verbunden. Die Profikamera dieser Baureihe war die F4. 2003 wurden die DX–Objektive speziell für die digitalen Sensoren im Nikon-DX-Format entworfen. Der Ausschnitt des Bildes wurde verkleinert, was den Bau günstigerer und kompakterer Objektive ermöglichte. Die Bild-Diagonale beim DX ist um den Faktor 1,5 geringer als beim Kleinbildformat, das auch FX-Format genannt wird. Bei Verwendung von DX-Objektiven kann es zu starken Vignettierungen kommen. Die Kanten werden dabei nicht ausgeleuchtet und bleiben dunkel. Meist erkennen digitale FX-Kameras erkennen Nikon-DX-Objektive. Hierbei kann automatisch auf ein weniger großes Aufnahmeformat umgeschaltet werden, wobei sich die Auflösung der Bilder reduziert.

Das DX-Nikkor-Objektiv

Nikon hat für die Objektive, die gesondert für das digitale DX-Format entwickelt wurden, den Typennamen DX-Nikkor gewählt. Wegen des kleineren Bildausschnitts der DX-Nikkor-Objektive weisen Kleinbildkameras mit Vollformatsensor Einschränkungen auf, da sich im Vollformatsensor-Modus eine deutlich erkennbare Vignettierung ergibt. Dies führt zum Beispiel bei der Nikon D3 zu einer tatsächlich nutzbaren Auflösung von 5,1 Megapixel, anstelle der maximal möglichen 12,1 Megapixel, bei der Nikon D800 dagegen sind im Crop-Modus, dem sogenannten DX-Mode, eine real darstellbare Auflösung von 15 Megapixel anstelle von 36,3 Megapixel umsetzbar. Sämtliche DX-Nikkore sind mit Ausnahme des AF DX Fisheye-Nikkor 10,5 Millimeter 1:2,8G ED gleichzeitig AF-S-Nikkore mit Ultraschallmotor. Aus diesem Grunde können sie auch an Nikons dSLR-Kameras der Einsteigerklasse im AF-Modus verwendet werden, auch wenn sie keinen eigenen Motor zur Fokussierung mehr aufweisen.

Der genaue Produktbegriff des verbreiteten Standardobjektivs AF-S DX Zoom-Nikkor 18 bis 70 Millimeter 1:3,5 bis 4,5G IF-ED schlüsselt sich wie folgt auf:

  • Nikkor: Markenname der Objektive des Herstellers Nikons
  • Zoom: Zoomobjektiv
  • DX: Für das digitale DX-Format entwickelt, s. o.
  • AF-S: Bezeichnet den Autofokus mit Ultraschallmotor, der besonders leise und schnell ist
  • 18 bis 70 mm: Bezeichnet den Bereich der Brennweite, hier Weitwinkel bis mittleres Teleobjektiv, entsprechend 27 bis 105 Millimeter bei Kleinbild
  • 1:3,5–4,5: Gibt die Blendenzahl an, also die maximale Lichtstärke bei 18 bzw. 70 Millimeter
  • IF: Heißt Innenfokussierung, die tatsächliche Länge des Objektivs verändert sich bei der Einstellung der Schärfe nicht
  • G: Bedeutet, dass die Blendeneinstellung direkt an der Kamera vorgenommen wird. Daher weist das Objektiv keinen Blendenring mehr auf.
  • ED: Bezeichnet Extra-low-Dispersion-Glas. Verringert die chromatische Aberration, die sogenannten Farbsäume

Darüber hinaus weisen einige neuere Objektive die Kennzeichnungen VR oder VRII auf. Dabei handelt es sich um Objektive, die über einen zusätzlichen Bildstabilisator zur Vermeidung oder Reduzierung von Unschärfen von Verwacklungen verfügen. Die modernsten Objektive enthalten teilweise auch besondere Linsen mit Nanokristallvergütung. Diese sollen Reflexionen zwischen verschiedenen Linsenelementen fast vollständig unterdrücken.

Fotografen, die einmal Nikon-Kameras und dabei natürlich auch Nikkor-Objektiven verwendet haben, schwören auf die überragende Technik.

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