So finden Sie die richtige Miniaturkamera für Ihren Bedarf

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So finden Sie die richtige Miniaturkamera für Ihren Bedarf

Miniaturkameras passen in jede Hosentasche oder Hemdtasche. Die Bildqualität ist hervorragend, teilweise sogar besser als bei einer großen Spiegelreflexkamera. Bekannt wurden die Miniaturkameras aus Spionage- oder Agentenfilmen. Hier werden Ihnen nun die Miniaturkameras vorgestellt, um Ihnen einen Einblick in diesen Bereich der Fotografie zu bieten.

Wissenswertes über die Miniaturkamera

Erste Miniaturkameras gab es bereits in den 1850er Jahren. Die fotografischen Platten hatten dabei eine Seitenlänge von 2,5 Zentimetern. Die Negative mussten vergrößert werden, was zur damaligen Zeit noch äußerst unüblich war. Allgemein bekannt ist, dass in Vorkriegszeiten sowie während des Krieges die Technik am schnellsten voranschreitet. Im Jahr 1936 wurde eine Miniaturkamera von dem Konstrukteur und Fotografen Walter Zapp in Tallinn in Estland für das Filmformat 6,5 mal neun Millimeter erfunden. Daraus entwickelte sich die Rigaer Minox für das Filmformat 8 mal 11 Millimeter; diese Kamera war weltweit unter dem Namen Spionagekamera bekannt.

Hergestellt wurde die Miniaturkamera in der Firma VEF in Riga. Trotz der Namensgleichheit mit der Kamera hatte das Unternehmen keinen Bezug zur heute bekannten Minox GmbH. Zudem unterschied sich das Modell von den später folgenden Modellen durch das Objektiv, den Sucher sowie den Verschluss. Bei den einfachen Varianten bestand das Gehäuse aus rostfreiem Stahl, so dass sie doppelt so schwer wie die heutigen Kameras in einem Leichtmetallgehäuse waren. Noch heute gehört die Rigaer Minox zu den gesuchten Sammlerobjekten.

Minox – das Synonym für die Miniaturkamera

Nach dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1945 gründete Walter Zapp mit seinem Geschäftspartner Richard Jürgens in Wetzlar die Minox GmbH. Die neue Kamera wurde vollkommen neu konstruiert, dabei wurde das einfache Objektiv des ersten Modells durch ein vierlinsiges sowie hochmodernes Objektiv ersetzt. Das damals zur Verfügung stehende Filmmaterial konnte die Schärfeleistung der Kamera allerdings nicht voll ausnutzen. Der Verschluss wurde durch einen Lamellenverschluss ersetzt, zudem erhielt die Kamera einen Leuchtrahmensucher mit einem automatischen Parallaxenausgleich. Für ein Blitzgerät wurde die Minox seit 1954 mit einem Synchronkontakt ausgestattet. In den nächsten Jahren erhielten die Folgemodelle Selenzellen-Belichtungsmesser. Im Jahr 1969 kam schließlich die Minox C auf den Markt; sie war die erste Kamera mit einer vollständig elektronischen Belichtungsautomatik.

Das Nachfolgemodell erhielt im Jahr 1972 einen CdS-Nachführbelichtungsmesser. Seit 1978 wurden die Miniaturkameras, sie hatten eine Größe von 80 x 15 x 20 Millimeter, in technisch kaum veränderter Form produziert, allerdings wurde die Produktion im Jahr 2012 eingestellt. Seit 2013 fertigt Minox nur noch eine Digitalkamera an, die im Design und Größe an die 8 x 11 mm Kameras erinnert – die Größe beträgt 70 x 20 x 20 Millimeter. Verkauft wird die Miniaturkamera unter dem Namen Spionagekamera. Häufig wird auch der Name Minox als Synonym für eine Miniaturkamera verwendet, da es von kaum einen anderen Hersteller Kleinstbildkameras gab. Für den Einsatz als Spionagekamera wurde ein spezieller Dokumentenfilm, der einen extrem hohen Kontrast bietet sowie sehr hochauflösend ist, angeboten.

Zubehör für die Miniaturkameras

Es gab zahlreiches Zubehör für die Kleinstbildkameras; angeboten wurden etwa ein Dreibeinstativ sowie eine Heimlabor-Ausstattung. Für die Tele- oder Mikrofotografie wurde ein Feldstecheransatz angeboten, es gab außerdem ein Reprostativ zur fotografischen Reproduktion und zur platzsparenden Archivierung der Dokumente. Ebenfalls war ein Sucherspiegel im Angebot, mit welchem man unbemerkt um die Ecke fotografieren konnte. Gedacht waren die Zubehörteile vor allem für Spione, damit sie auch unterwegs Bilder entwickeln konnten. Die Filme für die Minox-Kameras gab es in kleinen Tageslicht-Doppelkassetten. Der Film wurde nach dem Fotografieren automatisch zurückgespult und konnte schnell eingelegt sowie entnommen werden.

Plattenkamera, Rollfilmkameras und sonstige Kameras

Im Gegensatz zu anderen Kameras, die im letzten Jahrhundert angeboten wurde, war die Miniaturkamera winzig. Eine Boxkamera war größer als eine heutige Spiegelreflexkamera, eine ähnliche Größe hatten die Rollfilmkameras. Fast nur noch in Museen können die Klappkameras, die teilweise auch für Sammler angeboten werden, bewundert werden. Ende des letzten Jahrhunderts waren außerdem die Sofortbildkameras gefragt, allerdings waren die Filme unverhältnismäßig teuer. All diese Kameras waren groß und unhandlich, viele Modelle waren nur für das Studio eines Fotografen geeignet. Für alle Kameras wurde umfangsreiches Zubehör angeboten.

