So finden Sie die passende Autobatterie für Ihr Fahrzeug

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So finden Sie die passende Autobatterie für Ihr Fahrzeug

Tag für Tag nutzen Millionen Bundesbürger ihr Auto, um zur Arbeit zu fahren oder ganz einfach um ihre Besorgungen zu machen. Kurzum: Das eigene Auto ist für viele Menschen entscheidend und ein Schaden am Auto darum auch sehr ärgerlich. Zum einen kostet der natürlich Geld für die Reparatur oder für die nötigen Ersatzteile. Zum anderen ist der Wagen mitunter nicht mehr fahrbereit.

Ein Schaden an der Autobatterie ist ein gutes Beispiel. Ist die Batterie leer, geht nichts mehr. Die Autobatterie neu zu laden, bringt auch nicht immer den gewünschten Effekt. Tatsächlich ist es manchmal einfacher und vor allem schneller, die Batterie komplett zu wechseln. Alles, was Sie zu dem Thema wissen müssen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Batterie oder Akku: Was ist die Autobatterie

Der Begriff Batterie ist eigentlich falsch, denn die Autobatterie ist keine Batterie, sondern ein Akkumulator. Der Unterschied ist relativ einfach: Während eine Batterie nur ein „Leben" hat, kann der Akku jederzeit und mitunter viele hundert oder gar tausend Mal neu geladen werden. Das Wort Batterie ist somit eigentlich falsch, im Volksmund und selbst in der Autobranche aber längst verankert.

Eine Batterie ist unbedingt nötig zum Starten des Fahrzeugs. Hierzu versorgt die Autobatterie den Anlasser mit der nötigen Stromstärke, die bis zu 1.000 Ampere betragen kann. Diese Leistung ist zwar nur kurzfristig, aber zwingend nötig. Sonst startet ein Verbrennungsmotor ganz einfach nicht.

Die Batterie dient auch der Energieversorgung

Aus diesem Grund wird die Autobatterie auch als Starterbatterie bezeichnet. Im Auto beträgt die Spannung der Batterie übrigens zwölf Volt, in einem Lkw sogar 24 Volt. Neben dem Starten hat die Batterie noch andere Aufgaben: die Energieversorgung sämtlicher elektrischer Verbraucher. Hierzu zählen beispielsweise Radio, Navigationssystem, Bordcomputer, Klimaanlage oder die Beleuchtungsanlage des Fahrzeugs samt Scheinwerfer, Rücklichter, Nummernschildbeleuchtung oder Blinkleuchten.

Das Verhältnis der Lichtmaschine zur Batterie

Allerdings übernimmt die Batterie die Versorgung der Verbraucher eher als eine Art Notversorger. Genauer dann, wenn die Leistung der Lichtmaschine, die als Nebenaggregat des Motors der Erzeugung neuer Energie dient, nicht ausreicht. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum die Autobatterie bei einer derartigen Belastung nicht permanent leergefahren ist. Auch hier kommt wieder die Lichtmaschine zum Zug. Denn ist deren Leistung und ergo Energieerzeugung höher als nötig, wird der überflüssige Strom direkt in die Autobatterie eingespeist. Kurzum: Die Lichtmaschine lädt die Batterie neu auf.

Trend Elektroauto: Akku statt Autobatterie

Interessant ist das Thema auch bei einem neuen Trend auf den Straßen weltweit, dem Elektroauto. Längst sind die ersten Modelle wie der Nissan Leaf, smart fortwo electric drive, Renault Zoe oder Peugeot iOn auf dem Markt, weitere stehen bereits in den Startlöchern. Deren Akku hat nichts mit der gemeinen Autobatterie in einem konventionellen Fahrzeug zu tun.

Dass eine Starterbatterie bei einem Elektroauto aus logischen Gründen nicht nötig ist, muss wohl kaum erklärt werden. Doch auch der verbaute Akku für die elektrische Energie hat wenig Gemeinsamkeiten mit einer Autobatterie. Tatsächlich spricht die Branche hier von einer sogenannten Traktionsbatterie. Der Zweck dieser Batterie ist weniger das Starten des Autos, sondern vielmehr die komplette Energieversorgung insbesondere des Antriebs. Trotzdem kann ein Elektroauto sehr wohl mit einer zusätzlichen Starterbatterie ausgestattet sein, ebenfalls zur Versorgung der aufgezählten Verbraucher.

Sinnvoll ist die Autobatterie oder Starterbatterie somit sogar in einem Elektroauto, nämlich um ganz einfach die Traktionsbatterie zu schonen. Gerade die elektrischen Verbraucher beziehen mitunter so viel Strom, dass die Reichweite des Elektroautos deutlich sinkt. Das gilt besonders unter extremen Temperaturen wie im Winter oder Hochsommer. Übrigens gelten die genannten Fakten nicht nur allein für Elektroautos, sondern auch für Hybridautos. Beide Fahrzeugarten müssen nicht, können aber eine Starterbatterie verbaut haben.

Problemfall: Winter und Sommer machen Autobatterie zu schaffen

Wie gerade angedeutet, muss die Autobatterie mitunter extreme Leistungen auffahren. Den meisten Autofahrern dürfte bekannt sein, dass gerade ein harter, klirrend kalter Winter mit viel Frost als einer der größten Feinde jeder Autobatterie gilt. Kaum ein Autobesitzer ist der Gefahr gefeit und hat es nicht schon mindestens einmal erlebt. An irgendeinem eiskalten Morgen war der Motor bei aller Mühe nicht mehr zu starten. Die Batterie hatte wegen der Minusgrade den Dienst eingestellt.

Hier reicht die Leistung der Starterbatterie wegen der widrigen Wetterverhältnisse einfach nicht mehr aus, den Anlasser mit genügend Spannung zu versorgen. Ergo bleibt der Motor aus und tut keinen Mucks. Doch warum versagen Autobatterien ausgerechnet im Winter? Die Erklärung dieses typischen Winterphänomens liegt im Aufbau der Batterie. Je kälter die Temperaturen werden, umso mehr baut die Kapazität der Autobatterie ab. Bei minus 18 bis 20 Grad beträgt diese Kapazität nur noch die Hälfte der eigentlichen Batterieleistung. Die Kapazität sinkt also mit jedem Grad Celsius unter null weiter ab, bis sie irgendwann ungenügend ist. Parallel kommt hinzu, dass Minusgrade auch das Motorenöl „zäher" machen. Das ist zwar weit weniger schlimm, macht den gewünschten Startvorgang aber nicht unbedingt einfacher, eher im Gegenteil.

Selbstredend gibt es Wege, wie Sie diesem Versagen der Autobatterie entgegen wirken können. Bei extremer Kälte lohnt es beispielsweise, die Batterie auszubauen und in einem halbwegs warmen Raum bei rund zehn Grad Celsius quasi über Nacht zwischenzulagern. Diese Methode dürften jedoch die wenigsten anwenden. Eine andere Möglichkeit sind Standheizungen, die es mittlerweile auch speziell für den Motorraum gibt und die Batterie kurz vor Fahrtantritt auf Temperatur bringen. Noch besser ist natürlich eine Garage, wo Auto und Batterie vor den Wettereinflüssen geschützt sind.

Die richtige Pflege Ihrer Autobatterie

Letzten Endes dürfte nichts über die richtige Pflege der Autobatterie gehen. Schon vor dem Winter sollten Sie Ihre Batterie kontrollieren, um vor bösen Überraschungen gefeit zu sein. Zur Kontrolle wird lediglich der Flüssigkeitsstand in der Batterie gemessen, was Sie mindestens einmal im Jahr tun sollten.

Als Faustregel gilt, dass die Bleiplatten völlig mit Flüssigkeit bedeckt sein sollen. Liegen die Platten frei, füllen Sie neue Flüssigkeit nach. Hierfür nehmen Sie ausschließlich destilliertes Wasser, kein Leitungswasser. Bei manchen Batterie müssen Sie zur Kontrolle der Flüssigkeit nicht mal die Verschlüsse abschrauben, kann der Stand doch eventuell außen abzulesen sein. Beim Nachfüllen gilt übrigens Vorsicht, denn die enthaltene Batteriesäure ist ätzend.

Um die Spannung der Batterie zu messen, finden Sie im Handel entsprechende Werkzeuge wie den Multimeter oder noch besser einen speziellen Batterietester. Muss die Batterie neu geladen werden, klemmen Sie den Akku ab und nutzen zur Ladung ein zugelassenes Gleichstrom-Ladegerät. Beim Laden schließen Sie natürlich Plus an Plus sowie den Massepol an die Minusklemme an. Achten Sie auf eine mögliche Erwärmung der Autobatterie, bei über 55 Grad Celsius sollten Sie den Ladevorgang unterbrechen. Voll ist die Starterbatterie, wenn Säuredichte und Ladespannung nicht mehr höher steigen - und zwar innerhalb zweier Stunden. Danach können Sie die Autobatterie wieder in Ihr Fahrzeug einbauen.

Tipps zum Einkauf: Die richtige Autobatterie finden

Mitunter ist es trotz guter Wartung jedoch nötig, eine neue Autobatterie kaufen. Tatsächlich unterliegt die Batterie einer beschränkten Anzahl an Be- und Entladungszyklen, die irgendwann einfach erschöpft sind. Haben Sie beispielsweise Ihre Autobatterie gerade erst frisch geladen und ist diese innerhalb weniger Tage bereits wieder erschöpft, dürfte ein Neukauf anstehen. Möglicherweise liegt aber auch ein Schaden an der Lichtmaschine vor, die nicht mehr ausreichenden Strom zum Nachladen erzeugt.

Beim Neukauf gilt es jedenfalls einiges zu beachten. Am wichtigsten ist die vom Hersteller vorgegebene Kapazität in Ampere. Wählen Sie daher unbedingt eine gleiche Batterie. Wobei: Höher darf die Kapazität der Batterie durchaus sein, geringer aber auf keinen Fall. Ebenso sollte die Bauform der neuen Autobatterie dem alten Modell entsprechen.

Die Preise sind ebenfalls nicht uninteressant. Autobatterien vom Markenhersteller kosten deutlich mehr, sind in der Regel allerdings nicht besser als Produkte weniger namhafter Anbieter. Die teuerste Starterbatterie müssen Sie somit nicht kaufen, wichtig sind allein Ampere und Bauform. Der eigentliche Wechsel der Batterie ist schließlich alles andere als schwer und verlangt in der Regel nur einen oder zwei simple Maulschlüssel. Wichtig: Zuerst wird der Minuspol abgeklemmt, danach der Pluspol. Achten Sie auf die Pole, die weder Schmutz noch Fett zeigen sollten. Haben Sie die Batterie schließlich wieder angeklemmt - zuerst Minus, dann Plus - tragen Sie etwas Fett und zwar spezielles Polfett als Schutz auf.

Für den Austausch dürfte kaum eine spezielle Anleitung nötig sein. Meist gilt es nur einige wenige Halterungsschrauben zu lösen, die nach dem Einbau wieder festzuziehen sind. Damit ist der ganze Wechsel auch schon getan, der kaum zehn Minuten Ihrer Zeit verlangen wird. Noch mal als kleine Randnotiz: Sollten Sie die Batterie lieber neu laden, erledigen Sie das in einem ungenutzten Raum. Auf gar keinen Fall aber in Wohn- oder Schlafzimmer, da sich Gase bilden können. Trotzdem sollten Sie beim Laden auf eine angenehme Temperatur von um die 20 Grad Celsius achten.

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