So bringen Sie mit TV-Tuner und Videograbber Fernsehen und Videoaufnahmen auf Ihren PC

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
So bringen Sie mit TV-Tuner und Videograbber Fernsehen und Videoaufnahmen auf Ihren PC

Was ist ein TV-Tuner?

Ihr PC oder Ihr Laptop verfügen bereits über einen Großteil der für den Fernsehempfang notwendigen Eigenschaften. So ist bereits ein LCD- oder TFT-Monitor mit hoher Auflösung vorhanden und der genutzte Rechner ist in der Lage, Fernsehsignale mithilfe einer technischen Erweiterung in sichtbare Programme umzuwandeln. Es bietet sich also an, den heimischen Stand-PC oder das Laptop neben den eigentliche Aufgaben noch zu einem Unterhaltungssystem auszubauen. Das gelingt Ihnen mit einem TV-Tuner, Sie müssen sich jedoch vor dem Erwerb eines solchen Gerätes mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Gegebenheiten betreffend Empfangsmöglichkeiten und passender Gerätetechnik beschäftigen. Treffen Sie auch eine Auswahl hinsichtlich Ihrer Wunschsendungen. Reicht Ihnen das Angebot der „freien Sender“ oder interessieren Sie sich für aktuelle Kinofilme und exklusive Sportberichterstattung? Wollen Sie in komfortableren Fernsehgenuss investieren, finden Sie auf eBay hierzu ein breites Produktangebot.

Grundvoraussetzung für einen TV-Tuner: Empfangsmöglichkeiten

Bevor Sie sich für einen TV-Tuner entscheiden, müssen Sie sich mit den Empfangsmöglichkeiten an Ihrem Wohnort befassen. Der Empfang kann über DVB-T, Satelliten-Empfang (DVB-S und DVB-S2) oder Kabel erfolgen.

Empfang über DVB-T

Über das sogenannte DVB-T werden Fernsehprogramme digital und „erdgebunden“ ausgestrahlt. DVB-T ist noch nicht flächendeckend in ausreichender Qualität vorhanden und die Auswahl der angebotenen Kanäle ist geringer als das Angebot via Satellit. Sie benötigen hierzu aber keine feste Installation vergleichbar zur unabdingbaren Anschlussdose zur Satellitenanlage und wenn Sie beispielsweise nur einige wenige Programme der großen Sendeanstalten bevorzugen, kann DVB-T durchaus ausreichend sein. Beispielsweise können Sie mit einem DVB-T Tuner und Laptop auf der Terrasse oder im Wohnwagen sitzen und Fernsehprogramme anschauen. Zudem kann der DVB-T Empfang in Räumen erfolgen, die ansonsten keinerlei Anbindungen an eine Hausempfangsanlage oder ähnlich besitzen. Dies ist bereits mit einer kleinen Zusatzantenne, die in Fensternähe angebracht wird, realisierbar. Bei der Nutzung der mitgelieferten Software mit einer optionalen Fernbedienung ist nahezu der gleiche Komfort wie beim gewohnten Fernseher gegeben.

Empfang über Satellit via DVB-S und DVB-S2

Verfügen Sie bereits über eine digitale Satellitenanlage im Haus und befinden sich in Ihren Wohnräumen Satellitenanschlüsse? Dann verbinden Sie Ihren Satelliten-Tuner mit einem dieser Anschlüsse und Sie können Fernsehprogramme in gewohnter Qualität auf ihrem PC anschauen.

Hierbei wird Ihr PC oder Laptop zum Satellitentuner aufgerüstet und bietet über ein mitgeliefertes Bedien-Programm nahezu die gleichen Möglichkeiten wie ein reiner Satellitenempfänger. Auch hierbei liegt einigen Geräten sogar eine Fernbedienung samt Empfänger bei, sodass Sie bei der Bedienung nichts vermissen müssen. Wenn Ihnen eine hohe Bildauflösung wichtig ist, suchen Sie nach einer Satelliten-Karte mit Empfangsmöglichkeit von DVB-S2. Zwar werden auch etliche Sendungen in hoher Qualität via DVB-S ausgestrahlt und die meisten Satellitenkarten mit diesem Format sind preiswert, die Entwicklung verläuft aber klar in Richtung DVB-S2 Format.

Empfang mit einem Kabel-Tuner und DVB-C

Der Empfang mithilfe eines Kabel-Tuners unterscheidet sich im Grundsatz kaum von der Nutzung einer Satelliten-Karte. Der Kabel-Tuner wird mit der Anschluss-Dose eines Empfangsverteilers verbunden und über ein mitgeliefertes Software-Paket gesteuert. Hohe Auflösungen sind bei der Nutzung eines Kabel-Anschlusses gewährleistet, weshalb Sie hierbei keine besonderen Formate beachten müssen.

