So finden Sie den Weg durch das Verrückte Labyrinth, um die verborgenen Schätze zu bergen

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So finden Sie den Weg durch das Verrückte Labyrinth, um die verborgenen Schätze zu bergen

„Das verrückte Labyrinth" ist eines der erfolgreichsten Brettspiele aller Zeiten. Das einfache, aber sehr originelle Spielkonzept verspricht eine Menge Spielspaß für Groß und Klein. Neben dem originalen Brettspiel sind im Laufe der Jahre verschiedene Fortsetzungen und Varianten erschienen. 

"Das verrückte Labyrinth" – Infos zum originalen Brettspiel

„Das verrückte Labyrinth" wurde vom Wahrnehmungspsychologen und Spielautor Max Kobbert entwickelt. Das Wort „verrückt" im Titel ist hier doppeldeutig und weist auch darauf hin, dass das Labyrinth in diesem Spiel verrückt wird. Es erschien erstmals im Jahr 1986 bei Ravensburger und ist für zwei bis vier Spieler gedacht. Die Dauer des Spiels ist auf 25 bis 40 Minuten angesetzt – je nachdem, wie lange die Spieler überlegen und wie nah die Schätze liegen. Erfahrene Spieler schaffen das Spiel auch durchaus unter 20 Minuten. Es ist für Kinder ab acht Jahren geeignet, aber auch Erwachsene können noch viel Spaß mit den kniffligen Puzzleaufgaben dieses Spiels haben. Das macht es zu einem idealen Spiel für die ganze Familie. „Das verrückte Labyrinth" ist eine Mischung aus Brettspiel und Legespiel und erfordert räumliches Denken und Konzentration. Um sich einen Weg durch das Labyrinth zu bahnen, müssen Sie sich vorstellen können, wie die Wege nach dem Verrücken aussehen.

Daraus besteht das Spiel

Im Lieferumfang des Spiels befinden sich das Spielbrett und die 34 Kärtchen mit den Wegen. Auf den 24 Geheimnis-Karten sind die Schätze des Spiels abgebildet, die es zu finden gilt. Weiterhin werden vier Spielfiguren und die obligatorische Spielanleitung mitgeliefert. Das Spielfeld besteht aus 16 festen Bestandteilen mit den Startfeldern der einzelnen Spieler und verschiedenen Schätzen, die sich auf Wegen befinden. Die restlichen 34 Karten beinhalten die weiteren zwölf Schätze und reine Wegekarten verschiedener Art. Zu Spielbeginn wird das Spielfeld zufällig mit den losen Karten aufgefüllt und jeder Spieler setzt seine Spielfigur auf das Startfeld seiner Farbe. Die 24 Schatzkarten werden gleichmäßig und verdeckt an die Spieler ausgeteilt. Jeder Spieler stapelt nun seine Geheimnis-Karten und sieht sich die oberste an, ohne sie den Mitspielern zu zeigen.

So wird gespielt

Der erste Spieler führt nun den ersten Zug aus. Beim Aufbauen des Spielfelds bleibt immer eine Karte übrig, mit dieser kann der Spieler nun das Labyrinth verschieben. Dazu schiebt er die Karte an eine der Stellen, die mit einem gelben Pfeil markiert sind, in das Spielfeld hinein. Dadurch verschiebt sich diese Reihe und die Wege ändern sich. Die Karte kann vor dem Hineinschieben beliebig gedreht werden – dadurch verändert sich auch das Wegenetz des Labyrinths. Durch geschicktes Verschieben wird nun versucht, den Weg zum Symbol der Schatzkarte freizumachen. Nach dem Schieben darf der Spieler beliebig viele Felder gehen – aber natürlich nur entlang eines Gangs. Danach kommt der nächste Spieler an die Reihe. Zum Zug erhalten Sie immer das Kärtchen, das der vorherige Spieler aus dem Spielfeld geschoben hat. Dieses dürfen Sie nun verwenden wie Sie wollen. Einzige Ausnahme dazu: Sie dürfen den Zug Ihres Vorgängers nicht rückgängig machen und genau entgegengesetzt zurückschieben. Wird eine Figur mitsamt einem Kärtchen aus dem Spielfeld geschoben, wird die Figur an das gegenüberliegende Ende des Spielfelds gesetzt. Wenn Sie Ihr Ziel erreichen, decken Sie die Geheimnis-Karte auf und machen sich auf die Jagd nach dem nächsten Ziel. Wer als erstes alle Geheimnisse gelüftet hat, muss noch zu seinem Startfeld gelangen und hat dann das Spiel gewonnen.

Special Editions

„Das verrückte Labyrinth ist auch in der Spongebob-Version erhältlich. Bei dieser Version machen Sie sich auf die Jagd nach Figuren aus der Zeichentrickserie „Spongebob Schwammkopf". Auch eine "Star Wars"-Version des Spieleklassikers ist bereits erschienen. Hier gilt es, Luke Skywalker, Yoda, Darth Vader und Co. im Labyrinth aufzuspüren. Zum 25 jährigen Jubiläum ist 2001 eine Jubiläums-Edition in einer Metallbox erschienen. 

Tipps und Tricks, die Ihnen im Spiel nützlich sein können

Der Glücksfaktor ist bei diesem Spiel relativ hoch. Ausgefallene Strategien und langes Überlegen sind hier oft fehl am Platz. Aufgrund der vergleichsweise niedrigen Komplexität ist „Das verrückte Labyrinth" ideal für Kinder. Auch das tolle Spielkonzept mit der Verschiebung des Spielfelds bereitet Kindern meistens viel Spaß. Aber auch für Erwachsene ist es ein nettes Spiel für zwischendurch. Taktikfüchse und Fans von sehr komplexen Spielen kommen mit diesem Spiel aber nicht ganz auf ihre Kosten.

Um die Ecke denken wird belohnt

Dennoch kann durch die Beachtung einiger grundlegender Tipps der Erfolg im Spiel maximiert werden. Natürlich ist das oberste Ziel, dass Sie möglichst schnell zu dem Schatz ganz oben auf Ihrem Stapel gelangen. Dazu müssen Sie oft um die Ecke denken und nicht immer ist der direkte Weg auch der schnellste. Manchmal müssen Sie auch über den Tellerrand hinausblicken. Wenn der Schatzgegenstand aus dem Spielfeld heraus geschoben wird, gelangt er häufig an eine komplett andere Ecke des Spielfelds. Allerdings werden Ihre Mitspieler Ihnen den Gegenstand im Anschluss wohl eher selten direkt vor die Nase schieben. Und den Gefallen, Ihnen das Kärtchen mit dem richtigen Symbol zur Verfügung zu stellen, wird Ihnen Ihr Vorderspieler auch nur ungern tun. Sich selbst aus dem Spielfeld herauszuschieben, kann auch oft eine erfolgsversprechende Vorgehensweise sein. So gelangen Sie schnell an die andere Seite des Spielfelds.

Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Mitspieler

Weiterhin sollten Sie sich auch immer überlegen, auf welche Schätze Ihre Mitspieler wohl gerade Jagd machen. Wenn möglich sollten Sie es Ihren Mitspielern auch möglichst schwer machen, zum Ziel zu gelangen. Je weiter der Spielverlauf fortschreitet, desto besser können Sie die Ziele der Gegenspieler erahnen. Denn jedes Symbol ist nur einmal als Schatzkarte vorhanden. Natürlich hat das Erreichen Ihres Ziels eine höhere Priorität, aber wenn Sie gleichzeitig auch noch Ihren Mitspielern schaden können, ist das doppelt effektiv. Besonders wenn Sie bereits vor Ihrem Zug zu Ihrem Symbol gelangen können, sollten Sie den Zug wählen, der Ihre Mitspieler möglichst stark behindert. Dabei dürfen Sie sich jedoch Ihren freien Weg zum Schatzsymbol nicht wieder verbauen. Bevor Sie einen Zug ausführen, achten Sie am besten auch darauf, welches Kärtchen Ihr Mitspieler bekommen würde. Im Optimalfall schieben Sie so, dass das heraus geschobene Teil dem nächsten Spieler bei seiner Schatzsuche nicht weiterhilft.

Bluffen und täuschen kann weiterbringen

Wenn Ihre Figur auf einem unbeweglichen Teil steht, verhindern Sie, dass Sie die Mitspieler durch das Spielfeld schieben können. Auch auf beweglichen Teilen am Rand des Spielfelds leben Sie gefährlich – Ihre Mitspieler können Sie unter Umständen aus dem Spielfeld schieben und Ihre Pläne zum Erreichen Ihres Gegenstands durchkreuzen. Im Laufe des Spielverlaufs bleiben immer weniger mögliche Ziele übrig und deshalb sollten Sie gegen Ende des Spiels auch darauf achten, dass sich die übrigen Schätze in Ihrer Nähe befinden.

