So fangen sie Motive mit der Canon EOS 7d richtig ein

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So fangen sie Motive mit der Canon EOS 7d richtig ein

Sie fotografieren gerne? Interessieren Sie sich für eine semiprofessionelle Kamera mit gutem Sensor? Für eine APS-C Kamera bekommen Sie mit der Canon EOS 7d eine richtig gute Auflösung. Die Pixeldichte beträgt gleichzeitig 5,4 MP/cm². Weiterhin besitzt die Kamera 19 AF-Kreuzsensoren und verschiedene AF-Modi. Gerade bei den bewegten Motiven können Sie so profitieren. Durch Individualfunktionen ist sogar ein SPOT-AF möglich, wodurch eine punktgenaue Fokussierung erreicht wird. Ein weiteres interessantes Feature ist der integrierte Blitz, mit dem Sie über das Menü auch andere externe Blitze steuern können. Das spart Ihnen auf langen Touren das Mitnehmen von zusätzlichen Blitzen. Das sind zunächst gute Voraussetzungen, um Motive vernünftig einzufangen.

Vorteile und Nachteile der Arbeit mit dem Autofokus

Dank diverser Bildbearbeitungsprogramme können Sie fehlerhafte Farben oder falsch belichtete Bilder hinterher korrigieren. Was Sie nicht korrigieren können, ist falsch gesetzte Schärfe. Der Autofokus ist dazu da, diese bei jeder Aufnahme zu gewährleisten. In manchen Situationen ist es dem Autofokus allerdings nicht möglich, Motive scharf zu stellen. Um das zu verstehen, brauchen Sie etwas Hintergrundwissen. Den Abstand zum Motiv misst man beispielsweise über Infrarotstrahlen. Machen Sie mit einer einfachen Kamera ein Foto durch eine Fensterscheibe, wird das erfolglos bleiben, da der Infrarotstrahl schon von der Scheibe zurückprallt. Deshalb verwendet die Canon EOS 7D eine Phasendetektionsmethode zum Ermitteln der Schärfe. Hierbei gibt es spezielle Sensoren, die den perfekten Schärfepunkt berechnen.

Zunächst fällt das Licht in das Objektiv der Kamera, wobei nur ein kleiner Teil davon mittels Spiegel in den Sucher gelangt. Dadurch, dass der Spiegel das Licht an Ihr Auge weiterleitet, bekommen auch die Autofokussensoren etwas ab. Insgesamt gibt es 19 Stück davon, von denen alle das Bild in verschiedenen Blickwinkeln erfassen. So kommt es im Endeffekt zu einer optimalen Schärfeermittlung. Wenn sich die Bilder unterscheiden, so berechnet der Autofokus gegebene Abweichungen und setzt anschließend den Schärfepunkt an der perfekten Stelle.

Um sich Mühen zu sparen, können Sie die Kamera den Schärfepunkt automatisch bestimmen lassen. Das geht ganz einfach, indem Sie den Auslöser drücken und auf das anvisierte Motiv achten. Den Teil des Motivs, der sich im Messfeld befindet, stellt die Kamera scharf. Sollte es sich um mehrere Motive handeln, leuchten auch mehrere Teile des Messfeldes auf. Jedoch können Sie nur auf eine Ebene scharf stellen. Normalerweise entscheidet sich die Kamera folglich für einen der Schärfepunkte. Wenn Sie mit dieser Auswahl nicht zufrieden sind, können Sie einfach die Kameraposition verändern oder den Fokuspunkt selbst anwählen und den Auslöser erneut zur Hälfte herunterdrücken. Auf diese Weise ist der Schärfepunkt beliebig oft veränderbar.

Wie Sie den Schärfepunkt manuell bestimmen können

Falls die automatische Auswahl des Schärfepunktes nicht Ihrem Wunsch entspricht, können Sie diesen - wie erwähnt - optional manuell festlegen. Das ist auf jeden Fall eine sichere Methode. Beachten Sie, dass diese Methode nicht in den Programmen Kreativautomatik und Vollautomatik funktioniert. Zuerst müssen Sie deshalb die Schnelleinstellungstaste auf der Rückseite der Kamera drücken. Benutzen Sie danach den Multicontroller, um zu der AF-Messfeldwahl zu gelangen. Anschließend müssen Sie das Daumenrad zur manuellen Wahl hin drehen, und zwar bis Sie das Einzelfeld AF sehen. Nun ist es möglich, die Taste drücken, die für die AF-Messfeldwahl verantwortlich ist. Diese finden Sie rechts auf der Rückseite der Kamera. Um die Schärfe zu ermitteln, können Sie immer nur ein einzelnes Messfeld heranziehen. Wenn Sie nicht unter Zeitdruck stehen, sollten Sie immer die manuelle Methode anwenden, da Sie nur so 100-prozentig genau arbeiten können. Sobald Sie den Schärfepunkt ermittelt haben, darf die Kameraposition sich nicht mehr verändern. Das hätte nämlich die Verschiebung des Schärfepunktes zur Folge, die Ihrer Bewegung geschuldet ist.

Wie Sie richtig mit der Livebild-Aufnahme fokussieren können

Im Livebild-Modus stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten offen, zu fokussieren. Sie können beispielsweise den Quick-Modus verwenden. Dieser ähnelt dem Normalmodus mit schnellem Phasen-AF. Während des kurzen Vorgangs des Fokussierens verschwindet allerdings das Livebild. Wie auch im normalen Modus können Sie hier zwischen 19 AF-Kreuzsensoren wählen. Sie können aber auch den AF Live Modus verwenden, in dem die Canon unter Zuhilfenahme der Kontrast-Erkennung fokussiert. Zwar ist diese Methode etwas langsamer, dafür aber wesentlich exakter. Der große Vorteil ist, dass Sie das Feld im Fokus nach Belieben verschieben und bestimmte Ausschnitte des Bildes vergrößern können. Die Schärfe legen Sie exakt auf den kleinsten Punkt. Somit ist diese Methode wesentlich angenehmer als das manuelle Fokussieren. Zugute kommt Ihnen zudem die Belichtungssimulation im Livebild-Modus. Schon im Livebild können Sie erkennen, wie das Bild mit gegebenen Belichtungseinstellungen aussieht. Diese Funktion können Sie natürlich auch deaktivieren.

Da das Kameradisplay ziemlich klein ist, ist die automatische Schärfeermittlung recht schwierig zu kontrollieren. Daher können Sie das Vorschaubild fünf- oder zehnfach vergrößern und die Schärfe auf diese Weise überprüfen. Dazu müssen Sie die Zoomtaste drücken. Drücken Sie diese einmal für die fünffache und zweimal für die zehnfache Vergrößerung.

Die standardmäßige Einstellung ist der One Shot Modus. Für viele Aufnahmen ist er eine gute Wahl, weil er recht präzise arbeitet. Am meisten ist er jedoch für statische Objekte geeignet, da sich der Schärfewert nicht verändern lässt, sobald der Auslöser halb durchgedrückt ist. Wenn Sie einen neuen Schärfepunkt bestimmen möchten, müssen Sie den Auslöser wieder loslassen. Für bewegliche Objekte sollten Sie die Betriebsart Al Servo wählen. In diesem Modus ist eine Nachführung der Schärfe bei einem beweglichen Objekt möglich. Voraussetzung ist, dass sich das Motiv in gleichbleibender Geschwindigkeit bewegt. Außerdem sollten Sie alle Messfelder zum Bestimmen der Schärfe aktivieren, sodass eine Interaktion untereinander initiiert wird. Dazu ist die AF-Messfeld-Wahltaste zu verwenden, die sich auf der Rückseite der Kamera befindet. Mittels Controller sind nun die verschiedenen AF-Felder wählbar. Bewegt sich das Motiv einmal aus dem Autofokus-Messfeld hinaus, kann die Kamera das benachbarte Messfeld mit der Aufgabe der Messung beauftragen. Für eine optimale Schärfe müssen Sie das Motiv also nur innerhalb der 19 Messfelder halten.

Eine weitere Betriebsart ist der Al-Focus. Dieser stellt eine Kombination aus Al Servo und One Shot dar. Es ist vom Motiv abhängig, welcher Modus zum Einsatz kommt. Handelt es sich um ein sich bewegendes Motiv, so wählt die Kamera automatisch den Al Servo Modus aus. Bei unbewegten Motiven können Sie sich auf den One Shot Modus verlassen. Wenn Sie gerade im Vorgang der Schärfeermittlung sind und sich das Motiv plötzlich bewegt, so sorgt der Al-Focus Modus dafür, dass es sich trotzdem scharf stellt. Sie sollten nur beachten, dabei keine großen Bewegungen durchzuführen. Ansonsten kann die Kamera nicht unterscheiden, ob das Objekt oder sie selber die Bewegung verursachen. Wenn Sie zusätzlich die gewöhnlichen Problembereiche des Autofokus' berücksichtigen, sollten Sie keine Probleme haben, gute Motive einzufangen.

Details zu der Objektivauflösung und dem zweifachen Konverter

Wenn Sie eine gute Zusammenarbeit mit dem Sensor wünschen, sollten Sie nur auf gute Canon Objektive zurückgreifen. Hier verbuchen Sie sogar noch einen kleinen Auflösungsgewinn. Ab Blende 10 machen sich allerdings bereits Beugungsunschärfen bemerkbar. Zu Problemen kann es außerdem beim Verwenden des zweifachen Konverters kommen. Selbst, wenn Sie diesen mit lichtstarken und hochwertigen Objektiven verwenden, werden Sie den Qualitätsabfall nicht vermeiden können. Aus diesem Grund ist der zweifache Konverter für diese Kamera nicht empfehlenswert. Verwenden Sie lieber den 1,4 x Konverter, mit dem ein weitaus geringerer Qualitätsabfall entsteht.

Viele Megapixel müssen nicht immer gut sein

Wenn Sie Aufnahmen mit der Canon EOS 7d machen möchten, sollten Sie besonders das Rauschverhalten beachten. Dies ist im niedrigen ISO-Bereich erwartungsgemäß am geringsten ausgeprägt. Es ist daher anzuraten, vornehmlich im ISO-Bereich 100–200 zu bleiben.

Die Farbwiedergabe ist realistisch und reicht an Spitzenwerte heran. Diese können Sie des Weiteren durch entsprechende Einstellungen leicht beeinflussen. Mit der EOS 7d können Sie zahlreiche Details erzielen, sofern Sie mit passenden Objektiven arbeiten. Beachten Sie aber, dass die Menge der Details nicht im selben Verhältnis ansteigt wird, wie die Bildgröße. Auch dahin gehend sind 18 Megapixel als grenzwertig zu betrachten. Auffällig ist, dass die JPEG Dateien bei gleicher Einstellung schärfer und detailreicher sind als die RAW Dateien. Das liegt nichtsdestotrotz daran, dass die JPEGs zusätzlich mit einer Unschärfemaske behandelt sind und die RAWs eben Rohdateien sind, die erst noch bearbeitet werden wollen.

Funktionsweise und Vorteile einer drahtlosen Blitzsteuerung der Canon 7d

Einer der großen Vorteile der vorliegenden Canon ist, dass Sie mit dem integrierten Blitz andere Canon-Profiblitze steuern können. Wenn Sie diese Technik gut beherrschen, wird sich das nur positiv auf Ihre Motive auswirken. Sie sparen sich dadurch, die einzelnen Blitze zu verkabeln, und müssen somit weniger Equipment tragen. Alles, was Sie tun müssen, ist, in den Einstellungen des internen Blitzes die Drahtlos-Funktionen zu aktivieren. Im Folgenden können Sie den integrierten Blitz als Steuerblitz verwenden oder aber tatsächlich zum Belichten. Hierbei stehen Ihnen einige Möglichkeiten offen. Zum einen können Sie die Stärke der Blitze nach unterschiedlichen Verhältnissen zueinander festlegen. Sie können dem internen Blitz die Stärke 2 und dem externen Blitz die Stärke 1 geben. Der Interne wäre in diesem Fall doppelt so stark wie der Externe. Beachten Sie, dass sich ein Verstellen der Blitzbelichtungskorrektur auf beide Blitze gleichermaßen auswirkt, das Verhältnis also erhalten bleibt. Eine andere Möglichkeit erlaubt es Ihnen, die Blitze zu gruppieren und diesen spezifische Belichtungskorrekturen zuzuordnen. Hierbei sprechen Sie jede Gruppe direkt an und müssen auf kein Verhältnis achten.

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