So bleiben Stoffpolster lange schön

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So bleiben Stoffpolster lange schön

Wie Sie lange Freude an Ihren Stoffpolstern haben

Polstermöbel aus Stoff verleihen dem Ambiente eine gewisse Gemütlichkeit. Sie sind weich und werden im Gegensatz zu einer Ledercouch in vielen farbenfrohen Designs angeboten. Möchte man lange Spaß an den weichen Polstern haben, ist eine regelmäßige Pflege unerlässlich.
Beim Kauf sind die Bezüge noch mit einer schonenden Schicht imprägniert. Dieser Schutz verliert sich im Laufe der Zeit. Häufiges Benutzen und Flecken, die herausgerieben werden, machen die Oberfläche anfällig. Fehlt die Imprägnierung erst einmal, setzen sich Staub und Gerüche in dem Material fest. Die leuchtenden Farben verblassen. Die Stellen, auf die Sie sich am liebsten setzen, weisen bald einen hässlichen Schmutzraum auf.

Qualitativ hochwertige Polstermöbel sind mit abnehmbaren Bezügen ausgestattet, die Sie problemlos regelmäßig in der Waschmaschine waschen können. Durch die Wäsche strahlt der Stoff wieder und Ihre Stoffpolster sehen aus wie neu. Doch auch für Couchen mit einem festen Bezug gibt es Hilfe bei Flecken und Gerüchen.

Tipps zur Pflege von Polstermöbeln

Bereits beim Kauf sollte man sich bewusst sein, dass helle Farben einen höheren Reinigungsaufwand verursachen als dunkle. Sicherlich wirken helle Polstermöbel sehr edel und modern. Auch erhält ein Zimmer durch eine helle Möblierung einen leichteren Charakter. Dem steht eine hohe Anfälligkeit gegenüber Flecken gegenüber. Besondern in Haushalten mit Kindern oder Haustieren passieren ständig Malheure: Eis, Schokolade oder Limonade landen auf den Polstern. Kleinkinder mit klebrigen Händen denken beim Anfassen der Couch nicht an die Folgen. Hunde springen freudestrahlend mit schmutzigen Pfoten zu ihrem Herrchen auf die Polster. Wer sich dennoch für eine weiße Garnitur entscheidet, muss den entsprechenden Pflegeaufwand einkalkulieren.

Einmal die Woche absaugen

Grundsätzlich sollten Polstermöbel einmal in der Woche abgesaugt werden. Nicht nur der in der Luft befindliche Staub, sondern Schmutzpartikel von der Kleidung und Haarschuppen verunreinigen den Stoff. In der Regel werden mit dieser Behandlung auch feinste Schmutzpartikel entfernt. Achten Sie auf eine sanfte Reinigung. Üben Sie zu großen Druck auf die Oberfläche auf, entsteht Abrieb. Auf die Dauer wird der Stoff an diesen Stellen porös und reißt ein. Bei minderer Stoffqualität können durch hohen Druck Dellen entstehen. Eine schonende Reinigung gelingt mit einer Polsterdüse, die bei den meisten Staubsaugern zum Standardzubehör zählt. Wischen Sie die Polster zusätzlich mit einem leicht feuchten Tuch ab. Im Handel erhalten Sie spezielle Reiniger, die die Pflege erleichtern. Dabei sollten sie lösungsmittelfreie Produkte mit einem neutralen PH-Wert bevorzugen. Diese greifen die Polster nicht an. Bei aller Pflege sollte man sich an die vom Hersteller empfohlene Pflegeanleitung halten.

Auch bei Stoffpolstern gibt es Unterschiede

Stoffpolster finden Sie in verschiedenen Ausführungen. Nicht nur die Farbgebung, sondern auch das Material Ihrer Couchgarnitur hat Auswirkungen auf die Pflege. Dabei sagt der Preis nicht unbedingt etwas über die Qualität und Robustheit aus. Auch teure Stoffe können mitunter anfällig für Verschmutzungen sein.

  • Flachgewebe

Flachgewebe zeichnen sich durch ihre Stoffstruktur aus. Sie bestehen aus zwei miteinander überkreuzten Fadengruppen, die keinen Flor besitzen. Die Webdichte der verwendeten Garne bestimmt den Preis, wobei dichte Gewebe qualitativ hochwertiger und robuster sind. Flachgewebe werden aus Naturfasern oder synthetischen Garnen hergestellt. Bei langem Gebrauch raut das Material auf und bildet Glanzstellen und kleine Knötchen.

