So finden Sie preiswert ein neues Getriebe für Ihr Fahrzeug

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So finden Sie preiswert ein neues Getriebe für Ihr Fahrzeug

Das Fahrzeuggetriebe ist verantwortlich dafür, dass die Motordrehzahl auf die Antriebsdrehzahl des Fahrzeugs übersetzt wird. Bei einem Kraftfahrzeug ist das entsprechende Schaltgetriebe notwendig, um die Spreizungen des Motordrehzahlbereichs und die des Geschwindigkeitsbereichs deckend zueinander zu gestalten.

Fahrzeuge können mit unterschiedlichen Getrieben ausgestattet sein. Die gängigsten Getriebeformen sind:

  • Das Schaltgetriebe
  • Das Automatikgetriebe
  • Das sequenzielle Getriebe
  • Das Schieberadgetriebe (nur im Rennsport)
  • Das halb automatische Getriebe
  • Das Wandler-Automatikgetriebe.

So findet man heraus, welches Getriebe zum eigenen Fahrzeug passt

Der Unterschied zwischen manueller Gangschaltung und einem Automatik-Schalthebel ist natürlich auf den ersten Blick erkennbar. Aber es gibt wesentliche Unterschiede auch innerhalb der verschiedenen Getriebeversionen. Die sicherste Möglichkeit, ein passendes Getriebe für das eigene Auto zu finden, bietet der Blick in den Kraftfahrzeugschein. Anhand der Hersteller- und Typenschlüsselnummer, die hier eingetragen sind, lassen sich Ersatzteile aller Art in der Regel gut auffinden. Da ein neues Getriebe relativ teuer sein kann, sind Autofahrer, besonders wenn sie den Umbau selbst vornehmen möchten, natürlich an preiswerten Varianten interessiert. Eine Möglichkeit bieten Schrottplätze. Hier muss man aber oft selbst ein vorhandenes passendes Getriebe ausbauen und auch die Suche nach dem geeigneten Modell kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Einen preisgünstigen Getriebekauf kann man online abwickeln. Bei eBay finden Hobbymechaniker, aber auch Profis günstige gebrauchte Getriebe für die unterschiedlichsten Fahrzeugmodelle. Auch hier ist es wichtig, Modell, Baujahr und Baureihe des Autos, in das das neue Getriebe eingebaut werden soll, exakt zu bestimmen. Nur so ist sichergestellt, dass alle Anschlüsse passen und der Motor keinen Schaden nehmen kann.

Achtung: Fahrzeuggetriebe sind unter Umständen relativ schwer, sodass die Versandkosten den günstigen Einkauf relativieren können. Es ist deshalb sehr praktisch, wenn man die Suche nach dem passenden Getriebe auf die eigene Region eingrenzt. So besteht die Möglichkeit, ein online gekauftes Fahrzeuggetriebe selbst abzuholen.

Vor dem Kauf sollte man die technischen Unterschiede der Getriebearten kennen

Es genügt tatsächlich nicht, nur den Hersteller und das Modell des eigenen Autos benennen zu können. Selbst bei relativ einfach konstruierten manuellen Schaltgetrieben gibt es gravierende Unterschiede. Technische Weiterentwicklungen sorgen dafür, dass ein relativ junges Getriebe nicht in ein älteres Auto desselben Modells passt.

Achtung: Einen Getriebewechsel sollte man in Eigenarbeit nur dann durchführen, wenn eine passende Arbeitsumgebung, das notwendige Werkzeug und Erfahrungen in der Kfz-Technik vorhanden sind. Ist das nicht gegeben, sollte eine Fachwerkstatt mit dem Getriebeumbau beauftragt werden. Auch hier ist es oft möglich, das Ersatzgetriebe selbst zu kaufen und mitzubringen.

Die unterschiedlichen manuellen Schaltgetriebe

Manuelle Schaltgetriebe findet man gelegentlich auch unter der Bezeichnung Wechselgetriebe. Bei den gängigen Pkw-Schaltgetrieben handelt es sich in der Regel um sogenannte Stirnradgetriebe. Stirnradgetriebe haben diverse Vorteile:

  • Stirnräder sind aufgrund der Außenverzahnung relativ leicht und kostengünstig herzustellen.
  • Es kommen wenig bewegte Teile zum Einsatz, sodass die Ausfallanfälligkeit sehr gering ist.
  • Stirnradgetriebe sind robust und haben einen hohen Wirkungsgrad, weil sie mit einer rein mechanischen und direkten Übertragung arbeiten.

Die Mechanik des Getriebes ist mit dem Schalthebel verbunden. Das geschieht entweder über ein Schaltgestänge oder einen Seilzug.

