So finden Sie das Richtige Teleskop - Teil 2 - Linsenteleskope - Refraktoren

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Ein Refraktor oder Linsenteleskop ist das klassische Fernrohr: Ein Objektiv aus Glas bricht das Licht und bildet das Objekt in der Bildebene ab; ein Okular vergrößert dieses “virtuelle Bild”, sodass Sie sehen, worauf das Teleskop gerichtet ist. Der holländische Optiker Hans Lipperhey konstruierte 1608 das erste (Linsen-) Teleskop. Sein Patentantrag beschrieb “ein Gerät, um weit entfernte Dinge so zu sehen, als wären sie nahe”. Dieses erste Fernrohr vergrößerte dreifach. Der Italiener Galileo Galilei richtete wenig später erstmals ein Teleskop auf die Sterne und revolutionierte so die Astronomie.
Zwei Begriffe werden Ihnen heute immer wieder begegnen, wenn Sie sich mit Linsenfernrohren beschäftigen: Achromat und Apochromat. Sie bezeichnen die Konstruktion des Objektivs. Ein Achromat besteht aus zwei Linsen und zeigt fast keinen Farbfehler, vor allem wenn er eine lange Brennweite hat. Achromat bedeutet farbfrei; das Objektiv zeigt also (fast) keine Farbsäume. Kurzbrennweitige Achromaten mit großer Öffnungen zeigen etwas mehr Farbsäume und sind als Großfeld-Teleskope vor allem für ausgedehnte Objekte wie Sternhaufen, Nebel und Kometen geeignet, die ein großes Bildfeld verlangen.
Achromaten haben Objektive mit bis zu vier Linsen und zeigen auch bei höchster Vergrößerung farbreine Bilder. Bis in die 1960er waren Refraktoren die meist verkauften Teleskope. Seitdem wurden sie von größeren, günstigeren Spiegelteleskopen überholt. Etwa seit der Jahrtausendwende sind sie jedoch wieder beliebter geworden, wozu einige Gründe beigetragen haben.
Ein Refraktor benutzt ein Objektiv (das aus zwei bis vier Glaslinsen besteht), um ein Bildzu projizieren.
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Ein Refraktor benutzt ein Objektiv (das aus zwei bis vier Glaslinsen besteht), um ein Bildzu projizieren.

Zum einen ist die Qualität deutlich besser geworden, und zum anderen ermöglichen moderne Objektive deutlich kürzere und handlichere Teleskope. Die kurze Bauweise und leichtere Materialien ermöglichen Fernrohre, die sich sehr gut transportieren lassen. So können Sie das Teleskop nicht nur leichter an einen dunklen Standort bringen, sondern es auch schnell im Garten aufbauen, um einen Blick auf dem Mond oder die Planeten zu werfen.
Der Celestron AstroMaster 70AZ ist ein typisches Einsteigerteleskop. 70 mm Öffnung mit stabiler Montierung.
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Worauf Sie achten müssen

Beim Refraktor ist kein Fangspiegel im Strahlengang, was dem Kontrast zugute kommt. Erfahrene Planeten- und Doppelsternbeobachter, die hohen Kontrast benötigen, um feine Details zu erkennen, bevorzugen bei gleicher Öffnung das Linsenteleskop gegenüber dem Spiegelteleskop.
Linsenteleskope sind wartungsarm. Anders als bei manchen Spiegeln altert die Vergütung nicht, während eine Verspiegelung manchmal erneuert werden muss. Außerdem muss eine Linse normalerweise nicht justiert (kollimiert) werden – wenn das Teleskop keine harten Schläge abbekommt, behält es seine Justage über Jahrzehnte hinweg bei.
Da ein Refraktor einen geschlossenen Tubus hat, benötigt er etwas Zeit für den Temperaturausgleich, wenn er z.B. im Winter aus der warmen Wohnung ins Freie gebracht wird. Die modernen, dünnen Aluminium-Tuben leiten Hitze gut, was die Temperaturanpassung sehr beschleunigt. Aber Sie sollten es trotzdem bedenken.

Teil 1 - Das kleine Teleskop 1x1, Teil 3 - Spiegelteleskope , Teil 4  - katadioptrische Teleskope , Teil 5 - Montierungen

3 Wichtige Fakten über Linsenteleskope

  • Refraktoren verwenden Glaslinsen, um das Licht zu sammeln
  • Linsenteleskope sind die pflegeleichtesten Fernrohre
  • Viele kleine Refraktoren sind leicht genug, um auf ein stabiles Fotostativ zu passsen - perfekt für den schnellen Einsatz auf Reisen
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Gerne wird Einsteigerteleskopen auch ein kleines Buch beigelegt, das alle Teleskoptypen und Hersteller abdeckt und so den Einstieg erleichtern soll. Celestron Deutschland geht einen anderen Weg: Statt eines allgemeinen Buchs liegt allen Fernrohren, die bei autorisierten deutschen Celestron- Händlern und Celestron-Deutschland direkt erworben werden, ein Buch bei, das speziell auf Celestron-Teleskope abgestimmt wurde und Sie Schritt für Schritt durch die ersten Nächte begleitet – vom Teleskopaufbau über die ersten Schritte bis hin zu reizvollen Beobachtungszielen. Sie finden auch hilfreiche Tipps für den Einstieg in die Astrofotografie.
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