Die erforderliche Technik für interne Lösungen: Erweiterungskarten

Eine interne Lösung ist eine in den PC einzubauende Erweiterungskarte, die auf ihrer Rückseite diverse Anschlussmöglichkeiten bietet. So besteht die Möglichkeit, eine externe Antenne für besseren Empfang anzuschließen und in einigen Fällen sind Video-Eingänge für Videoaufnahmen sowie Video-Ausgang integriert. Beim Erwerb einer Erweiterungskarte müssen Sie zuvor die Kompatibilität und Anzahl der freien Kartensteckplätze ihres PCs prüfen. Es gibt Kartenmodelle für PCI und PCI-Expressanschlüsse. Einige PC-Modelle verfügen nur über einen PCI-Express-Sockel. Wenn hier schon eine Grafikkarte ihren Dienst ausübt, kann keine weitere PCI-Express-Karte verbaut werden. Wollen Sie gleichzeitig einen Fernsehkanal anschauen und einen weiteren Kanal aufzeichnen, achten Sie auf den Erwerb einer Karte mit zwei integrierten TV-Tunern. Fragen Sie auf jeden Fall vor dem Kauf beim Hersteller nach der Wärmeentwicklung der Zusatzkarte nach. Einige Modelle entwickeln im Betrieb eine hohe Abwärme und können das Temperaturniveau des Rechnerinneren erheblich steigern. Nicht selten sind dann Lüftererweiterungen notwendig. Auch der Stromverbrauch sollte beachtet werden.

Externe Lösungen: Nutzung von USB-Anschlüssen und Express-Cards

Die externe Lösung eignet sich insbesondere für Laptops oder Tablet-PCs, die keinen Karteneinbau zulassen und daher die Zuführung von Erweiterungen nur über die äußeren Anschlüsse (zumeist USB, auch als Express-Card mit höherer Leistung) gestatten. Aber auch wenn Sie den Einbau einer Erweiterungskarte in Ihren PC vermeiden möchten, ist in jedem Fall ein externer TV-Tuner via USB die richtige Lösung. Ein weiterer Vorteil ist die „Mehrplatzverwendung“ des externen Empfangsgerätes. Es kann beispielsweise in verschiedenen Zimmern an Stand-PCs laufen und auch im Wohnwagen oder im Hotel an einem Laptop verwendet werden. Beachten Sie bei den angebotenen externen TV-Tunern mit USB 2.0 Anschluss, dass es hier Leistungsgrenzen in der Bildqualität gibt. Schauen Sie sich vor einem Kauf die Auflösungsdaten genau an.

Was will ich sehen? Verschlüsselter und unverschlüsselter Empfang

Für den Empfang des sogenannten „Free TV“ können Sie alle der aufgeführten Empfangsvarianten nutzen. Anders verhält es sich beim Pay-TV, da deren Anbieter zumeist eigenständige Empfangsgeräte „Set-Top Boxen“ und Codierungskarten zur Entschlüsselung ihrer Programminhalte verwenden. Die genannten Empfangsgeräte bieten aufgrund der kompakten Bauweise nicht alle die Möglichkeit, eine Codierungskarte aufzunehmen. Hierzu ist der zusätzliche Erwerb eines CI-Moduls („Common Interface Modul“) oder eines CAM-Moduls („Conditional Access Module“) notwendig. Beschaffen Sie sich hierbei zunächst die Anforderungsdaten des Pay-TV-Anbieters und treffen Sie dann die Auswahl einer geeigneten Karte.

Die Hardware liegt vor, wie erfolgt die Inbetriebnahme? Anschluss und Treibereinspielung bei Erweiterungskarten

Haben Sie sich für eine Erweiterungskarte entschieden, müssen Sie zuerst Ihren Rechner öffnen und die Karte in den passenden Erweiterungssockel einsetzen. Entfernen Sie vor dem Einbau das Netzkabel auf der Netzteilrückseite und befolgen Sie unbedingt die Herstellerhinweise in der beiliegenden Installationsanleitung. Gehen Sie sodann sehr behutsam beim Einschieben der Karte vor und achten Sie auf ausreichenden Freiraum zu umliegenden Kabeln und benachbarten Erweiterungskarten. Nach dem Einbau verbinden Sie die Erweiterungskarte je nach Typ mit dem Satelliten- oder Kabelanschluss. Bei einer DVB-T-Karte ist eine Antenne anzuschließen. Schließen Sie dann das Netzkabel wieder an und starten Sie Ihren Rechner. In der Regel werden Sie nun zum Einlegen der zugehörigen Treiber- und Software CD oder DVD aufgefordert. Folgen Sie den angegebenen Installationshinweisen.

