So ersetzen Sie Ihre Leichtkraftradteile fachgerecht

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
So ersetzen Sie Ihre Leichtkraftradteile fachgerecht

Ein Leichtkraftrad löst unter Motorradfreunden pure Begeisterung aus. Vergleichsweise leicht im Gewicht und der Handhabung, ist es zudem noch günstiger als eine schwere Maschine. Der Führerschein A1 bzw. 1a ist bereits mit 16 Jahren zu erwerben, weswegen vor allem viele junge Leichtkraftradfahrer auf den Straßen anzutreffen sind. Diese rüsten ihre Gefährte im Laufe der Zeit auch auf: So sieht man viele auffällige Designs und hört röhrende Auspuffe. Doch auch Verschleißteile wollen ersetzt werden. Dafür muss man nicht jedes Mal eine Service-Werkstätte aufsuchen. Das kann schnell teuer werden. Wie Sie fachgerecht bestimmte Stücke Ihres Leichtkraftrades auswechseln, welche Kniffe es hierbei zu beachten gibt und wann es tatsächlich nötig ist, wird im folgenden Ratgeber näher erklärt.

Ein Leichtkraftrad kann sich in vielem verändern: ein kleiner Überblick

Der Lack als auch zahlreiche äußere Teile an einem Leichtkraftrad bewirken die feine Ästhetik der Bikes. Dadurch, dass sie von Natur aus filigraner als ein Motorrad gebaut ist, müssen auch die diversen Baustücke der Maschine dementsprechend aussehen. 

  • So wären das zum Beispiel der Auspuff, der Lenker, die Federung sowie der Spiegel.
  • Der Motor, die Kupplung und das Getriebe sind die Elemente, die am stärksten vom Verschleiß betroffen sind. Diese werden technisch gesehen am häufigsten ausgetauscht. Auch die beiden Reifen sind Teile des Leichtkraftrades, die einer großen und dauerhaften Belastung unterstehen.
  • Der Sitz ist häufig sehr strapazierfähig. Er muss ziemlich hohen Belastungen standhalten, auch unterschiedlichen Wetterlagen ist er oft ohne Unterstand ausgesetzt. Die häufig geteilte Sitzbank bietet Komfort und Platz. Zudem kann sich der Fahrer dadurch an die jeweilige Kurvenlage anpassen.
  • Die Lichtanlage ist ein beliebtes Austauschmodell. Xenonlichter gelten als Spitzenreiter. Multireflektor- Scheinwerfer, Rücklichter in einer dem Rad abgestimmten Optik (so sieht man oft keilförmige Schlussleuchten) als auch Klarglasblinkern werden vielfach nachjustiert.

Aerodynamik und sportliches Design sind bei einem Leichtkraftfahrrad unerlässlich

Ein Leichtkraftfahrrad zeichnet sich durch seine Sportlichkeit aus. Die Feinabstimmung zwischen den einzelnen Fahrzeugteilen erwirkt den äußeren Eindruck, den der Motor im Inneren des Gefährts abgibt: schnelles, windschnittiges Fahren, das durch keine überflüssigen Stücke an der Karosserie gebremst werden soll. Optimale Aerodynamik ist das Ziel, das Besitzer von Leichtkrafträdern haben. Eine Steigerung, innen wie außen, ist durch immer neue Produkte, die auf den Markt kommen, machbar. Dabei gibt es preislich nach oben hin keine Grenzen.

Der Eigeneinbau von Leichtkraftradteilen hebt den Stolz der Besitzer

Sie können, wenn Sie ihr Leichtkraftrad verändern möchten oder ein dringender Ausbau wichtiger Stücke ansteht, in eine Werkstatt gehen. Die Fachleute sind optimal geschult, bieten Garantie auf ihre geleistete Arbeit und verfügen über das passende Werkzeug. Diese Dienstleistung kostet natürlich und auch lange Wartezeiten sind keine Seltenheit. Einige Ersatzstücke müssen erst bestellt und geliefert werden. Dies betrifft vor allem Bauteile älterer Fahrzeugmodelle.

Um diese Schritte zu umgehen, gibt es immer mehr Hobbybastler, die sich an den Ausbau wagen.

