So finden Sie die richtigen Akkus

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So finden Sie die richtigen Akkus mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis

Batterien sind heutzutage allgegenwärtig, denn vielfach werden die sonst zur Stromversorgung nötigen Kabel als störend empfunden oder sind schlicht unpraktisch zu handhaben.
Um nicht ständig neue Batterien kaufen zu müssen, verwenden mehr und mehr Menschen Akkus, die sich – zumindest theoretisch – beliebig oft aufladen lassen. Vielfach sehen die Hersteller für ihre Geräte auch schon Akkus statt Batterien vor, da das Produkt so häufig verwendet wird, dass ein Einsatz von Batterien nicht rentabel wäre. Dieser Ratgeber soll Tipps zum Kauf von Akkus geben.

Akkus können vielfältig eingesetzt werden

Um Ratschläge zur Kaufentscheidung geben zu können, muss man zunächst klären, für welchen Zweck der Akku gedacht ist. Daher wollen wir nun auf die häufigsten Einsatzbereiche für Akkus eingehen und die in den einzelnen Bereichen am häufigsten Akkus vorstellen.

Film- und Fotokameras

Da es kaum sinnvoll wäre, eine Kamera mit einem Stromkabel zu versehen, werden sie ausschließlich mit Akkus betrieben. Viele, vor allem ältere, Fotokameras benötigen Akkus der Größe CR 123 A. Akkus dieses Typs lassen sich markenübergreifend einsetzen, allerdings können sie aufgrund der geringen Länge meist nicht in Universalladegeräte aufgeladen werden, sodass man auf ein Spezialladegerät angewiesen ist.
CR-123-A-Akkus sind zwar im Vergleich zu Batterien dieser Größe recht teuer, dennoch sind sie auf längere Sicht deutlich wirtschaftlicher, vor allem, wenn man viel fotografiert.

Neuere Fotokameras und Camcorder benötigen in der Regel Spezialakkus, die zumindest marken-, oft auch gerätespezifisch sind. Dafür wird normalerweise ein Ladegerät bei der Kamera mitgeliefert. Diese Spezialakkus sind meist recht groß und können entsprechend viel Leistung aufnehmen und wieder abgeben, sodass man sie nur relativ selten aufladen muss.
Hat ein solcher Akku irgendwann einmal ausgedient, kann man Ersatzakkus vom entsprechenden Markenhersteller erwerben, wie etwa Sony oder Panasonic.
Eine oft günstigere Alternative stellen No-Name-Akkus von Drittherstellern dar. Diese sind billiger als die Akkus der Markenhersteller, können im Idealfall qualitativ aber genauso gut sein, zudem lassen sie sich oft auch für verschiedene Modelle und sogar Marken verwenden.

Handys und PDAs

Auch bei Handys und PDAs wäre eine dauerhafte Stromversorgung per Kabel wenig sinnvoll, da diese Geräte vor allem deshalb einen Nutzen bieten, weil man sie überall einsetzen kann. In der Regel sind die Akkus mehr oder weniger fest in den Geräten verbaut und werden mit Hilfe eines Ladekabels geladen, das zum Lieferumfang des Geräts gehört.

Da vor allem Handys sehr häufig – von manchen Nutzern sogar täglich – aufgeladen werden, um sicherzustellen, dass das Handy den Tag über ausreichend mit Strom versorgt ist, nutzen sich die Akkus hier besonders schnell ab. So lässt sich der durch das tägliche Laden erwünschte Effekt, nämlich, dass das Handy stets einsatzbereit ist, bald nur noch schwer umsetzen, da der Akku nicht mehr genug Leistung liefern kann und somit ausgetauscht werden muss.

Auch bei Handy- und PDA-Akkus hat man die Wahl zwischen Marken- und No-Name-Produkten, wobei hier der Preisunterschied nicht ganz so deutlich ausfällt wie bei den Akkus für Kameras. Dementsprechend ist es weitestgehend Geschmackssache, ob man sich lieber für einen Marken-Akku oder einen etwas günstigeren No-Name-Akku entscheidet. Man sollte allerdings unbedingt darauf achten, dass man den richtigen Akku erwischt, denn viele Hersteller verwenden für ihre Modelle baugleiche Akkus mit unterschiedlichen Nennladungen, die man schnell verwechseln kann.

Notebooks

Notebooks werden zwar gelegentlich auch als Computer an einem festen Arbeitsplatz genutzt und dann auch per Kabel mit Strom versorgt, da sie aber vor allem für den Einsatz unterwegs konzipiert sind, verfügen auch sie über – recht leistungsstarke – Akkus. In der Regel sind die Abnutzungserscheinungen bei einem Notebook-Akku so gering, dass er nicht ausgetauscht werden muss, zumal Notebooks aufgrund der fortschreitenden technischen Entwicklung in den meisten Fällen nach einigen Jahren durch ein neueres Modell ersetzt werden.

Bei Notebooks werden daher meist zusätzliche Akkus gekauft, um bei längerer oder intensiver Nutzung ohne Stromanschluss einen Austausch-Akku zur Hand zu haben, wenn der erste Akku keine Leistung mehr liefert. Man sollte beim Kauf allerdings sehr genau darauf achten, dass der Akku auch für den Einsatz im entsprechenden Notebook geeignet ist, denn falsch gewählte Akkus können sich beim Netzbetrieb so stark erhitzen, dass das Notebook beschädigt wird. Im schlimmsten Fall können die Akkus sogar explodieren.