Anschluss und Treibereinspielung bei externen Lösungen

Liegt Ihnen ein externes Gerät vor, so studieren Sie die Anleitung, ob zuerst die Software- und Treiberinstallation und danach das Gerät anzuschließen ist oder ob die umgekehrte Reihenfolge gefordert wird.

Sendersuchlauf und Favoritenliste

Nach erfolgreicher Installation müssen Sie sich nun mit der Software zu Empfang und Verwaltung der Fernsehkanäle befassen. Als erster Schritt erfolgt für gewöhnlich ein Sendersuchlauf, bei dem alle empfangenen Sender erfasst und in eine Senderliste eingetragen werden. In der Sendersuchliste können Sie dann Ihre Favoriten ermitteln und nach Belieben umsortieren. Sofern Sie Aufzeichnungen von Fernsehkanälen machen wollen, legen Sie ein Ausgabeverzeichnis dazu auf Ihrer Festplatte fest. Wählen Sie einen Bereich mit ausreichend freiem Platz, um die 20 GB sollten es schon sein, damit es nicht zu ungewollten Aufzeichnungsabbrüchen kommt.

Einrichtung der Aufnahme

Für eine zeitversetzte Aufnahme finden Sie in der zugehörigen Gerätesoftware Aufnahmepläne (auch „scheduler“ genannt), in denen Sie die den TV-Kanal, die Start- und Endzeit sowie die Aufnahmequalität festlegen können. Für die Aufzeichnung von Fernsehkanälen legen Sie ein Ausgabeverzeichnis mit mindestens 20 GB auf Ihrer Festplatte fest, ansonsten kann es zu ungewollten Aufzeichnungsabbrüchen kommen.

Was ist ein Videograbber?

Videograbber dienen der reinen Aufzeichnung von Video- und Tonsignalen. Eines der hauptsächlichen Einsatzgebiete ist die Archivierung von alten Videokassetten oder anderem Filmmaterial. Eine weitere Nutzungsmöglichkeit ist der Anschluss einer Videokamera mit Funkübertragung zum Betrieb von Überwachungssystemen („Babyfon“ oder Werkhallenüberwachung). Während TV-Karten auch als reine Aufzeichnungsgeräte genutzt werden können, weisen Videograbber zumeist keine TV-Empfangsmöglichkeiten auf. Der technische Aufbau ist vergleichbar zu den TV-Tunern. Die mitgelieferte Software ist mehr auf Funktionen zum Videoschnitt ausgerichtet. So lassen sich zahlreiche Einstellungen zu Kontrast, Bildschärfe, Videoformat und Bildkompression vornehmen und es werden Schnittfunktionen, Videoeffekte und Vertonungsmöglichkeiten angeboten. Oftmals wird auch eine Bildverbesserung ermöglicht, die allerdings sehr rechen- und zeitaufwendig ist.

Videograbber gibt es als externe und interne Varianten mit zahlreichen Eingabeanschlüssen. Hochauflösende Videoerfassung ist bei einem USB 2.0-Anschluss nur begrenzt möglich. Hierzu ist der Erwerb eines Gerätes mit USB 3.0 notwendig, welcher wiederum auch am PC oder Laptop USB 3.0-Schnittstellen erfordert. Moderne interne Erweiterungskarten kennen hierbei keine Qualitätsbeschränkung, da bei ihnen die Datenübertragung völlig anders verläuft und auch spezielle Bildverarbeitungsprozessoren zum Einsatz kommen. Zu beachten ist bei diesen Zusatzgeräten noch die Unterscheidung in analoge und digitale Aufzeichnungsmöglichkeiten. Einige Modelle verfügen beispielsweise über spezielle Eingänge zur Kopplung von digitalen Camcordern (u. a. DV und Digital8, seltener auch FireWire) oder anderen digitalen Bildausgabegeräten. Wenn Sie anspruchsvolle Videoarbeiten in hoher Bildauflösung ausführen möchten, kommt für Sie ein interner Videograbber infrage, da dieser als Erweiterungskarte über spezielle Prozessoren zur Effektgestaltung und Bildkompression verfügt und Ihren Rechner bei der Videobearbeitung deutlich beschleunigt.

Weitere nützliche Tipps

Sorgen Sie für eine defragmentierte Festplatte, das verhindert Aussetzer bei der Aufzeichnung. Verwenden Sie während der Aufzeichnung möglichst keine rechen-intensiven Programme, da diese den Aufzeichnungsprozess belasten können und es zu Bild- und Tonaussetzern kommen kann. Wenn Ihnen die mitgelieferte Software nicht zusagt, können Sie auf eBay Programme von Drittherstellern erwerben, die wesentlich mehr Einstellungsmöglichkeiten bieten und zu den gängigsten TV-Tunern kompatibel sind.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden