So entdecken Sie passende Objektivplatten für die analoge Fotolabortechnik

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So entdecken Sie passende Objektivplatten für die analoge Fotolabortechnik

Trotz des Siegeszuges digitaler Kameras gibt es noch immer viele, die aus unterschiedlichsten Gründen auch für analoge Kameras noch Verwendung finden. Sei es zu Lehrzwecken oder einfach nur wegen der einzigartigen Bilder, die mit analogen Kameras entstehen.
Allerdings wird für analoge Kameras auch das entsprechende Zubehör benötigt. Besonders bei älteren Geräten ist eine sogenannte Objektivplatte unabdingbar.

Was ist eine Objektivplatte?

Während Objektive bei Digitalkameras fast immer komplett geliefert werden und einfach auf eine Kamera aufgeschraubt werden müssen, bestehen Objektive bei analogen Kameras aus mehreren Teilen. In der Regel werden zwei Teile eines Objektivs an einer Objektivplatte befestigt, wobei sowohl an der Vorder- als auch an der Rückseite Teile des Objektivs befestigt werden. Die Objektivplatte selbst sorgt dafür, dass das Objektiv fixiert ist und einfach an einer Kamera montiert werden kann.

Objektivplatten sind auch als Objektivplatinen bekannt, dabei handelt es sich jedoch nur um einen anderen Begriff, der letztlich dasselbe meint. Wer auf der Suche nach Objektivplatten ist, sollte im Zweifel beide Begriffe ausprobieren.

Die richtigen Objektivplatten finden

Bei der Wahl der richtigen Objektivplatten gibt es einige Dinge zu beachten. So sind zum Beispiel Platten von unterschiedlichen Herstellern nicht miteinander kompatibel. Objektivplatten von Linhof Technika eignen sich also zum Beispiel nicht für Objektive von Horseman, Arca Swiss oder anderen Herstellern. Bei Linhof selbst gibt es darüber hinaus auch Unterschiede zwischen Objektivplatten, sodass einzelne Exemplare sich mitunter nur für eine bestimmte Kamera oder ein bestimmtes Objektiv eignen. Das sollte vor dem Kauf in jedem Fall beachtet werden.

Auch das Innenmaß sollte beim Kauf beachtet werden, denn fällt die Bohrung zu klein oder zu groß aus, passt natürlich auch das jeweilige Objektiv nicht. Das Innenmaß wird in Millimetern angegeben. Es existieren unterschiedliche Größen wie zum Beispiel Copal #0-34,6 mm.

Materialien für Objektivplatten

Objektivplatten werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt, wobei während einer bestimmten Ära meist die gleichen Materialien von den unterschiedlichen Herstellern verwendet wurden. Ältere Modelle sind daher zum Beispiel aus Holz erhältlich, während später auch Kunststoff und Metall zum Einsatz kamen. Aluminium konnte sich auch durchsetzen und ist aufgrund seines leichten Gewichts ein sehr beliebtes Material.

Die Wahl des Materials stellt sich für Käufer jedoch nur selten, da bei bestimmten Kameras und Objektiven nicht selten ohnehin nur eine bestimmte Objektivplatte passt. Wichtig ist das Material jedoch bei Nachbauten. Dabei ist es empfehlenswert sich am Material der Kamera zu orientieren.

Objektivplatten gebraucht kaufen

Da Objektivplatten bei Kompaktkameras keine Verwendung finden, werden sie kaum noch hergestellt und sind deshalb neuwertig kaum noch zu finden. Passende Objektivplatinen können aber problemlos gebraucht gekauft werden. Bei guter Behandlung gibt es auch kaum Abnutzungserscheinungen, sodass es keinen Grund gibt, von einem Gebrauchtkauf abzuraten. Lediglich bei Objektivplatten aus Holz sollte der Zustand vor dem Kauf genauer überprüft werden, da hier Verschleiß wahrscheinlicher ist als bei Modellen aus anderen Materialien.

Für welche Kameras gibt es Objektivplatten?

Objektivplatten sind ausschließlich für Analogkameras erhältlich, digitale Kameras nutzen eine solche Vorrichtung nicht. Auch bei Filmkameras kommen andere Mechanismen zum Einsatz. Zwar gibt es durchaus einige einzelne Beispiele für Filmkameras mit Objektivplatten, dabei handelt es sich aber um recht exotische Modelle.

Ob die eigene Kamera eine Objektivplatte verwendet, lässt sich recht einfach herausfinden. Bei vielen Kameras ist in einem solchen Fall die Montagevorrichtung für das Objektiv an der Vorderseite deutlich zu sehen. Einige Kameras verstecken jene Vorrichtung aber auch im Inneren der Kamera. Meist ist es aber vergleichsweise einfach möglich, eine Objektivplatte zu entfernen.
Wer sich nicht sicher ist und seine Kamera nicht öffnen möchte, kann hingegen das Internet nutzen. Sofern die Bezeichnung einer Kamera bekannt ist, ist es relativ einfach möglich, genauere Informationen über eine Kamera zu erhalten. Zwar existieren die Hersteller von älteren Kameras meist überhaupt nicht mehr und haben daher auch keine eigene Webseite, allerdings gibt es einige Seiten, die sich auf die Katalogisierung von älteren Kameras spezialisiert haben.
Dort kann schnell in Erfahrung gebracht werden, ob es sich um eine Kamera mit wechselbarer Objektivplatte handelt oder nicht. Wer den Namen einer Kamera in einer Suchmaschine eingibt, findet schnell passende Ergebnisse.

Brauche ich überhaupt eine Objektivplatte?

Eine neue Objektivplatte wird nur benötigt, wenn eine bisherige Platte zu Schaden gekommen ist oder ein neues Objektiv verwendet werden soll. Wer auf seinen Aufnahmen hell leuchtende Punkte feststellen kann, könnte ein Loch in der Objektivplatte haben. In einem solchen Fall ist der Kauf einer neuen Objektivplatte in jedem Fall sinnvoll.

Allerdings sollte sich auch jeder fragen, ob eine entsprechende analoge Kamera überhaupt noch genutzt werden soll. Denn es ist natürlich wenig sinnvoll, eine Platte zu kaufen wenn die Kamera ohnehin nur aus Sammlergründen in einer Vitrine steht. Oft bleibt es auch nicht nur bei der Anschaffung einer Objektivplatte, da gerade bei älteren Kameras viele verschiedene Teile gepflegt und gelegentlich ausgetauscht werden müssen. Jeder muss daher für sich selbst wissen, ob die Investition für die eigenen Zwecke sinnvoll ist oder nicht.

Wird eine Analogkamera zu Lernzwecken genutzt, zum Beispiel im Rahmen eines Fotografiestudiums, ist eine neue Objektivplatte nicht unbedingt nötig. Nur bei sehr starken Schäden führt kein Weg an einem Austausch vorbei. Kleinere Schäden führen zwar zu Verfälschungen auf einem Bild, es reicht jedoch in der Regel aus, um die Eigenheiten der analogen Fotografie in der Praxis kennenzulernen.

Die Faszination der analogen Fotografie

Die analoge Fotografie reizt bis heute sowohl professionelle Fotografen als auch Hobbyanwender. Das liegt nicht nur an den Ergebnissen, die sehr anders ausfallen als bei der Digitalfotografie. Auch der Vorgang des Fotografierens ist völlig anders. Zum Beispiel gibt es oft überhaupt keine Möglichkeit zu überprüfen, wie ein Bild letztlich aussehen wird.
Ein Sucher gehört bei Analogkameras nicht zur Standard-Ausstattung. Deshalb müssen Fotografen sich bei analogen Fotografien zu einem großen Teil auf ihr Gefühl verlassen und weniger auf die Technik.

Natürlich ist das verwendete Gerät aber auch immer wichtig und wer analoge Fotografie ernsthaft betreiben möchte, sollte deshalb immer darauf achten, dass eine Kamera sich in einem guten Zustand befindet. Dazu gehört eben auch, dass Einzelteile wie die Objektivplatte gut erhalten sind.
Wer auch gerne unterschiedliche Objektive nutzt, braucht sogar gleich mehrere Objektivplatten, damit die Nutzung von anderen Objektiven an einer bestimmten Kamera überhaupt möglich ist. Durch das Alter der Geräte handelt es sich jedoch teilweise auch schon um Sammlerobjekte. Deshalb handelt es sich nicht immer um ein günstiges Hobby. So faszinierend die analoge Fotografie auch ist, Anwender sollten sich über die Eigenheiten der Technik im Klaren sein.

Wo kann ich Objektivplatten finden?

Im Einzelhandel sind Objektivplatten so gut wie überhaupt nicht zu finden, lediglich einige Spezialgeschäfte führen noch derartige Teile. Da aber natürlich nicht jeder ein passendes Fotogeschäft in der Nähe haben, ist das Internet eine sinnvolle Alternative. Hier können alle Fans von analoger Fotografie rund um die Uhr nach einer Objektivplatte suchen, die zur eigenen Kamera passt.

Ein gute Anlaufstelle dafür ist zum Beispiel eBay, da hier auch Privatpersonen mit Objektivplatten handeln. Gebrauchte Objektivplatinen sind außerdem oft auch sehr günstig erhältlich. Das Angebot wechselt ständig, weshalb es sich lohnt, öfter vorbeizuschauen.

Wer mit der analogen Fotografie gerade erst anfangen möchte, findet bei eBay neben Objektivplatten übrigens auch direkt dazu passende Analogkameras.
Gerade Objektivplatten sind nicht immer billig, bei seltenen Exemplaren werden leicht dreistellige Summen fällig. Bei einer solchen Investition ist es natürlich angenehm, wenn die Platte vor dem Kauf in Augenschein genommen werden kann. Bei einer Selbstabholung ist genau das möglich, beim Kauf muss lediglich darauf geachtet werden, dass ein Verkäufer diese Option auch anbietet. Außerdem ist es natürlich ratsam, sich dabei auf Angebote zu beschränken, bei denen der Artikelstandort in der Nähe des eigenen Wohnortes liegt.

Fazit

Die analoge Fotografie begeistert aus vielerlei Gründen sowohl Hobbyfotografen als auch professionelle Anwender. Es gilt jedoch dabei, einige Dinge zu beachten. Natürlich sollte die Kamera sich in einem möglichst guten Zustand befinden. Um das zu erreichen, müssen die einzelnen Teile so gut wie möglich gepflegt werden. Die Objektivplatte ist ein sehr wichtiges Bauteil, da an ihr das eigentliche Objektiv befestigt wird. Bei starken Schäden empfiehlt sich ein Austausch, da es sonst zu schweren Fehlern bei fertigen Bildern kommen kann.

Objektivplatten sind meist nur mit Kameras oder Objektiven eines bestimmten Herstellers kompatibel, weshalb vor dem Kauf genau geprüft werden sollte, ob eine bestimmte Platine auch auf die eigene Kamera passt. Passende Objektivplatten aller Hersteller gibt es zum Beispiel bei eBay, wo es auch eine große Auswahl an anderem Zubehör für analoge Kameras gibt.

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