Elektrowerkzeuge

Klassischerweise verfügen Elektrowerkzeuge zwar über ein Stromkabel und können dementsprechend nur bei einem vorhandenen Stromanschluss genutzt werden, in den letzten Jahren sind aber Akku-Schrauber und Akku-Bohrschrauber immer beliebter geworden. Diese ermöglichen das schnelle Ein- und Ausdrehen von Schrauben sowie – bei Bohrschraubern – das Bohren von Löchern, sodass sie Heimwerkerarbeiten erleichtern und deutlich beschleunigen.

Da diese Geräte recht viel Kraft entwickeln können, benötigen sie entsprechend leistungsstarke Spezialakkus. Diese werden meist über eine Ladestation geladen, in die das gesamte Gerät gestellt wird, wenn man es nicht benötigt. In der Regel werden Elektrowerkzeuge so wenig genutzt, dass der Akku problemlos die gesamte Nutzungsdauer des Geräts über verwendet werden kann. Auch hier werden Akkus also eher als Wechselakku genutzt, um bei längeren Arbeiten nicht plötzlich auf den praktischen Helfer verzichten zu müssen.

Viele Hersteller, wie beispielsweise Bosch, nutzen für alle ihre Geräte den gleichen Akku-Typ, sodass die Akkus unter den Geräten getauscht werden können – besitzt man also zwei Geräte eines Herstellers, reicht es meist aus, wenn man einen zusätzlichen Akku kauft, da man selten beide Geräte zur gleichen Zeit benötigt.

iPod & Walkman

Im Gegensatz zu den meisten anderen MP3-Playern kann bei Apples iPod und Sonys Walkman der Akku ausgetauscht werden – allerdings nur relativ aufwändig beziehungsweise mit Hilfe von Werkzeug, ein zweiter Akku kann also nicht als Wechselakku für längere Nutzungsphase dienen. Sollte der iPod oder Walkman aber so intensiv genutzt werden, dass der Akku Abnutzungserscheinungen zeigt, kann das Gerät relativ problemlos ausgetauscht werden.

Kleingeräte

Mit Abstand am häufigsten werden Akkus mit Sicherheit für Kleingeräte aller Art verwendet, wie beispielsweise Kinderspielzeug, Fernbedienungen, Wecker, Taschenlampen und noch vieles mehr. In der Regel kommen hier Akkus der Größen AA oder AAA zum Einsatz, sodass man mit diesen Akkus fast jedes beliebige Kleingerät bestücken kann.
Es gibt zwar noch andere Größen, beispielsweise C oder D sowie 9-Volt-Blockakkus, diese finden aber kaum noch Verwendung, da sie deutlich mehr Leistung liefern können, als die meisten Geräte benötigen. Zudem sind sie recht groß und würden bei den immer kleiner werdenden Geräten zu viel Platz brauchen.

Die gebräuchlichsten Akku-Typen sind Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) sowie Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH), wobei die erstgenannten langsam vom Markt verschwinden, da sie – zwar mit vielen Ausnahmen – inzwischen in der EU verboten sind. Neuere Nickel-Metallhydrid-Akkus sind ihnen aber ohnehin in allen Belangen überlegen, sodass man beim Kauf zu Akkus diesen Typs greifen sollte.

Die meisten heute erhältlichen Akkus haben eine Nennladung zwischen 1000 und 1500 mAh, was für die meisten Zwecke auch vollkommen ausreichend ist. Sollen sehr energiehungrige Geräte betrieben werden oder verwendet man das Gerät sehr oft, bieten sich Akkus mit einer Nennladung bis 2500 mAh an.
Preislich macht die Höhe der Nennladung kaum etwas aus, sodass man sich im Zweifel für die Akkus mit mehr Leistung entscheiden sollte. Bei der Frage, ob man Marken- oder No-Name-Akkus kaufen sollte, ist die Antwort eindeutig: Da Marken-Akkus keine Vorteile gegenüber den günstigeren Akkus der Konkurrenz haben, kann man sich auch für No-Name-Produkte entscheiden.

Was man beim Kauf von Akkus bei eBay beachten sollte

Gebrauchte Akkus werden sehr selten angeboten – und das aus gutem Grund, denn bei Akkus handelt es sich um Verbrauchsartikel, die sich mit der Zeit abnutzen, daher ist es in der Regel nicht sinnvoll, gebrauchte Akkus zu kaufen, zumal neuwertige Akkus normalerweise kaum teurer sind.
Bei privaten Verkäufen von „neuwertigen“ Akkus sollte man sichergehen, dass die Akkus sich noch in der Originalverpackung befinden, da sonst die Gefahr besteht, dass die Akkus bereits verwendet wurden und alles andere als neuwertig sind.

Fazit

Akkus sind ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand, der vieles leichter oder bequemer macht. Viele Geräte sind schon bei Auslieferung mit Akkus bestückt, bei einigen Geräten hat es der Nutzer aber selbst in der Hand, ob er Batterien oder Akkus verwendet.
Da sich mit Akkus auf lange Sicht sehr viel Geld sparen lässt und durch den Verzicht auf Batterien zudem die Umwelt entlastet wird, sind Akkus in jedem Fall die bessere Wahl. Mit einem passenden Ladegerät können Akkus zahllose Male eingesetzt werden, sodass der höhere Preis gegenüber Batterien absolut gerechtfertigt ist und sich außerdem schnell amortisiert hat.

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