  • Velours

Flockstoffe sind nicht gewebt. Der Flor wird bei der Herstellung auf ein Trägermaterial aufgebracht. Der kostengünstige Stoff verfügt dennoch über beste Gebrauchswerte: Er ist scheuerbeständig, warm, weich und sehr pflegeleicht. Allerdings besteht eine Empfindlichkeit gegenüber Kratzspuren, was bei Haushalten mit Tieren zu einem unschönen Aussehen führen kann. Lösungsmittel jeglicher Art schaden Velours.

  • Mikrofaser

Die rein synthetisch gewebten Mikrofasern zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht aus. Sie sind sehr strapazierfähig und äußerst pflegeleicht. Ihre weiche Textur erinnert an Wildleder. Die auffällig großen Qualitätsunterschiede zeigen sich im täglichen Gebrauch. Da Mikrofaser Staub bindet, gehört Abbürsten zur regelmäßigen Pflege.

Farbechtheit an verdeckter Stelle überprüfen

Auch wenn Sie sehr sorgsam mit Ihren Polstern umgehen, sind Flecken nicht immer zu vermeiden. Einige Flecken lassen sich leicht mit Wasser entfernen, andere sind hartnäckiger. Viele Fälle erfordern eine besondere Behandlung. Damit man keine böse Überraschung erlebt, sollte die Farbechtheit des Stoffes geprüft werden. Hierfür eignen sich versteckte Stellen, zum Beispiel die Rück- oder Unterseite der Couch. Tragen Sie das Fleckenmittel auf und warten Sie einige Stunden. Hat sich der Stoff verfärbt oder ist das Material ausgebleicht? Dann sollten Sie dieses Putzmittel keinesfalls verwenden. Bevor Sie die teuren Möbel ruinieren, sollten Sie nach einer alternativen Lösung suchen.

Flecken erfordert eine individuelle Behandlung

Gibt es eine universelle Lösung zur Fleckentfernung? Leider nicht. Tomatensaft, Farben und Lacke, Kaffee, Schokolade – alle diese Stoffe bedürfen einer spezifischen Behandlung. Schon bei Betrachtung der einzelnen Produkte fallen Unterschiede hinsichtlich Konsistenz und Basis auf. Es gibt Stoffe, die schnell in Ihre Polster einziehen, die sich mit dem Material verbinden oder es einfärben. Generell lassen sich nahezu alle Flecken und Verschmutzungen entfernen – man muss nur wissen wie.

  • Wasserlösliche Flecken

Zu den wasserlöslichen Flecken gehören unter anderem Blut, Ei, Milchprodukte, Urin, Suppen und Soßen. Hier hilft kaltes bis lauwarmes Wasser, gemischt mit Shampoo. Das Haarwaschmittel ist mild und greift Materialien nicht an. Verwenden Sie auf keinen Fall heißes Wasser, da es zur Gerinnung von Eiweiß führt. Vor allem bei Mikrofaser sollten Sie darauf achten, den Flecken nicht eintrocknen zu lassen. Das erschwert die Reinigung enorm. Einige Gewebe können nach dem Trocknen mit Waschbenzin oder Fleckenentferner behandelt werden, wobei vorher der Stoff auf Farbechtheit zu prüfen ist.

  • Wasserunlösliche Flecken

Butter, Schuhcreme, Schokolade – Verschmutzungen auf Fettbasis stellen eine größere Herausforderung dar. Diese Stoffe lassen sich nur mit Lösungsmitteln oder Waschbenzin entfernen. Vorsicht ist besonders bei Kerzenwachs geboten. Löschpapier und Bügeleisen mögen bei Kleidung ein guter Tipp sein, textile Polterstoffe werden durch diese Behandlung jedoch geschädigt. Zerbröckeln Sie das Wachs vorsichtig und heben es von der Oberfläche ab. Waschbenzin entfernt die Reste. In Haushalten mit Kindern rutscht schon mal ein Kaugummi aus dem Mund. Nun ist Geduld gefordert, denn die Süßigkeit muss zuerst aushärten. Anschließend einen Eisbeutel auf die Stelle legen. Dann lässt sich der Fleck mühelos beseitigen.