  • Durch angeeignetes Fachwissen und gute Betriebsanleitungen sind viele in der Lage, fachgerechte Arbeit abzuliefern. Die Beschaffung von Ersatzteilen bleibt dennoch bestehen.
  • Es ist inzwischen jedoch in der Regel kein Problem mehr, passende Stücke für die eigene Maschine zu erhalten.
  • Was eine Werkstatt nicht leisten kann: Auf selbst fertiggestellte Arbeit dürfen Sie zurecht stolz sein. Wenn diese problemfrei und längere Zeit ihren Dienst erfüllt, ist das eine positive Rückmeldung und ermutigt zu weiteren handwerklichen Einsätzen.

Der fachgerechte Einbau verschiedener Teile am Leichtkraftrad

Die bereits genannten, notwendig auszuführenden Reparaturen sollten Sie aus Sicherheitsgründen zuerst in Augenschein nehmen. Mit guten Vorgaben können Sie Umbauten selbst übernehmen.

Die Einzelteile des Motors sind das Herzstück einer jeden Maschine und haben deshalb höchste Priorität

Ist zum Beispiel der Motor defekt, setzt ein Eigeneinbau ein gewisses Maß an technischem Wissen voraus. So ist es entscheidend zu erkennen, wo der Motor sitzt, mit welchen Leitungen er wie in Verbindung steht und warum es in dem speziellen Fall notwendig ist, ihn auszubauen.

Wissen Sie nicht genau, ob der gesamte Motor fehlerhaft ist oder es ausreicht, einige Teile davon auszubauen, ist ein Blick in das Innere notwendig. Hierbei gilt zu beachten, dass Sie sich einen genauen Bauplan darüber erstellen, wo sich welches Stück befindet. Nicht bei jeder Maschine ist die Anordnung gleich und sollte deshalb strengstens beachtet werden, um keine falschen Anbindungen und damit einen Ausfall des Leichtkraftrads zu riskieren.

Einige Teile, die häufig verschlissen werden, sind:

  • die Dichtungen
  • die Ringe an den Einspritzdüsen
  • die Schäfte

Jedoch sollte Sie ebenso achten auf:

  • die Kurbelwelle und dessen Lager
  • den Zylinder

Ist das Fahrzeug ein älteres Modell, empfiehlt es sich, vorsorglich stark gebrauchte Teile durch neue zu ersetzen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob bestimmte Stücke noch brauchbar sind, wechseln Sie vorsichtshalber den kompletten Motor. Dies ist zwar oftmals teuerer, aber so gehen Sie kein Risiko bei diesem entscheidenden Bauteil ein.

Was tun, wenn der Zylinder defekt ist?

  • Reinigen Sie die einzelnen Teile. Seien Sie gründlich beim Entfernen von Schmutz, Altöl oder Rost. Vor allem der Motorblock und das Kurbelgehäuse müssen sauber sein.
  • Die Kurbelwelle sollten Sie anfangs überprüfen. Herrscht kein Spiel vor, sondern nur ein gleichmäßiges, surrendes Geräusch, ist das Teil wahrscheinlich nicht defekt.
  • Bei einem fertigen Kit muss geprüft werden, ob die Fußdichtung exakt auf die Hauptüberströmer passt. Ist dies nicht der Fall, kann es zu einem Leistungsverlust kommen. Dem wird durch Nacharbeit vorgebeugt. Ebenso muss die Dichtung auf den Motorblock passen. Im folgenden Schritt klären Sie das und justieren sie noch einmal, wenn sie nicht perfekt sitzt.
  • Die Kolbenmontage ist der erste Schritt. Hierbei müssen Sie auf die richtige Einbaurichtung achten, das ist je nach Hersteller unterschiedlich und kann in der Anleitung nachgelesen werden.
  • Der Kolbenbolzenclip wird in den Kolben eingesetzt und sitzt in der Nude-Kerbe. Dies ist eine diffizile Aufgabe. Sie müssen dringend festsitzen, um ein Verrutschen während der Fahrt zu verhindern.
  • Das Kolbenbolzennadellager wird mit Öl bestrichen. Es muss in die Seitenwangen des Kolben passen.
  • Der nun so bearbeitete Bolzen wird in den Motor gedrückt und mit dem zweiten Clip von außen fixieren.  
  • Der Kolben ist nun montiert. Die Fußdichtung wird aufgesetzt.
  • Der neue Zylinder wird vorbereitet. Dafür bestreichen Sie ihn mit Öl und stecken ihn anschließend an den Bolzen.
  • Entscheidend ist der nächste Schritt. Hierbei wird die Quetschkante festgelegt. Das ist der Abstand zwischen dem Kolbenboden und der Kante des Zylinderkopfs.
  • Der Brennraumdeckel wird nach Prüfung der optimalen Quetschkante wieder abgenommen. Auf ihn kommen die passenden Dichtungen. Der so bearbeitete Deckel wird erneut auf den Kolben gesetzt.
  • Der Zylinderkopfdeckel wird ebenfalls abgedichtet und aufgesteckt. Die Muttern ziehen Sie bislang nur handfest an.
  • Alle Anschlüsse werden nun wieder angeschlossen. Diese sollten korrekt angelegt werden, um keine schwerwiegenden Probleme im Motor zu verursachen.

