So erbringen Moped- & Mokick-Teile dauerhaft Höchstleistungen

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So erbringen Moped- & Mokick-Teile dauerhaft Höchstleistungen

Mopeds, Mokicks und andere Kleinkrafträder erfreuen sich seit Jahren ungebremster Beliebtheit. Gerade jüngere Fahranfänger schätzen die flexiblen und motorisierten Geräte sehr. Unzählige optionale Komponenten und Tuning-Möglichkeiten bestätigen diesen Eindruck. Trotz einer gesetzlich vorgegebenen Höchstgeschwindigkeit ist das Leitungsoptimum für viele Käufer immer noch ein wichtiges Kriterium, wenn es um die Anschaffung oder Aufrüstung des eigenen Fahrzeugs geht. Die folgende Übersicht soll helfen, bei dem breiten Angebot aus Motorradteilen einen gewissen Überblick zu erhalten.

Moped oder Mokick – es gibt unterschiedliche Begriffserklärungen und Definitionen

Eine eindeutige Definition und begriffliche Abgrenzung bei den Zweirädern ist oft schwieriger als gedacht. Zu oft werden Begriffe und Bezeichnungen synonym verwendet, andere sind wiederum veraltet und wurden im Laufe der Zeit oft geändert. Als Oberkategorie aller Fahrzeuge aus diesem Sektor kann daher der Begriff der Kleinkrafträder genommen werden. Als solche werden alle zwei- oder dreirädrigen Fahrzeuge bezeichnet, die über einen Hubraum von maximal 50 cm³ verfügen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit der meisten Kleinkrafträder liegt zwischen 45 und 50 km/h. Angetrieben werden diese mittels Kraftstoff- oder Benzinmotor.

  • Die Abkürzung Mofa steht für „motorisiertes Fahrrad“. Diese Fahrzeuge sind mit Pedalen ausgestattet und werden daher auch als Mopeds kategorisiert. Die maximale Höchstgeschwindigkeit liegt bei lediglich 25 km/h, die Bauweise kann dabei wahlweise einem Motorrad oder einem Motorroller ähneln. Die Popularität dieser Variante sinkt allerdings zusehends, auch aufgrund der steigenden Beliebtheit des E-Fahrrads.
  • Als Motorroller oder nur Roller werden hingegen alle Kleinkrafträder bezeichnet, die zwischen Sitzbank und Frontkarosserie einen Durchstieg haben. Dies ist auch aus Sicht der DIN-Norm das entscheidende Kriterium, welches Sie von anderen Zweirädern unterscheidet. Die bis zu 50 km/h schnellen Geräte gibt es in unterschiedlichen Motorstärken und Klassen.
  • Mokicks werden hingegen mit Knieschluss gefahren und ähneln in puncto Look und Aufbau klassischen Motorrädern. Zumeist werden sie mit einem Kickstarter angelassen. Die teilweise auch als Maxi-Roller bezeichneten und sehr leistungsstarken 125er-Maschinen bilden den Übergang zu Motorrädern. Sie gehören zur Unterfamilie der Leichtkrafträder.

Der Überbegriff für alle Kleinkrafträder ist Moped. Während damit ursprünglich alle Geräte mit ausschließlich Pedalen bezeichnet wurden, wird der Begriff in der Öffentlichkeit heutzutage in der Regel synonym für Mofas, Mokicks und Roller verwendet.

Die wichtigsten Hersteller von Moped, Mokick und Motorroller in der Übersicht

Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben sich unzählige Hersteller und Firmen auf die Produktion von Kleinkrafträdern spezialisiert. Zu den bekanntesten Produzenten von Fahrzeugen in klassischer Mokickbauform zählen:

  • Elmoto
  • Peugeot
  • Aprilia
  • Betamotor
  • Keeway

Bei der zweiten, auf dem Markt noch sehr populären Form, dem Motorroller, haben sich die folgenden Fabrikanten als recht bekannt erwiesen:

  • Vespa
  • Yamaha
  • Aprilia
  • Piaggio
  • Peugeot
Bei eBay können Sie ganz bequem diese Motorroller kaufen.

Wenn die gesetzlich vorgegebene Höchstgeschwindigkeit zu langsam erscheint - das Problem mit Drosselungen

Die am 1. Januar 2002 im Rahmen der Europäisierung beschlossene einheitliche Limitierung der Höchstgeschwindigkeit der Mokicks und Mopeds führte zu viel Unbehagen bei Zweiradfreunden in ganz Europa. Viele kritisierten die nun nur noch maximal zulässigen 45 km/h als zu langsam, um beispielsweise eine möglichst flüssige Teilnahme am alltäglichen Straßenverkehr zu gewährleisten. Kritiker bemängeln, dass sich dadurch das Risiko eines Unfalls noch einmal deutlich erhöhen kann.

Da die Fahrzeuge von Haus aus wesentlich leistungsstärker daherkommen, als es die Begrenzung vorsieht, nutzen viele Moped- und Mokickfahrer diese Tatsache und frisieren ihre Maschinen zu mehr Leistungsfähigkeit. Die Drosselung der Motorenkraft wird über verschiedene kleine Einbauten seitens der Konstrukteure erreicht und lässt sich sogar mit relativ wenig professioneller Hilfe rückgängig machen. Verschiedene Studien belegen, dass ein sehr hoher Anteil der getesteten Geräte nicht den vorgegebenen Geschwindigkeitsnormen entspricht. Dennoch sollten Sie stets berücksichtigen, dass eine nicht-vorschriftsgemäße Veränderung Ihres Kleinkraftrades gesetzeswidrig ist.

Leistungsfähigkeit mit unterschiedlicher Zylinderstärke – wie funktionieren die verschiedenen Motorarten der Mopeds

Während Mopeds in der Vergangenheit eher mit Zweitakt-Motoren ausgerüstet wurden, entschließen sich immer mehr Hersteller inzwischen auf die umweltfreundlicheren Viertakt-Motoren umzusteigen. Das Getriebe wird dabei über ein Schaltpedal mit dem Fuß oder per Handschaltung geschaltet. Inzwischen besitzen viele Roller auch hier eine Schaltautomatik.

Beim Großteil der Mopedmotoren handelt es sich um die einzylindrige Form des Verbrennungsmotors. Dieser besitzt aufgrund seines einfachen Aufbaus und seiner Kompaktheit deutliche Vorteile gegenüber dem mehrzylindrigen Motor, vor allem bei niedrigeren Drehzahlen. Bei höheren Drehzahlen wirkt sich dies allerdings negativer aus, da mehr Strömungsenergie verloren geht. Einzylindrige Motoren können sowohl als Zwei-, wie auch als Viertaktmotor gebaut werden. Mehrzylindrige Motoren sind auch unter dem Namen Reihenmotor bekannt und werden primär in Pkws und Motorrädern verbaut.

Zwei-, und Viertaktmotor versus Elektromotor – die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Angebote

  • Zu den Vorteilen des Zweitaktmotors zählen die geringer auftretenden Vibrationen aufgrund der kleineren Masse und der daraus resultierenden Drehimpulse. Durch die geringere Materialmasse entsteht auch weniger Verschleiß, der gesamte Motor wirkt leichter und kompakter. Negativ am Zweitaktmotor ist die höhere Umweltbelastung, da durch die unvollständige Verbrennung schädliche Emissionen entstehen können. Gerade bei älteren Modellen entspricht dies nicht mehr der heutigen Abgasnorm. Verbrauch von Kraftstoff und Öl liegen deutlich höher.
  • Viertaktmotoren verbrauchen hingegen deutlich weniger Kraftstoff und verringern so auch die Abgasausschüttung. Sie sind leiser und verlieren auch weniger Öl. Allerdings sind diese Motorentypen in der Herstellung und Anschaffung teurer und besitzt einen wesentlich komplizierteren technischen Aufbau.
  • Elektromotoren sind die umweltfreundlichste Variante, da sie gar keine Abgase produzieren. Betriebskosten und Wartungsaufwand sind geringer, das Aufladen erfolgt bequem mittels Steckdose. Allerdings sind die Anschaffungskosten eines E-Scooters immer noch sehr hoch, ihre Leistungsgrenzen recht niedrig angesetzt und die Akku-Laufzeit sehr überschaubar. Wenngleich anzunehmen ist, dass die technische Entwicklung hier in den nächsten Jahren voranschreiten wird, haben die Elektromotoren aktuell noch das deutlich Nachsehen gegenüber ihren traditionellen Kollegen.

Die Qual der Wahl – eine Übersicht über die erhältlichen Zubehörteile für Kleinkrafträder

Mit dem richtigen Zubehör können Sie ihr Moped oder Mokick ganz individuell gestalten und in Sachen Funktionalität und Bauweisen aufwerten. Die Möglichkeiten und Angebote sind dabei vielseitig. Zu den angebotenen Komponenten zählen:

  • Verschiedene Auspufftypen
  • Auspuffdämpfer
  • Spezielle Motorradbekleidung, wie beispielsweise gepolsterte Jacken oder Motorradhandschuhe
  • Spezielle Befestigungen für Schlaufen, Taschen und Ähnliches
  • Windschilde
  • Zusätzliche Rückspiegel für einen erweiterten Sichtradius
  • Gepäckträger, sowohl für hinten als auch für vorn
  • Spezifische Reifen für unterschiedliche Witterungs- und Fahrbahnverhältnisse
  • Spezielle Cases für zusätzlichen Stauraum
  • Verschiedene Griffbezüge mit unterschiedlicher Beschichtung
  • Abdeckplane

Wichtiges Kriterium bei den Zubehörteilen ist Ihre Kompatibilität zueinander und dem Fahrzeug im Ganzen. Es empfiehlt sich daher meist darauf zu achten, dass Roller und Zubehör aus dem gleichen Haus stammen oder eine ausgewiesene Eignung der Teile vorliegt. Besonders bei gebrauchten Komponenten sollten Sie daher die Augen nach Einbauhinweisen und Herstellerinformationen offenhalten.

Checkliste: Nach welchen Schäden Sie Ihre gekauften Komponenten oder Fahrzeuge absuchen sollten

Falls es um den Erwerb und Einbau neuer Komponenten für ihr Moped oder Mokick geht, so müssen diese nicht immer gleich direkt beim Hersteller erworben werben. Gebrauchte Teile sind in der Anschaffung meist wesentlich günstiger, erfüllen aber dennoch Ihren Zweck, wenn es um die Leistungsoptimierung des eigenen Fahrzeugs geht. Achten Sie beim Kauf dieser Teile allerdings auf folgende Punkte:

  • Überprüfen Sie das Material nach Rost und Rissen, besonders an Schweißnähten.
  • Testen Sie die Stabilität der Verschraubungen und Halterungen. Lenker sollten beispielsweise kein allzu großes Lenkspiel vorweisen.
  • Legen Sie Wert auf Kaufbelege, Inspektionsnachweise und Informationen über die Kompatibilität der Komponenten
  • Achten sie darauf, dass Scheinwerfer, Blinker und andere Leuchten der E-Norm entsprechen.
  • Überprüfen Sie Teile vor ihrem Aufbau hinsichtlich Funktionalität und Verschleißerscheinungen.

Diese Aspekte werden noch wichtiger, wenn es um den Kauf eines kompletten Mopeds geht. Hier sollten sie dringend das Service-Heft des Vehikels als Original einfordern und hinsichtlich aller abgehaltenen Inspektionen checken. Nicht eingehaltene Werkstatttermine oder falsche Upgrades und Veränderungen am Fahrzeug können zum Verlust der Garantie führen und im schlimmsten Fall Strafen nach sich ziehen. Auch sollten Sie den beim Verkauf angegebenen Kilometerstand hinlänglich seiner Richtigkeit überprüfen.

Exkurs: Die richtige Wahl des Reifens und wie Sie diesen am unkompliziertesten wechseln

Ein entscheidender Faktor, wenn es um die Verbesserung der Leistung Ihres Kleinkraftrades geht, ist die Wahl der richtigen Reifen. Abhängig von deren Beschaffenheit und Aufbau können sie großen Einfluss auf das Fahrverhalten ihrer Maschine haben. Hinterfragen Sie daher im Vorfeld ihr Fahrverhalten. Planen Sie regelmäßig längere Strecken zu fahren oder nutzen Sie ihr Fahrzeug nur vereinzelt für gelegentliche Ausfahrten in die Stadt? Oder bevorzugen Sie gar holprige Feldwege? Von günstigen Standardreifen bis hin zu sportlichen Slicks und Stollenreifen, die auch für nicht asphaltierten Untergrund gut sind, ist alles möglich.

Auch hier ist wichtig, dass die Reifen kompatibel zu ihrem Moped und für das jeweilige Modell zugelassen sind.
Das Wechseln der Reifen können Sie hingegen auch selbstständig erledigen.

Beim Reifenwechsel halten Sie bitte die folgenden Schritte ein:

  1. Lassen Sie zuerst die Luft vom Reifen heraus.
  2. Lösen Sie den Reifen mittels Montageeisen zwischen Felge und Mantel. Am besten stecken Sie mehrere Eisen hinein, um den Reifen zu lösen.
  3. Nachdem Mantel und Reifenschlauch entfernt sind, wird der neue Schlauch mit Gleitgel eingerieben und zur Hälfte über die Felge gelegt.
  4. Der Schlauch wird anschließend zwischen Mantel und Felge gesteckt. Diese Kombination muss gut sitzen.
  5. Nun wird der Schlauch mit ein wenig Luft gefüllt und dann, wie schon beim Abzug, mittels Montageeisen befestigt.
  6. Befestigen Sie den Schlauch zwischendurch auch ruhig mithilfe eines Gummihammers, damit er fest in der Halterung sitzt.
  7. Abschließend pumpen Sie den Reifen vollständig auf.
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