Wichtig: Das ist das erste Unterscheidungsmerkmal, das Sie beim Getriebekauf beachten müssen. Überzeugen Sie sich davon, ob bei Ihrem Fahrzeug das Getriebe mit einem Seilzug oder mit einem Schaltgestänge arbeitet.

Die Funktionsweise des manuellen Schaltgetriebes

Normalerweise befindet sich das Getriebe in einem geschlossenen Gehäuse. Darin verlaufen zwei verschiedene Wellen.

  • Die Hauptwelle führt vom Motor (Motorflansch) zum Triebwellen-Ausgang. Sie wird an der ersten Zahnradstufe unterbrochen.
  • Die Vorlegewelle verläuft parallel zur Hauptwelle.

Über das erste Zahnradpaar wird die Vorlegewelle angetrieben, und zwar im vorderen Bereich der Hauptwelle. Wird nun die Schaltung betätigt und ein anderer Gang gewählt, übertragen die jeweiligen Zahnradstufen das entsprechende Drehmoment von der Vorlegewelle auf den hinteren Teil der Hauptwelle. Von dort gelangt es über den Triebwellen-Ausgang zum Antrieb.

Manuelle Schaltgetriebe sind in der Regel synchronisiert, sodass die Zahnradpaare ständig im Einsatz sind. Dabei ist eines der Zahnräder immer fest mit der jeweiligen Welle verbunden, während das andere über eine Schaltmuffe an die Haupt- oder Vorlegewelle angeschlossen ist. Die manuelle Schaltung eines Fahrzeuggetriebes ist in der Regel die sogenannte H-Schaltung. Im Leerlauf besteht keine Verbindung zwischen der Antriebswelle und den Zahnrädern. Es wird also keine Antriebskraft übertragen. Um einen Gang einlegen zu können, muss die Verbindung zwischen Motor und Getriebe kurzfristig getrennt werden. Für diese Trennung ist die Kupplung verantwortlich, die den angetriebenen Teil der Hauptwelle kurzfristig zum Stillstand bringt. Durch die Bewegung des Ganghebels in den nächst höher- oder tiefer gelegenen Gang sorgt die Schaltklaue dafür, dass sich die passende Schaltwelle durch die Schaltmuffe zwischen das Zahnrad und die Vorlegewelle schieben kann. Das geschieht mithilfe eines Dreh-Schiebe-Mechanismus', der auf das Schaltgestänge beziehungsweise den Seilzug einwirkt. Vereinfacht ausgedrückt funktioniert das so:

  • Bewegt man den Schalthebel von vorn nach hinten, verschiebt sich die Schaltklaue (Schiebe-Mechanismus).
  • Wird der Schalthebel von rechts nach links bewegt, verdreht sich die Schaltstange (Dreh-Mechanismus).

Ein manuelles Schaltgetriebe hat je nach Anzahl der verfügbaren Gänge drei oder mehr Schaltwellen. Dabei ist für den Rückwärtsgang immer eine eigene Schaltwelle reserviert. Damit der Rückwärtsgang nicht versehentlich während der Fahrt eingelegt werden kann, befindet sich am Schalthebel ein zusätzlicher Mechanismus, der für das Rückwärtsfahren betätigt werden muss und die gesonderte Schaltwelle anspricht.

Freie Gangwahl oder sequenzielles Schaltgetriebe

Eine normale H-Schaltung lässt es normalerweise zu, dass der Fahrer die Gänge frei wählen kann. Die Übersetzung wird im Getriebe automatisch angepasst. Es gibt auch Sonderformen, zu denen das sequenzielle Getriebe gehört, wie es zum Beispiel im Smart Fortwo verwendet wird. Hier lassen sich die Gänge nicht wahlfrei schalten. Es kann immer nur der nächsthöhere oder nächsttiefere Gang eingelegt werden. Ein Überspringen von Gängen beim Schalten ist unmöglich. Andere Formen von sequenziellen Getrieben kennt man zum Beispiel auch von älteren Leichtkrafträdern.

Automatikgetriebe sind bequem und wirtschaftlich

Der größte Vorteil eines Automatikgetriebes besteht wahrscheinlich darin, dass man keine Kupplung mehr treten muss. Besonders im Stadtverkehr, aber auch bei Staus auf der Autobahn bietet die Automatik also einen deutlich höheren Fahrkomfort. Außerdem wird durch den automatischen Gangwechsel in der Regel eine effizientere Fahrweise unterstützt, die den Kraftstoffverbrauch und die Emissionswerte reduzieren kann.