  • Farben und Lacke

Das Wohnzimmer soll in einem neuen Glanz erstrahlen. Auch bei sorgfältigster Anwendung von Pinsel und Farbe kann manchmal ein Klecks danebengehen. Das ist sehr ärgerlich. Frische Wand- und Dispersionsfarbe lassen sich mithilfe eines Spachtels oder einer Rasierklinge relativ gut entfernen. Im getrockneten Zustand müssen Sie mit Schädigung der Poster rechnen. Bei Lackflecken hilft heiße Föhnluft, die die harte Konsistenz des Materials aufweicht. Die Masse vorsichtig abnehmen und eventuelle Reste mit Brennspiritus entfernen. Dennoch ist Vorsorge die beste Lösung. Decken Sie beim Streichen alle Möbel mit einer Plane ab und verkleben Sie diese. Auch wenn diese Vorarbeit lästig und zeitaufwendig ist: Sie schont die Polster und erspart eine Menge Ärger.

  • Unbekannte Flecken

Sie entdecken einen Fleck, dessen Herkunft Sie sich nicht erklären können? Prinzipiell kann es nicht schaden, ihn zunächst wie einen wasserlöslichen Fleck zu behandeln und mit einer Wasser-Shampoo-Mischung abzureiben. Stellt sich keine Besserung ein, sollte von einer weiteren Behandlung abgesehen werden. Bevor Sie unterschiedliche Mittel ausprobieren und im schlimmsten Fall die Sitzecke ruinieren, ist es ratsam, einen Fachmann zu fragen.

Möbelpflege bei eingeschlossenen Gerüchen

Auch Gerüche, die sich in den Polstern festsetzen, verleiden die Freude an den Möbeln. Vor allem Zigarettenrauch dringt tief in den Stoff ein. Ein Nebeneffekt sind gelbliche Verfärbungen. Doch auch Küchengerüche setzen einer Couchgarnitur zu. Viele moderne Haushalte verfügen über eine offene Wohnküche. Die Kombination aus Wohnzimmer und Küche führt leider zu einer höheren Belastung der Möbel. Fischgerüche, Zwiebeln, Knoblauch – was einem Essen ein wohlriechendes Aroma verleiht, hinterlässt auf Dauer als Geruchscocktail in den Polstern eine unangenehme Geruchsbelastung. Intensive Ausdünstungen von Lebensmitteln haften sehr hartnäckig. Ältere Polster besitzen oft einen aufdringlich muffigen Geruch.

Bei Gerüchen müssen nicht gleich die Polster entsorgt werden. In der Küche finden Sie Helfer, die schnell für Abhilfe sorgen. Essig- oder Citro-Essenz sind günstige Geruchs-Killer, die bei Gerüchen auf verschiedene Arten angewendet werden können:

  • Polstermöbel riechen wieder gut, wenn sie mit unverdünnter Essig- oder Citro-Essenz abgerieben werden.
  • Bei muffigen Polstern empfiehlt sich eine Mischung aus 2 Tassen Essig- oder Citro-Essenz auf 5 Liter Wasser.
  • Das Aufkochen von 3 Tassen Wasser mit 1 Tasse Essenz in einem Kochtopf mit offenem Deckel bindet Tabakgeruch. Wenn Sie diese Mischung im Wasserkocher erhitzen, entkalken sie nebenbei das Gerät.

Es gibt eine Vielzahl an Reinigern zu kaufen, die Gerüche aus Textilien und Möbeln entfernen. Diese Mittel wirken auf chemischer Basis. In Zeiten zunehmender Allergien ist es ratsam, die chemische Belastung im Haushalt weitgehend zu vermeiden. Mit Essig- oder Citro-Essenz leisten Sie über den günstigen Anschaffungspreis hinaus so auch noch einen Beitrag zum Umweltschutz.

Mit der richtigen Pflege bleiben Ihre Polster lange schön

Ob das alte Sofa oder eine neu gekaufte Sitzgarnitur – Flecken in den Polstern verursachen zunächst Ratlosigkeit. Groß ist die Sorge, durch eine falsche Behandlung irreparable Schäden im Gewebe zu verursachen. Die Bedenken sind meist unbegründet: Mit einem sorgfältigen und geduldigen Vorgehen lassen sich die meisten Flecken entfernen. Achten Sie zunächst auf die Pflegehinweise des Herstellers. Die adäquate Behandlung ist abhängig vom Material und von der Art der Verschmutzung. Falls Sie nicht sicher sind, ob der Fleck wasserlöslich ist, geben Ratgeber oder Haushaltsseiten im Internet eine gute Hilfestellung. Bei unbekannten Flecken sollten Sie einen Fachmann zurate ziehen. Schließlich möchten Sie an Ihrer Sitzgarnitur lange Freude haben. Falls es wider Erwarten zu Schädigungen gekommen ist, kann man die defekte Stelle schlimmstenfalls in einer Polsterei schnell reparieren lassen.

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