Die Räder sollten Sie häufig kontrollieren und bei Bedarf auswechseln

Wie auch bei einem Auto, müssen Sie die Räder mehrmals wechseln. Dies erfordert wie bei einem PKW  etwas technisches Geschick.

  1. Zuerst wird das Vorderrad ein- und ausgebaut.
  2. Das Vorderrad muss zu Beginn frei beweglich sein, um es nach Bedarf verschieben und die Achse ausbauen zu können.
  3. Sie können die Bremse von der Scheibe ziehen.
  4. Um die Achse herausnehmen zu können, müssen Sie diverse Schrauben lösen.
  5. Setzen Sie die Achse und das Vorderrad ab nehmen Sie es mit etwas Druck gegen den eigenen Körper aus der Halterung.
  6. Setzen Sie das neue Rad ein. Die Achsmutter wird von Hand leicht aufgedreht, die Bremse wird auf die Scheibe gedrückt. Ziehen Sie die Speichen an legen Sie gleichzeitig das richtige Drehmoment fest. Auch die Achsmutter wird so festgeschraubt. Dieser Vorgang muss auf beiden Seiten erfolgen.
  7. Sie können jetzt die Gabel einige Male belasten. Dies bewirkt, dass sie wieder frei schwingen kann.
  8. Wechseln Sie nun das Hinterrad. Die Reihenfolge ist letztlich nicht entscheidend, Sie sollten nur darauf achten, dass Sie nicht beide Räder gleichzeitig abmontieren. So kann ein sicherer Halt gewährleistet werden.
  9. Lösen Sie die Mutter der Radachse. Die Hinterachse kann abgenommen werden.
  10. Vorsicht ist geboten, denn das Hinterrad verliert ebenso an Halt und sinkt ab.
  11. Hängen Sie die Kette aus. Das Rad können Sie komplett abziehen.
  12. Der Einbau erfolgt in umgekehrter Abfolge. Es wird angehoben und in der Halterung fixiert.
  13. Ziehen Sie die Kette auf, noch bevor das Rad richtig sitzt. Die Achse ist nun fest. Machen Sie zuletzt die Gewindemutter fest und spannen Sie die Kette.

Neue Lichter anzubringen ist keine große Kunst 

Es gibt Sets zum Nachrüsten, die für alle Marken gelten. Ein Einbau dieser Produkte ist denkbar einfach. Sind Xenon Scheinwerfer Ihr Favorit, können Sie folgende Schritte ausführen:

Mitgeliefert werden in den meisten Fällen:

  • eine Xenonleuchte
  • ein elektronisches Vorschaltgerät
  • ein Kabelsatz sowie Befestigungsmaterial
  • diverse Anleitungsskizzen

Und so geht der Ein- und Ausbau:

  1. Bauen Sie die Original- Halogenlampen aus.
  2. Setzen Sie das  Xenonlicht an dessen Stelle.
  3. Verbinden Sie dieses mit dem Steuergerät.
  4. Stecken Sie die Halogenlampe mit dem Steuergerät zusammen und prüfen Sie die Leitungen.
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden