So finden Sie die besten Schneeketten

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 b Fazit: Mit den besten Schneeketten auch im Winterurlaub sicher  reisen ist nicht schwer /b

 

Im Winterurlaub, bei Nacht und Eiseskälte mit dem Auto im Schnee stecken zu bleiben, ist der Albtraum eines jeden Urlaubers. Überall da wo kein Schneepflug fährt oder soviel Schnee fällt, dass jeder Versuch ihn zu räumen von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, versagen leider selbst die besten Winterreifen. Wirkliche Abhilfe können hier nur noch Schneeketten bieten.

Wenn auch Sie in den Winterurlaub nach Österreich, in die Schweiz, oder in andere Gegenden mit starkem Schneefall fahren möchten, dann gehören Schneeketten unbedingt in Ihr Gepäck – oder genauer gesagt in Ihren Kofferraum. Einige Strecken, etwa in den Alpen, dürfen ohne Schneeketten gar nicht befahren werden. Legen Sie sich also Schneeketten für solche Urlaubsfahrten zu. Denn nur so können Sie sich unverdorbenen Urlaubsspaß sichern.

Auch wenn Sie große Nutzfahrzeuge im Winter fahren oder in einer Gegend wohnen, in der stets viel Schnee fällt, kann sich die Anschaffung von Schneeketten für Sie lohnen. Da die meisten Autofahrer selbst nie Schneeketten verwendet haben und auch generell nicht so viel über sie wissen, soll Ihnen dieser Ratgeber wertvolle Tipps und Informationen zum Kauf von Schneeketten geben.

Funktionsweise von Schneeketten und die richtigen Schneeketten finden

Erfunden worden sind sie schon im Jahr 1904 in den USA von einem erfinderischen Tüftler namens Harry D. Weed, der es wohl auch leid war, ständig im Schnee stecken zu bleiben und dann bei Eiseskälte aussteigen und schieben zu müssen. Er dachte sich unter dem Patentnamen „Grip Tread for Pneumatic Tires“ Ketten aus gehärtetem Stahl aus, die wie ein Netz über den Reifen gespannt werden und so als Fahrhilfe bei Schnee und Matsch funktionieren. Eine geniale wenn auch eigentlich simple Erfindung. Und noch heute profitieren Millionen von Menschen von dieser Idee. In den über hundert Jahren seit ihrer Erfindung wurden die unterschiedlichsten Formen und Modelle von Schneeketten entwickelt – aus verschiedenen Materialien gefertigt, mit unterschiedlicher Funktionsweise und Form und in allen möglichen Größen. Vom Feuerwehrfahrzeug bis zum Alpenurlauber finden sie in vielen Bereichen Anwendung.

Wenn Sie nach neuen oder gebrauchten Schneeketten suchen, die auf Ihr Auto passen, dann finden Sie hierzu eine große Auswahl. Dabei fragen Sie sich wahrscheinlich, welche Schneekette da die richtige für Sie ist.

Dieser Ratgeber wird Ihnen einen Überblick über die Welt der Schneeketten geben. Er erklärt, welche Arten von Ketten es gibt, wann welcher Typ benutzt werden kann, wie man die Schneeketten am Fahrzeug anlegt und wie Sie die besten Schneeketten finden.

Welche Arten von Schneeketten gibt es?

Wenn Sie Schneeketten kaufen möchten, werden Sie sehen, dass es verschiedene Arten von Ketten im Handel gibt. Im Wesentlichen lassen sich diese in echte Schneeketten und in Anfahrhilfen unterteilen. Anfahrhilfen dienen, wie der Name schon besagt, eigentlich nur dazu, das Anfahren zu erleichtern und sind nicht für längere Strecken geeignet. Dort, wo Schneekettenpflicht besteht, sind sie auch nicht als Ersatz erlaubt. Bei Pkws bestehen Anfahrhilfen nur aus Klammern an den Rädern, bei Motorrädern gibt es Anfahrkrallen und Riemen.

Moderne Schneeketten: Eine Kombination aus Antriebsketten und Spurketten

Vollwertige Schneeketten bestehen dagegen aus einem Netz aus Kettengliedern und sind speziell für längere Strecken gedacht. Sie teilen sich in Antriebsketten und Spurketten auf. Antriebsketten verlaufen quer entlang der Lauffläche des Rades und sind dazu gedacht, ein Durchdrehen der Räder zu verhindern. Spurketten verlaufen längs der Lauffläche und dienen dazu, ein Wegrutschen zur Seite zu vermeiden. In den allermeisten Fällen sind Schneeketten eine Kombination dieser beiden Modelle und erfüllen beide Eigenschaften. Man erkennt dies daran, dass die Ketten sich kreuz und quer über die Lauffläche des Rades spannen.

Sie müssen sich also keine Gedanken darüber machen, ob sie nun eine Antriebskette oder Spurkette vor sich haben, da im Handel praktisch nur Kombinationen aus beiden erhältlich sind. Nur für große Zugmaschinen oder Maschinen, die im Bau eingesetzt werden, finden sich manchmal reine Antriebsketten.

Aus welchem Material soll die Schneekette bestehen: Stahl, Plastik oder Textilien?

Klassischerweise bestehen Schneeketten aus gehärtetem Stahl, doch es gibt auch Varianten, bei denen die Ketten aus Plastik oder gar Textilien gefertigt worden sind. Die Verwendung anderer Materialien als Stahl sieht man diesen Schneeketten gleich an, denn ein Geflecht aus Kunststoff sieht deutlich anders aus als eines aus Metall. Gegenüber den Stahlketten sind Ketten aus Alternativmaterialien natürlich leichter, doch der Verschleiß der Ketten ist höher. Welche Eigenschaft Ihnen hier wichtiger ist, sollten Sie gründlich abwägen. Die meisten Schneeketten im Handel bestehen jedoch aus Stahl.

Gesetzliche Regelungen: Wann und wo dürfen Sie Schneeketten überhaupt verwenden?

In Deutschland besteht eine sogenannte Schneekettenerfordernis für Pkws nur in einigen bergigen Gegenden, wo dies dann aber durch Verkehrsschilder angezeigt wird. Dieses Verkehrsschild, welches den meisten Autofahrern eher unbekannt sein dürfte, zeigt einen Reifen mit Schneekette auf blauem Grund. Auf solchen Strecken gibt es in aller Regel einen speziell eingerichteten Parkplatz – einen sogenannten Kettenanlegeplatz -  am Straßenrand, auf dem die Schneeketten angelegt werden können. Es darf mit Schneeketten in Deutschland maximal 50 km/h gefahren werden.

In Österreich werden Nahverkehr und größere Fahrzeuge generell mit Schneeketten ausgestattet und auch Privatautos sind im Winter häufig damit ausgestattet. Pkws dürfen Schneeketten auf Sommerreifen als Ersatz für Winterreifen aber nur verwenden, wenn die Schneedecke nicht unterbrochen ist. Dies dient dem Schutz der Fahrbahn, die durch die Schneeketten sonst beschädigt werden könnte. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Fahrzeuge mit Schneeketten besteht in Österreich nicht, da mit Schneeketten ohnehin kaum größere Geschwindigkeiten als 40 oder 50 km/h erreicht werden.

Die richtige Schneeketten-Größe für Ihr Auto herausfinden und kaufen

Wenn Sie Schneeketten suchen, ist es natürlich wichtig, die richtige Größe zu kaufen, die auch auf die Reifen Ihres Autos passen. Zu kleine Schneeketten können nicht montiert werden und zu große Schneeketten können viel zu locker sein, um zu halten. Besonders gefährlich kann es werden, wenn die Schneeketten nur etwas zu groß sind und dann zwar irgendwie halten, aber beim Fahren unbemerkt an das Fahrzeug und die Räder schlagen und so Schäden daran verursachen. Werfen Sie zuerst einen Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Autos und finden Sie die benötigte Reifengröße und Felgenbreite (auch Zollgröße genannt) heraus. Bei der Suche nach Schneeketten bei eBay können Sie diese Größenangaben direkt in der Suchmaske eingeben. Also zum Beispiel Zollgröße 15 oder Breite 205 mm.

Ist in der Anleitung nicht herauszufinden, welche Größe Sie benötigen oder wenn Sie diese nicht parat haben, dann suchen Sie nach passenden Schneeketten für Ihre Automarke und das Modell. Manchmal reicht auch schon die Plattform (standardisierte Chassis und Radkastenform vieler Autobauer), wenn Ihnen diese bekannt ist.

Eine Suche könnte dann zum Beispiel „VW 60“ lauten oder Plattform „225“.

Wie legt man Schneeketten richtig an und welche Montagetypen gibt es?

Kennen Sie die richtige Größe, die Sie für Ihre Schneeketten benötigen, ist der nächste Gedanke die Montageart der Ketten. Es gibt Seilketten, Ringketten und Komfortketten (auch Schnellmontagesysteme genannt). Die Seilketten sind meistens die preislich günstigsten, erfordern bei der Montage jedoch so einiges an Zeitaufwand. Ringketten dagegen kosten zwar mehr, sind aber in der Montage einfacher zu handhaben. Komfortketten werden mithilfe eines Adapters am Rad befestigt, welcher zuvor angebracht werden muss. Ihre Montage geht am schnellsten. Die Entscheidung für das eine oder andere System hängt im Wesentlichen also davon ab, wie viel mehr Geld Ihnen die Zeitersparnis Wert ist, die die höherpreisigen Ketten bieten.

Beachten Sie aber: Nicht jedes Kettensystem kann in alle Fahrzeugtypen montiert werden, da bei manchen Fahrzeugen die Radkästen zu eng sind. Schauen Sie hier unbedingt in der Bedienungsanleitung Ihres Autos nach, bevor Sie Ketten kaufen, die Sie am Ende nicht montieren können.

Die Montage: Sie benötigen die richtige Ausstattung und sollten vorher üben

Bevor Sie mit Schneeketten in den Urlaub fahren, sollten Sie mindestens einmal das Anlegen geübt haben und Handschuhe sowie eine wasserfeste Unterlage zum darauf Knien parat haben. Die Ketten gehören auf die Antriebsachse, bei Alltradantrieb beachten Sie die Angaben des Herstellers. Ist die Montage geglückt, fahren Sie anschließend ein kleines Stück und überprüfen Sie dann noch einmal den Sitz der Ketten und ziehen Sie gegebenenfalls noch einmal nach. Die Ketten dürfen sich nicht mehr als einen Zentimeter von der Radoberfläche wegziehen lassen.

Üben lohnt sich in jedem Fall, denn wenn Sie im Urlaub erst einmal irgendwo im Schnee feststecken, wird die Montage bei beißender Kälte und klammen Fingern sonst zum Geduldsspiel.

Was es sonst noch zu beachten gilt: Nachpflege der Ketten und Bedienhinweise

Die Schneeketten sollten nach dem Gebrauch möglichst bald einmal abgespült und gereinigt werden. Erst im sauberen und trockenen Zustand gehören Sie wieder ins Auto. Wenn kein Schnee mehr liegt, sollten Schneeketten unbedingt abmontiert werden, weil sie sonst schnell verschleißen. Übrigens: das elektronische Stabilitätsprogramm ESP und die Antischlupfregelung ASR können laut ADAC die Wirkweise von Schneeketten behindern und sollten lieber abgestellt werden.

Wenn auch Sie im Winterurlaub oder auf anderen verschneiten Strecken Schneeketten brauchen, um nicht stecken zu bleiben, dann können Sie sich schnell die passenden Schneeketten heraussuchen. Schneeketten gibt es in allen möglichen Größen, mit verschiedenen Montagesystemen und aus unterschiedlichen Materialien. Suchen Sie zuerst die richtige Größe, dann die Montageart und zuletzt das Material aus und schon kann es in den Skiurlaub gehen!

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