Kameras für Kleinbildpatronen

Ein weiterer bekannter deutscher Kamerakonstrukteur war Heinz Waaske. Von ihm wurde die Kleinstbildkamera Edixa 16 für die 16-mm-Patronen von Rollei entwickelt. Da die Kunden eine kleine Kamera suchten, die sich für die üblichen Kleinbildpatronen 135 eignete, entwickelte er eine neue Kamera. Dieses Modell kam im Jahr 1965 als kompakte Kleinbildkamera unter dem Namen Rollei 35 S auf den Markt, die Kamera entwickelte sich zu den ersten erfolgreichen kompakten Kleinbildkameras. Zum Aufnehmen guter Bilder waren allerdings noch immer externe Entfernungsmesser sowie Blitzgeräte erforderlich.

Kleine Kameras für unterwegs

Heute werden zahlreiche Digitalkameras als Kompakt-Kamera angeboten, die dem Format einer Kleinstbildkamera aus den 1970er Jahren entsprechen. Hergestellt werden die miniaturisierten digitalen Kompakt-Kameras von zahlreichen Herstellern. Der Sucher wurde zur Bildaufnahme durch ein Display ersetzt. Die Gehäuseform erinnert in den Abmessungen an eine Zigarettenschachtel, das Objektiv fährt im Ruhezustand automatisch ein. Einige Modelle besitzen ein innenliegendes Objektiv, und durch das Periskopobjektiv sind die Kameras sehr robust und können teilweise sogar unter Wasser verwendet werden. Zahlreiche Modelle sind auf dem Markt erhältlich, die sich durch ihre Aufnahmebereitschaft, Fokussiergeschwindigkeit, Auslöseverzögerung sowie Bildfolgezeit unterscheiden. Obwohl der technische Fortschritt in den letzten Jahrzehnten rasant fortgeschritten ist, sind die digitalen Kompaktkameras manchmal wesentlich langsamer als die älteren Kameras im Kleinbildbereich.

Preislich sind die Kleinstbildkameras, und zwar in der Anschaffung sowie in den Betriebskosten, mit einer Kleinbildkamera vergleichbar. Teilweise ist ein Aufpreis für eine extreme Miniaturisierung speziell für Minox-Kameras erforderlich. Obwohl die Sensoren bei den digitalen Miniaturkameras etwas günstiger sind, ist eine digitale Kleinstbildkamera teurer als eine kompakte digitale Kleinbildkamera. Universell lassen sich Miniaturkameras kaum einsetzen. Für Schnappschüsse sind die Kameras jedoch gut geeignet und durch ihre Größe sind sie leicht zu transportieren, so dass man eine Kleinstbildkamera stets dabei haben kann. Heute wird die Immer-dabei-Lösung jedoch häufig durch Smartphones oder Mobiltelefone ersetzt, da auch mit ihnen jederzeit Schnappschüsse möglich sind.

Alle Kleinstbildkameras haben eine große Schärfentiefe, und zwar aufgrund der kurzen Brennweite der Objektive. Der Hintergrund kann nicht durch Unschärfe vom Vordergrund abgehoben werden. Allerdings werden weit voneinander entfernte Objekte gleichzeitig sehr scharf dargestellt. Solche Effekte sind mit einer kompakten Kleinbildkamera nicht möglich. Die Bildqualität der Miniaturkameras ist allerdings etwas eingeschränkt, obwohl das Niveau erstaunlich hoch ist.

Miniaturkamera als Überwachungskamera

Zur Überwachung von Räumen oder einem Eingangsbereich werden vermehrt Überwachungskameras eingesetzt. Meistens handelt es sich bei diesen Kameras um Miniaturkameras, da diese kaum auffallen. Der Durchmesser der Linse bei den kleinen Miniaturüberwachungskameras liegt bei vier Zentimetern, die Kameras selbst sind etwa 42 x 42 Millimeter groß und 50 Millimeter tief. Zudem verfügen diese Miniaturkameras über sehr hohe Auflösungen. Eingesetzt werden die Kameras vom Staat, von Unternehmen sowie von Privatleuten, die gern den Eingangsbereich ihres Hauses überwachen möchten, um stets alles im Blick zu haben.

Klassische Miniaturkameras für Sammler

Inzwischen sind die klassischen Miniaturkameras zu einem beliebten Sammlerobjekt geworden, da sie mittlerweile nicht mehr angefertigt werden. Allerdings ist es schwierig, passende Filme zu bekommen und auch die Entwicklung dieser Filme wird kaum noch angeboten. Liebhaber der klassischen Fotografie lassen sich davon nicht abhalten, deshalb gehören die funktionierenden Kleinstbildkameras zu den gesuchten Sammlerobjekten.

Angeboten wurden handliche Kompaktkameras von Minox, Kodak, Rollei, Agfa, und Minolta sowie von anderen Herstellern. Die Modelle waren etwas größer als eine Zigarettenschachtel und bestückt wurden diese Kameras mit einem 24x36 Millimeter Kleinbildfilm. Inzwischen sind diese Modelle durch die digitalen Kompaktkameras weitgehend vom Markt verdrängt.

Fazit

Viele Menschen sind von einer Miniaturkamera fasziniert, zudem liefern diese Kameras hervorragende Fotos. Sollten Sie auf der Suche nach einer Kleinstbildkamera sein, dann lohnt es sich auf jeden Fall, das Angebot im Auktionshaus eBay anzusehen. Bei eBay gibt es eine große Auswahl hochwertiger Miniaturkameras, ebenso werden zahlreiche andere Kameras angeboten, so dass stets das richtige Modell dabei ist, von der kleinstmöglichen Kamera bis hin zur Spiegelreflexkamera.

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