Nicht immer lässt sich ein Ziel in einem Zug erreichen. Trotzdem sollten Sie versuchen, Ihrem Symbol mit jedem Zug näherzukommen. Wenn Sie sich am Schluss auf ein unbewegliches Teil stellen, verhindern Sie, dass ein Mitspieler Ihren Fortschritt wieder zunichte macht. Wenn Sie Ihren Schatz allzu offensichtlich ansteuern, werden Ihre Mitspieler versuchen, Sie zu behindern oder Ihr Ziel wegzuschieben. Deswegen ist im Spiel auch immer etwas bluffen und täuschen angesagt.

Weitere interessante Versionen des Labyrinth-Spiels von Ravensburger

Aufgrund des enormen Erfolges von „Das verrückte Labyrinth" kamen im Laufe der Jahre etliche Varianten und weitere Spiele mit ähnlicher Spielidee auf den Markt. So erschien 1991 „Das Labyrinth der Meister". Hier ist jeder Spieler ein Zauberer und sucht im Labyrinth die Zutaten für ein Zauberrezept. Durch Zusatzregeln werden auch Boni wie Doppelzüge ermöglicht. Im Jahr 1995 brachte Ravensburger das „Junior Labyrinth" auf den Markt, das durch die vereinfachten Spielregeln auch für jüngere Kinder geeignet ist.

Das „Labyrinth der Ringe" besitzt ein rundes Spielbrett. Hier werden die Gangteile als Ringform verschoben. Weiterhin können bei diesem Spiel mitgeführte Helfer eingesetzt werden, die mit beiliegenden Schere-Stein-Papier-Karten gegeneinander kämpfen. Wie bei vielen anderen Brettspielen brachte man auch zu „Das verrückte Labyrinth" ein Kartenspiel heraus. Hier müssen die Spieler Karten mit Gängen passend anlegen und dabei Schätze sammeln. „Labyrinth – das Duell" ist eine reine Zweispielerversion des Klassikers. „Das Elektronik Labyrinth" beinhaltet ein sprechendes Buch, das den Spielverlauf bestimmt. In diesem Spiel müssen Sie Zaubersteine sammeln, um den Bann der bösen Hexe Grimelda zu brechen. Die Elektronik im sprechenden Buch ermöglicht hier komplett verschiedene Spielverläufe. Für Kinder ist natürlich ein sprechendes Spiel toll – jedoch können auch Erwachsene dabei viel Spaß haben.

Erfolge und Auszeichnungen von „Das verrückte Labyrinth"

„Das verrückte Labyrinth" ist ein enorm erfolgreiches Spiel und wurde in 60 Sprachen übersetzt. Weltweit wurden über 13 Millionen Exemplare des Spiels verkauft. Obwohl das Spiel schon sehr lange auf dem Markt ist, erfreut es sich immer noch hoher Beliebtheit bei Jung und Alt. „Das verrückte Labyrinth" wurde 1986 in die Auswahlliste zum „Spiel des Jahres" aufgenommen, den Preis gewann allerdings das Spiel „Heimlich & Co.". „Das Labyrinth der Meister" erhielt 1991 den Sonderpreis des „Spiel des Jahres" für „Schönes Spiel". Weiterhin wurde es mit dem Deutschen Spielpreis und dem Preis „Mensa Select" dekoriert.

Das verrückte Labyrinth für Computer und mobile Geräte

Wie viele andere Brettspiele können Sie auch „Das verrückte Labyrinth" auf Ihrem Computer spielen. Gegen Computergegner oder reale Gegenspieler können Sie sich so an den Wettlauf durch das Labyrinth machen. Ein weiterer Spielmodus stellt Labyrinth-Aufgaben an den Spieler, die von Level zu Level schwieriger werden. Auch für mobile Geräte wie Handys oder Tablets ist das Spiel bereits erscheinen. Die iPad-Version wurde mit dem Deutschen Computerspielpreis 2012 als bestes mobiles Spiel ausgezeichnet. Bei der mobilen Variante können Sie zum einen das klassische Brettspiel gegen Computergegner spielen. Außerdem besitzt das Spiel eine Online-Funktion, mit der Sie gegen andere Spieler antreten können. Verschiedene weitere Spielmodi runden die Applikation ab.

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