So finden Sie Eschen schnell und einfach auf eBay

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So finden Sie Eschen schnell und einfach auf eBay

Bäume sind für uns Menschen nicht nur lebenswichtig, sondern sie stellen auch eine besondere Zierde dar. Als Solitärbaum im Garten sehen Eschen mit ihrer kugelförmigen Krone besonders schön aus. Sie kommen in der Natur meist in Auenwäldern, an Flüssen und Bächen sowie an steinigen Hängen vor. Doch Eschen sind nicht nur hübsch anzusehen, ihr biegsames, zähes Holz wird auch von Tischlern sehr geschätzt. Weitere Verwendungsmöglichkeiten oder auch Tipps zur richtigen Auswahl und Pflege der Esche finden Sie in diesem Einkaufsratgeber.

Europas höchster Laubbaum - die Esche

Die Esche gehört zur Gattung Fraxinus und zählt zu der Familie der Ölbaumgewächse. Weltweit gibt es über 60 Baum- sowie Straucharten. Nur drei Eschearten wachsen in Europa, und zwar kommen Fraxinus omus, die Blumen- oder Mannaesche sowie Fraxinus angustifolia oder Schmalblättrige Esche nur in Südeuropa vor. Beide erreichen eine Höhe bis maximal 30 Meter. Über 40 Meter wird der Baum Fraxinus excelsior oder die Gemeine Esche hoch. Dieser Baum wächst in Südskandinavien sowie in Westeuropa bis hin zum Ural und stellt die einzige Esche dar, die in Deutschland wächst. Bei guten Bedingungen kann die Esche etwa 300 Jahre alt werden. Auffallend an dem Baum sind Stammteile, die bis zu einer Höhe von 20 Metern astfrei sein können. Häufig sind die Eschen in Mischwäldern anzutreffen, selten in der Nähe von Buchen. Ideen für eine Gartengestaltung mit Bäumen gibt es in zahlreichen Büchern und Magazinen zu diesem Thema.

Blätter und Früchte der Esche

Die Zweige der Esche sind grünlich bis grau und an ihnen befinden sich die Blätter, die bis zu 20 Zentimeter lang werden können. Letztere sind unpaarig gefiedert und bestehen aus neun bis fünfzehn gezähnten Teilblättern. Bevor die Eschenblätter im Spätfrühling austreiben, sprießen purpurrote kugelige Blütentrauben aus den schwarzen Seitenknospen, und zwar bereits einige Wochen vor der Laubbildung. Zu den Besonderheiten der Esche gehört, dass sie einhäusig oder zweihäusig sein kann. Die männlichen Blüten sind purpurrot, später während des Pollenflugs haben sie eine gelbliche Färbung. Weibliche Blütenstände fallen durch eine hellgrüne Farbe auf und werden vom Wind bestäubt. Nach der Befruchtung entstehen Fruchtstände, die wie geflügelte Nüsschen aussehen. Erst im späten Herbst sind die Früchte reif.

Die Keimung der Eschesamen

Als einzige einheimische Baumart wirft die Esche im Herbst grüne Blätter ab, dafür bleiben die braunen Früchte den ganzen Winter über an den Ästen hängen. Im Laufe des Winters werden die Früchte durch den Wind verbreitet, wobei die Schraubenflieger Entfernungen bis über einhundert Meter zurücklegen können. Die Keimung der Eschesamen ist epigäisch, dabei handelt es sich um keimgehemmte Samen, die erst nach einer Ruhezeit von zwei Jahren austreiben. Ältere Samen können noch nach sechs Jahren austreiben.
In den ersten 40 Lebensjahren der Esche ist die Rinde glatt und weist eine hellgrünlich-graue Färbung auf. Alte Bäume besitzen eine dunkle Rinde, die schwarzgrau ist und borkig in länglichen Feldern aufreißt .

Ydddrasil - der Weltenbaum in der nordischen Mythologie

Eine wichtige Rolle spielt die Esche als Weltenbaum Yggdrasil in der nordischen Mythologie, genauer gesagt in der isländischen Edda-Saga. In der Sage heißt es, dass die Zweige der Weltenesche über den ganzen Himmel reichen und sie damit zur Mitte des Universums wird. Die Weltenesche stellt durch ihre Krone eine Verbindung zum Himmel her, wobei ihre Wurzeln zur Unterwelt reichen. An den Wurzeln des Baumes nagt der Drache Nidhöggr, während in der Krone ein Adler sitzt. In der Sage wird erzählt, dass die Weltenesche auf drei Wurzeln ruht, unter denen Quellen entspringen. Die Quelle Mimirs verleiht Weisheit, die Nornen wohnen am Urdbrunnen, wo das Gericht der Götter gehalten wird, und von der dritten Quelle Hvergelmir entspringen alle Flüsse. Außerdem stammen die Menschen, laut der Edda-Saga, von der Esche ab.

Die Esche in der Heilkunde

Selten wird die Esche von Dichtern und Komponisten erwähnt, weil diese in ihren Dichtungen die Linde oder die Eiche bevorzugen. Überzeugt waren unsere Vorfahren allerdings von den vielen nützlichen Eigenschaften der Esche. So wurde angenommen, dass der Baum Kräfte in sich hat, die Unheil abwehren, ihr Saft sollte vor einem Schlangenbiss schützen. In einem alten Spruch heißt es sogar, dass sich keine Schlange unter einen Eschenbaum legen würde. Eingenäht in Kleidern sollte das Eschenholz blutende Wunden versiegen lassen. Man geht davon aus, dass damit der Gerbstoffgehalt in der Rinde gemeint war, denn dieser ist relativ hoch. Ebenso waren Fischer von dem Eschenholz angetan: Ruder sowie Bootsrippen aus Eschenholz sollten sie vor dem Ertrinken schützen. Zudem wurde angenommen, dass die Eschen Unwetter abhalten. Zum Baum des Jahres wurde die Esche in Deutschland im Jahr 2001 bestimmt.

Von Hildegard von Bingen bis zu Hieronymus Bock

Bekannt ist Hildegard von Bingen als Äbtissin, die Abhandlungen über Krankheiten und Pflanzen schrieb. Ihren Nachforschungen nach ist ein Tee, der aus Eschenblättern zubereitet wird, harntreibend. Der deutsche Arzt Hieronymus Bock verwendete im 16. Jahrhundert ein Destillat aus der Eschenrinde zur Behandlung von Gelbsucht. Im 18. Jahrhundert wurde die Rinde der Esche als fiebersenkendes Mittel ersatzweise für Chinarinde gegen Malaria verwendet. Seit der Jungsteinzeit wurde Eschenlaub als Viehfutter genutzt, indem es im Sommer geschnitten, getrocknet und im Winter an die Tiere verfüttert wurde.

Das Eschenholz

Speziell das Holz der Esche wird gern zur Herstellung von Möbeln, Parkettböden und speziell für Sitzmöbel verwendet. Das schwere, harte Holz übertrifft in der Biegefestigkeit die Eiche, zudem ist es abriebfest und elastisch. Ähnlich wie Buchenholz lässt sich das Eschenholz gut biegen und die Oberfläche ist einfach zu behandeln. Zudem ist das Holz gegen Säuren und Laugen widerstandsfähig. Im Freien wird das Eschenholz kaum verwendet, da es sich nicht imprägnieren lässt. Häufig wird Eschenholz zur Anfertigung von Schlitten, Schlaghölzern oder Sportgeräten verwertet. Bedeutend war das Holz seit jeher zur Anfertigung von Speichen, Deichseln und Leiterwagen sowie im Fahrzeugbau.

Anzucht und Pflege

Bei all diesen guten Eigenschaften gehört eine Esche eigentlich in jeden Garten. Gezogen werden können die Setzlinge aus Samen, allerdings gestaltet es sich schwierig, da es sich um keimgehemmte Samen handelt. Die Sämlinge ähneln den Sämlingen eines Ahorns, wobei die ersten Keimblätter eine Länge von fünf Zentimetern erreichen können. Einfacher und schneller funktioniert das Großziehen von Eschen aus Setzlingen. Letztere sowie Jungpflanzen und passende Anzuchttöpfe sind im Handel erhältlich. In den ersten zwei Jahren wächst die Esche langsam, im Alter zwischen zwei bis fünfzehn Jahre wächst sie am stärksten. Gepflanzt werden können die Jungpflanzen im Frühling bis Anfang Mai oder erst im Herbst bis zum Wintereinbruch. Zu Beginn ist eine gute Bewässerung des Baumes sehr wichtig. Gut sieht die Esche als Solitärbaum im Garten aus. Zweitrangig ist hierbei der Standort des Baumes, da er sowohl in der Sonne als auch im Schatten stehen kann.

Die Esche als Bonsai

Wer keinen Garten hat, aber gern eine Esche hätte, kann sich aus Setzlingen einen Miniaturbaum ziehen. In speziellen Büchern wird die Aufzucht eines Bonsai-Baumes beschrieben. Hierfür geeignete Schalen, Zubehör, Dünger und Erde sind im Handel erhältlich. Sollte die Aufzucht zu kompliziert sein, so werden bereits mehrjährige Eschen als Bonsai mit der passenden Pflegeanleitung angeboten. Die Eschen als Bonsai erreichen eine maximale Höhe von 50 Zentimetern und können im Sommer volle Sonneneinstrahlung vertragen.
Im Winter sollten jüngere Bäume bereits ab minus fünf Grad, ältere ab minus zehn Grad geschützt werden. Dazu werden sie in eine Kiste gestellt, die mit Styropor ausgeschlagen ist, und die Pflanze wird mit Stroh abgedeckt. Winterschutz für Pflanzen ist überall im Handel erhältlich. Wichtig ist, dass ein Bonsai bei Dauerfrost im Schatten steht, damit durch die Sonne keine Verdunstung stattfinden kann, da kein Wasser transportiert wird. Zur Überwinterung ist eine Garage mit Fenster oder ein Gartenhaus geeignet.

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