Grundsätzlich unterscheidet man beim Automatikgetriebe Einzel- und Doppelkupplungsgetriebe. Sie erkennen die Unterschiede an den Bezeichnungen ASG (nur eine Kupplung) und DKG (zwei Kupplungen). Für kleine und leichte Fahrzeuge kommt in der Regel die ASG-Automatik infrage. Hier ist die Kupplung im Ruhezustand geschlossen. Energie verbraucht sie nur, wenn sie zum Schalten geöffnet wird. Damit eine solche Automatik reibungslos funktioniert, wird hier die Zugkraft kurzfristig unterbrochen. Das kann sich im Antrieb gelegentlich negativ bemerkbar machen. Das Doppelkupplungsgetriebe kennt diese Verzögerungen durch die Unterbrechung der Zugkraft nicht. Hier ist immer eine der beiden Kupplungen geöffnet und kann ohne Verzögerung schalten. Im Ruhezustand sind meistens sogar beide Kupplungen offen. Das führt allerdings zu einem höheren Energieverbrauch.

So funktioniert die Automatik beim Auto

Im Grunde ist ein automatisches Schaltgetriebe von seiner Funktion her vom manuellen Schaltgetriebe nicht zu unterscheiden. Lediglich der Gangwechsel, der beim manuellen Schaltgetriebe vom Fahrer durch Treten der Kupplung und Bewegen des Ganghebels veranlasst wird, erfolgt hier automatisch. Dazu werden hydraulische Zylinder und elektrische Stellmotoren verwendet. Außerdem benötigt ein Automatikgetriebe ein Steuergerät, in dem die gesamte Getriebelogik gespeichert ist. Der Automatikhebel verfügt normalerweise über die Einstellungen

  • N = Neutral oder Leerlauf
  • D = Automatische Schaltung im Fahrbetrieb
  • R = Rückwärtsgang.

Zusätzlich können individuell bestimmte Gänge angewählt werden. Das kann sowohl über den Automatikhebel als auch über ein sogenanntes Paddle am Lenkrad erfolgen. Alle Steuerbefehle, die zum Verändern von Gängen notwendig sind, sendet das Steuergerät automatisch an das Getriebe.

Halbautomatik und Getriebe mit Wandler-Automatik

Bei den automatischen Getrieben gibt es auch einige Sonderformen. Getriebe mit einer Halbautomatik erlauben es dem Fahrer, selber zu schalten. Eine Kupplung ist hier allerdings nicht notwendig. Berührt man den Schalthebel, erfolgt das Auskuppeln ebenso automatisch wie das Einkuppeln in den nächsten gewählten Gang. Halb automatische Getriebe bestehen in der Regel aus einem mechanischen Getriebe und einer automatisch betätigten Kupplungsscheibe. Dabei kann es sich sowohl um eine sogenannte Einscheibenkupplung als auch um eine Magnetpulverkupplung handeln. Darüber hinaus gibt es auch Getriebe mit einer sogenannten Wandlerschaltkupplung (WSK). Hier wird die konventionelle Schaltung mit einem Drehmomentwandler ausgestattet. Er ist zwischen der Kupplung und dem Motor eingebaut. Es gibt auch Fahrzeuge, bei denen diese beiden Getriebearten miteinander kombiniert wurden. Wer sich im Oldtimerbereich bewegt, findet sie unter anderem in älteren Ford-Modellen (17 M), bei alten VW-Käfern oder im Karmann Ghia. Auch Audi, Opel, DKW und Renault haben diese Technik früher verwendet. Selbst der Trabbi aus der ehemaligen DDR verfügte über ein als Hycomat bezeichnetes halb automatisches Getriebe.

Übrigens: Auch Getriebe für Oldtimer-Fahrzeuge können günstig online bestellt werden.

Wesentliche Unterschiede beim Wandler-Automatikgetriebe

Es gibt einige Merkmale, anhand derer man die Unterschiede zwischen dem Aufbau eines herkömmlichen Schaltgetriebes und dem Wandler-Automatikgetriebe erkennen kann. Dazu gehören unter anderem:

  • Als Anfahrelement dient bei der Wandler-Automatik entweder ein Drehzahlwandler in Form einer rein hydraulischen Kupplung oder ein Drehmomentwandler.
  • Die Synchronisierung des Getriebes erfolgt über Lamellenkupplungen, Lamellenbremsen oder Freiläufe. In älteren Getriebemodellen kamen auch Bremsbänder zum Einsatz.
  • Für die richtige Übersetzung beim Gangwechsel sorgen Planetengetriebe.

Planetengetriebe findet man auch unter der Bezeichnung Umlaufrädergetriebe. Hier werden sogenannte umlaufende Wellen verwendet. Dabei kreisen die einzelnen Zahnräder um das zentrale Rad, wie sich Planeten um die Sonne drehen. Ein Planetengetriebe ist von seiner Bauweise her äußerst kompakt, weil alle beweglichen Teile innerhalb des Getriebes gleichachsig sind.

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